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Verrat

GeschichteHorror / P18 Slash
Keiichi Maebara Mion Sonozaki Reina Ryuuguu Rika Furude Satoko Houjou Shion Sonozaki
24.05.2014
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Hallo Leute,
dies ist mein vierter Higurashi One-shot.
Wieder spielt, wie ihr sicher schon in der Kurzbeschreibung gelesen habt, mein OC Kim eine große Rolle,
Aber ich will wuch die spannung nicht nehmen, deswegen wünsche ich euch jetzt viel Spaß mit dem One-Shot und würde mich üer Kritik oder Lob freuen. *Kuchen hinstell*
Viel Spaß

LG SilverSoul
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Verrat


Langsam trat ich aus dem Gebüsch, in welchem ich mich versteckt hatte. //Ich muss vorsichtig sein, sonst erwischt sie mich noch//, dachte ich und bewege mich langsam und vorsichtig durch den Wald. Plötzlich stieß ich mit etwas, oder besser gesagt jemanden zusammen. „Aua“, flüsterte ich und schaute zu dem Übeltäter, welcher sich als Keiichi herausstellte. „Sag mal, kannst du nicht aufpassen!“, zischte ich. „Pass doch selber auf“, zischte er zurück. „Gefunden!“, schrie eine Stimme. Keiichi und ich schauten nach rechts und erblickten Satoko, welche selbstsicher vor uns stand. Ich schaute zwischen ihr und Keiichi hin und her, bevor ich losrannte und Keiichi dabei umstieß. „Hey!“, schrie dieser. „Sorry, aber bei diesem Spiel ist jeder sich selbst überlassen“, sagte ich und rannte so schnell ich konnte in Richtung des Zieles. Ich hatte es fast erreicht, als irgendetwas mich zu Boden riss. „Sorry Ki-Chan, jeder ist sich selbst überlasen“, sagte Mion und rannte zum Ziel. //Na warte//, dachte ich und folgte ihr. Doch ganz knapp vor dem Ziel wurde ich erneut überrannt, diesmal von Satoko. „Hab dich“, sagte sie. „Und wieder verloren“, nuschelte ich und schaute zu Mion, welche das Ziel erreicht und somit gewonnen hatte. //Mist//, dachte ich. „Mi-Chan hat gewonnen“, sagte Rika, welche neben mich getreten war. „Ja und ich habe wieder verloren“, sagte ich, „ach übrigens Satoko, macht es dir was aus wenn du von mir runter gehst, ich bekomme nämlich nur noch sehr schwer Luft.“ „Entschuldigung Ki-Chan“, sagte Satoko und ging von mir runter. Ich rappelte  mich vom Boden auf und ging zusammen mit Rika und Satoko zu Mion. „Schon wieder verloren und das alles nur weil du mich umgestoßen hast Kim“, sagte Keiichi. „Mir ging es auch nicht besser, kurz vor dem Ziel hat Mi-Chan mich umgestoßen“, sagte ich. „So, damit kommen wir zur Strafe“, sagte Mion. Plötzlich ertönte ein Klingeln. „Entschuldigung, das ist mein Handy“, sagte ich und ging ans Telefon. „Hallo“, sagte ich. „Ah Mam du bist es…nein ich habe es nicht vergessen…muss das jetzt sein ich bin grade mit Freunden unterwegs…bin gleich da“, sagte ich und legte auf. „Was ist denn los Ki-Chan?“, fragte Rena. „Meine Mam sagte, ich soll sofort nach Hause kommen“, murmelte ich. „Nicht so schlimm, dann bist du ausnahmsweise von der Strafe befreit“, sagte Mion. „WAS!“, schrie Keiichi empört. „Vielen Dank, wir sehen uns dann morgen“, sagte ich und lief zu meinem Haus.

