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Schlechte und total überflüssige Bibi und Tina "Fan"fiction

KurzgeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 Slash
02.06.2014
02.06.2014
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Ich hoffe, dass nicht so viele Leute diese FF lesen werden, weil sie einfach unglaublich schlecht ist. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich den Film nicht gesehen habe, sämtliche Infos aus Youtube-Videos und den dazugehörigen Kommentaren hab und Holger einfach eine super seltsame Person ist, die in meinem Kopf festklebt! O.O
Aber heute bin ich genau seit 6 Jahren hier auf fanfiktion.de angemeldet und das muss auf jeden Fall gebühren gefeiert werden. Und was bietet sich da besser an als eine Fanfikton mit vielen dummen Anspielungen, die niemand versteht und einer Menge Humor für Leute mit schlechtem Humor? Eben.
Vielleicht hat wenigstens eine Spaß dran ;)
Liebste Grüße und Prost (drei Tropfen Sekt - reicht! XD)!
Jule

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„Gute Nacht!“, sagte Alex und wandte sich schnell ab. In Gedanken flehte er, dass Sophia sein schnelles Abtreten, das eher einer Flucht ähnelte, nicht durch irgendwelches blöde Mädchengequatsche verhindern würde. Was das anging, hatte er tatsächlich Glück. Sie hielt ihn nicht durch Mädchengequatsche zurück. Sondern durch Mädchengesinge.
Wie versteinert blieb Alex stehen, da sein Vater ihm beigebracht hatte, dass es unhöflich war, zu gehen, wenn noch jemand mit einem sprach. Galt das auch für Singen? Alex war zutiefst verunsichert, aber wenn er eins nicht sein wollte, dann unhöflich und deshalb drehte er sich langsam wieder zu Sophia um.
„I’m just an ordinary girl with an ordinary wish, I want love“, sang sie und kam ihm dabei immer näher. Während Alex sich noch wunderte, warum sie auf Englisch sang, hatte sie ihn bereits erreicht und berührte seine Schulter. Er zuckte zurück und seine rechte Augenbraue schnellte wie von selbst in die Höhe. Bisher war ihm noch nicht einmal Tina so nahe gekommen – sie hatten sich darauf geeinigt, ihre Beziehung langsam angehen zu lassen. Sehr langsam. Eigentlich waren sie nur Freunde. Und wenn Alex recht darüber nachdachte, war er auch nur deshalb mit ihr befreundet, weil er dann einen Grund dafür hatte, öfter mal auf dem Martinshof vorbeizuschauen und Holger zu sehen.
Der Gedanke an Tinas selbstbewussten, gut aussehenden Bruder, der als Reitlehrer natürlich der Schwarm vieler Mädchen war, ließ Alex in Gedanken kurz abschweifen, doch als Sophia seine Hosenträgern schmerzhaft gegen seine Brust fetzen ließ, kehrte er schnell wieder in die Realität zurück. Schließlich griff sie sogar nach seiner Hand. Er dachte an all die Keime, die durch so eine Berührung den Besitzer wechselten, ließ ihre Hand so schnell wie möglich wieder los und schüttelte sie angewidert.

„Man sieht richtig, wie beeindruckt du von meiner Stimme bist“, wisperte Sophia ihm während eines Instrumentalteil (wo zum Teufel kam eigentlich das Orchester so plötzlich her?) des Songs zu. Alex beschloss, dass er dringend an seiner Mimik arbeiten musste, da diese scheinbar leicht undeutlich zu sein schien.
„Warum singst du eigentlich auf Englisch?“, stellte er die Frage, die ihn schon die ganze Zeit beschäftigte, doch zur Antwort wuschelte sie nur seine Frisur kaputt. Das war zu viel. Alex Sinn für Höflichkeit war zwar stark ausgeprägt, doch seine Frisur war ihm heilig. Empört und ohne ein weiteres Wort drehte er sich endgültig um und lief aus der Tür.
Blöderweise machte sich jetzt eine Eigenart bemerkbar, die er schon immer gehabt, die ihm aber bisher noch nie Schwierigkeiten bereitet hatte. Jetzt allerdings stellte sie ihn vor ein großes Problem. Er konnte einfach nicht mitten in einem Song gehen. Er musste ihn zu Ende hören. Musste es einfach. Und deshalb stand er vor der Tür und beobachtete voller Anspannung und in der Hoffnung, dass das Lied bald vorbei war, wie Sophia zwischen ausgestopften Tieren herumlief, gedankenversunken über die Lehnen der Sessel strich und dabei von Wasserfällen, Tränen und ihrem Queen Size Bett sang. Warum sie dabei immer wieder erwähnte, wie ordinär sie doch sei, konnte er nicht verstehen. Ob er da im Englischunterricht etwa nicht richtig aufgepasst hatte? Über seinen Grübeleien bemerkte er nicht, wie die letzten Harmonien des Songs verklangen, die Musiker ihre Instrumente verstauten und Sophia zur Tür kam.
„Alex, du bist noch hier!“, rief sie überrascht aus, als sie ihn entdeckte. Er schrak zusammen, als sie ihn an seinen Hosenträgern festhielt.
„Äh... nein“, log er geistesgegenwärtig.
„Oh, schade“, sagte sie für einen Moment enttäuscht und ließ seine Hosenträger los. Diesen Moment nutzte Alex, nahm die Beine in die Hand und lief so schnell er konnte aus dem Haus. Er hatte keine Ahnung, wohin er sich flüchten sollte, doch auf jeden Fall musste er hier weg.

