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Don't Die

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAngst, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dr. Helen Magnus Nikola Tesla
31.05.2014
31.05.2014
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931
 
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31.05.2014 931
 
Heiho, hier mal eine neue Übersetzung von unseren englischen Freunden. :)
Die Kurzgeschichte ist von sg4ever: https://www.fanfiction.net/s/6613193/1/Don-t-die
Warnung: Kein Happy End!

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Sie beeilte sich in das, nun zerstörte, Labor zukommen. Würde das Adrenalin in ihrem Kreislauf ihr Herz nicht wie verrückt schlagen lassen, wäre sie vermutlich schluchzend zu Boden gesunken. Aber solange noch eine Chance – eine winzige Chance – bestand, konnte sie nicht aufgeben.

Alles war durch die Explosion zerstört wurden. Ihr irrte fieberhaft über die Trümmer. Der Rauch ließ sie stark husten, trotzdem suchte sie alles sorgfältig ab. Keine Spur von Nikola. Mit jeder Sekunde der Ungewissheit die verging,  wurde ihr Atem schwerer und ihr Verstand weigerte sich die schreckliche Wahrheit zu akzeptieren.

“Sprich nur gut über mich.”, waren seine letzten Worte. Aber mehr als eine freche Linie, meinte er Leb wohl. Der Ton seiner Stimme und seine verwundbarer Blick hatten ihn verraten. Und sie hatte nicht mehr die Zeit gehabt zu antworten. Ihr Herz weinte bedauernd für all die ungesagten Dinge. Sie hasste sich selbst dafür, dass sie ihn als letztes gehen ließ und mit jeder Sekunde des Wartens quälten Schuldgefühle ihr Herz.

Einige Momente später, welche Helen wie Stunden vorkamen, hörte sie ein Geräusch – Ein Klopfen! Und dann noch eins! Ihr Verstand erkannte sofort die Sequenz der Schläge: Ein Morse Code!

„Oh, das ist ja wohl jetzt nicht wahr!“, brachte Henry hervor.

„Fangt an zu suchen!“, befahl Helen.

Ein Fieber hatte ihren Körper gepackt und sie stieß ein erleichtertes Seufzen aus. Er lebte! Sie beeilte sich die Trümmer zu entfernen und kümmerte sich nicht darum, dass ihre Finger dabei verbrannt wurden. Die Verzweiflung ließ sie fühlen, dass sie ihn niemals erreichen würde. Doch schließlich erkannten ihre Augen seine Silhouette, welche mit dem Rücken an der Wand gelehnt, dasaß.

“Nikola…”, stieß Helen erleichtert hervor.

Er lächelte als er ihr Gesicht erblickte, presste dann jedoch seine rechte Hand gegen seinen Bauch.

„Ich fürchte, ich war etwas tollpatschig.“, gab er zu, als etwas Blut unter seiner Handfläche hervorquoll.

Es brauchte für Helen nur eine Sekunde, um zu realisieren, dass Nikola schwer verletzt war. Das bisschen Freude dass sie verspürt hatte, als sie Nikola lebend vorfand, verschwand urplötzlich und machte großer Verzweiflung Platz.

„Halt still!“, befahl sie ihm, während sie seine Wunde versorgte.

Es sah aus, als hätte sich ein Teil der Trümmer in seinen Bauch verirrt und ließ ihn jetzt verbluten.

„Drück das da drauf!“, sagte Helen und riss ein Stück ihrer Kleidung ab, um die Blutung zu stoppen.

„Henry, Will, “, wandte sie sich an ihre zwei Assistenten, „holt Hilfe. Beeilt euch!“

„Aber Doc, hier unten sind zu viele Interferenzen.“, erklärte Henry hilflos.

„Dann geht an die Oberfläche. Macht schon!“, schrie sie daraufhin.

Sie machten sich auf den Weg, während Helen versuchte Nikolas Zustand zu stabilisieren.

„Du findest aber auch immer wieder Ausreden, um mit mir allein zu sein.“, brachte Nikola grinsend, jedoch schwer atmend hervor.

Sie warf ihm einen wütenden Blick zu.

„Das ist der denkbar schlechteste Zeitpunkt für Scherze!“

„Ach, komm schon! So unbequem sind diese Höhlen nun auch nicht.“, erwiderte er zwinkernd.

„Nikola, bitte, konzentrier dich. Wir müssen die Blutung stoppen.“, sagte sie flehend.

„Was soll das bringen?“, fragte und ließ ein langes Seufzen erklingen, „Ich werde sterben.“

„Gib nicht auf.“, flüsterte Helen, „Der Nikola Tesla, den ich kenne, würde niemals aufgeben.“

„Der Nikola Tesla, den du kennst, ist bereits vor Monaten gestorben. Ich bin nichts weiter als ein Echo, gefangen in einem sterblichen, zerbrechlichen Körper.“

Einen Moment lang herrschte Stille, in der niemand ein Wort sagte. Helen war von Nikolas Ehrlichkeit geschockt.

„Ich war verzweifelt, als ich herkam, um nach dem Ursprungsblut zu suchen. Ich weiß dass sie es an deiner Tochter benutzt haben, doch es war meine einzige Chance, mein Leben zurückzubekommen.“, sagte er und senkte den Blick.

„Selbstsüchtiges Schwein!“ Ihre Worte hallten immer und immer wieder durch seinen Kopf.

„Ich habe überreagiert.“, gestand sie, „Es ist nur seit Ashleys…“

Sie konnte den Satz nicht beenden, zu schmerzvoll waren die Erinnerungen. Er griff nach ihrer Hand und drückte diese leicht.

„Ich liebe dich, Helen. Das…“, er hustete, „Das habe ich schon immer.“

„Pst, sprich nicht.“, befahl sie sanft, „Du musst deine Kräfte sparen bis Hilfe kommt.“

„Helen… wir beide wissen, dass dies das Ende ist.“, sagte er lächelnd.

„Sag nicht so etwas!“

„Ich muss kein Arzt sein, um zu wissen, dass ich sterbe.“, erwiderte er und grinste dann, „Erfüllst du mir noch einen letzten Wunsch?“

„Nikola…“, begann sie, doch Nikola legte seinen Finger auf ihre Lippen.

„Nur ein Kuss. Der Letzte nachdem ich dich je fragen werde.“, versicherte er grinsend.

Auch wenn sie wiedersprechen wollte, so konnte sie es nicht. Ein großer Teil in ihr sehnte sich mindestens genauso danach, wie er. Sie lehnte sich zu ihm und verschloss ihre Lippen mit den seinen. Ihre Zungen verloren sich in einem nicht enden wollendem Duell. Helen ließ ihre Finger durch seine Haare fahren und zog ihn näher zu sich. Sie genoss den Geschmack seiner Lippen und als sich beide tiefer in den Kuss lehnten, stieß Nikola ein unmerkliches Knurren aus.

Nachdem sie sich voneinander gelöst hatten, strich Helen ihm sanft über die Wange.

Wortlos ergriff er Helens Hand, lächelte wehmütig und schloss seine Augen.

„Nikola!“, schrie sie und schüttelte ihn an den Schultern, „Nikola, nicht!“

Sie drückte ihn fest an sich, während ein Fluss aus Tränen ihre Wangen hinunterfloss. Eine lange Zeit lang war das einzige Geräusch, das man in den Höhlen hörte, das Weinen einer Frau, welche immer wieder verzweifelt dieselben Worte rief.

Stirb nicht…

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Was meint ihr? Ihr kennt das ja: Reviews!!! ;)
LG Helen Tesla
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