Am nächsten Morgen war meine Laune im Keller. Am Vortag waren meine Mutter und ich nämlich noch bei Verwandten in der Stadt gewesen und die haben in einer Tour an mir rumgemeckert, ich solle bessere Noten schreiben, ich solle mich mehr anstrengen und so weiter. Mir war das alles egal, meine Noten sind gut so wie sie sind und ich strenge mich so gut an wie es geht. Nach kurzer Zeit hatte ich die Schule erreicht. „Morgen alle zusammen“, sagte ich, als ich das Klassenzimmer betrat. „Morgen Kim“, sagte meine Klassenkameraden. „Was hast du denn gestern noch gemacht?“, fragte Shion. „Wir waren bei Verwandten und dich musste mir anhören wie schlecht meine Schulnoten doch seien und das ich mich mehr anstrengen solle“, erzählte ich. „Aber deine Noten sind doch gut Ki-Chan“, sagte Rika. „Das denke ich auch, aber meine Tante meint, sie seien zu schlecht und das sie damals einen Schnitt von 1,0 gehabt hätte“, sagte ich. „Echt“, fragten meine Freunde erstaunt. „Nein, sie lügt wie gedruckt, ich habe mir mal alte Zeugnisse von meiner Mutter und meiner Tante angesehen. Meine Tante hat mehr vierer im Zeugnis gehabt, als ich in meinem bisherigen Leben“, sagte ich. „Wie viele denn?“, fragte Rena. „Insgesamt fünf vieren hat sie und ich hatte bis jetzt nur eine und die war nicht im Zeugnis sondern nur in einer Arbeit“, sagte ich. „Dann übertreibt deine Tante aber Maßlos“, sagte Mion. „Ja, meine Mutter meint, dass sie schon als kleines Kind immer maßlos übertrieben hätte“, erzählte ich. „WAS SOLL DAS!!“, schrie eine Stimme quer durch den Klassenraum. Wir drehten alle unsere Köpfe zur Tür und erblickten einen Klitschnassen Keiichi. Ich kicherte leise, als er sich auf den Platz neben mich fallen lies. „Na, bist du in einen Fluss gefallen?“, fragte ich lachend. „Haha, sehr witzig, das war Satoko, sie hat mir wieder einen Streich gespielt“, sagte er. „Ach komm guck nicht so böse, das war nur ein Witz, außerdem hattest du die Dusche sicher nötig“, sagte ich. „Was soll das heißen!?“, schrie er mich an. „Beruhig dich, ich meine nur, dass dir die Abkühlung sicher gut getan hat. Du solltest mal lieber einen kühlen Kopf bewahren“, sagte ich neckend. Keiichi gab nur ein schnaufen von sich und schaute zur Tafel. //Wenn er meint//, dachte ich und schaute ebenfalls zur Tafel.

In der Pause schoben wir unsere Tische aneinander und aßen unsere Benton. „Wie wäre es, wenn wir alle am Samstag zum Watanagashi gehen?“, fragte Shion. „Watanagashi?“, fragten Keiichi und ich synchron. „Ja, das ist ein Fest zu Ehren von Oyashiro-sama, der Schutzgottheit von Hinamizawa“, erklärte Mion. „Das hört sich spannend an, also ich bin dabei“, sagte ich. Nun schauten alle zu Keiichi. „Na gut, ich komme auch mit“, seufzte er. Ich lächelte fröhlich. //Das wird sicher witzig//, dachte ich.

Der Rest der Woche verging schnell und ehe ich mich versah war es auch schon Samstag. Meine Freunde und ich trafen uns zu der vereinbarten Zeit am Schrein, wo das Fest stattfand. „Nun sind ja alle anwesend“, sagte Mion, als ich zu der Gruppe stieß. „Dann kann der Wettkampf ja beginnen“, sagte Satoko. „Warte Satoko-Chan, wo ist denn Rika-Chan?“, fragte ich. „Sie bereitet sich auf ihren Auftritt vor, sie tritt bei dem Fest als Miko auf“, erklärte Shion. Ich nickte verstehend und wir liefen los zum ersten Stand. Wir hatten uns nämlich vorgenommen ein Wettessen zu veranstalten. „Gehen wir als erstes zu dem Stand da“, schlug ich vor. „Schön euch zu sehen“, sagte eine Stimme hinter mir. Ich drehte mich verwirrt um und erblickte eine Frau mit blonden Haaren, neben ihr stand ein braunhaariger Mann. „Takano-san, Tomitake-san, was machen sie denn hier?“, fragte Shion. „Oh, ich wollte mir das Fest ansehen und Tomitake-san wollte ein paar Fotos machen“, erklärte Takano-san. „Achso“, sagte Satoko. „Wir sollten mal weiter gehen, sonst schaffen wir nicht alle Stände“, sagte Shion und wir liefen los. „Bis dann und passt auf, das euch der Fluch nicht trifft“, sagte Takano-san winkend. //Der Fluch?//, fragte ich mich. „Mi-Chan, was meinte Takano-san mit Fluch?“, fragte ich. „Sie meinte den Fluch von Oyashiro-sama“, sagte Mion. „Und um was geht es da?“, fragte ich. „Jedes Jahr nach Watanagashi wird eine Person tot aufgefunden und eine andere verschwindet, mit der zeit sagte man sich in Hinamizawa, das wäre der Fluch von Oyashiro-sama“, erzählte Shion. „Wie schrecklich“, murmelte ich. Mion nickte. „Aber das ist nur ein Fluch, uns wird der schon nicht treffen und jetzt lass uns etwas Spaß haben“, sagte Mion. Wir alle nickten, ich wollte nicht mehr an den Fluch denken, denn um ehrlich zu sein machte mir dieser Fluch schon etwas Angst.