„Run, run!“, rief eine Stimme in seinem Kopf. Warum sie jetzt auch noch Englisch mit ihm sprach, wusste er nicht, doch im Moment hatte er auch wirklich keine Zeit, sich darüber Gedanken zu machen.
„I know I run so schnell ich kann!“, erwiderte er dennoch (weil er ja wie vielleicht schon irgendwann mal am Rande erwähnt durchaus sehr höflich war) und war schon ein bisschen stolz auf sich, dass er trotz seiner Situation einen so vernünftigen englischen Satz zustande gebracht hatte. Ha! Sophia war nicht die einzige, die des Englischen mächtig war!
Als das Mädchen ihm wieder in den Sinn kam, drehte er sich um und sah, dass sie ihm immer näher kam. Sie durfte ihn auf keinen Fall erwischen! Nicht, dass sie ihm wieder so nahe kam wie eben. Allein bei dem Gedanken daran, hob sich Alex rechte Augenbraue wie von selbst. Er schalt sich in Gedanken dafür. Nicht, dass sie wieder glaubte, er fände sie anziehend. Obwohl etwas anziehendes ihr ganz gut getan hätte, so spärlich bekleidet wie sie war. Aber das sollte jemand anderes übernehmen. Alex hatte nicht den Hauch eines Interesses daran, diesem Mädchen noch einmal so nahe zu kommen wie eben.
Dieser Gedanke schien ihm Flügel zu verleihen und als Sophia hinter ihm mit ihren hohen gelben Cowboystiefeln umknickte und liegen blieb, lief er einfach weiter. Seine fehlende Höflichkeit bei dieser Aktion bescherte ihm ein schlechtes Gewissen, doch er fegte es mit dem Gedanken hinweg, dass Freddie hier sowieso ständig mit seinem Mofa herumfuhr und Sophia sicherlich bald einsammeln würde.
Trotzdem blieb er nicht stehen. Vorsichtshalber. Und als er die Scheune des Martinshofs vor sich auftauchen sah, war er erleichtert, endlich einen Ort gefunden zu haben, an dem er sicher war. Hier würde Sophia ihn sicherlich nicht finden.

Er öffnete die große Tür und betrat die Scheune, ohne sich um das „Beware of the Holger“-Schild zu kümmern. Von irgendwoher war leise, aber dadurch nicht minder grauenhafte Musik zu hören. Neugierig folgte Alex den Klängen, bis er deren Quelle entdeckt hatte:
Holger höchstpersönlich saß auf einem Strohballen und klimperte auf seiner Gitarre herum. Es war dem Umstand, dass es sich um eine E-Gitarre handelte, die nicht angeschlossen war, verschuldet, dass es sich grausam anhörte. Dennoch waren die irgendwie gefühlvoll angeschlagenen Akkorde bewegend. Alex war regelrecht geflasht.
„Du solltest nicht hier drinnen spielen, von der Welt verborgen“, rutschten ihm die Worte einfach so heraus. Holger schreckte hoch und sah sich verwirrt um. Dann stahl sich ein Lächeln auf sein Gesicht, als er Alex entdeckte.
„Meinst du wirklich?“, fragte er und sah geschmeichelt aus. „Denkst du..:“ Er zögerte. „Denkst du, dass ich eines Tages... vor der Scheune spielen werde?“ Alex nickte sofort. Darüber musste er keine Sekunde nachdenken. Holger würde sich wunderbar vor der Scheune machen.
„Vor der Scheune“, sinierte der nun vor sich hin. Für einen Moment glaubte Alex, so etwas wie Dollarzeichen in den Augen des anderen aufblitzen zu sehen, doch er konnte sich auch getäuscht haben. Währenddessen philosophierte Holger weiter.
„Vielleicht werde ich sogar irgendwann einen Titelsong singen. Das wäre für mich eine Ehre. Weil ich seh das ja schon als Ehre.“ Alex nickte zustimmend, obwohl zumindest der letzte Satz nicht das kleinste bisschen Sinn ergeben hatte.

