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Das Versprechen

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
EXO
01.06.2014
03.06.2014
3
2.567
 
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01.06.2014 1.050
 
1.Teil:)

~~~~~Viel Spaß beim Lesen!~~~~~~


Dieses Telefongespräch ging ihm nicht mehr aus dem Kopf. Lay grübelte lange über die Bedeutung ihrer Worte nach und schlief danach nur ein oder zwei Stunden.

Es war nicht selten, dass er todmüde in die Schule ging, aber das hatte einen anderen Grund: er hatte eine Gewohnheit, mit Zahra bis in die Nacht zu telefonieren.

Oft war Lay es, der einschlief, während ihm Zahra einer ihrer ausgedachten Märchen erzählte. Es waren lustige Erzählungen, unheimliche Schauergeschichten oder Beschreibungen über ihre verrückten Träume. Selten erzählte sie ihm traurige Geschichten. Diese gefielen Lay am Meisten. Wunderschöne Erzählung über zerstörte Familien, einseitige Liebe, falsche Freunde, und und und - Zahra gingen nie die Ideen aus.
Wenn Lay währenddessen einschlief, würde sie ihm Gute Nacht flüstern und ihm in der Schule den Rest der Geschichte erzählen.
Das war für ihn viel interessanter als Mathe.

Aber diese Nacht ist etwas Seltsames geschehen. Sie stoppte mitten in ihrer Erzählung über den streunenden Hund auf der Suche nach Käse und wurde ganz still. Er glaubte fast, es sei etwas passiert, doch bevor er fragte, bat sie mich plötzlich um einen Gefallen:

„Falls ich mich jemals verliebe - egal in wen – erschieß mich.“

Er musste ihr das natürlich versprechen. Sie ist seine beste Freundin. Und außerdem: mit der Zeit konnte er sie sicher überzeugen, dass es auch freundliche Menschen gab, die sich sicher gerne mit ihr anfreunden wollten.

Als Lay seine Morgenroutine erledigt hatte, ging er die Treppen runter zur Küche. Am Frühstückstisch saß schon sein Dad und las den Sportteil der Zeitung. Seine Mutter stand am Herd und erwärmte gerade Milch für seinen kleinen Bruder, der erst ein paar Monate alt war. Er lag wahrscheinlich noch schlafend in seinem Kinderbett.

Lay setzte sich auf den leeren Stuhl neben Dad und schaufelte das Müsli, dass seine Mom ihm vorbereitet hat, in sich hinein.

„Wie geht’s mit dem Komponieren voran? Ich hab dich gestern wieder Gitarre spielen hören“ versuchte seine Mom ein Gespräch anzufangen. Das stimmt. Eine von Zahras Geschichten hatte ihn zu einem neuen Song inspiriert. Bevor Lay sie kennengelernt hatte, fiel ihm nichts mehr ein. Es war, als wäre sein Kopf leer. Doch jetzt wo sie da war, hatte er täglich einen anderen Einfall. Zahra war seine Inspiration geworden.

Er sah auf die Uhr. 7:04 Uhr. Lay musste sich beeilen oder er würde den Bus verpassen.

Schon den ganzen Morgen über dachte er über Zahra nach. Es war wie bei dem kaputten Wasserhahn in der Küche. Er tropfte ständig. So war das auch mit seinen Gedanken.

Tropf, Tropf, Tropf

Zahra, Zahra, Zahra

„Deine Mutter redet mir dir. Antworte ihr wenigstens!“Dad sah ihn mit einem strafenden Blick an. Er entschuldigte mich mehrmals für seine Unhöflichkeit und rannte mit der Schultasche raus aus der Tür. Im Hintergrund rief seine Mom noch: „Vergiss nicht heute dein Zimmer aufzuräumen!“





In der Schule angekommen, begrüßte Lay seine besten Freunde: Suho und Chanyeol. Die Drei kannten sich seit dem Kindergarten. Er war froh, so gute Freunde zu haben, obwohl sie ihm oft auf die Nerven gingen.