Nach ungefähr einer Stunde hatten wir alle Stände abgeklappert und mir war übel, aber ich war wenigstens nicht letzte und hatte somit auch nicht verloren. „Kommt, wir gehen zu Rikas Vorstellung“, sagte Shion. „Ki-Chan, geht es dir nicht gut?“, fragte Satoko. „Nein, nein, mir geht es gut ich hab mich nur überfressen“, sagte ich lachend. „Du wirst doch hoffentlich nicht…“, begann Rena. „Nein, ich werde mein Essen drin behalten, sonst hätte ich ja verloren und glaub mir verlieren will ich erst recht nicht“, sagte ich und folgte meinen Freunden.

Nachdem der Auftritt von Rika vorbei war, kam sie lächelnd zu uns. „Dein Auftritt war klasse Rika-Chan“, sagte ich lächelnd. „Wirklich?“, fragte die blauhaarige. „Wenn ich es doch sage“, sagte ich. Rika lächelte glücklich. „Es wird langsam echt spät, wir sollten mal nach Hause gehen“, sagte Rena. „Rena hat recht, wir sehen uns dann am Montag, Bis dann“, sagte ich und lief in Richtung meines Hauses. „Bis Montag“, antworteten meine Freunde.

Als ich am Montag in die Klasse kam herrschte helle Aufregung. Ich setzte mich auf meinen Platz und schaute mich um. //Was ist denn los?//, fragte ich mich. „Guten Morgen Ki-Chan“, sagte Shion, welche zu mir kam. „Guten Morgen Shion, weisst du was los ist?“, fragte ich. „Hast du es noch nicht gehört?“, fragte Shion. „Was gehört?“, fragte ich. „Gestern hat man die Leichen von Takano-san und Tomitake-san gefunden“, sagte Shion. Meine Augen weiteten sich. Die beiden waren tot. „W-Was ist denn passiert?“, fragte ich. „Takano-san wurde verbrannt aufgefunden und Tomitake-san hat sich selbst die Halsschlagader aufgekratzt“, berichtete Shion. „Was?“, fragte ich. Shion nickte. „Das ist ja schrecklich“, flüsterte ich. Shion nickte erneut. Ich war sicher kreidebleich. Ich konnte mir das einfach nicht vorstellen, wir hatten die beiden doch am Samstag doch noch gesehen und da ging es ihnen doch noch super. Ich war geschockt. //Vielleicht war das der Fluch von Oyashiro-sama//, dachte ich. In dem Moment kam unsere Lehrerin in die Klasse. Shion setzte sich auf ihren Platz, ich schaute nach rechts, wo eigentlich Keiichi sitzen sollte, doch dieser war nicht da. //Vielleicht ist er krank//, dachte ich und widmete mich dem Unterricht. In der Pause schoben wir alle unsere Tische zusammen und aßen unser Pausenbrot. „Weiss einer von euch was mit Keiichi-kun ist?“, fragte ich. Alle schüttelten den Kopf. //Sicher ist er krank//, dachtest du, denn du machtest dir Sorgen um ihn, denn Tomitake-san und Takano-san waren tot und du hofftest das es Keiichi gut ging.

Es vergingen einige Tage, in denen Keiichi nicht auftauchte und jetzt machten sich auch deine Freunde langsam Sorgen um Keiichi, denn sie hatten nichts von ihm gehört. Irgendwann beschlossen wir mal zu Keiichi-kun zu gehen und zu fragen ob es ihm gut geht. Als wir dann vor seiner Haustür standen klingelten wir und seine Mutter öffnete die Tür. „Hallo Frau Maebara, wir wollten mal fragen wie es Keiichi-kun geht“, sagte ich. „Keiichi geht es gut, er wird morgen wieder in die Schule gehen“, sagte sie. Wir atmeten erleichtert aus. „Das ist gut, wir haben uns nämlich schon Sorgen um ihn gemacht“, sagte Mion. „Das ist nett von euch, er wird morgen wieder in die Schule kommen. „Bis Bald“, sagte Keiichis Mutter und schloss die Tür.

