Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The demons in your Soul Arc

GeschichteHorror, Liebesgeschichte / P18
Keiichi Maebara Reina Ryuuguu Rika Furude
03.06.2014
13.06.2014
5
7.636
1
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
03.06.2014 1.026
 
Teil 1: The Nightmare of Oyashiro-samas Curse

Das Dorf badet in den warmen Strahlen der Sonne, entfernte Hügel tragen ein graues Kleid.



Es ist nunmehr zwei Jahre her, seit der 15jährige Keichii Maebara mit seinen Eltern in das Dorf Hinamizawa gezogen ist. Aufgrund des Berufes des Vaters (der als Künstler mit seiner neuen Arbeit viel besseres Geld verdienen konnte) und persönlicher Umstände haben sie die Großstadt verlassen.

Und obwohl es in Hinamizawa gerade mal 2.000 Einwohner gibt, ist das Leben hier viel spannender als in der Stadt.



„Was?? Ich muss 20 neue Karten vom Stapel nehmen? Wie soll ich denn so gewinnen?“

„Huh, es scheint mir, als ob Keichii-kun sich heute nicht so anstrengen würde wie sonst…“



Und das liegt nicht nur an seinen neuen Freundinnen und deren Definitionen von einer spaßigen Nachmittagsbeschäftigung.

Mion Sonozaki beugt sich ein wenig nach vorne und überreicht Keichii seine Karten, nicht ohne ihn daran zu erinnern, was auf ihn zukommt, wenn er das Spiel verlieren sollte.

Ihre hellen Augen blitzen schelmisch auf, als sie Keichii ihre neue Make-up Palette unter die Nase hält.



„Du vermisst doch sicher die guten alten Zeiten, an denen du auf Kindergeburtstagen als Prinzessin geschminkt wurdest, nicht wahr?“



Gerade die letzten beiden Worte betont Satoko Houjo auf eine nahezu bedrohliche Weise, wie es einer 10jährigen nicht möglich sein dürfte.



„Hey! Ich wurde noch nie als Prinzessin…!“

„Wenn du jetzt bitte weiterspielen würdest. Oder hast du etwa Angst, deiner Niederlage ins Gesicht zu blicken?“

„Hah! Angst? Davor, wie ich DICH voll mit rosa Glitter mache?“



Wieder Zuhause ist Keichii gerade dabei seine Kleidung von all dem winzigen Glitter Partikeln zu befreien, als sich seine Mutter, Nanako Maebara aus der Küche zu Wort meldet.



„Hilfst du mir vielleicht die Karotten klein zu schneiden, damit ich sie in den Reis rühren kann? Dann kannst du mir auch gleich sagen, ob du noch einen neuen Anzug brauchst.“

„Einen neuen Anzug? Aber ich mache meinen Mittelschul-Abschluss doch erst nächstes Jahr.“



Nanako dreht sich lächelnd um, und kommentiert Keichiis neue Gesichtsfarbe würde ihn gut stehen, als sie die Gelegenheit nutzt, um ihren Sohn zu sagen, dass sein Vater ihn eigentlich erklären sollte…



„Wir werden das Dorf für zwei Wochen verlassen, da in unserer Verwandtschaft innerhalb von fünf Tagen zwei Hochzeiten stattfinden würden.“



Keichii grinst begeistert, denn das würde ihn für zwei Wochen von der Schule befreien.

Und während er sich das restliche Zeug vom Gesicht wäscht, telefoniert er mit der Besten innerhalb ihres Alters, Rika Furude.



„Guten Tag, ich bins Keichii.“

„Oh Hallo, wieso rufst du an? Soll ich dir helfen, wieder sauber zu werden?“

„Haha, keine Sorge, ich hab die Lage im Griff.“

„Willst du Hinamizawa verlassen?“



Was? Was sagt sie da? Woher weiß sie denn, dass…?

Ein eisiger Schauer läuft Keichii über den Rücken, bis ihn einfällt, dass seine Mutter vielleicht mit Rika gesprochen hätte können.



„Oh, ja, bist ja wieder perfekt informiert, haha.“

„Keichii.“



Die Stimme mit der sie seinen Namen aussprach, ließ ihn erschaudern, noch nie hat er Rika mit so einem Tonfall sprechen hören.



