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Different ways of love

von Mirzah
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Amerika Deutschland Italien Kanada Preussen
25.05.2014
16.11.2014
29
51.301
 
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25.05.2014 1.151
 
Huhu^^

Nach einer kleinen Pause (Abschlussprüfung) melde ich mich mit einer kleinen Story, die mir seit einiger Zeit im Kopf schwirrt.
Eigentlich wollte ich mich an eine weitere Horrostory wagen, aber ich werd mit dem Thema nicht ganz warm.
In dieser Story wird etwas Nyotalia enthalten sein, aber ich hoffe, dass stört nicht zu sehr, außerdem musste ich einfach nochmal meinen OC Luise mit reinbringen, was euch hoffentlich auch nicht weiter stört.
(Und wenn, dann lest diese Story einfach nicht^^)

Na ja, genug Gelaber, viel Spaß beim Lesen

lg
Mirzah^^
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Sie sind so unterschiedlich, dass sich viele Leute fragen, wie sie sich dennoch lieben können... doch sie sind Schwestern und durch ein enges, familiäres Band verbunden, das auch den größten Differenzen trotzt.

Die Älteste ist eine starke, selbstbewusste und freche junge Frau, so heiter und strahlend, wie der Tag, aber auch genauso hitzig.  
Die zweite ist wie die Morgendämmerung; sanft, ruhig und zärtlich, dennoch lässt sich eine innere Stärke erahnen, wie am Beginn eines neuen Tages, an dem die Sonne noch nicht ihre volle Kraft entfaltet hat.
Die jüngste Schwester ist wie die Nacht, anfangs etwas bedrohlich, aber eine sanfte und freundliche Seele, die niemandem etwas Böses möchte.

Ihre gesamte Kindheit verbrachten sie in Deutschland, doch nach dem Tod ihrer Eltern nahm sich ihr Großvater ihrer an und kam zu ihnen, um sie zu erziehen und sie auf ihre Rollen als Erben vorzubereiten.

Dies ist die Geschichte der Beilschmidt Schwestern.

Nun saßen wir hier am Flughafen und warteten auf unseren Flieger nach London, unserer neuen Heimat, denn Großvater hatte beschlossen, unsere Erziehung und Einführung in die Gesellschaft nicht hier in Berlin, sondern bei sich zu Hause, in Großbritannien, durchzuführen, auch wenn weder meine Schwestern noch ich wirklich Lust hatten, von hier wegzuziehen.
Aber wir wurden nun mal als Erbinnen erzogen und unser Erbe befand sich schändlicherweise nicht hier.
„Mann, muss das sein?!“
„Ja Julia, das muss sein und nun hör auf zu heulen und akzeptiere es einfach. Du bist ja nicht allein, sondern hast ja noch uns.“
„Mensch Moni, jetzt mach mir doch nicht meinen Moment kaputt!“
„Was für einen Moment?“
„Ich bin gerade richtig in der Stimmung für ein bisschen Drama.“
„Na dann mach, ich halt dich nicht auf.“
„Lieschen! Moni ist gemein zu mir!“

Ich blickte zu meiner drei Jahre älteren Schwester und lächelte nur müde über die Szene, die sich mir bot.
Julia war schon immer jemand, der große Auftritte liebte und sie verstand es hervorragend, sich in Szene zu setzen, wobei ihr Aussehen ihr noch half.
Sie war eine große, schlanke Frau, mit langen, platinblonden Haaren und intensiv leuchtenden, rot-violetten Augen, die meist ein freches Funkeln enthielten.
Doch trotzdem war ihre Erscheinung elegant und graziös und wenn sie wollte, konnte sie auch ganz nett sein; zumindest zu Fremden, denn zu Monika und mir war sie immer die liebste Person auf der Welt.

Apropos Monika!
Diese saß zwischen Julia und mir guckte mit einem leicht genervten Blick zu mir, in dem ich jedoch auch ein amüsiertes Leuchten sah.
Im Gegensatz zu Julia und mir, war Monika eine gut trainierte, manchmal leicht maskuline Frau, aber trotzdem war ihre Erscheinung und ihr Auftreten elegant und seriös.
Ihre Haare trug sie, im Gegensatz zu Julia und mir, kurz und ihr Blick aus ihren eisblauen Augen wirkte meist genervt oder besorgt.