„Gott sei Dank, ich dachte schon Keiichi wäre etwas passiert“, sagte ich während wir in Richtung unserer Häuser liefen. „Ja, ich habe mir Sorgen gemacht und dachte Keiichi sei etwas passiert“, sagte Rena. „Bis Morgen“, sagte ich, als wir an meinem Haus ankamen. „Bis Morgen“, sagten meine Freunde, als ich in meinem Haus verschwand.

Am nächsten Tag ging ich mit sehr guter Laune in die Schule. Als ich das Klassenzimmer betrat fiel mir gleich Keiichi-kun ins Auge, welcher wie immer auf seinem Platz saß. Ich lief zu ihm und stellte mich vor seinen Tisch. „Hallo Keiichi-kun schön das es dir wieder besser geht“, sagte ich lächelnd. Keiichi schaute mich stumm an, doch bei seinem Blick lief es mir eiskalt den Rücken runter. Ich konnte in seinem Blick etwas spüren, doch ich wusste nicht so recht was es ist. Die Tür des Klassenzimmers öffnete sich und unsere Lehrerin betrat den Saal. „Setzt euch bitte“, bat sie. Ich setzte mich auf meinem Platz.

In der Pause schoben wir wieder unsere Tische zusammen, außer Keiichi, der saß still auf seinem Stuhl und aß sein Pausenbrot. „Meint ihr nicht, dass Keiichi sich seltsam verhält?“, fragte ich. „Jetzt wo du es sagst, er verhält sich schon etwas merkwürdig“, murmelte Rena. „Ach was, die Krankheit die er hatte hat sicher auf sein Gemüt geschlagen, nach ein paar Tagen geht es ihm sicher besser“, winkte Mion ab. //Hoffentlich//, dachte ich.

Es vergingen ein paar Tage, doch an Keiichis Verhalten änderte sic nichts, im Gegenteil es wurde schlimmer. Jeden Tag spürte ich im Unterricht seine Blicke auf mir und diese waren nicht freundlich gesinnt, sondern es schien so als ob er mich mit seinen Blicken töten wollte. Ich mied seinen Blick so gut es ging, doch trotzdem lief es mir immer wenn ich seine Blicke spürte eiskalt den Rücken runter. Mion, Shion, Rena, Satoko und Rika hatten diese Blicke auch bemerkt und auch sie versuchten sie zu ignorieren, doch manchmal klappte dies nicht und wenn sie ihm doch mal in die Augen sahen, konnte man es ihnen ansehen das sie sich unwohl fühlten. Im Laufe dieser Tage bemerkten auch alle anderen in der Klasse diese blicke und Keiichi schottete sich immer mehr von seinen Klassenkameraden ab. Heute war Samstag und ich hatte Erholung bitter nötig, immerhin war ich n der Schule immer angespannt und sobald ich zu Hause war verflog diese Anspannung, doch sie kam zurück sobald ich die Schule betrat. Wie schon gesagt, heute war Samstag, um genau zu sein Samstagabend, ich saß auf der Couch und schaute Fern. „Kim, wärst du mal bitte so nett und gehst noch einmal schnell etwas einkaufen?“, fragte meine Mutter. „Mam, es ist schon dunkel, die Geschäfte haben sicher schon zu“, sagte ich genervt. „Es dämmert zwar schon, aber ich bin mir sicher das der Supermarkt noch auf hat“, sagte meine Mutter und drückte mir eine Einkaufstüte und das Geld in die Hand. Ich seufzte genervt, stand von der Couch auf und verlies das Haus.

