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The Lioness and the King of Pop

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Michael Jackson OC (Own Character)
01.06.2014
18.02.2019
104
179.678
17
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Dieses Kapitel
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01.06.2014 1.469
 
Also ihr Lieben, mir kam da letztens eine Idee für eine Fanfic mit Michael und die könnt ihr nun nach und nach hier entdecken. Die Idee gehört mir, als auch alle Charaktere bis auf Michael Jackson, selbstverständlich.

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Es ist der 28.02.1989, ein Tag nach dem letzten Konzert der Bad-Tour.
Melody Esposito ist eine 25-jährige Krankenschwester, die seit Jahren in Los Angeles lebt, zusammen in einer Wohnung mit ihrem besten Freund Chester und ihren vier Katzen. Ursprünglich kommt sie aus Italien, lebt aber schon seit ihrer Kindheit in Amerika. Sie hat kurze lockige und pechschwarze Haare, ist eher blass und schlank, aber kurvig trainiert.

Sie wird schon bald das Abenteuer ihres Lebens erleben, doch leider lassen sie die Dämonen ihrer Vergangenheit nie ganz los. Werden diese sie zerstören oder wird sie den Kampf gegen sie gewinnen - gemeinsam mit Michael Jackson?

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Gedankenverloren saß Mel vor dem Pc und recherchierte nach Literatur für ihre aktuelle Hausarbeit. Dieser Teil des Studiums war ihr besonders zuwider, doch auch das gehört dazu. Während ihre Finger immer wieder etwas ins Suchfeld eintippten, kaute sie unruhig auf der Unterlippe herum. Sie fand einfach nichts Passendes… Dabei war der Abgabetermin schon in 6 Wochen, wie sollte sie das nur schaffen?
Wenigstens hatte sie heute mal frei, nach fünf durchgearbeiteten Wochenenden genoss sie das richtig. Sie studierte in Vollzeit an einer Universität und nebenbei arbeitete sie in einem ambulanten Pflegedienst, um ihr Leben zu finanzieren. Manchmal half sie bei Personalmangel auf einer Intensivstation des ortsansässigen Hospitals aus, da der Mann ihrer Chefin der Leiter der Intensivstation war.

Mel wurde durch ein Klingeln ihres Handys aus ihren Gedanken gerissen, „Doris“ stand auf dem Bildschirm und Mel seufzte – was wollte ihre Chefin wohl? Ergeben ging sie ans Telefon und Doris kam ohne Umschweife zum Thema.
„Kannst du arbeiten?
„Du, Doris, ich hab doch schon…“
„Ja ja, ich weiß, aber es ist sooo wichtig!“.
Mel verdrehte die Augen, natürlich… Wieder… Sie mochte ihre Chefin eigentlich sehr, aber heute… Sie wollte jetzt einfach nicht arbeiten, war zu erschöpft.
„Doris…“
„Melody, ich brauch dich wirklich. Ich vertraue dir, und außer Petra und dir niemandem! Bitte, sag nicht nein! Also, es geht um folgendes, du musst auf die Intensivstation des Krankenhauses kommen, bitte! Michael Jackson wird gleich eingeliefert, da er einen Zusammenbruch erlitt…“
Melody hörte, was Doris ihr erzählte, aber verstand nix.
„Willst du mich verarschen?“
„Nein, Michael Jackson, und du  machst dir nichts aus Ruhm und Stars, daher brauche ich dich, weil ich dir vertraue, dass von dir nichts nach außen dringt und du ihn vernünftig behandelst… Bei den anderen… Müssten wir noch mehr Betten belegen, falls du verstehst…“.
Melody verstand, was ihre Chefin ihr sagen wollte. Michael Jackson hatte grad das Album „Bad“ heraus gebracht, welches sofort an die Spitze irgendwelcher Charts schoss. Melody hörte solche Musik nicht und kannte sich auch nicht aus in der Welt der gängigen Mainstream-Musik. Kollegen wiederum waren bekennende Fans und würden schon bei dem Gedanken, Michael Jackson zu versorgen, in Ohnmacht fallen…
„Mel, ich zahle dir, was immer du willst! Bitte! Nur du und Petra, ein Patient, das wird stressfrei! Und du kannst danach so lange bezahlten  Urlaub haben, wie du willst! Naja, fast…“.
„okay okay, ich komme. Gib mir 10 Minuten.“
„Ich liebe dich!“, jauchzte Doris erleichtert und glücklich.

