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The demons in your Soul Arc

GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P18
Keiichi Maebara Reina Ryuuguu Rika Furude
03.06.2014
13.06.2014
5
7.636
1
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Dieses Kapitel
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03.06.2014 2.191
 
Warnung: Es kommt in diesem Kapitel zu heftigen Folterszenen, wir sind hier schließlich bei Higurashi und einen P18-Rating!!



Teil 5: Du bist keine Blüte der Hölle



Wir sind doch nur die Sklaven unseres Schicksals, immer wieder spielt sich das Lied der Ewigkeit in meinen Kopf ab.

Nachdem Rika freudenstrahlend ihrer Freundin Satoko von Dr.Iries Entdeckung berichtet hat (und diese dem Doktor zu seiner Freude ein Küsschen auf die Wange gegeben hat), muss sie die und dem Rest des Clubs von Keichiis Lage erzählen, ohne die anderen wissen zu lassen, dass sie durch übermenschliche Fähigkeiten in der Lage war, zu wissen was außerhalb von Hinamizawa geschah.

Sie trafen sich im Wohnzimmer von Rikas und Satokos Haus, aßen Plätzchen und tranken Unmengen von Genmaicha Tee.



„Gestern hat mich Keichii-kuns Mutter angerufen.“

Sie unterbrachen die Gespräche über Kaninchenrassen, und sahen mit blauen, violetten und grünen Augen zu ihr hinauf.

„Anscheinend leidet er unter einer seltenen Krankheit, die zu Aggressionen und Paranoia führen kann.“

Satoko sah überrascht aus, die Sonozaki Schwestern eher irritiert und Rena voller Sorge.

„Ich habe mich über diese Krankheit informiert und habe gelesen, dass sie in den meisten der Fälle zum Tode führen kann, weil das Opfer in einen Anfall von Wahnvorstellungen beginnt sich die Haut abzureißen, insbesondere im Halsbereich.“

Nie würde sie das namenslose Entsetzen in dem Gesichtern ihrer Freundinnen vergessen, wie sie Rika anstarrten, voller Hoffnung sie würde nur einen schlechten Witz erzählen.

„Diese Krankheit…“, begann Rena, „ich glaube, dass mir diese Symptome bekannt vorkommen…“

„Ja“, führte Rika ihre Worte weiter, „es handelt sich um das Hinamizawa-Syndrom, auch bekannt unter dem Namen „Oyashiro-samas Fluch.“

Nachdenklich sackte Rena zusammen, ihre Augen wirkten leer, als ob sie alte Erinnerungen wach rufen würde.

Satoko begann verzweifelt ihren Kopf zu schütteln.

„Aber…aber, was machen wir denn jetzt? Ich…wir, sollen ihn sterben lassen, ohne eine Möglichkeit Auf Wiedersehen zu sagen??“

Ihre Trauer erschütterte Rika, hielt sie das Mädchen doch immer für stark.

„Erinnerst du dich an das Mittel, dass Irie dir gegeben hat? Das, woran du leidest ist keine Stoffwechselstörung…“

„Oyashiro-samas Fluch? Bin ich todkrank, Rika?“

„Nein, nur manchmal sehr ängstlich oder aggressiv, da du eine Vorstufe hast, gegen die es immer eine Heilmöglichkeit gab, gegen Keichiis Stadium jedoch… hilft nur noch das hier.“

Sie holte das Fläschen aus ihrer Tasche, das sie bis dahin gut bewahrt hat.

„Dann wäre das Problem gelöst“, meldete sich Mion Sonozaki zu Wort, „ich werde gehen und ihn das Mittel verabreichen.“

Keiner sagte etwas, sie schienen damit einverstanden zu sein, jedoch stand Rena plötzlich auf, ihre Haare wippten etwas hin und her.

„Mion. Ich weiß, dass er dir sehr wichtig ist. Aber ich… kenne das Hinamizawa-Syndrom. Ich bin vor langer Zeit auch einmal daran erkrankt, und habe sehr viel Schaden angerichtet. Damals wollte ich keine Hilfe annehmen, ich dachte, ich würde es alleine schaffen. In seinem derzeitigen Stadium ist Keichii sehr gefährlich. Du könntest dabei zu Schaden kommen, aber ich kenne diese Krankheit und kann ihn daher einschätzen. Bitte, lasst mich gehen.“

Mion schien mit ihrer Meinung zwar unzufrieden zu sein, konnte aber nicht widersprechen. Renas Argumente waren schließlich sehr überzeugend.