Es stellte sich raus, dass meine Mutter recht gehabt hatte, der Supermarkt war tatsächlich noch offen gewesen und ich konnte sie Sachen, welche meine Mutter brauchte kaufen. Ich lief gerade nach Hause, als ich plötzlich Schritte hinter mir hörte. Schnell drehte ich mich um, doch hinter mir war niemand. Ich zuckte mit den Schultern und lief weiter, nur wenig später hörte ich wieder diese Schritte. Ich drehte mich wieder um, doch wieder war niemand da. Als ich weiter lief hörte ich nach kurzer Zeit wieder die Schritte, doch als ich mich umdrehte war niemand zu sehen. //Jetzt werde ich schon Paranoid und das ist alles nur die Schuld von Keiichis Blicken//, dachte ich und lief weiter. Als ich wieder die Schritte hinter mir hörte beschleunigte ich mein Tempo. Die Schritte wurden ebenfalls schneller. Schließlich reichte es mir und ich rannte los. Ich hatte große Angst und wollte gar nicht mehr wissen wer hinter mir war. Plötzlich stieß ich gegen jemanden und fiel deshalb zu Boden. „Warum bist du denn so schnell unterwegs Ki-Chan?“, fragte eine mir bekannte Stimme. Ich schaute nach oben und erblickte einen lächelnden Keiichi. „K-Keiichi-kun“, sagte ich und stand schnell auf. „Schön dich zu sehen“, sagte er. Ich schaute ihm direkt in die Augen und konnte wieder diesen Blick erkennen, mit dem er mich schon seid Tagen durchbohrte. „Was ist den los, hast du etwa Angst?“, fragte Keiichi kichernd. „Wie kommst du denn darauf?“, fragte ich und wich einen Schritt zurück. Sein Kichern, dieser Blick und sein Lächeln machte mir wirklich angst, doch wenn ich ihm dies sagen würde, dann hätte ich schlechte Karten. „Weisst du Kim, ich wollte dich etwas fragen“, sagte Keiichi. „Und was?“, fragte ich. „Ich wollte dich fragen, warum du und die anderen mich umbringen wollt?“, fragte er. //Ihn umbringen?//, fragte ich mich. „Warum sollten wir dich umbringen wollen? Wir sind doch Freunde“, sagte ich. „Hör auf zu lügen!“, schrie er. „Ich lüge nicht, wir wollen dich nicht umbringen!“, schrie ich und wich noch einen Schritt zurück. „Das habe die anderen auch schon gesagt, wenn du mir nicht sofort die Wahrheit sagst, dann wird dir dasselbe passieren wie ihnen!“, schrie er. „W-W-Was hast du mit ihnen gemacht Keiichi?“, fragte ich. Keiichi begann zu kichern. „Ich habe sie für ihre Lügen bestraft“, kicherte er und zückte ein Messer. //Wo hat er denn jetzt das Messer her?//, fragte ich mich. „Du hast doch nicht etwa…“, begann ich. „Doch, sie haben mich angelogen, also habe ich sie für ihre Lügen bezahlen lassen“, lachte er. „Du hast sie…getötet“, stammelte ich. „Ja und wenn du mir nicht sofort die Wahrheit sagst, dann wirst du ihnen folgen!“, schrie er. „Wir wollen dich nicht umbringen! Wann sollten wir das denn Versucht haben!?“, schrie ich. Ich wollte nicht sterben. „Das ist doch egal, ich weiss es einfach, ihr wollt mich umbringen!“, schrie er. //Er hat den Verstand verloren//, dachte ich. „Und da du mir nicht die Wahrheit sagen willst, musst du auch büßen“, lachte er. //Ich muss fliehen//, dachte ich und lies die Einkaufstüte fallen. Ich drehte mich um und rannte los, egal wo hin, Hauptsache weg von Keiichi. „Flucht ist Zwecklos!“, schrie er und rannte mir nach.

Ich rannte so schnell, ich konnte. Irgendwann erreichte ich den anliegenden Wald. //Ich bin im Wald, das ist gut, dann kann ich mir ein Versteck suchen und die Polizei anrufen//, dachte ich. „Du entkommst mir nicht!“, brüllte Keiichi. Ich rannte noch schneller und mir ging langsam die Puste aus. Irgendwann wollte ich nicht mehr laufen, ich hatte keine Puste mehr, deshalb versteckte ich mich in einem Gebüsch und hoffte das Keiichi mich nicht fand. „Wo bist du Kim?“, fragte Keiichi lachend. //Hoffentlich findet er mich nicht//, dachte ich. Schnell zückte ich mein Handy und wählte die Nummer der Polizei, es kann nicht sein das ich diese Versteckspiel noch weiter Spiele, denn wenn das so weiter geht sehe  ich schwarz für mich. Zitternd hielt ich mir den Hörer ans Ohr und wartete, dass jemand abnahm. //Bitte nimm schnell ab, sonst findet er mich//, dachte ich verzweifelt. Ja ich war verzweifelt, wenn Keiichi mich findet wird eich sterben, da war ich mir sicher. „Hallo“, sagte eine Stimme am anderen Ende der Leitung. „Hallo, mit wem spreche ich?“, fragte ich leise. „Sie sprechen mir Kommissar Oishi“, sagte die Stimme. „Hier spricht Kim Kimara, ich bin fünfzehn Jahre alt und brauche dringend ihre Hilfe“, flüsterte ich. „Worum geht es denn Kimara-san?“, fragte Oishi. „Mein bester Freund versucht mich umzubringen“, flüsterte ich. Jetzt wo ich es aussprach hörte sich das ganze richtig absurd an. „Sind sie sich da sicher?“, fragte der Kommissar. „Ja, das bin ich. Er hat es mir mitten ins Gesicht gesagt, er hat gesagt er werde mich für meine Lügen bestrafen“, sagte ich und spürte wie Tränen in meinen Augen brannten. Es wurde still. „Das hat er gesagt?“, fragte Oishi. „Ja, er meinte auch er hätte meine Freundinnen, Rena Ryuuga, Shion Sonozaki, Mion Sonozaki, Satoko Houjo und Rika Furude, schon bestraft. Bitte sie müssen mir helfen, ich will nicht sterben“, sagte ich, während ich spürte wie die erste Träne sich ihren Weg über meine Wangen bahnte. „Wo sind sie?“, fragte Oishi. „Ich bin im Wald von Hinamizawa, als ich vor ihm weggelaufen bin, bin ich im Wald gelandet und nun sitze ich in einem Busch und verstecke mich vor ihm“, berichtete ich. „Wo ist ihr Freund gerade?“, frage Oishi. „Ich weiss es nicht“, gestand ich. „Sie sollten sich erst einmal beruhigen, ich werde sofort vorbei kommen“, sagte Oishi. „Bitte beeilen sie sich, ich will noch nicht sterben“, schluchzte ich. „Das hättest du dir früher überlegen sollen“, sagte Keiichis stimme hinter mir. Ich drehte mich erschrocken um und blickte direkt in Keiichis Augen. „Jetzt bist du fällig!“, schrie er. Ich schrie laut auf, lies mein Handy fallen und ergriff die Flucht.