Melody musste unweigerlich lächeln und rannte schon ins Bad. Wenigstens kurz etwas Make-Up auffrischen und ihre Tasche packen musste sie. Fünf Minuten später sprang sie schon ins Auto und raste zum Krankenhaus. Michael Jackson… Das würde bestimmt interessant. Sicherlich war er ein aufgeblasener Star mit Allüren hoch drei. Aber den würde sie schon zurechtstutzen, Mel war tough, meistens jedenfalls… Sie machte sich nichts aus irgendwelchen Stars, erstens wusste sie kaum, wer gerade angesagt war, und zweitens verstand sie diesen Rummel um diese Menschen nicht, hatte das noch nie verstanden...

Im Krankenhaus angekommen raste sie in die Umkleide und zog sich schnell um. Sie hatte eine eigene Krankenschwesteruniform mitgebracht, da die Krankenhausuniformen immer sackartig und hässlich an ihr runter hingen. So hatte sie eine enge weiße Jeans mit leichtem Schlag und einen schönen, rosafarbenen Kittel an, als sie durch die Tür der Intensivstation schritt. Und tatsächlich, alles war abgeriegelt, überall standen Securities und Doris musste Melody in Empfang nehmen, sonst wäre die hübsche Krankenschwester gar nicht erst auf die Station gelassen worden.
„Oh Melody, du bist meine Rettung“, begrüßte sie Doris.
Im Vorbeigehen winkte Mel ihrer Kollegin Petra zu, die stellvertretendende Pflegeleitung. Eigentlich arbeitete Melody zusammen mit Doris und Petra in einem ambulanten Pflegedienst, doch Doris Mann war der Stationsleiter der Intensivstation und Mel schätzte, sie hatte ihre Anwesenheit nun hier ihm zu verdanken. Petra verschwand schon wieder in einem Krankenzimmer.
„Also, Michael Jackson, 30 Jahre alt, war bis gestern auf großer Welttournee und ist nun eben bei kleinen Proben zusammen gebrochen, er ist von den Ärzten soweit schon stabilisiert worden. Er ist dehydriert (dt. ausgetrocknet) und hat Herzrhythmusstörungen aufgrund dessen - Synkope (dt. Bewusstlosigkeit, Kreislaufzusammenbruch). Ich muss dir nicht sagen, dass wir uns ihm gegenüber ganz  normal verhalten sollen, sobald er wach ist, das weißt du ja und das kriegst du wohl am besten hin“, grinste Doris sie an. Mel lächelte zurück. Ja, Stars waren nicht so ihre Welt…

Da kam Greg auf sie zu, der Stationsleiter. Er umarmte Mel kurz und lächelte dankbar.
„Es ist toll, dass du hier bist. Die Presse darf nichts mitbekommen“.
„Ja, klar, kein Problem. Ich weiß von nichts. Ist er wach?“.
„Noch nicht, aber er stabilisiert sich, es geht um die Substitution (dt. Flüssigkeitszufuhr) nun und den Ausgleich des Elektrolythaushaltes“.
„Klar“, nickte Mel.

