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The demons in your Soul Arc

GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P18
Keiichi Maebara Reina Ryuuguu Rika Furude
03.06.2014
13.06.2014
5
7.636
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03.06.2014 1.129
 
Teil 2: The dark side of your moon

Als Familie Maebara an ihren Ziel ankommt, haben sie fast drei Stunden Zugfahrt hinter sich und Keichii muss extrem dringend auf Toilette. Er trennt sich von seinen Eltern und geht zu einem Kiosk am Bahnhof.



Dieser Ort ist noch genauso, wie ich ihn in Erinnerung habe…

Nachdem er sein Geschäft beendet hat, stellt er sich in eine Schlange an der Kasse. Er kann mit den Essen unmöglich warten, bis sie bei seinen Verwandten angekommen sind, sein Magen meldet sich lautstark zu Wort. Also nimmt er sich schnell eine Packung von einem koreanischen Algensalat und bezahlt.

„Also wenn das nicht Maebara-kun ist! Was führt uns denn zurück in diese nette Stadt?“ „Oh Nein! Lauft um euer Leben! Maebara ist zurück!“

Oh Nein! Ich kenne diese Stimmen… das sind Ken und Yuriko… früher waren eher gute Freunde, doch die beiden sind wohl irgendwie abgerutscht und haben sich stark ins negative verändert…

Die beiden sitzen auf einer Bank neben dem Eingang und essen Sandwiches.

(Essen in Öffentlichkeit gilt in Japan als schlechter Ton)

„Oh haha, was für ein Zufall!“

„Was tust du so angeheitert, Keichii?“

„Ja, schon vergessen, was du getan hast??“



Aber nur, weil ihr das als Mutprobe von mir verlangt habt!



„Ich…ich bin jetzt ein anderer Mensch!“



Meine neuen Freundinnen sind viel bessere Freunde als ihr jemals wart!



Denkst du etwa, dass wir dir alles vergeben würden, nur weil du weggezogen bist?“

„Du bist ein schlechter Mensch, Keichii… Es ist gut, dass wir jetzt ohne dich leben können…“



Wütend dreht sich der Junge von ihnen weg, und sucht nach seinen Eltern.

Noch zu gut kann er sich daran erinnern, wie sehr ihn diese beiden schikaniert haben… und ihn schlussendlich dazu getrieben haben, mit einer echt aussehenden Waffe auf Kinder zu zielen…

Dann sind seine Eltern umgezogen und mit seinen neuen Bekanntschaften in Hinamizawa hat sich seine Situation gebessert, jedoch verfolgen ihn ihre Worte bis heute…



Dann zerreiße sie doch einfach.



„Wer war das?“

Keichii dreht sich panisch um, er hat diese Stimme doch tatsächlich gehört?

Doch hinter ihn steht niemand, außer ein paar Passanten.

An einen Geldautomaten sieht er seine Eltern, sie haben auf ihn gewartet.



„Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat…aber da waren viele Menschen…“



Wieso lüge ich sie an? Wäre es nicht besser ihnen von meiner Begegnung zu erzählen?



Doch er schweigt, und zusammen verlassen sie den Bahnhof.

Denn da wäre noch etwas, er ist sich sicher, dass diese Worte an ihn gerichtet waren… doch da ist niemand gewesen…

Vielleicht war es doch nur Einbildung?

Vielleicht war es doch nicht an mich gerichtet?

Und er beschließt, dass er nicht mehr daran denken würde.



Sie erreichen das Haus etwas verspätet, da sein Vater sich verfahren hat.

Es kommt zu einer herzlichen Begrüßung und Keichii stellt sich erfreut fest, das er sich immer noch an die Namen seiner Verwandten erinnern kann, obwohl ihr letztes Treffen schon länger zurückliegt.

Ihr Haus ist wirklich ziemlich groß, Keichii teilt sich das Zimmer mit einem 5jährigen Cousin.



Sein Zimmer ist mit einem hellen Laminatboden ausgelegt und die Wände sind grün.

Es befinden sich zwei Feldbetten darin, ein leerer Kleiderschrank und ein Waschbecken.

Gerade als er seine Kleider einräumen will, hört er den Jungen.

Er öffnet die Tür, lässt sich auf sein Bett fallen und beschwert sich über das schwüle Wetter.

Und über den viel zu engen Anzug, dem ihn seine Mutter ausgesucht hat.

Keichii grinst über sein Gejammer und tröstet ihn dann damit, dass es gegenüber ihrem Haus eine schöne Konditorei gibt.

Nachdem er ihn verspricht, dass er mit ihm auf jeden Fall dort Erdbeerkuchen essen gehen wird, hilft er ihn dann sein Bett zu beziehen.



Dabei bin ich immer derjenige, der bei Klassenfahrten Hilfe bei den Betten braucht.



Leider lenken seine Gedanken an seine Klasse ihn eine unangenehme Richtung…

Um seine Rückblicke zu stoppen, geht er in die Küche und hilft einer Tante dem Tisch für das Abendessen zu decken.

Ihn fällt die stilvolle Einrichtung auf.

Die Möbel sind alle in einen weißen Holz, und die Wände sind in einen schönen Gelb, auf einer Fensterbank stehen Blumentöpfe und über einen kleinen Tisch hängt ein Samuraischwert.



Das Essen schmeckt zwar gut und der immer noch hungrige Keichii isst mit großer Erleichterung, jedoch ist die Stimmung etwas langweilig.

Anscheinend sind die Kinder sehr damit beschäftigt sich gut zu benehmen…

Er bringt seinen Cousin ins Bett und sitzt dann noch etwas mit ihnen vor einen Baseballspiel, dann geht er schlafen.



Keuchend und schweißgebadet wacht er mitten in der Nacht auf.

Etwas orientierungslos taumelt er in den Zimmer umher, bis ihn wieder einfällt, wo er sich befindet…

Es ist alles Ordnung, ich befinde mich hier und nicht in meiner alten Schule…



Er hat von einem Klassenausflug geträumt, und anfangs war es ein schöner Traum, sie haben eine Bootstour gemacht und Keichii ist mit ein paar Freunden in ein Gebüsch gefahren.

Undeutlich kann er noch daran erinnern, wie er sich mit Rena, Mion, Satoko und Rika über seine missliche Lage lustig gemacht hat, wie sie schließlich aus den Boot gestiegen sind, wie ihn Rena ihre Hand gereicht hat, um ihn aus dem schaukelnden Boot zu helfen, wie sie über ein Feld gelaufen sind.

Und plötzlich stand er auf einen Baseballfeld, am Rand standen keine netten Mädchen sondern Ken und Yukiko…

Er hatte einen Schläger in der Hand…

Wollte spielen, doch sie riefen ihn Sachen zu…

„Es ist gut, dass du nicht mehr da bist… du warst immer ein schlechter Spieler…“

„Du warst sowieso in allen schlecht, konntest nicht mal deine Betten alleine beziehen…“

Und schließlich drehte er sich zu ihnen um, den Schläger erhoben, um ihnen die Schädel einzuschlagen…



Jemand macht das Licht an, es ist seine Mutter.



„Wieso schreist du denn so im Schlaf, hast du schlecht geträumt?“

„Ja, Keichii hat immer gesagt „Still, still! Ich will euch nicht mehr hören!““

Sein Cousin hockt auf seinen Bett, und sieht ihn mitleidig an.

„Ich schlafe auch immer an fremden Orten schlecht, diesmal wurde ich von einen Silberäffchen…“

Seine Mutter verlässt das Zimmer, wünscht ihnen noch eine gute Nacht und Keichii hört den Jungen nicht mehr zu, fällt erschöpft auf die Matratze zurück…

Und wie er da so liegt, kann er wieder die Schritte seines Cousins hören…

„Was hast du denn? Es ist jetzt aber wirklich Zeit zu schlafen.“

„Huh? Was denn?“, meldet sich das Kind verschlafen aus seinen Bett.

„Ach, ich habe mich wohl verhört…“



Aber Keichii ist sich sicher, dass jemand im Zimmer herumläuft…er kann die Schritte hören…

Tipp Tapp Tipp Tapp

Auf den Holz hallen sie wider, verstummen, rennen im Kreis…

Verdammt, hier läuft jemand in seinen Zimmer rum!

Und als seinen Blick zum Ende seines Bettes richtet, ist es ihn, als ob ein glühendes Augenpaar seinen Blick erwidern würde.
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