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OS-Sammlung|Das Katzenproblem ~ Reader X Verschiedene Länder

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Dänemark England Kanada Preussen Russland Spanien
29.05.2014
14.09.2014
28
67.961
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29.05.2014 1.543
 
-- Englands Sicht --

Er spürte sofort, dass etwas nicht stimmte, sobald er die Augen aufschlug. Sein Kopf tat weh und zwar gewaltig. Ein Blick zur Uhr bestätigte seine Befürchtungen, denn es war mittlerweile schon längst Nachmittag. Er hatte gestern Abend bei seinem Besuch in der Bar also mal wieder übertrieben. Während er sich aufsetzte, stellte er mit verwirrtem Blick fest, dass er noch komplett angezogen war. Nicht nur, dass er noch Jacke und Hemd trug, nein, sogar seine Straßenschuhe befanden sich noch an seinen Füßen.

Er war gestern doch sicher nicht alleine nach Hause gekommen, warum also saß jetzt nicht jemand ganz bestimmtes neben ihm und rügte ihn dafür, dass er zu viel getrunken hatte?
Ein Blick nach rechts und er zuckte zusammen.
Da saß nicht diejenige, auf die er gehofft hatte, sondern eine Katze. Diese streckte sich gerade genüsslich, ehe sie zu ihm hinging und sich vor ihn auf das Bett setzte.

„Wer bist du denn? Und wie kommst du in meine Wo-“, setzte er an, doch ein Blick in die Augen der Katze und er wusste so ungefähr, was er gestern im betrunkenen Zustand angerichtet hatte.



-- Aus deiner Sicht --

Die Anklage in deinen Augen sprach Bände. Normalerweise hättest du Arthur eine Standpauke gehalten, die es in sich gehabt hätte, aber das ging zu Zeit nicht. Stattdessen miautest du einfach nur vorwurfsvoll, was den Briten nicht mehr wirklich irritierte. Du sitzt hier schließlich als eine Katze vor ihm, da kannst dementsprechend auch nicht reden.

„Ich- Es tut mir leid, Love. Ich mach das sofort wieder rückgängig!“

‚Das will ich ja wohl hoffen.’, würdest du gerne sagen, geht jedoch nicht. Eigentlich hattest du ja nichts gegen Arthurs Magie, aber eine Katze wolltest du bestimmt nicht den Rest deines Lebens bleiben!

Alleine schon, weil du dann absolut nicht mehr die Chance hattest, dass Arthur sich endlich traut den ersten Schritt zu machen. Du bist schon seit einer Weile in ihn verliebt, aber leider kam dir jedes Mal deine eigene Schüchternheit in den Weg, wenn du versuchtest, es ihm zu sagen. Außerdem, was wenn du dir nur eingebildet hattest, dass er dich auch mag?
Eure Freundschaft wolltest du um Nichts in der Welt ruinieren.

Mittlerweile ist die Personifikation Englands aufgestanden und zu dem Bücherregal in seinem Schlafzimmer gegangen.
Mit leisen Katzenschritten folgst du quer über sein Bett –man muss dem Katzendasein gutschreiben, dass du seinen Duft so wesentlich intensiver wahrnehmen kann- und siehst zu, wie er ein großes und sehr altes Buch aus dem Regal zieht. Gerade, als er das Buch auf den Schreibtisch abgelegt hat, klingelt es an der Tür. Und zwar so laut und penetrant, dass du schon befürchtest, es wäre Alfred.

Nichts gegen den Amerikaner, aber das Letzte, was du jetzt brauchtest war ein wütender Arthur, der sich nicht auf seine Zauber konzentrieren kann.

„Bloody Git, er muss immer kommen, wenn er am wenigsten gebraucht wird!“, flucht eben jener Magier und geht mit schnellen Schritten Richtung Tür.
Solltest du jetzt hier warten? Nein, du warst gespannt, wie er ihn diesmal abwürgen würde. Denn dass Arthur ziemlich wenig Zeit für Alfred hat, wenn du dabei warst, bildetest du dir nicht ein. Und es war eines der Dinge, die dich daran glauben ließen, dass der Engländer doch etwas mehr als gewöhnlich für dich übrig hatte.

Etwas ungewohnt, da die gesamte Umgebung jetzt viel zu groß für dich wirkt, machtest du dich daran England zu folgen und stopptest, als du Belgien im Türrahmen stehen sahst.
Diese hatte bis jetzt auf England eingeredet, verstummte aber, sobald sie dich sah und kniete sich neben dich nieder.

„Warte, ist das etwa-?“

Arthur seufzte, während er sich ebenfalls zu dir umdrehte „Das versuche ich dir doch schon die ganze Zeit zu erklären. Wir arbeiten selbst noch an dem Problem.“

An dem Problem? Du hofftest doch wohl an der Lösung. Während du versuchst böse zu England zu sehen, beginnt Belgien dich vorsichtig hinter den Ohren zu kraulen. Egal ob Katzenreflex oder nicht, du kannst nicht anders als genießerisch die Augen zu schließen. Dies lässt Belgien kichern „Na dann, England, ich hoffe du passt gut auf deine Katze auf. Wehe du rufst nicht an, wenn du rausgefunden hast, wie man das wieder umkehrt.“

Mit diesen Worten wirst du vom Boden gepflückt und von Emma hochgehoben. Allerdings so, dass du reichlich unelegant zwischen ihren Händen baumelst, damit sie dir ins Gesicht sehen kann, während Belgien aufsteht.

