Tödliche Härtewoche

von CrazyFly
GeschichteAbenteuer, Krimi / P16
Caspar Reindl Demir Azlan Frank Wernitz Gebhard Schurlau Konny von Brendorp Thomas Anhoff
02.06.2014
06.02.2015
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02.06.2014 1.022
 
,,Jagdunfall?‘‘, fragte Helmholtz. ,,Klarer Treffer zwischen den Augen! Wir müssen die anderen fünf finden!‘‘, meinte Anhoff und sah die SET-führer an. ,,Ohne Funk, ohne Telefon?‘‘, fragte Franco und Geb fügte hinzu:,, Marek hat das Gelände ausgesucht, nichts für Spaziergänge!‘‘ Petra Helmholtz zeigte auf die Karte. ,,Wagner hat von hier gefunkt, erschossen wurde er aber hier! Er war also nicht weit weg von den anderen.‘‘  Anhoff übernahm. ,,Das LKA Brandenburg sichert nur den äusseren Teil!‘‘ Er zeigte mit einem Stab auf die Karte. Die SET-Führer nickten und verliessen den Raum.


Inzwischen trainierten wir in der Schiessanlage und ich war dabei meine Dienstwaffe zu laden als Geb und Franco kamen. ,,Hey Geb!‘‘, grüsste Demir seinen besten Freund. ,,Hallo zusammen, hört mal her!‘‘, meinte er und wir kamen zu ihm und Franco, dessen Leute ebenfalls bei uns trainierten. Geb sah uns an und wartete bis wir um ihn und Franco standen. ,,…einer der Azbuis wurde erschossen!‘‘ ,,Wer ist der tote?‘‘, wollte Frank wissen. ,,Es hat Wagner erwischt!‘‘, sagte Franco zu uns und ich bemerkte Caspars Gesichtsausdruck. Ich werde nie wieder vergessen wie er Geb ansah. In seinen Augen, funkelte Wut und Trauer.  Machte er sich Vorwürfe? Durch ihn kam Christian Wagner erst zur GSG9. ,,Alles okay bei dir Caspar?‘‘, fragte ich meinen Verlobten. Caspar sah mich an und nickte. Er musste nichts sagen, ich konnte ihm auch so ansehen, dass es ihm alles andere als gut ging. ,,Der Alte meinte wir sollten uns sofort auf den Weg machen. Also bereiten wir uns vor. Ach ja…wir fliegen mit den Hubschrauber, es wird also etwas eng!‘‘, meinte Geb grinsend. Wir begaben uns auf den Weg in die Umkleide, rüsteten auf, holten unsere Waffen beim Basilisten und machten uns auf den Weg zum Heli. ,,Leo, alles okay bei dir?‘‘, fragte Geb auf einmal und betrachtete mich forschend. ,,Ähm…ja. Was sollte sein?‘‘, fragte ich sichtlich verwirrt. ,,Du siehst so blass aus! Geht’s dir nicht gut?‘‘ Ich grinste. ,,Nur die übliche schwangerschafts Wehwehchen!‘‘ Geb kam zu mir herüber. ,,Willst du lieber hierbleiben?‘‘ Ich sah Geb an. ,,Geb…ich bin Schwanger, nicht todkrank! Ich pack das schon!‘‘, meinte ich und es gelang mir den SET-Führer zu überzeugen. Damit beliess es Geb bei diesem Thema. Laura, meine Cousine, arbeitete seit einer Woche bei uns und es machte ihr Spass.


