Das Geheimnis des Schattenkristalls

von Elerina
GeschichteMystery, Familie / P12
Emmy Altava Hershel Layton Jean Descole Luke Triton
02.06.2014
23.11.2014
10
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So :) Da ist sie wieder! :D Ich hatte mir mal vorgenommen, alles etwas mehr zu beschreiben und so zu schreiben, wie ich es eigentlich tue...glaub ich xD. Das ist bei mir ja schließlich immer etwas unterschiedlich xD So ich hoffe es gefällt euch... *-* ---ENTHÄLT SPOILER- WENN AUCH EHER HARMLOSEN- ZU ALLEN TEILEN DER 2 STAFFEL EINSCHLIE?LICH DEM FILM!---

Viel Spaß! :D

***

Ich stand vor einem großen Haus. Es stand schon lange leer. Meine linke Hand umklammerte eine weiße Rose und die rechte ballte ich zu einer Faust um die aufsteigenden Tränen zu unterdrücken. Ich ging näher zu der Tür und legte die Rose vor die Schwelle. Diese Geste war sehr wichtig für mich, da diese Blume das Zeichen unserer Familie war-ist. Ich stand wieder einmal vor dem Punkt einfach alles zu vergessen und das Leben zu verlassen. Aber ich brachte es nicht übers Herz, was wäre wenn meine Eltern vielleicht…nein. Sie sind tot. Dabei bleibt es. Aber ich hatte immer noch meine Erinnerungen, die mich stark machten. Ich konnte noch immer etwas in meinem Leben erreichen und daran musste ich festhalten.

Ich lehnte meine Stirn gegen die Tür und schloss die Augen. Es knarzte leise. „Was…?“ Ich öffnete ein Auge und machte einen drüben Lichtschimmer aus, der aus dem Haus kam. Die Tür war offen. Da es schon dämmerte, war es nicht schwierig zu erkennen, dass das Licht brannte.

Ich stand eine ganze Weile unentschlossen vor dieser Tür, die mir den Weg in die Vergangenheit öffnete, in meine Vergangenheit. Und auch als sich alles in mir sträubte, machte ich einen unsicheren, kleinen Schritt in mein Heim. Mein Herz pochte und ich befürchtete schon, dass es mir aus der Brust gesprungen wäre, wenn ich es nicht festgehalten hätte. Es war unheimlich, aber gleichzeitig verspürte ich auch Freude wieder hier zu sein. Wieder ging ich einen kleinen Schritt weiter in die Vergangenheit. Als ich dann endgültig im Flur stand atmete ich aus, ich verspürte Erleichterung und ich war sogar etwas stolz auf mich. Aber was war es schon durch eine Tür zugehen? Ich schüttelte den Kopf und nahm mir meinen ganzen Mut, aus allen Teilen meines Seins und schritt mit entschlossenen Schritten die Treppe hinauf. Sie zeigte mir damals wie heute den Weg in mein ganz persönliches Reich. Aber auch hier flimmerte das Licht aus der Glühbirne und auch eine Kerze brannte. Ich rieb mir die Arme, mir war kalt.

Ich ließ meine Blicke durch das Zimmer schweifen und ich spürte wie die Erinnerungen wieder aufzuckten, wie eine Stichflamme.

„Und was soll ich machen wenn ich die, Ri-Ru-Re…Reprise zu Ende gespielt habe, Papa?“ fragte ich lächelnd und mit voller Begeisterung, während ich andauernd die gleiche Taste runter drückte. „Dann musst du nur noch die Coda spielen und dann bist du auch schon fertig, Adelyn.“ erklärte er mir amüsiert und ich fing wieder an den Flügel singen zu lassen. Es war ein einfachen Stück, aber auch ein langes. Als ich es dann ohne Fehler geschafft hatte applaudierten mein Vater und auch meine Mutter, die sich in den Türrahmen gestellt hatte. Ich strahlte und nahm dann sofort meinen Dirigierstab, das war schließlich eine einmalige Gelegenheit, das meine Eltern zusammen sangen oder zumindest etwas auf einem Instrument spielten. Die beiden lachten sich an, mein Vater setzte sich an den Flügel und meine Mutter schnappte sich eine Lyra. „Weil ich heute acht Jahre alt werde, seid ihr dazu verpflichtet mir ein musikalisches Geschenk zu machen!“ fachsimpelte ich in höchsten Tönen und gab den Takt an. „1 und 2 und 3 und…“ Dann fingen sie an. Es war so ein wundervolles Lied! Vor allem weil ihre Stimmen so perfekt harmonierten. Mein Vater hatte eine recht tiefe Stimme und eine sehr, sehr angenehme noch dazu und meine Mutter hatte halt eine hohe Stimme, aber nicht zu hoch. Ich stimmte manchmal mit ein und wenn nicht lachte ich einfach nur, ob nun gerührt oder einfach nur überglücklich, denn Lachen…das konnte ich am besten.

