If you can dream it, you can do it!

von Arzani92
DrabbleAllgemein / P12
01.06.2014
01.06.2014
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If you can dream it, you can do it.
- Walt Disney


“Ich kann das nicht!”

Seine Augen trafen ihre. Blau funkelten sie in der Dunkelheit des Bühneneingangs. In ihnen lag Angst und Sorge. Sie waren verschreckt und geschwängert mit den Emotionen, die damit verbunden waren zu versagen.

Sie liebte seine Augen. Sie liebte dieses wunderschöne Königsblau, dass so warm sein konnte, wenn es den klaren Himmel reflektierte. Sie konnte die Weite des Meeres und die Sanftmut eines Stiefmütterchens darin erkennen. In diesem Mann konnten sich die Gefühle der Welt zu einem Punkt vereinen. Er war alles, was man sich wünschen konnte. Er konnte alles erreichen, wenn er wollte. Er war gut. Er war mehr als gut und doch hatte er Angst. Es war ein Nadelstich in ihrem Herzen.

„Du kannst das. Ich weiß, dass du es kannst. Glaub an dich.“

Sie hob ihre Hand in die Höhe und streckte sie langsam nach seinem Gesicht aus. Ihre Fingerkuppen berührten seine Wange und wanderten von dort zu seinen Lippen. Sachte fuhr sie darüber.
Aus seinen Augen flossen leise Tränen, schimmerten mit seiner Augenfarbe um die Wette. Es waren Tropfen, gefüllt mit dem Salz der Verzagtheit, aus dem Meer der weiten Emotionswelt in seinem Inneren. Mit einer federleichten Bewegung wischte sie Träne um Träne weg, bis keine mehr nachkam. Immer noch verharrten ihre Finger auf seinem Gesicht. Ruhten dort, wanderten weiter, bis sie unter seinem Kinn zum halten kamen. Mit einer sanften Bewegung hoben sie seinen Kopf in die Höhe. Königsblau traf Moosgrün.

„Es ist nur ein Traum. Ein dummer Traum. Wie konnte ich glauben, dass ich ihn bewältigen kann? Wie konnte ich glauben, dass ich ihn wahr werden lassen kann?“

Seine Worte taten weh. Sie waren wie Pfeile, die ihr Herz trafen. Zielsicher landeten sie genau an der Stelle, die am meisten schmerzte. Denn sie waren nicht wahr. In ihren Augen waren sie Lügen, geschaffen von der Unsicherheit des Mannes vor ihr. Er musste nicht unsicher sein. Dafür gab es keinen Grund. Er war geschaffen dafür seinen Traum zu leben.

„Wenn du es dir erträumen kannst, dann kannst du es auch wahr werden lassen.“

Kurz herrschte Stille, nur ihr beider Herzklopfen war zu hören. Sie schaute ihn an. Ein Lächeln lag auf ihrem Gesicht. Moosgrün traf Königsblau.

„Geh da raus und sing nur für mich. So wie du es immer getan hast. Bitte!“

Er schluckte, doch ihre Augen hielten ihn. Stützten ihn. Dann ging er hinaus. Auf die Bühne die sein Leben war.
Wörter: 400



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Das Drabble ist für Fiddler on the Deck. Ich hoffe es gefällt dir. Ich habe versucht das "Bühnenthema" mit reinzunehmen, auch wenn es nicht Santiano speziell ist.
Ich habe als Ersatzschreiber fungiert, deswegen gibt es auch zwei Beiträge von mir zu diesem Wichteln.
Das Zitat ist, wie man sich denkn kann, zu dem oben genannten.
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