Erinnerungen

KurzgeschichteRomanze / P6
31.05.2014
31.05.2014
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Rex genoss die letzten Strahlen der Abendsonne.
Sein Blick streifte über die schier endlose Grünfläche.
Wann hatte er das letzte mal solchen Frieden gespürt?
Er wusste es nicht.
Seine Gedanken schweiften ab, flogen mit dem aufkommenden Wind in die Ferne.
Er dachte an eine ganz bestimmte Person.
An eine Person, für die er alles opfern würde.

Er versuchte sich zu erinnern.
Wann hatte er sie das erste mal gesehen?
Daran konnte er sich im Moment nur schleierhaft erinnern.
Wahrscheinlich bei seinem ersten Besuch im Jeditempel.
Mit einem schmunzeln erinnerte er sich an die Zeit wo er noch ein Kadett gewesen war.
Ja damals schien die Welt nur aus Kamino zu bestehen.
Wie überrascht musste er gewesen sein als er das erste mal die Klonstation verlassen hatte.
Er hatte wahrscheinlich ausgesehen wie ein Kind unterm Weihnachtsbaum.
Bruchstücke, Erinnerungsfetzen fielen ihm ein.
Er erinnerte sich an eine hübsche Torgruta mit strahlend blauen Augen.
Jetzt stand er nicht mehr in der Abendsonne, jetzt lief er als kleiner Junge hinter seinen Kameraden her und versuchte gleichzeitig so viel von seiner Umgebung aufzunehmen wie möglich.
Nur mit halben Ohr lauschte er dem Füher.
Plötzlich stoppte die ganze Gruppe und salutierte.
Auch er tat es, wenn auch etwas später als die anderen.
Mit großen Augen sahen die Jungen ihren ersten Jedi an.
Der Mann trug eine Maske und hatte klauenartige Hände.
Rex spürte das dieser Mann Respekt entgegenzubringen war.
Doch eigentlich war seine ganze Aufmerksamkeit von einem anderen Objekt eingenommen.
Neben dem Jedi stand nämlich eine junge Torgruta.
Für zwei kleine Sekunden trafen sich ihre Blicke und er spürte eine im unbekannte Wärme durch ihn fließen.
Dann drehte sich der Maskenmann wieder um und nahm das Mädchen an die Hand.
"Komm Klein-Ahsoka" sagte er und zu den Klonen etwas lauter "Wegtreten."
Den ganzen restlichen Weg prägte sich Rex jedes noch so kleines Detail des Mädchen ein.
"Klein-Ahsoka" murmelte er.
Was für ein schöner Name.

Seine Gedanken machten einen Zeitsprung.
Jetzt stand er auf einem Schlachfeld.
Neben ihm Skywalker.
Noch genau erinnerte er sich an dessen entsetzen Gesichtsausdruck als ihm Ahsoka offenbarte das sie sein neuer Padawan sei.
Rex dagegen durchflutete wieder dieses warme Gefühl.
Er hatte sie in all den Jahren keineswegs vergessen!
Damals hatte er ihr auch die Regeln eines Soldaten.
Sie hatte sie nie vergessen.
Wieder machten seine Gedanken eine kleine Reise.
Trotz anfänglicher Schwierigkeiten hatten sich Ahsoka und Anikan gut zusammengerauft.
Rex war stolz auf die beiden.
Besonders auf Ahsoka.
Da Anikan die 501 kommandierte, lief Rex auch immer wieder sein Padawan über den Weg.
Und immer wieder erwischte er sich dabei wie er sie beobachtete.
Er lernte ihre Stärken kennen, ihre Schwächen, kannte ihre Ängst und ihre Vorlieben.
Und mit jedem neuen Tag lernte er sie mehr zu mögen.