„Kimara-san“, sagte Oishi, nachdem er den schrei gehört hatte, doch niemand antwortete. „Alle Mann beeilt euch, ich habe eben einen Anruf bekommen und wenn wir uns nicht beeilen ist die Anruferin bald nicht mehr unter uns!“, rief Oishi, während er auflegte und zu seinem Wagen lief.

Ich rannte so schnell wie noch nie in meinem Leben. //Hoffentlich kommt die Polizei noch rechtzeitig//, dachte ich verzweifelt. Plötzlich stolperte ich über irgendwas und fiel in etwas Warmes und nasses. Ich rappelte mich auf und schaute auf meine Hände, meine Augen weiteten sich, als ich sah, dass meine Hände rot waren. Ich war in eine Blutlache gefallen, langsam drehte ich mich um, um zu sehen über was ich gestolpert war. Als ich es sah, rannten mir noch mehr Tränen über mein Gesicht und mir wurde übel. Vor mir lag die Leiche von Rena, sie war blutüberströmt und um sie herum hatte sich eine Blutlache gebildet, ich welcher ich nun saß. „Rena“, schluchzte ich und krabbelte zu meiner Freundin und schaute nach ob sie noch lebte. //Kein Puls mehr//, dachte ich geschockt. „Du hast Rena gefunden“, lachte Keiichi. Ich stand schnell auf und wich zurück. //Wieso, wieso tut er das, wir habe ihm nichts getan//, dachte ich. Meine Tränen flossen unaufhörlich über meine Wangen. „Du brauchst nicht zu weinen Kim, bald siehst du sie wieder“, lachte Keiichi. /7Au diese Art will ich sie aber nicht wieder sehen//, dachte ich und rannte wieder los. „Hör auf wegzulaufen, du entkommst mir eh nicht“, lachte Keiichi. //Ich werde so lange weglaufen wie nötig//, dachte ich und betete, dass die Polizei bald kommt. Ich lief weiter, bis ich wieder fast über etwas gestolpert wäre, diesmal waren es Mion und Shion. //Und das war wirklich mein Freund Keiichi//, dachte ich und rannte weiter. Während ich rannte wich ich noch den Leichen von Rika und Satoko aus. „Das kann nicht wahr sein…das muss ein Traum sein…genau ich bin in einem schrecklichen Albtraum“, murmelte ich. „Das ist kein Traum, das ist die Realität“, lachte Keiichi, welcher dicht hinter mir war. Ich stolperte wieder, doch nicht über eine Leiche, sondern eine Wurzel. //Mist//, dachte ich und wollte aufstehen, doch ich spürte einen Druck auf meinem Rücken. Keiichi hatte sich auf meinen Rücken gesetzt und lachte. „Jetzt ist es aus mit dem Versteckspiel“, lachte Keiichi. //Jetzt ist alles aus, ich sollte mit meinem Leben abschließen//, dachte ich, als ich im nächsten Moment den kalten Stahl des Messers an meinem Hals spürte. „Jetzt ist es aus Kim“, sagte Keiichi und nahm das Messer von meinem hals, nur um es mir in den Arm zu rammen. Ich schrie auf, das tat höllisch weh. „Schrei so laut du willst, dich wird niemand hören“, lachte Keiichi und rammte mir das Messer in den anderen Arm. Wieder schrie ich laut und Tränen flossen unaufhörlich über meine Wange. „Hör auf Keiichi, wir wollten dich nicht umbringen! Wir haben dich nicht mit solchen Plänen Verraten, du hast uns verraten! Du hast Rena, Satoko, Mion, Shion und Rika getötet und sie somit verraten und mit meinem Tod machst du es nur noch schlimmer!“, schrie ich. „Pha, du lügst, nicht ich trage schuld, sondern ihr, ihr wolltet mich töten und habt mich verraten!“, schrie Keiichi und rammte mir das Messer in den Rücken. Ich schrie laut auf und krallte meine Finger in den Boden. //Bitte Gott, wenn du auf mich achtest, dann lass mich nicht so jung sterben//, dachte ich weinend. „HÄNDE HOCH!“, schrie plötzlich eine Stimme. Taschenlampen wurden auf uns gerichtet, Keiichi hielt in seinem tun inne. „Gehen sie von ihr runter!“, schrie eine mir bekannte Stimme. //Kommissar Oishi, ich bin gerettet//, dachte ich und ein leichtes lächeln stahl sich auf meine Lippen. „Verschwinden sie!“, schrie Keiichi und drückte das Messer gegen meinen  Rücken. „Einen Schritt näher und Kim wird sterben!“, schrie er. Die Polizisten sagten nichts, doch ich konnte gedämpft ein paar Schritte vernehmen. Plötzlich schrie Oishi: „Schnappt ihn!“ Die Schritte wurden schneller und das Gewicht auf meinem Rücken verschwand. „Bringt Kimara-san weg!“, schrie Oishi. Ich hörte wieder Schritte und ein paar Schuhe kamen in mein Blickfeld. „Können sie mich hören?“; fragte eine Stimme. Ich nickte schwach.