Wir machten uns auf den Weg zu den Helis, als Petra uns aufhielt. ,,Leute!‘‘, rief sie. Wir drehten uns um. ,,Der Alte meinte ihr solltet Laura mit nehmen!‘‘ ,,Ist das nicht zu gefährlich? Ich meine, nichts gegen dich Laura, sie ist nicht in der Einheit!‘‘, bemerkte Frank. ,,Laura ist eine gute Polizistin. Sie wird das schaffen!‘‘, meinte ich zu Frank. Ich sah Geb an. Er schien nach zu denken willigte dann aber ein. ,,Na gut! Beeil dich, wir warten draussen auf dich Laura!‘‘ Sie nickte und Helmholtz brachte sie zur Umkleide. Während wir auf meine Cousine warteten, dachte ich nach. Wer war bloss so bescheuert sich mit der besten Spezialeinheit von ganz Deutschland zu messen?, fragte ich mich und konnte mir einfach keinen Reim daraus machen. Laura riss mich aus meinen Gedanken. Ich hatte nicht bemerkt, dass sie neben mir stand. Mühsam kletterten wir in den Hubschrauber. Frank, Laura und ich sassen innen während Konny, Geb, Demir und Caspar bei der Türe sassen und ihre Füsse auf den Kufen hielten. Während des Fluges diskutierten Demir und Geb über den Ausbildner Marek und seinen Azubis. Wie war es bei mir gewesen? Ach ja…es gab ja einen, der hatte die Härtewoche mit einem doppelten Bänderriss durchgezogen. Damals dachten die meisten, ich sei das schwächste Glied der Truppe, wie sich dann herausstellte gehörte ich dann aber eher zu den stärkeren der Gruppe. Wir waren damals zu acht unterwegs. Und ich war die einzige Frau., erinnerte ich mich und schmunzelte. Was damals alles schief gegangen war in diesen fünf Tagen…

Ich sah zu Caspar herüber und strich ihm über den Arm. Ich merkte wie sehr die Sache mit Wagner ihn belastete und ich musste nicht ein ausgebildeter Psychologe sein um zu sehen, dass es ihm schlecht ging. Denn so blass war Caspar noch nie gewesen!
Während des gesamten Fluges hatte Caspar kaum ein Wort gesprochen, er sagte lediglich woher er Wagner kannte. Sein Blick war leer und seine Augen wässrig. Sah er vor seinem inneren Auge Christian Wagner? ,,Wir werden gleich landen!‘‘, rief Geb und riss Caspar aus seinen Gedanken. Keiner wusste genau was ihn erwarten würde. Wenn der Einsatz bloss nicht so endete wie der letzte., betete ich in Gedanken und spürte wie der Hubschrauber auf dem Boden aufsetzte. Die Männer stiegen hastig aus, dann folgten Laura, Frank und ich.  Francos SET sicherte uns und gab uns das Zeichen das wir vorrücken konnten. Frank und Laura liefen neben mir, unterdessen beobachtete ich die Gegend genau.


Wir erreichten den Wald und sahen von weitem die Männer der Spurensicherung. Die einen machten Fotos, die anderen fummelten am Boden nach etwas herum. ,,Hey Jungs!‘‘, rief einer der Männer und winkte uns zu sich heran. ,,Oh…zu wachs bekommen?‘‘, bemerkte er spitz und meinte Laura und mich. Geb grinste:,, Ja! Das sind Leonie Berger und Laura…‘‘ ,,Minkow! Ich bin Laura Minkow!‘‘, meinte sie lächelnd und präsentierte eine Reihe weisse Zähne. ,,Sind Sie Russin?‘‘, wollte er nun wissen. ,,Halbrussin, meine Cousine Leo ebenfalls!‘‘, fügte Laura hinzu und legte ihren Arm um meine Schultern. Der Mann der Spurensicherung sah an uns herab. ,,He, lass deine Augen drin! Die beiden Mädels sind schon vergeben!‘‘, sagte Frank forsch und Caspar zog mich an sich heran, während Konny seiner Laura einen Kuss auf die Wange drückte. ,,Tja, die Jungs verstehen keinen Spass wenn es um ihre Frauen geht!‘‘,  Geb. Der Mann führte uns zu der Leiche von Wagner und wir sahen fünf stehende Munition und eine liegende Hülse. ,,Diese Schweine haben es auf jeden von denen Abgesehen!‘‘, bemerkte Caspar. ,, Klare Provokation! Da will uns einer sagen, ich weiss, dass ihr kommt. Ich will dass ihr kommt und ich bin schneller!‘‘, schloss Geb. ,,Welcher Irrer legt sich bewusst mit uns an?‘‘, fragte Demir in die Runde. Geb und Caspar sahen sich fragend an.
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