Opposites attract

GeschichteHumor, Romanze / P18
27.05.2014
20.03.2019
21
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7
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Hallihallo! Schön, dass ihr euch hierher verirrt habt. Ich hoffe, ihr habt viel Spaß beim Lesen dieser kurzen Romcom. :) Updates wird es etwa alle fünf bis sechs Tage geben.
Lasst euch von den kurzen Kapiteln am Anfang bitte nicht abschrecken. Sie werden später länger.




Dort war sie. Direkt vor ihm. Genauso, wie er sie sich vorgestellt hatte. Wunderschön. Perfekt. Er musste nur seinen Arm nach ihr ausstrecken und sie würde ihm gehören. Er starrte sie an, konnte sich nicht abwenden. Seine Augen klebten an ihren perfekten Kurven. Er zitterte ein wenig, als er seine Hand hob, um nach ihr zu greifen, sie seine werden zu lassen.

„‘Tschuldigung, darf ich mal?“ Seine auserkorene Schokobanane landete auf einem fremden Tablett. Fassungslos starrte er der Frau hinterher, die ihm gerade sein Heiligstes gestohlen hatte.

„Hey, ich war vor Ihnen dran! Die Banane wollte ich! Das war die letzte!“

Die junge Frau drehte sich zu ihm um und zuckte mit den Schultern. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“

Schockiert über diese Dreistigkeit starrte er sie an. Erst das unangenehme Knurren seines Magens ließ ihm wieder bewusst werden, dass er sich in einem überfüllten Backshop befand. Doch da bezahlte die Frau auch schon und verließ den Laden, um ihn mit seiner Wut über den Diebstahl seines Lieblingsnachtischs allein zu lassen.


Zwei Jahre später


„Was soll das?“ Henni knallte ihm eine Akte mit der gestempelten Aufschrift ‚nicht bewilligt‘ auf den Schreibtisch. „Ist das dein Ernst?“

Jakob schaute von seinem Computerbildschirm erst auf die Akte und dann in Hennis wütendes Gesicht.

„Der Stempel ist doch eigentlich aussagekräftig genug“, erwiderte er.

„Ich habe zwei Wochen an diesem Kostenvoranschlag gearbeitet und alle deine sinnlosen Bedingungen beachtet, und jetzt lehnst du ihn trotzdem ab?!“ Ihr fiel es sichtlich schwer, ihre Stimme gesenkt zu halten und nicht die ganze Agentur zusammenzuschreien.

„Diese ‚sinnlosen Bedingungen‘ stammen nicht von mir, sondern vom Kunden. Und alles andere hab ich in den Bemerkungen dazu geschrieben.“ Jakob war vollkommen gelassen. Es war schließlich nicht seine Schuld, wenn seine Kollegin ihre Arbeit nicht richtig machte.

Henni öffnete den Mund, schloss ihn wieder und schnaufte widerwillig. Sie nahm die Akte und ging festen Schrittes zurück zu ihrem Schreibtisch. Jakob war froh, dass dieser sich am anderen Ende des Raumes außerhalb seines direkten Sichtfeldes befand. Den ganzen Tag Hennis wütenden Blicken und gemurmelten Verfluchungen ausgesetzt zu sein, stellte er sich anstrengend vor. Die täglichen Teeküchensticheleien zwischen ihnen und die Steine, die sie sich regelmäßig gegenseitig in den Weg legten, waren ihm mehr als genug. Natürlich achtete er darauf, dass es gerade so viel war, dass es sie ärgerte, aber nicht den Geschäftsablauf störte.


Der restliche Tag verlief ohne weitere Zwischenfälle. Jakob arbeitet seine Aufgaben ab, telefonierte mit Kunden und besprach mit ihnen ihre Vorstellungen und Pläne.

„Wie immer fleißig?“

Jakob schaute auf und blickte in das schmunzelnde Gesicht seiner Freundin Carina. Er erwiderte ihr Lächeln und schrieb noch schnell den Satz, an dem er gerade saß, zu Ende, um anschließend seinen Computer herunterzufahren. Seine Sachen in der einen Hand und mit Carina an der anderen verabschiedete er sich von seinen Kollegen in den Feierabend. Hennis Schreibtisch war der letzte vor der Tür und so waren es ihre abschätzigen Blicke, mit denen im Rücken er den Heimweg antrat.
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