„Sie haben es geschafft“, sagte die Stimme und ich spürte wie ich auf den Rücken gedreht wurde. Augenblicklich durchzuckte mich ein stechender Schmerz. Der Mann dem die Stimme gehörte bemerkte die Veränderung meiner Mimik und stützte mich vorsichtig, damit ich nicht mehr auf dem Boden lag. „Ich werde sie jetzt hochheben und zum Krankenwagen tragen, verstanden?“, fragte er. Ich nickte leicht. Keine Sekunde später waren seine Arme unter meinen Kniekehlen und ich wurde vorsichtig hochgehoben. Als der Polizist mich zum Krankenwagen trug, liefen wir an Keiichi vorbei, welcher von vier Polizisten auf den Boden gedrückt wurde und einer von ihnen ihm das Messer abnahm. Er schaute zu mir und hatte wieder diesen Ausdruck in den Augen. Doch ich konnte ihn nicht genauer ansehen, denn der Polizist lief weiter. Nach einer Weile hatten wir den Wald hinter uns verlassen und ich konnte die Sirenen von Polizei und Krankenwagen hören. Der Polizist trug mich zu einem Krankenwagen und legte mich auf die Trage. Sofort war ein Sanitäter da, welcher sich meine Verletzungen ansah. Als der Polizist gehen wollte sagte ich: „Warten sie.“ Der Polizist hielt an und drehte sich um. „Was ist denn, du musst schnell ins Krankenhaus, hat das nicht noch bis später Zeit?“, fragte er. Ich schüttelte den Kopf. Die Sanitäter setzten mir eine Atemmaske auf.  „Es ist wichtig, meine Freundinnen, sie liegen noch tot in dem Wald, bitte suchen sie sie, ich möchte nicht das sie noch länger da liegen“, krächzte ich. „Keine Sorge, wir werden die Leichen deiner Freundinnen suchen und sie würdevoll bestatten“, sagte der Polizist. Ich lächelte leicht und lies mich dann von den Sanitätern in den Krankenwagen schieben und ins Krankenhaus fahren.

Erzähler Sicht…

Seit mindestens einer Woche lag Kim im Krankenhaus. Ihre Mutter war in Tränen ausgebrochen als sie von allem erfahren hatte und Keiichis Eltern konnten nicht fassen was ihr Sohn getan hatte. Oishi kam nach drei Tagen zu Kim und befragte sie nach allem. Kim erzählte von allem was geschehen war, auch von Keiichis Anschuldigungen. Kim musste mit mehreren Stichen genäht werden und die Ärzte sagten sie hatte Glück, dass der Stich in den Rücken keine wichtige Stelle getroffen hatte, sonst wäre sie vielleicht nicht mehr am Leben.