Ich wurde hingegen immer, als eine Mischung aus beiden beschrieben, denn ich war eher ruhig, aber nicht so wie Monika.
Allerdings war ich auch nicht so aufgekratzt wie Julia, sondern ich hatte einen eher ausgewogenen Charakter. Ich konnte zwar auch mal frech werden, aber das lag mir nicht so, viel lieber war ich einfach nur freundlich und lebhaft, ohne nervig zu sein.

Aber egal wie verschieden wir auch waren, wir liebten uns sehr und waren stets füreinander da. Wenn es einer von uns schlecht ging, sei es jetzt aus Liebeskummer oder Schulstress, heiterten die zwei anderen sie auf oder sprachen ihr Mut zu.

Das Verhältnis zu unseren Eltern war auch immer sehr herzlich und offen, wir konnten ihnen fast alles erzählen und sie hatten auch immer Zeit, sich unsere Sorgen oder Geschichten anzuhören, während unser Großvater leider etwas strenger war.
Ich will jetzt nicht sagen, dass er uns nicht liebte, aber er hatte immer wenig Zeit und bereitete uns hauptsächlich auf unsere Aufgaben vor.
Wenn wir etwas auf dem Herzen hatten, hatte er meistens kein Interesse oder er sagte, wir sollten uns nicht so anstellen.
Allerdings hatte auch er seine weiche Seite und wenn er merkte, dass es uns wirklich schlecht ging, dann setzte er sich zu uns und hörte sich unsere Sorgen in Ruhe an.

Vor kurzem war er der Meinung, dass unsere Erziehung nun erfolgreich beendet und die Einführung in die Londoner Gesellschaft nun möglich sei.

„Wo bleibt er nur?“
„Keine Ahnung, aber von mir aus kann er noch ein wenig länger abwesend sein.“
„Ach, kann ich das, Julia?“

Wir zuckten vor Schreck zusammen und drehten uns um.
Hinter uns stand unser Großvater, die langen blonden, schon mit grauen Strähnen durchzogenen Haare zu einem Zopf gebunden und mit einem kaum merklichen Lächeln auf den Lippen. Sein Blick, der dem Monis sehr ähnlich war, lag auf Julia und sie fing an nervös zu lachen und sich bei ihm zu entschuldigen.
Er jedoch tat es mit einer wegwerfenden Geste und einem Lachen ab und dirigierte uns dann zum Gate, wo unsere Maschine auf uns wartete.
Als wir alle unsere Plätze eingenommen hatten, holte Julia ihren iPod raus und steckte sich die Kopfhörer in die Ohren, während Monika ein Buch hervorkramte und anfing zu lesen.
Ich saß neben unserem Großvater und wusste nicht genau, was ich tun sollte, als er sich zu mir wandte und ein Gespräch anfing.
„Ich hoffe, ihr drei lebt euch schnell ein.“
„Das hoffe ich auch, aber ich denke, es ist sehr schön in London.“
„Das ist es auch und wir leben ja auch nicht direkt in der Stadt, sondern etwas außerhalb.“
„Also ist es etwas ruhiger?“
„Ja... meinst du, deine Schwestern kommen mit der Umstellung ebenfalls gut zurecht?“
„... was meinst du mit ebenfalls?“
„Na ja, ich habe gemerkt, dass es dir anscheinend am leichtesten gefallen ist, dich mit der Situation zu arrangieren.“

Ich sah den Mann, der uns die letzten Jahre erzogen hatte erst mal erstaunt an, bis ich anfing zu lächeln und ihm versicherte, das auch meine beiden Schwestern mit der Situation klar kommen würden, was ihn wohl etwas beruhigte.

Den restlichen Flug, der ja nicht lange dauerte, redeten wir viel über verschiedene Themen, bis wir die Meldung bekamen uns anzuschnallen, da die Maschine bald landen würde.

Als wir ausstiegen und unser Gepäck geholt hatten, wurden wir auch schon von einem Mann in einer Uniform, die ihn als Chauffeur kennzeichnete, abgeholt und zu einem dunklen Wagen geführt, der etwas abseits stand.
Wir stiegen ein, die Sachen wurden verstaut und dann ging es auch schon los, in unser neues zu Hause, hier in London.
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