Als die Drei in die Klasse gingen, waren alle anderen schon auf ihrem Platz. Ihre Klassenkameraden waren in der Regel sehr laut und redeten viel. Nur ein einziges Mädchen saß still in der Ecke auf ihrem Sitzplatz. Ihre lockigen braunen Haare waren wie immer ungekämmt, ihr Gesicht unberührt von jeglicher Art von Schminke und mit ihrem verträumten Blick sah sie aus dem Fenster.

Manche Leute meinten, ein guter Morgen würde für sie mit einer Tasse Kaffee beginnen. Für Lay war dieses Bild seine persönliche Tasse Kaffee. Er würde einen Morgen erst ‘gut‘ nennen, wenn er genau diesen verträumten Blick sah. Plötzlich wurde er in den Bauch von Chanyeol gestoßen.

„Au! Für was war das denn?“ fragte ihn Lay.

„Du hast schon wieder diesen ZID-Blick“ antwortete Suho für ihn.

„Ich habe gar keinen ZID-Blick. Für was soll das überhaupt stehen?“

„Na fürZahra-ist-da “ behauptete Chanyeol, als wäre das selbstverständlich. Er und Suho ärgerten Lay immer mit dem Thema Zahra.

„Hört endlich auf damit! Ich hab euch schon gesagt, dass sie nur eine gute Freundin ist!“flüsterte Lay aufgeregt. Er wollte nicht, dass andere dieses Gespräch mitkriegten.

„Jaja, das hast du schon so tausendmal gesagt, jetzt geh endlich zu ihr “ winkte Chanyeol ab.

„Sie wartet schon auf dich“ sagte Suho gespielt dramatisch.

Zahra drehte sich lächelnd um, als Lay sich neben sie setzt.
„Guten Morgen“ sagte sie fröhlich. Lay konnte sich nicht vorstellen, dass genau das selbe Mädchen gesagt hat, ‘nett‘ sei ein widerliches Wort.

Sie redeten noch kurz über den Englisch-Aufsatz, dann kam Professor Müller in den Klassenraum. Der Unterricht hatte begonnen.





Am Ende des Tages hatte die Klasse Geschichts-Unterricht mit Frau Fuchs. Ihr Unterricht zählte als der Langweiligste der ganzen Schule. Lay machte sich nicht einmal die Mühe ihr zuzuhören, Zahra würde ihm alles noch einmal viel spannender, und mit interessanten Nebeninfos erklären. Sein Kopf lag auf dem Tisch und er versuchte wenigstens ein paar Minuten zu schlafen. Er war schon fast im Traumland, als er plötzlich von der Seite gestupst wurde.
Er drehte seinen Kopf zu Zahra.

Sie flüsterte leise:“Was wünscht du dir zum Geburtstag?“

„Keine Ahnung“ Er wusste selber wie hilfreich diese Antwort war, aber hatte darüber noch nicht nachgedacht. Von seinen Eltern würde er wie jedes Jahr Geld und Klamotten bekommen. Mit dem Geld (und seinen Ersparnissen) würde er sich vielleicht eine neue Gitarre kaufen.
Mal schauen wie viel Geld zusammenkommt.

„Sag Bescheid, wenn dir was einfällt.“

„Du musst mir nichts schenken. Ehrlich“

„Ich MUSS nicht, aber ich WILL. Also denk über irgendwas nach.“

„Warum muss ich das machen? Denk du nach! Und überhaupt, ich dachte du hasst Geschenke!“

„Leute zu beschenken und ein Geschenk zu erhalten sind zwei völlig verschiedene Dinge.“

Damit war die Diskussion fürs Erste beendet. Zahra machte sich trotzdem noch Gedanken, was Lay gefallen könnte. Sie war froh, dass Lay schlief, so konnte er nicht ihr breites Grinsen sehen.

Sie hatte eine Idee.



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So, das erste Kapitel! Ursprünglich war es als One-Shot gedacht, doch dann sind mir immer mehr Ideen gekommen und ja. Die Story ist trotzdem sehr kurz. Erwartet also nicht viele Kapitel:)

Schreibt ein Review, wenn es euch bis jetzt gefallen hat! Ich hab auch immer ein offenes Ohr für Kritik;P
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