Kim lag in ihrem Bett und schaute mit leerem Blick an die Decke. So lag sie schon da seid sie Oishi erzählt hatte was geschehen war. Ihre Mutter machte sich Sorgen um sie, doch der Arzt meine, es sei nur eine Reaktion auf das was passiert sei, sie müsse erst dieses schreckliche Ereignis verarbeiten. Dies würde etwas dauern. Kims Mutter saß jeden Tag neben ihrer Tochter, hielt ihre Hand und sagte wie froh sie doch sei das es ihr gut ginge. Sie wollte wieder ihre lächelnde Tochter sehen mit den strahlenden Augen, welche immer Freude zeigten Kim hörte dies zwar, doch sie reagierte nicht darauf. „Hoffentlich geht es dir bald wieder besser“, sagte Kims Mutter und verlies das Zimmer. „Ich geh mir kurz unten in der Kantine etwas zu essen holen“, sagte sie und schloss die Tür. Nun lag Kim allein in ihrem Krankenbett. Sie hörte wie sich Schritte näherten. //Sicher hat Mam nur etwas vergessen//, dachte sie. Die Tür öffnete sich und die Schritte näherten sich ihrem Bett. Nun schaute Kim zur Seite und ihre Augen weiteten sich. „Ich sagte doch, dass ich dich bestrafen werde“, sagte Keiichi grinsend. Kim wollte schreien, doch Keiichi hielt ihr den Mund zu. Kim zappelte wie wild herum und wollte den Knopf erwischen mit dem sie eine Schwester rufen konnte, doch ehe sie das tun  konnte hatte Keiichi sein Messer gezogen und es ihr in die Brust gerammt. Da Keiichi ihr mit seiner Han den Mund zu hielt wurde ihr Schmerzensschrei gedämpft. Er zog das Messer wieder aus ihrem Brustkorb, wodurch das Blut aus ihrer wunde spritzte und auf seinem Hemd landete. Er holte erneut aus und stach wieder in ihren Brustkorb. Kims Augen weiteten sich und verloren im selben Augenblick ihr strahlen, das sie durch ihre Gegenwehr bekommen hatten. Kim schaute nu mit vollkommen leerem Blick an die Decke, während sich ihr weißes Hemd, sowie die weiße Decke ihres Bettes rot färbten. „So, jetzt habe ich sie alle bestraft“, lachte Keiichi. Er sich zum Fenster und öffnete dieses. Indem Moment, als er das Fenster geöffnet hatte öffnete sich die Tür und Kims Mutter betrat zusammen mit Oishi das Zimmer. Als sie ihre Tochter saß schrie Kims Mutter laut und rannte zu ihrer Tochter. Oishi starrte währenddessen Keiichi an. „Keiichi Maebara, wie bist du entkommen?“, fragte Oishi. „Das kann ihnen egal sein“, sagte Keiichi und sprang aus dem Fenster. Oishi eilte zum Fenster und schaute nach unten, nur um die Leiche von Keiichi zu sehen, welche auf dem Asphalt lag. Er drehte sich um und lief zu Kims Mutter, welche weinend auf ihrer Tochter lag. Oishi legte der Frau eine Hand auf die Schulter und sagte: „Es tut mir leid, dass wir ihre Tochter nicht beschützen konnten. Ich hatte eigentlich gedacht, dass dieser Kerl eingesperrt sei, aber anscheinend ist er geflohen“, sagte er. Kims Mutter schluchzte und die ersten Tränen liefen über ihre Wangen. Oishi schaute ebenfalls traurig und schloss Kims weit aufgerissene Augen. „Nun ist sie bei ihren Freundinnen, hoffentlich kann sie in Frieden ruhen“, flüsterte Oishi. Man hörte ein herzzerreißendes Schluchzten und Kims Mutter brach in Tränen aus.

Zwei Tage nach diesem Vorfall war Kims Beerdigung. Kims Mutter vergoss viele Tränen vor dem Grab ihrer Tochter. Auf Kims Grabstein stand:

Kim Kimara

Durch die Hand eines Freundes bist du gestorben, nun folgst du deinen Freundinnen ins Jenseits.

Mögen du und deine Freundinnen in Frieden ruhen.

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Und, wer dachte es gäbe ein Happy End?
Sicher dachten einige, das es eines gibt.
Ich wollte die Geschichte erst mit einem Happy End enden lassen, doch dann dachte ich mir das es eigentlich, meiner Meinung nach, nicht Higurashi like ist, deshalb wurde das Happy end doch verworfen.
Ich hoffe der one-Shot hat euch gefallen.

LG SilverSoul
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