Er erinnerte sich an die Angst die er empfunden hatte als sie damals vor seinen Augen fast gestorben währe.
Für eine kurzen Augenblick hatte er gedacht, ihre letzten Wort über die vom Blaufieber blassen Lippen gehört zu haben.
Als sie dann schlussendlich doch umkippte, fing er sie auf.
In den bangen Minuten, die es gab bis Skywalker mit dem Gegenmittel aufkreuzte hätte er sie am liebsten fest an sich gedrückt um ihre letzte Wärme zu spüren.
Damals hatte er einen neuen Grund gefunden weiter zu kämpfen.
Ahoska's Zukunft und lächeln sollte nicht durch diesen sinnlosen Krieg zerstört werden.
Er würde sie mit allen ihm möglichen Mitteln beschützen.

Er erinnerte sich an jede gemeinsame Mission.
An jedes Lächeln, spielerischen Knuff oder sarkastischen Satz.
Er erinnerte sich auch an jeden Eifersuchtstich den er fühlte wenn Männer zu Ahsoka netter waren als normalerweise.
Zum Beispiel dieser Senatorensohn Lux.
Er hatte schon damals, als er geholfen hatte die Rebellengruppe zu trainieren, die Blicke bemerkt die dieser Ahsoka zuwarf.
Zu gern hätte er ihm die Meinung gesagt, aber er hielt sich zurück.
Weder Skywalker noch Ahsoka hätten das Gutgeheißen.

Die nächste Erinnerung war nicht so schön.
Sie war vermsicht mit Angst und Wut.
Unwillkürlich spannte Rex den Kiefer an.
Damals hatte man Ahsoka beschuldigt eine Attentat auf den Jeditempel verübt zu haben.
Wie sich am ende herrausgestellt hatte, war diese Anschuldigung falsch gewesen.
Trotzdem hatte Ahsoka dem Jediorden nicht verzeihen können, das man nicht an sie geglaubt hatte.
Wie gern hätte Rex ihr gesagt, dass er an sie glaubte.
Doch auch ihn hatte sie damals verlassen.
Ein letztes Mal hatte er sie an der Treppe abgepasst die sie damals hinuterstieg.
Sie hatte ihn angelächelt und ihm ihren Padawanzopf in die Hand gedrückt.
"Wehe du vergisst mich" hatte sie geflüstert und ihm einen Kuss auf die Wange gegeben.
Damals war etwas in ihm zerbrochen.
Er war nicht mehr derselbe gewesen.

Anscheinend hatte er sich wirklich stark verändert, denn zwei Wochen später beurlaubte Skywalker ihn.
Suspendieren währe wohl ein besserer Ausdruck gewesen.
Rex hatte lange gezaudert, doch war er schließlich an den nächstbesten Ort geflogen wo er Ahsoka vermutete.
Nach Shili.
Sie hatte mal erzählt das sie dort Familie hätte.
Und tatsächlich, auch wenn er nicht wirklich an das Schicksal glaubte, waren sie sich begegnet.
Sie waren zusammen was trinken gegangen.
Hatten geredet und gelacht.
Fast so wie in alten Zeiten.
In diesem Cafe hatte er auch den Entschluss gefasst zu desertieren.
Vielleicht hatte Cut damals wirklich recht gehabt.
Seine Familie war nicht immer nur die Armee.
Seien Familie waren auch die Menschen die er gern hatte.

Jemand legte ihm eine Hand auf die Schulter.
"Woran denkst du?" flüsterte eine weibliche Stimme.
Die gleiche Stimme, für die er alles geben würde.
"Ach nichts!" sagte er.
Ein funkeln steckte in ihren Augen.
"Dann kannst du mir ja helfen Li einzufangen. Die kleine hat sich schon wieder in den Kopf gesetzt ihre Mutter in den Wahnsinn zu treifen."
Ein letztes Mal starrte Rex in den Sonnenaufgang.
Dann legte er einen Arm und Ahsoka's Schultern, drückt sie kurz an sich und marschierte dann in Richtung seiner kleinen Tochter.

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Himmel, wie schnulzig! Aber ich war 8 Stunden von Wien nach Hause unterwegs, also ist das doch ganz gut geworden! Lasst ein Review da!
LG Anemonenfich
P.S. Ich bin mir sehr wohl dem Altersunterschied zwischen den beiden bewusst.
 
 
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