Ich spürte wie mir eine Träne über die Wange floss und wischte sie weg. Ich war ein glückliches Kind, ich war immer ein unglaublich glückliches Kind und ich wäre es immer noch. Wäre. Ich ging an dem Flügel und meiner Instrumentensammlung vorbei und begutachtete meine Vitrinen. Sie standen nebeneinander an der Wand. Sie glichen wie einem Ei dem anderen, nur der Inhalt war unterschiedlich. In der einen ruhten verschiedene Bücher, sehr, sehr alte Bücher. Und in der anderen blitzen die Schneiden von Schwertern auf. Meine Eltern hatten immer sehr viel Wert darauf gelegt, dass ich mich verteidigen kann, früher war mir ja nicht bewusst wie gefährlich diese Klingen waren und heute…wunderte ich mich darüber, warum sie das so unbedingt wollten. Ich schaute mir diese Prachtstücke an. Sie waren wunderschön und immer noch schimmerten sie im alten Glanz. „Papa…“ murmelte ich entrüstet und bei diesem Wort viel mir eine Lilie ins Auge. Sie war verwelkt und schien dort schon lange zu liegen. Aber das würde dann ja heißen…! Ich versuchte sofort die Vitrine zu öffnen, aber dafür war sie wohl schon zu lange verschlossen. Ich schaute mich hektisch um und griff auf ein weiteres nach meinem Dirigierstab. Mit einem leisen Kraken hatte ich nun den Dirigierstab in diese Vitrine verfrachtet…Und jetzt?

„Bravo, Adelyn.“ lachte eine Stimme hinter mir und ich wirbelte herum. Voller Schreck und Angst stolperte ich etwas nach hinten. „Da hat sich dein Tatendrang wohl wiedermal vor deinen Verstand gestellt, mh? Warte. Lass mich dir helfen.“ meinte der Mann, er sah recht alt aus oder doch jung? Jedenfalls öffnete er mit Leichtigkeit die Vitrine. „Wie schön, dass du meiner Einladung nachgekommen bist. Ich heiße Alpha. Merk dir diesen Namen. Er wird noch oft in den Geschichten vorkommen, die du deinen Kindern von dir erzählst. Von dir und deiner Vergangenheit. Jetzt sieh dich weiter um, es ist wichtig, dass du nun erfährst was geschah und was geschehen wird, Liebes.“ sagte er und lächelte sanft. Ich konnte nichts sagen, ich konnte nur schwer atmen, gegen die Ohnmacht ankämpfen und hoffen, dass ich mir das nur eingebildet hatte. Der Mann ging und schenkte mir noch einen letzten Blick aus seinen sturmgrauen Augen, dann verschwand er um die Ecke.

Ich folgte ihm nicht. Ich hatte Angst. Vielleicht würde er mir ja doch etwas tun und er wartete nur darauf, dass ich aus dem Zimmer trat. Deshalb versuchte ich einfach so zu tun, als ob nichts gewesen wäre und nahm mir die Blume. An ihr hing ein Zettel. Ich löste ihn vorsichtig und las.

Mein kleiner Schatten, Adelyn…

Ich schreibe den Zettel mit der Kraft, die mir noch geblieben ist, bis ich dann jetzt in den Abgrund der Verzweiflung verschwinde und dort meine Rache planen werde! Ich…ich habe mit dir und deiner Mutter  nun alles verloren, was mir je etwas bedeutet hatte. Aber wenn…wenn du von dort, wo du jetzt bist wiederkehrten solltest, will ich das du die Wahrheit erfährst. „Unheilbar krank, zum Sterben verdammt.“ meinte der Arzt. Und er hatte recht, vielleicht bist du nicht so von uns gegangen wie er es dachte, aber sollte es Wunder geben, so will ich das du alles tust…um mich zu finden, damit ich…in der Zeit die dir noch bleibt, bei dir sein kann.

In Liebe, dein dich immer liebender Vater.


Ich sackte in mich zusammen und brach in Tränen aus. Er…lebt! Fassungslos starrte ich gerade aus, bis sich Alpha in meinen Blick stellte und mir eine Hand hinhielt.

***
(Alpha: http://img.animemanga.de/fanfic/characters/122547/complete/40321.jpg )
Miau, miau, miau :3 Freue mich schon auf eure Meinung ^.^
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