Sie ging mit ihren Kollegen ins Dienstzimmer, wo der Arzt schon wartete und ihr das ganze nochmal erklärte. Dann reichte er ihr eine Kaliuminfusion. Mel machte sich mit Infusionsbesteck auf den Weg ins Patientenzimmer, doch vor der Tür standen Securities und bauten sich bedrohlich vor ihr auf.
„Entschuldigung, ich muss da mal rein!“, sprach Mel ruhig, doch die Schränke von Männern schüttelten nur den Kopf. Was zum…?, dachte sich Mel. Nun gut, hier könnte sich jeder als Krankenschwester verkleiden, auch Presseleute, und dennoch…
„Hören Sie, dies hier in meiner Hand ist Kalium, dies da drin ist ihr Boss. Ihr Boss hat Herzbeschwerden und benötigt dieses Kalium!“, sie schwenkte den Beutel vor den Gesichtern der Männern herum. „Wenn Sie mich jetzt nicht da rein zu ihrem Boss lassen, kann es sein, dass er an einer Herzattacke verstirbt  und Sie werden sich morgen in allen Zeitungen als Mörder ihres Bosses wiederfinden, wollen Sie das?“, sagte sie nun in einem scharfen und bestimmten Ton. Die Männer sahen sich kurz zögernd an, als man schon ein schwaches „Lasst sie herein!“ von innen hörte. Mel zog kurz die Luft scharf ein – er war wach? Die Männer machten Platz und Melody ging an ihnen vorbei. Sie trat an das Bett heran, wo Michael lag. Er war sehr blass, und wirkte noch schwach. Die Locken hingen ihm verschwitzt im Gesicht, er wirkte beunruhigt. Auf seiner Brust klebten die Elektroden für das EKG- welches die ganze Zeit nebenbei mitlief und jeden Herzschlag aufzeichnete. An einem Finger war das Sauerstoffmessgerät, das den Sauerstoffgehalt im Blut maß. Melody sah auf Michael hinab.

„Mr. Jackson? Wie geht es Ihnen?“, fragte sie ihn höflich und mit ehrlichem Interesse. Melody war für ihre herzliche und fürsorgliche Art bekannt.
„Wo bin ich? Was…?“, da piepte das EKG etwas auf, da sich sein Herzschlag erhöhte.
„Ganz ruhig, ich erkläre Ihnen alles, es ist alles okay!“, sprach Mel ihm beruhigend zu.
Michael blickte ihr in die Augen und verstummte. Er hatte selten so schöne klare Augen gesehen, die gleichzeitig mitfühlend und doch kalt wirkten, sie waren faszinierend und man konnte sich bestimmt stundenlang in ihnen verlieren. Eine kurze Locke hing ihr ins Gesicht und sie strich sie mit den kleinen schlanken Fingern zur Seite. Sie war wirklich hübsch und er fühlte sich etwas beruhigt durch ihre Anwesenheit.
„Ich bin Schwester Melody und sie hatten einen Zusammenbruch bei irgendwelchen Proben oder so.“, erklärte sie ihm ruhig, während sie anfing, den Beutel Kaliuminfusion mit dem Besteck zu verbinden. Sie machte dies nebenbei und man merkte ihre jahrelange Routine.
„Ja, ich studiere momentan ein paar neue Choreografien ein. Aber wieso…?“.
„Haben Sie in letzter Zeit vielleicht etwas zu wenig getrunken? Sie hatten Herzrhythmusstörungen aufgrund von zu wenig Flüssigkeitszufuhr. Was ich Ihnen hier nun anhänge ist Kalium, es hilft ihrem Herzen.“.
„Ja, ich muss wohl wirklich zu wenig gegessen und getrunken haben. Das vergesse ich immer beim proben, es muss ja alles perfekt sein und da hat man keine Zeit…“.
„Naja, die sollten sie sich nehmen“, gleichzeitig brachte Mel die Infusion an und stellte sie ein, dass sie schön langsam in die Vene des Superstars einlief. „Tot jedenfalls üben Sie keine Choreografien mehr…“, entgegnete Mel mit einem scharfen Blick. Michael zuckte leicht bei dem Wort Tot zusammen, aber sie hatte ja Recht.
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