„Ich werde es nicht aufhalten können, oder? Die Tragödien werden sich wiederholen, einfach weil es „Schicksal“ ist, ich werde nichts tun können….“

„Rika, was redest du da? Ich will doch nur auf zwei Hochzeiten! Das werde ich schon überstehen…ich wollte doch nur, dass du Chie-san informierst und mir sagst, was in der Schule passiert ist.“

„Hoffnungslos, hoffnungslos, HOFFNUNGSLOS!! Wenn das alles ist, „

Sagte sie mit jetzt wieder normaler Stimme,

„werde ich sie notieren, miii~ Schönen Abend noch.“



Mit dem Gedanken, dass seine neuen Freundinnen manchmal sehr merkwürdig sein können, legte er auf und ging zu seiner Mutter in die Küche.



Am nächsten Morgen fährt er mit seiner Mutter in das nächst größere Nachbarsstädtchen, auf der Suche nach einen neuen Anzug.

Nachdem sie ungewöhnlich lange nach einen Parkplatz suchen mussten (es war zwar nicht sonderlich viel los, aber weil das wohl häufiger so war, machte sich wohl niemand hier die Mühe, für mehr Parkmöglichkeiten zu sorgen), begehen sie eine Männerboutique und Keichii sucht sich einen grauen Anzug aus (er findet es schrecklich mit seiner Mutter nach Kleidung zu suchen, deswegen nimmt er sich einfach dem Nächstbesten).



„Ach, ist es nicht schön sonnig gerade? Lass uns die Gelegenheit nutzen und ein Eis essen gehen.“



Dagegen hat er kaum was einzuwenden und sie suchen sich ein nettes Eiscafé.

Das Städtchen, etwas größer als Hinamizawa, ist komplett gepflastert und am Straßenrand stehen reihenweise Linden.

Daher heißt auch das Café „Zur Linde“, und als sie sich setzen, erscheint Keichiis Mitschülerin Rena Ryuguu.



„Rika sagte, dass du zwei Wochen weg gehst?“

Wie schön ihre Haare glänzen.

Keichii findet, das Rena mit Abstand das schönste Mädchen aus seiner Schule ist.

Ihre dunkelblonden Haare fallen ihr in einen unordentlichen Schnitt über die Stirn und liegen in zwei Strähnen über ihren Rücken, dazu trägt sie fast immer ihre alte Schuluniform und einen Matrosenhut.

Ihre blauen Augen strahlen im Sonnenlicht und verleihen dem Mädchen einen unschuldigen, fast niedlichen Ausdruck.

Wie so oft steht Keichii kurz davor, ihr zu sagen, wie schön er sie findet, unterdrückt es in der Nähe seiner Mutter aber lieber.

„Ja, ich bin auf zwei Hochzeiten eingeladen, wird todlangweilig…“

„Ich werde dich vermissen, Kei-chan! Ohne dich würden die Clubaktivitäten nur noch halb so lustig sein…“

Ja, ich werde dich auch vermissen, liebe, süße Rena.

„Klar, wenn ihr keinen mehr zum fertigmachen habt.“



Daraufhin fängt seine Mutter an leise zu kichern.



„Ihr seid doch hoffentlich nett zu ihm, er ist so ein weicher Junge.“

„Muhuhahaha, kommt ganz auf seine Leistungen in unseren „Spielen“ an, hahaha.“

„Wartet nur auf  meine große Revenge! Dann werde ich dich im Maidkostüm durch Hinamizawa schicken, hahaha!“



Später auf der Rückfahrt betont seine Mutter, wie niedlich sie Rena findet, und das sie sie sich gut als SCHWIEGERTOCHTER vorstellen könnte, was bei Keichii großes Protestgejammer auslöst.



2 Tage später stehen sie am Bahnhof und Keichii verabschiedet sich von seinen Freundinnen.

Als er in den Zug steigt, hätte er schwören können, dass der Blick von Rika Furude ihm die Nackenhaare versengt.

Denn noch konnte er nicht wissen, dass der Lauf des Schicksals ihn in einen unbarmherzigen Bann gezogen hat.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast