Blood of Angels

GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
Della Tsang Holiday Brandon Kylie Galen Lucas Parker Miranda Perry Gomez
24.05.2014
03.09.2014
2
2542
 
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Erstmal danke, dass ihr diese ff angeklickt habt!! Das ist unsere erste Partner FanFiktion zu einem unserer absoluten Liebingsbücher Shadow Falls Camp! Nun ja, ich hoffe ihr mögt die Geschichte und viel Spaß beim lesen!!!
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Kapitel I

„Isabelle, wo bist du?“
Verdammt, dachte ich, wie hatte er mich bloß so schnell gefunden?
Mein Blick wanderte durch den vollen Flur der Schule. Ich zuckte zusammen als mein Blick auf einen Jungen mit verwuschelten blonden Haaren fiel, Luke. Ich spürte wie die Panik in mir stieg. Ich musste weg hier, dringend! Sicherlich würde er mich gleich, hinter dem Haufen von Schülern entdecken. Verzweifelt suchte ich nach einem Ausgang, wurde aber je von einer tiefen Stimme unterbrochen. „Isabelle! Da bist du ja!“, rief Luke, dem ich den ganzen Tag versucht hatte auszuweichen, aber nun keine zehn Meter von mir weg stand. Stürmisch drehte ich mich um und lief, ohne groß darüber nachzudenken, zur nächstliegenden Tür. Heftig stieß ich die Türen der Sporthalle auf und stürzte hinein. Die Luft war stickig und roch nach Schweiß. Ich rümpfte die Nase. Ewww. Aber immer noch besser als mit Luke zu reden, sagte ich mir und sah mich nach einem guten Versteck um. Erst jetzt viel mein Blick auf eine bewegungslose Gestalt in der Mitte der Halle. Allein aufgrund des Körperbaus tippte ich auf einen Mann. Er schien mich nicht zu bemerken, also versuchte ich mein Chance zu nutzten um mich hinter der großen, blauen Matte zu verstecken. Natürlich musste ich auf dem Weg dahin über meine eigenen Füße stolpern und verursachte damit lauten Krach, den jungen Mann aus seiner Starre riss. Er drehte sich zu mir um und lächelte mich an. Ich erschrak, dieser Typ sah unglaublich gut aus! Seine verwuschelten, hellbraunen Haare harmonierten perfekt   mit seinen waldgrünen Augen, die mich amüsiert anfunkelten. Er verdammt gut gebaut und ich konnte mich kaum satt sehen. Na toll, dachte ich, da begegnete ich mal einem heißen Typen und natürlich musste ich dabei auf dem Boden liegen und Angst haben das mein Exfreund jeden Moment auftauchen könnte. Wahrscheinlich waren meine sonst so glatten, schokobraunen Haare auch schon total verstrubbelt durch die waghalsige Flucht durch die Schulgänge. Kurz blickte ich auf den schmutzigen Hallenboden, wie um mich zu sammeln, straffte die Schultern und sah nach oben. Zu meiner großen Überraschung blickte ich direkt in die waldgrünen Augen des Typens. Belustigt streckte er mir seine Hand hin. Dankbar ergriff ich sie und ließ mich von ihm hochziehen. Omg, die Augen! Von dem ersten Augenblick, in dem ich in sie gesehen hatte, war ich in ihrem Bann gewesen. Noch nie hatte ich solche Augen gesehen, außer vielleicht wenn ich in den Spiegel sah. Obwohl meine Augen von einen helleren Grün waren, als seine. „Alles okay?“, fragte der Junge mit besorgtem Blick, nachdem er mich von Kopf bis Fuß gemustert hatte. Bedröppelt starrte ich ihn an. „Wer bist du?“, rutschte es mir heraus, doch sobald die Worte meine Lippen verlassen hatten, hätte ich mir am liebsten auf die Zunge gebissen. Taktlos wie immer Bel, tadelte ich mich in Gedanken. Mein Gegenüber lachte leise. „Wo bleiben denn meine Manieren?“, sagte er belustigt, „Finn Summers, und mit wem habe ich das Vergnügen?“ Ich klopfte mir den imaginären Staub von den Klamotten. Offenbar war wirklich etwas Staub auf meinen Hot-Pants gewesen, der mir jetzt leider Gottes in die Nase stieg. Sie ganze Situation endete in einem lauten Hustanfall meinerseits. Als ich mich wieder etwas beruhigt hatte, brachte ich schließlich ein: „Ich äh bin Bel, ich meine Isabelle.“ hervor. „Wovor, meine liebe Isabelle, bist du denn weggelaufen?“ ,fragte Finn mich. „Vor Luke.“, erwiderte ich knapp.
„Das wäre…?“ Ich verdrehte die Augen. „Mein Ex.“ Er starrte mich an, und zu gern hätte ich gewusst was gerade in ihm vorging. Mit einem lauten Krachen schwang die Doppeltür zur Sporthalle auf, und niemand anders als Luke spazierte hinein. „Isabelle!“, rief er vorwurfsvoll, „Hier bist du also!“ Panisch sah ich mich nach einem Fluchtweg um, aber mein Ex versperrte mir den Weg zur Tür. Die Umkleiden? Nein, da gab es keinen anderen Ausgang heraus. Schnell verwarf ich den Gedanken. Eine frische Brise wehte mir ins Gesicht. Ein Fenster! Auf circa zwei bis drei Metern. Schaffen konnte ich es. Ich ignorierte Luke, warf Finn einen entschuldigenden Blick zu, bevor ich Anlauf nahm. Kurz bevor ich die Wand erreichte, stieß ich mich mit aller Kraft vom Boden ab und ehe ich mich versah, kauerte ich auf der Fensterbank. Elegant erhob ich mich, drehte mich nochmal zu Finn um. „War schön dich kennengelernt zu haben!“, rief ich ihm noch zu, bevor ich ohne nachdenken in drei Meter tiefe sprang.

