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Gadaí. Das Buch der Kelten.

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Humor / P16 / Gen
Captain Georg Stacy Harry Osborn Peter Parker / Spiderman
26.05.2014
26.05.2014
2
1.814
 
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1 Review
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26.05.2014 985
 
Hallo!
Mein erster Versuch eine FF zu fabrizieren und korrekt zu veröffentlichen.. voilà. Ich muss anmerken, dass ich noch nicht genau weiß, wo das hier hin führen wird und wie schnell es von Statten geht, aber in meinem Traum wirkte das Ganze ziemlich unterhaltsam. Ich bin kein Spidey-Experte und werde bewusst darauf verzichten ihn oder andere Figuren jederzeit authentisch agieren zu lassen. Es wird mein ganz eigenes Spidey-Verse.
Viel Spaß mit dem ersten Kapitel. :)

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Ein tiefes Aufatmen erklang in ihren Ohren und mit leichter Verwirrung im Blick öffnete sie die Augen. Wer...? Ihr Brustkorb hob und senkte sich abrupt und sie stellte mit leichter Verzögerung fest, dass sie es selbst gewesen war, die ihren Schlaf unterbrochen hatte. Der Geruch von Desinfektionsmitteln und Plastik stieg ihr in die Nase und mit dem Anblick ihres Bettes verstand sie, wo sie sich befand. Krankenhaus, hallte es durch ihren Kopf und von einem unbändigen Widerstand gepackt, warf sie die weiße Decke von sich und schwang die Beine über die Bettkante. In dieser aufrechten Position erreichte sie plötzlich ein Schwindel, der sie beinahe den Halt verlieren ließ. Ein Schnaufen aus ihrer Kehle erinnerte sie daran, dass es einen Grund geben musste, weshalb sie hier lag, oder besser, gelegen hatte.
„An Ihrer Stelle würde ich jetzt noch nicht aufstehen.“
Das sich schmerzhaft in ihrer Brust zusammenziehende Herz ignorierend, drehte sie ihren Kopf zur Seite und blickte zu dem gegenüber liegenden Bett. Sie hatte die Frau, die etwa in ihrem Alter sein mochte, zuvor nicht wahrgenommen.
„Sie haben ganz schön etwas abbekommen, wenn man den Skalpellschwingern Glauben schenken möchte.“
Augenblicke später fühlte es sich so an, als sei ein Lastwagen mit ihr kollidiert. Sie stöhnte und fluchte herb über die späte Reaktion ihres Bewusstseins. Jetzt konnte sie nicht mehr sagen, was an ihrem Körper nicht schmerzte.
„Sag ich doch.“, gab die andere Patientin mit einiger Zufriedenheit von sich.
Sie strahlte eine gewisse Verbitterung aus, die nach einer ersten Einschätzung der gerade Erwachten  mit den Ärzten, gar dem Krankenhaus zusammen hängen konnte.
„Wenn Sie aufstehen, werden die Rechtsverdreher es sicherlich so hinstellen, als seien Sie gegen ärztlichen Rat fahrlässig durch das Krankenhaus gehüpft, obwohl noch niemand mit Ihnen gesprochen hat und Sie natürlich NICHT gehüpft sind, ich meine, was bilden die sich ein, ich-“
„Was ist denn passiert?“, wurde es von der stilleren Seite eingeworfen.
Sie hatte das Gefühl irgendetwas Wichtiges vergessen zu haben. Wieder hallte ein Wort in ihr. Brian. Das Bild eines pummeligen, kleinen Mannes mit Brille wurde von ihrem Gedächtnis rekonstruiert. Heute war sein Premiere, richtig? Nein, nicht seine, die Premiere der Silver Light, die neue Oper, nur was hatte das noch einmal mit dem Neuling zu tun?
„Soweit ich das verstanden habe, sind Sie wohl die Treppe herunter gefallen.“
Diese absurde Vorstellung riss sie aus ihren Gedanken.
„Das kann nicht sein.“, kommentierte sie das Gesagte barsch und sah zu der jetzt beleidigt dreinblickenden Frau.
„Sie waren es, die die Ärzte sprechen gehört hat?“
Sie spürte, dass sie sich ein wenig mehr Mühe mit ihrer Zimmernachbarin geben musste.
„Nein, habe ich nicht, das stimmt. Tut mir leid.“
„Na also.“
Sie war jetzt nicht dazu aufgelegt zu diskutieren, vor allem wenn man betrachtete, wie wenig Nutzen das für ihre Gesamtsituation haben würde.
„Ich muss mal telefonieren.“
„Schätzchen, sieh doch mal auf deinen Nachttisch. Das ist keine Attrappe, auch wenn es diesem Saftladen zuzutrauen wäre.“
Sie kümmerte sich nicht darum herauszufinden, was genau für ein Problem ihre Nachbarin mit dem Krankenhaus haben mochte, sondern griff nach dem Hörer. Ihr fiel das Zittern ihrer Hand ins Auge und gesprenkeltes Blut hatte sich zu den Sommersprossen auf ihrer Haut gesellt. Ein unangenehmer Anblick, den sie zur Seite schob und sich dem Wesentlichen zuwandte. Ihr fiel sofort die Nummer ein, die sie zu wählen hatte. Es war für sie ganz natürlich zu wissen, was als nächstes zu tun war. Am anderen Ende ertönte das Wartezeichen zwei Mal, dann nahm eine aufgeregte Männerstimme den Anruf entgegen.
„Ja?“
„Hey... Brian... ich bins.“
„Fiona! Wo zum Teufel steckst du?“
Sie wandte sich zu der anderen Frau und hielt den Hörer ein Stück weg.
„In welchem Krankenhaus sind wir?“
Sie konnte die laute Stimme Brians vernehmen, die sich überschlug bei der Erwähnung ihres Aufenthaltsortes.
„Mount Sinai.“, bekam sie zur Antwort.
„Ich bin im Mount Sinai Hospital. Hol mich ab.“
„Was machst du in einem Krankenhaus, verdammt noch mal?!“
„Brian...“
Er stöhnte. „Na gut. Ich bringe deine Sachen mit.“
„Du bist ein Schatz.“
„Ja, ja...“
Er legte auf und sie wog den Hörer in der Hand. Es war wirklich seltsam. Sie erinnerte sich nicht daran, wie sie hier her gekommen war. Und ganz sicher gehörte das nicht zu irgendeinem Plan.
„Welchen Tag haben wir heute?“, fragte sie beiläufig und folgte dem Schlauch der Nadel, die in ihrer anderen Hand steckte. An dem Plastikbeutel fand sich folgende Ausweisung: (R)-(-)-6-(Dimethylamino)-4,4-diphenyl-3-heptanon; Methadon. Ein Schmerzmittel, soweit sie das zuordnen konnte.
„Samstag. Der sechsundzwanzigste Juni. Sie sind seit Donnerstagnacht hier.“
„Ach du scheiße.“
„Das können Sie laut sagen. Ich habe nicht so früh mit Ihrem Erwachen gerechnet. Ihr Teint lässt Sie erschreckend tot wirken.“
„Vielen Dank.“
Die andere Frau grinste. „Ihr Humor gefällt mir. Mein Name ist Christine.“
Fiona lächelte und stand langsam auf, um dann den Infusionsständer zu ergreifen und ihn mit sich zu zerren.
„Ich bin Nancy.“
„Wo gehen Sie hin, Nancy?“
„Na, ich war seit zwei Tagen nicht mehr auf Toilette.“
Christine lachte und Fiona schloss die Türe des Badezimmers, um in aller Ruhe die Lädierungen ihres Körpers zu begutachten.
 
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