„Stell dir vor, man würde einen Film über alles das hier machen, was so passiert auf dem Martinshof und du würdest den Titelsong dazu singen“, sponn er die Idee weiter und lachte dann auf. „Das wäre total witzig, weil ja dann das, was du gerade gesagt hast im Film kommen würde, nachdem du den Titelsong schon gesungen hast. Ist das nicht verrückt?“ Holger sah ihn verwirrt an.
„Naja, weil der Titelsong doch am Anfang vom Film kommt“, versuchte Alex zu erklären und wurde rot. Warum war er in Holgers Gegenwart eigentlich immer so verlegen? Krampfhaft kramte er in seinem Kopf nach einem Gesprächsthema, mit dem er die aufgekommene peinliche Stille durchbrechen konnte.
„Sabrina ist ein Wallach“, kam ihm schließlich die rettende Idee. Holger sah jetzt komplett verwirrt aus, stand auf und ging zu der vermeintlichen Stute hinüber. Lange starrte er sie an, dann wandte er sich wieder Alex zu und nickte bedächtig.
„So bitter“, murmelte er.
Alex atmete tief durch. Dieser Smalltalk mit Holger war wirklich anstrengend. Und dass sein Herz noch immer so schnell schlug wie zuvor, als er gerannt war, machte es nicht einfacher. Wo kam dieses verdammte Herzklopfen her? Er musste irgendwie von seiner Nervosität ablenken, sonst hielt Holger ihn noch für einen naiven kleinen Jungen. Und das wollte Alex auf keinen Fall.

„Wo sind eigentlich Bibi und Tina?“, fragte er, um das Gespräch einigermaßen am Laufen zu halten.
„Die jagen im Wind und reiten geschwind“, antwortete der blonde Schönling und zupfte gedankenversunken auf seiner Gitarre herum.
„Hä? Warum das denn?“, fragte Alex.
„Na, weil sie Freunde sind“, erwiderte Holger. Was war das denn für eine Rechtfertigung? Alex wollte gerade darauf aufmerksam machen, dass dies keinen wirklich sinnvollen Kausalzusammenhang ergab, da sah sein Gegenüber auf und Alex vergaß, was er sagen wollte. Denn er schien in Holgers Augen zu ertrinken.
In diesem Moment ging die Scheunentür auf und ein Kameramann wurde von einem weiteren Mann hindurchgeschoben, obwohl weit und breit nichts zu sehen war, wo er sonst hätte dagegen rennen können.
„Oh, ich dachte, hier wär noch frei“, sagte der hintere Mann und schob den mit der Kamera wieder zurück nach draußen. Die Tür blieb offen und Holgers Blick ging sehnsüchtig nach draußen.
„Die sind jetzt vor der Scheune“, seufzte er und sah plötzlich ganz traurig aus. Alex bekam sofort Mitleid.
„Nobody is perfect“, versuchte er, den Älteren aufzuheitern.
„Was?“, fragte der plötzlich empört. „Man soll nicht von sich auf andere schließen, OK? Das ist so unhöflich!“ Perplex sah Alex ihn an. Unhöflich? Er?
„Das tut mir leid“, stotterte er schnell. „Das wollte ich nicht. Wirklich! Kann ich als Entschädigung irgendwas für dich tun? Ich würde alles machen, wirklich! Ich hör mir Justin Bieber an oder mach einen Kochkurs oder sauf dein Badewasser leer. Alles was du willst!“ Holger schien einen Moment zu überlegen, dann griff er nach der Hollister-Tüte, die neben ihm stand und zog eine Packung Spaghetti mit Instant-Tomatensoße hervor.
„Würdest du auch einen Kochkurs machen?“, fragte er mit prüfendem Blick. Alex hob zur Abwechslung dieses Mal beide Augenbrauen, weil ihm wieder eingefallen war, dass er ja an seiner Mimik arbeiten wollte.
„Nein, das geht nicht“, antwortete er inbrünstig. Als wäre das nicht sonnenklar. Holger nickte schnell.
„OK, das wäre wahrscheinlich tatsächlich ein bisschen zu viel verlangt“, stimmte er zu. Sie lächelten sich an und beide verstanden ohne Worte, was der andere meinte. Also eigentlich verstanden sie es nicht. Sie verstanden nicht einmal, was sie selbst gemeint hatten. Aber sie taten zumindest so und das war die Hauptsache.