Sie schien wieder im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten zu sein, also nahm Keichii das Schwert und ging langsam auf sie zu.

Er genoss es so sehr, wie sie vor Angst zitterte, ihr die Tränen über die Wangen liefen.

Es machte ihn richtiggehend an, wie sie zusammenzuckte und leise wimmerte, als er ihr einen tiefen Schnitt verpasste. Mit der Zunge fuhr er sich über die Lippen, als er einen Teil ihrer Haut an der Schulter nahm und mit einen Ruck wegriss.

Ihr Kreischen drang bis ins tiefste Innere von ihm, und er wollte mehr davon. Denn Oyashiro-samas war eine sehr, sehr hungrige Gottheit, und das Blut eines Sünders war für sie ein Feuer, das in ihren Herzen brannte und Keichii weiter antrieb.

Liebevoll zog er ihr auf diese Weise die Haut vom Arm, über den Oberarm, dem Ellbogen und letztendlich die Hand. Ihr Fleisch schimmerte so schön, Blutstropfen rannen zu Boden, doch der Schock verhinderte dem Tod durch Verbluten.

Und so machte er weiter, am anderen Arm, am Rücken, am Bauch, seine Hände glitten zärtlich unter die Haut (im wahrsten Sinne des Wortes höhö), wollten mehr, immer mehr.

Als sie nicht vielmehr als ein ohnmächtiges Stück rote Masse war, nahm er sich als Krönung die Haut von ihrem Gesicht. Gab ihr ein Grinsen, als die Lippen und Wangen zu Boden gingen und die Zähne offen waren, nahm ihr dem Großteil der Nase und enthüllte ihre hübschen blauen Augen, als er ihr die Lider nahm.

Und er lachte.

Wie Keichii-kun niemals hätte lachen können.



Ihre Stirn sank an das kalte Glas des Fensters, leicht spürte sie das Ruckeln des Zuges in ihren Körper. Gerade fuhr der Zug ab, und der Bahnhof von Hinamizawa verschwand langsam, zusammen mit dem winkenden Gestalten ihrer Freundinnen, die sich lachend von ihr verabschiedeten.

In ihren Händen lag die Tasche mit einer leeren Spritze und dem Fläschchen.

Die Bewegungen auf dem Gleisbett machten sie schläfrig und sie sank in eine Art Trancezustand.



Schwer liegt das Metall des Baseballschlägers in meinen Händen, doch ich kann jetzt nicht aufhören. Ich bin Reina Ryuguu und ich habe beschlossen, dass ich mich nicht kampflos ergeben werde.

Die Schutzgottheit von Hinamizawa will mich töten, weil ich ihr dem Rücken zugekehrt habe, doch ich werde nicht so einfach von der Bildfläche verschwinden!



Erschrocken setze sie sich auf, und war erleichtert, als sie merkte, dass sie sich im Zug befindet, und nicht in ihrer alten Schule.

Nachdem ihre Eltern das Dorf verlassen haben, wurde sie von Angstzuständen geplagt. Verschwommen erinnerte sie sich an die Schritte und das Geflüster, welches sie immer verfolgt hat. Daran, wie plötzlich seltsame Schatten hinter dem Fenstern angefangen haben, nach ihr zu greifen. Und dann, als sie dem Schläger hatte und das Glas unter ihren Händen zerbarst.



So zerbrechlich!

So wie ich, die diesen ganzen Wahnsinn nicht mehr länger standhalten kann!

Es lässt dich nicht gehen, es beobachtet dich immer…



Sie lehnte sich auf ihren Sitz zurück, und dachte an die unzähligen Erinnerungen, die aus dem Schatten ihres Verstandes emporstiegen.

Keichii musste es zurzeit sehr schlecht gehen, sie machte sich Sorgen um ihn.

Hatte auch er böse Dämonen hinter sich stehen? Litt auch er unter dieser schrecklichen Angst?



Ken war alleine zuhause.

Seine Eltern waren auf einer Kunstausstellung und würden erst in drei Tagen wieder da sein.

Deswegen stand er jetzt in seinen Vorgarten und goss die Blumen, so wie es seine Mutter ihn gesagt hat.

„So eine dämliche Schrulle, kann die sich nicht alleine um ihren Scheiß hier kümmern?“

Ärgerlich trat er gegen die Gießkanne, wollte er wieder ins Wohnzimmer und das Spiel weiter schauen.

Dann hörte er hinter sich jemanden auf das Gras treten, plötzlich spürte er das kalte Metall eines Schwertes an seinen Hals.

„Sind wir etwa schon wieder unartig?“ Die Welt explodierte in weißem Licht und Ken sank bewusstlos zu Boden.

Er lag auf kalten Stein, es war feucht und dunkel. Als er versuchte sich aufzusetzen, bemerkte er die Fesseln um seinen Körper. Jemand kam mit einer Taschenlampe auf ihn zu, und er konnte Keichii Maebara in ihren Schein erkennen.

„Du hast das getan? Alter, mach mich los, du Spasti, drehst du jetzt völlig durch? Verdammt, du…“

Als er sich umdrehte, um seinen Feind ins Gesicht blicken zu können, fassten seine Hände in etwas Nasses und Weiches.  Augenblicklich später wurde ihn klar, wieso es unter ihn so nass war und als ihn bewusst wurde, was er gerade in seinen Händen hielt, stieß er einen markerschütternden Schrei aus, der Keichii Tränen lachen ließ.

„Du magst sie, du magst sie! Willst du sie heiraten? Dann solltest du aber schnell machen, bevor sie stirbt.“ Und tatsächlich war sie noch am Leben, die rote Masse zuckte ein wenig, als Ken sie berührte.

Er übergab sich und verlor erneuert das Bewusstsein.

Als er wieder zu sich kam, hing auch er an der Wand.

„Um Gottes Willen! Du elender Psychopath, hast du sie etwas noch vergewaltigt, bevor du sie …?“

„Aber nein, aber nein, ich wollte mich schließlich nicht schmutzig machen, hihi.“

Mit der Spitze des Schwertes strich er ihn sanft über die Hände und das Gesicht.

„Hmmm! Ich überlege gerade, was eine angemessene Strafe wäre… Augen ausreißen? Gliedmaßen zertrümmern? Ach! Um die Spuren zu beseitigen, würde mir wohl nur noch das gute alte Verbrennen bleiben…“

Mit diesen Worten schüttete er einen Benzinkanister über ihn leer, öffnete die Ketten, und warf ihn ein brennendes Streichholz zu, ehe er die Tür schloss und ihn seinem Schicksal überließ. Am anderen Ende lauschte er noch glücklich den Schreien zu, die für ihn eine wundervolle Symphonie des Grauens war, kratzte sich dem Hals ein Stückchen weiter auf und erhob sich dann schwankend.



Als er das stillgelegte Industriegelände verließ, wurde er hungrig, und da sein Weg nach Hause am Bahnhof vorbeiführte, ging er jetzt auch wieder zu dem Kiosk um sich ein Sandwich zu kaufen.

Und als er bezahlte, hörte er wieder, wie jemand seinen Namen rief.

Für einen kurzen Moment dachte er an einen Rachegeist seiner Feinde, doch die Stimme kannte er nur zu gut.

„Rena? Was machst du denn hier?“

Mit ihren blauen Augen, der vertrauten Kleidung und dem liebevollen Lächeln, beruhigte ihre Ausstrahlung seinen aufgewühlten Geist sofort.

„Ich dachte mir nur… dass ich hier auch hinkomme, damit du dich nicht so langweilst…“

„Ach, das war schon okay, ist bis jetzt relativ aufregend gewesen, hier.“

Zusammen gingen sie zu einer Bushaltestation, denn Rena und er wollten ungestört sein und dazu kannte er einen schönen Platz im Park.

Auf dem Weg zeigte er ihr alle bekannten Dinge und erzählte ihr Geschichten.

Rena war sehr interessiert an seinen alten Leben, und kommentierte es auf ihre Weise.

Die Stelle war direkt neben einen Brunnen aus Stein, und einen kleinen Teich. Ein Kirschbaum hat über das helle Gras einzelne Tupfer aus weiß und rosa gelegt.

Sie saßen dort eng beieinander, redeten und lachten entspannt zusammen.

Dann schwiegen beide ein wenig, sahen den anderen Menschen zu und hielten sich im Arm.

Bis Rena wieder das Wort ergriff.

„Du, Keichii? Ich wollte nur sagen, dass du nicht alleine bist.“

„Alleine? Alleine, womit?“

„Ich konnte es auch mal hören. Tipp Tapp Tipp Tapp, machte es. Und wenn ich abends im Bett lag, wartete es am anderen Ende auf mich. Und starrte mich mit roten Augen an.“

Er verkrampfte sich in ihren Schoß, dann hob er den Blick und starrte sie wie aus weiter Ferne an.

„Es hat dich auch getroffen? Oyashiro-samas Fluch?“ Er sprach leise, mit rauer Stimme.

Rena stiegen Tränen in die Augen und sie presste ihn fester an sich.

„Hörst du? Du bist nicht alleine. Rena ist bei dir, wir schaffen das gemeinsam!“

Lange sagte er nichts mehr, und als sie schon daran glaubte, dass er für immer schweigen würde, nahm er das Gespräch wieder auf.

„Sie ist einfach überall, mit ihren kalten Händen, ihren hunderten Augen. Sie ist wahrhaft eine böse Göttin.“

Zärtlich strich Rena über die Kratzwunden an seinen Hals. Er zuckte leicht zusammen, sagte aber nichts.

„Rika sieht Hoffnung für dich.“

„Die Reinkarnation von Oyashiro-sama wird mich von meinen Sünden freisprechen?“

Er betonte es auffällig wie eine Aussage, als würde er es selber kaum glauben.

„Sie hat mir das hier gegeben. Weißt du was das ist?“

Erschrocken blickte er auf die gefüllte Spritze in ihren Händen. Dann schob er Rena von sich und rappelte sich auf.

„Rika will mich auch umbringen. Oyashiro-sama hat es nicht geschafft und jetzt hat sie dich geschickte Rena!“

Verzweifelt griffen seine Hände an seinen Hals und rissen erneuert an der Haut.

„Sie wird es nicht schaffen, ich werde nicht gehen!“

Tränen tropften zu Boden.

„Ich werde ihr die Haut abreißen, wie ich es bei diesen Miststück getan habe!“

„Es interessiert mich nicht, was du getan hast. Ich werde dich für immer als Keichii Maebara ansehen.“

Mit diesen Worten stürzte sie sich auf ihn und rammte ihn die Spritze in den Arm.

Schwankend stand er da, sah sie mit ungläubigem Entsetzen an.

„Was hast du da gerade gesagt, du wirst mich nicht verurteilen?“

Das Mittel breitete sich in seinen Adern aus, er spürte förmlich, wie die Wärme durch ihn glitt.

Er kam auf sie zu, nahm er Gesicht in die Hände. Sein Blick spiegelte sich in ihren großen, reinen Augen.

Seine Hände bewegten sich leicht auf ihren Bauch, erkundeten ihre Hüfte, ihren Rücken, streiften sanft über ihren Po.

Dann beugte er sich zu ihren Mund hinab und küsste sie. Und sie schlang ihre Arme um seinen Hinterkopf und erwiderte ihn weinend.



Langsam entfernten sich Rika und Hanyuu von der Menge am Bahnhof.

Offenbar ist es Rena gelungen, Keichii das Mittel zu verabreichen und ihn zu retten.

„Du, Rika? Sie planen einen Ausflug nach Tokyo, und jetzt, wo sie das Mittel haben, kann ihnen doch nichts mehr passieren, richtig?“

„Tut mir leid Hanyuu, aber wir können sie nicht begleiten, auch wenn das Dorf jetzt vor Oyashiro-samas Fluch geschützt ist.“

Mit leichten Schritten gingen die beiden über die Straße zur Bushaltestelle und setzen sich auf die Sitze.

„Schließlich bleiben mir nur noch 3 Tage bis Watanagashi.“
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