Kaum war ich auf dem erdigen Boden des Schulhofs gelandet, fing ich so schnell wie möglich an zu rennen. Tja, anscheinend müsste ich die letzten zwei Stunden Schule schwänzen, dachte ich und musste dabei breit grinsen, ich hatte mich ja so UNGLAUBLICH dolle auf Doppelstunde Mathematik gefreut! Ich bereute es nicht von der Schule weggelaufen zu sein. Ganz im Gegenteil! Ich konnte jetzt den ganzen Tag entspannen und rein nicht mehr tun. Und niemand konnte mich daran hindern. Meine Mutter war gestorben als ich zehn Jahre alt war und mein Vater, naja er verbrachte den ganzen Tag auf Arbeit und ich bekam ihn kaum mehr zu Gesicht. Plötzlich musste ihn an den Jungen in der Sporthalle denken. Finn… Ich grübelte vor mir hin. Finn Summers, ja genau so hieß er. Ich hatte ihn noch nie zuvor in meiner Schule gesehen, sein Name kam mir auch nicht im Geringsten bekannt vor. Vielleicht war er neu hier? Auf jeden Fall sah dieser Finn verdammt gut aus und er würde wahrscheinlich der größte Mädchenschwarm der Schule werden. Dann hätte ich erst Recht keine Chancen. Unwirklich seufzte ich, als ich an seine waldgrünen Augen dachte. Wie konnte jemand bloß so perfekt aussehen? Aufhören Bel!, befahl ich mir und versuchte den Gedanken an Finn Summers, den Jungen mit den schönsten Augen der Weltgeschichte (sorry, ich habe eine leichte Tendenz zur Übertreibung), erfolglos durch schnelleres Laufen aus meinem Gehirn zu verbannen. Sein Anblick wie er bewegungslos in der Mitte der Sporthalle gestanden hatte, war auf ewig in meine Netzhaut gebrannt. Jäh blieb ich stehen, als das vergitterte Schultor vor mir aufragte. Mist, das hatte ich komplett vergessen. Es war zwar niedriger als das Fenster der Sporthalle, aber oben war das Tor mit spitzen Stacheln besetzt. Hallo?! Was brachte denn dass bitte? Als ob die Schüler einfach schwänzen und über das Tor klettern würden. Tsss. Oh, Moment, das tat ich ja grad… Egal. Ich musterte das Tor ein letztes Mal, prägte es mir genau ein, bevor ich Anlauf nahm und sprang. Kurz unterhalb der Stacheln bremste ich meinen Schwung ab und klammerte mich an den Maschen des Tors fest. Wieso musste es in Albuquerque auch immer so scheiß warm sein? Meine Hände waren bereits schweißnass und bald würden sie abrutschen. Ich verfluchte mich für meine Dummheit. Ich begann bereits den Halt zu verlieren, als ich eine harsche Stimme hinter mir vernahm: „Verlassen Sie sofort das Tor! Sie sind in keinster Weise befugt dieses Gelände zu verlassen!“ Drei Gefahren auf einmal waren offenbar zwei zu viele für mich, in der ganzen Hektik vergas ich vollkommen die Stacheln wenige Zentimeter über mir. In dem Glauben eine glatte, normale „Zaunoberfläche“, über mir zu haben stützte ich mich mit meinem ganzen Gewicht (stolze 51 kg, letzten Sommer hatte ich, nachdem ich fast zwei Wochen auf Grannys Brownies mit Erdbeerglasur hatte verzichten müssen, ein wenig abgespeckt, wieso auch immer…) auf einen der Bleistiftdicken Stacheln. Das spitze Teil bohrte sich fast zwei Zentimeter in mein Fleisch und ich zuckte heftig zusammen. Falls ihr noch nie einen fetten Stacheln in der Handfläche hattet, versucht das zu vermeiden. Der Aufseher war inzwischen mit wutverzerrter Miene nahe an den Zaun herangetreten und ließ mir daher nur die Möglichkeit zu springen. Davor musste der Stachel aber dringend raus. Mit einem Ruck zog ich das nervige Ding aus meinem Fleisch. Am liebsten hätte ich vor Schmerz laut gebrüllt, aber das würde nur noch mehr Wächter auf den Plan rufen. Also beließ ich es bei einer wütenden Schimpftirade gegen das Tor, die New Mexikanische Hitze und den Wärter. „Das ist meine letzte Warnung, entweder sie kommen freiwillig oder ich komme und zerre sie hier nach unten!“ ,rief mir der Wärter, der mit seiner Geduld am Ende zu sein schien. Ich überlegte, Runterklettern, mit dem Wächter zum Direktor gehen nur um 50 mal nachsitzen zu kriegen oder abhauen, den heißen Tag genießen und eine Strafpredigt vermeiden? Ich grinste: Das zweite natürlich! Mit einem letzten Blick auf den wütenden Wächter, sprang ich von dem circa zwei Meter hohen Tor herunter und landete geschickt und ohne große Mühe auf der Straße. Meine Hand tat natürlich noch weh, aber ich versuchte den Schmerz zu ignorieren. Ich durfte keine Zeit verlieren. Wieder fing ich an unter der sengend heißen Sonne zu rennen. Ich bekam noch mit wie der Wächter mir noch etwas nachrief, doch ich war schon viel zu weit weg um es zu verstehen.


Wir hoffen, dass euch das erste Kapitel gefallen hat! Wir sind auch jederzeit für Kritik offen!
LG,
Soffi und Emmi
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