„Sag mir deinen Namen und ich werd ihn für dich buchstabieren“, hauchte Alex verzückt, wie er es in Freddies Flirtkurs (man beachte die gelungene Alliteration) gelernt hatte.
„Ich heiße Holger“, sagte Holger.
„Ich weiß“, erwiderte Alex. Erst auf Holgers fragenden Blick hin, fiel ihm wieder ein, was er gerade versprochen hatte.
„H-O-L-G-A”, buchstabierte er. Holger runzelte die Stirn.
„Falsch“, murrte er enttäuscht und dieses kleine Wort ließ etwas in Alex Herzen zerspringen. Er hatte es vermasselt. Es war vorbei. Er hatte den Namen falsch buchstabiert. Das war das schlimmste, was hätte geschehen können. Niemals würde Holger ihm jetzt noch die Erlaubnis geben, seinen Namen zu inhalieren. Tränen traten Alex in die Augen.
Voller Wut über sich selbst sprang er auf und lief auf die noch immer geöffnete Scheunentür zu und nach draußen.
„Ich werde Holger nie wieder sehen“, schluchzte er einem verloren an einer Wasserpumpe herumstehenden Mädchen zu.
„Holger?“, fragte sie verwirrt. „Wer ist denn das?“

In diesem Moment ertönte erneut Musik hinter Alex. Zuerst befürchtete er, dass es wieder Sophia sein könnte, die ihm bis hierher gefolgt war, doch die Stimme sang auf deutsch und außerdem war sie viel tiefer als Sophias’.
Völlig verzaubert von der lieblichen Melodie blieb Alex stehen und als er sich umdrehte, sah er Holger mit seiner nicht angeschlossenen E-Gitarre aus der Scheune treten. Der Lärm, den er damit veranstaltete, war schrecklich mit anzuhören, doch es war Alex egal. Das glückliche Lächeln auf den Lippen des blonden Mädchenschwarm-Reitlehrers machte den Krach wett. Und wozu konnte man diesen Song später mit einer Playbackversion zusammenschneiden? Zum Glück war da heutzutage ja so einiges möglich.
Wichtig war nur, dass Holger es – vielleicht auch durch Alex überstürzten Aufbruch, warum auch immer das irgendwie miteinander in Zusammenhang stehen könnte, Vorschläge bitte an Detlef Buck – gewagt hatte, endlich seinen Traum von der Ehre einen Titelsong zu singen in die Tat umsetzte.
Er strahlte Alex mit seinem schönsten Joker-Grinsen an (zumindest glaubte dieser das – eigentlich strahlte Holger an Alex vorbei, wo gerade jemand seinen Vertrag fertig machte, der ihm ein nicht unbeträchtliches Sümmchen versprach). Es schien ihm in diesem Moment sogar egal zu sein, dass seine Mutter plötzlich voller Begeisterung an seine Seite sprang und zu tanzen begann. Er würde einfach leugnen, dass sie seine Mutter war. Sie könnte ja genauso gut... Kindergärtnerin sein. Genau, Kindergärtnerin. Das war eine gute Idee!
Und dieser Song würde sein absoluter Durchbruch werden. Und vielleicht würde er Alex auch noch eine zweite Chance geben, seinen Namen zu buchstabieren. Er schob dessen Fehler einfach mal auf die Pubertät.

Egal.

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*edit* noch nicht genug von dem Schmu? Hier die Fortsetzung^^: http://www.fanfiktion.de/s/5547a06b000091a0fc2c6c3/1/Fortsetzung-der-schlechten-und-total-ueberfluessigen-Bibi-und-Tina-quot-Fan-quot-fiction
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