„Du musst wissen, dass nicht nur du jetzt auf vier Beinen rum läufst.“, sagt sie ziemlich kurz angebunden. Dies allerdings in einem Ton, der deine Aufmerksamkeit weckt.
Wie, nicht nur du? Also hatte es noch mehr getroffen? Wen? Und seit wann? Ohne jedoch mehr zu erzählen, drückt sie dich Arthur in den Arm, ehe sie zur Tür geht, kurz winkt und dann nach draußen verschwindet.
Aus dem Augenwinkel sahst du zu demjenigen, der dich gerade -egal ob Katze oder nicht- im Brautstil festhält und bemerktest, dass auch er vorsichtig zu dir sah.Während er sofort wieder geradeaus blickt, um endlich zu dem Schluss zu kommen, er sollte wohl endlich hinter Belgien die Tür schließen, räuspert er sich kurz.

„Also, ich ähm… Ich suche dann mal nach dem Gegenzauber.“

Du nickst ihm zu, nachdem er dich wieder auf den Boden gesetzt hat. Anschließend siehst du ihm noch nach, während er wieder im Schlafzimmer verschwindet. Leicht frustriert, aber irgendwo auch froh das man als Katze nicht Rot werden kann, beginnst du dir den Weg zur Couch zu bahnen. Mit einem eleganten Hüpfer befindest du dich auf dem Objekt deiner Begierde und rollst dich in einer Ecke zusammen.

Dann hieß es jetzt wohl abwarten, bis Arthur den Gegenzauber findet, nicht wahr?


-einige Zeit später-

„Love?“

Mit einem genervten Brummeln rollst du dich enger zusammen. Musste dich denn immer jemand stören, wenn du gerade etwas Schönes träumst?

„Love, aufwachen. Es geht um den Zauber!“

Mit einem Ruck reißt du die Augen auf und starrst unverhofft England in seine Seelenspiegel. Und stellst enttäuscht fest, dass du noch immer eine Katze warst, da er sogar im Sitzen um einiger größer war als du. Allerdings hat er sich gerade zu dir runtergebeugt, weshalb seine Augen den deinen so nah waren. Diese Tatsache scheint ihm jetzt allerdings aufgefallen zu sein, weshalb er wieder auf Abstand geht, während du dich erwartungsvoll aufgesetzt hattest.
Warum sah er so nervös aus? Wo war sein Zauberstab, damit er dich wieder normal zaubern konnte?

„Nun, ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht.“

Das klang in deinen Ohren aber nicht besonders gut. Um ihm zu signalisieren, dass er deine ungeteilte Aufmerksamkeit hatte, legtest du fragend den Kopf schief. Der Brite dir gegenüber lockerte leicht seine Krawatte, während er sich erneut räusperte.

„Die Schlechte zuerst. Der Zauber ist einer, den nicht ich aufheben kann, sondern, der sich selbst irgendwann aufhebt.“

Hättest du nicht gewusst, das England noch nie bei Dinge die seine Magie angingen gescherzt hatte, hättest du ihm nicht geglaubt. So allerdings konnte man die sofort deine Gefühlsregungen ansehen, da deine Augen groß vor Entsetzen geworden waren. Wenn dir Arthur nicht helfen konnte, dann musstest du wirklich eine Katze bleiben.

„Und die gute Nachricht ist die, dass ich anscheinend nicht nur dich, sondern auch noch andere Länder verwandelt habe. Das heißt, der Zauber hält höchstens eine Woche an, wohl eher noch sehr viel kürzer.“

Dir stockte das Blut in den Adern. Eine Woche als Katze? Wie solltest du das überleben? Das Mitleid für die Anderen, die ebenfalls verwandelt worden waren, konntest du im Moment noch nicht aufbringen. Stattdessen kommt eine Welle des Selbstbedauerns in dir hoch, während du traurig auf deine Pfoten blickst. Wenigstens können Katzen nicht weinen, wenn sie traurig sind. So bleibt es dir wenigstens erspart, vor deinem Schwarm in Tränen auszubrechen.

Eine Hand die dir vorsichtig über den Kopf streicht, gewinnt deine Aufmerksamkeit. Die Hand gehört selbstverständlich zu Arthur, der dich jetzt vorsichtig hochnimmt und auf seinen Schoss setzt, damit er dir in die Augen sehen kann. Kurz versinkst du in seinen wundervollen, grünen Augen, ehe du beginnst zu schnurren. Woher solltest du auch wissen, dass er von Anfang an vorhatte dich hinter den Ohren zu kraulen?
Da wird doch jede Katze schwach.

Amüsiert über deine Reaktion lächelte der Engländer leicht, während er nicht mal daran dachte aufzuhören.
Stattdessen meinte er tröstend:
„Keine Sorge, ich passe solange auf dich auf, ja? Das ist das Mindeste was ich tun kann. Du wirst das beste Katzenleben haben, dass man haben kann.“
Du schlosst die Augen und schmiegtest dich an Arthur, genießend, dass du ihm so nah sein konntest.

Ein perfektes Katzenleben bei Arthur.

Das klang eigentlich gar nicht so schlecht, wenn du genauer darüber nachdachtest.


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Hallo erstmal an diejenigen, die sich hier her verirren ^^

Ich weiß zwar nicht, ob und wie viele das hier lesen, aber ich hatte ehrlich gesagt viel zu viel Spaß mitder Idee dieser Geschichte.
Eigentlich wollte ich euch nur sagen, dass ich mich nicht nur über Reviews freue, sondern euch -falls ihr denn überhaupt ein Review schreiben wollt- noch etwas anderes anbiete.

Wenn ihr wünsche habt, dass ein bestimmtes Land vorkommen soll, dann schreibt das einfach als Review. Ich würd euch ja gerne mit Keksen bestechen, aber alles was ich von England bekommen hab, sind schwarzeScones... Wer will, darf die trotzdem haben~
*stellt die Scones hin*

Dann bis zum nächsten Kapitel,
Kasumi
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