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Clockwork Angle One Shot

von tluna
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Jem Carstairs Will Herondale
22.05.2014
13.07.2014
2
2.355
 
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Dieses Kapitel
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22.05.2014 1.004
 
Lucinda war nun fünf Monate im Institut und William schien sie keines Blickes zu würdigen. Sie lief den Korridor entlang und lies ihre Gedanken schweifen. Laut Cecily war er nicht vergeben, doch sein Herz schien wie befürchtet einer anderen zu gehören. Das alte Geschwätz von damals durfte ich nicht glauben. Damals waren sie 12 gewesen...

Es geschah an dem Tag bevor er verschwand. Er hatte Luce in ihrem Pferdestall besucht um dem Mädchen von dem Buch das er den ganzen Tag gelesen hatte zu erzählen. Als er den Inhalt wieder gegeben hatte und es damit endete das der Hauptcharakter seine beste Freundin heiratete sprang er vor sie und meinte: "In ein paar Jahren werde ich das auch machen Luce. Die Abenteuer erleben und nach dem alles überstanden war dich heiraten." William hatte sie freudestrahlend angesehen und sich gebückt um einen Heuhalm auf und band ihn zu einem Ring zusammen. Die kleine Braunhaarige hatte ihn verwirrt angesehen und die ganze Welt nicht mehr verstanden. Sie bekam noch mit wie er ihr den Ring an den Finger steckte. "Lucinda Rosewalker willst du mich heiraten.", fragte er damals unsicher und sah sie von unten herab an. "Natürlich William da frägst du noch!", brachte sie heraus und konnte nicht glauben das er sie wirklich gefragt hatte und daran hatte sich bis heute nichts geändert.

"Luce geht es dir gut? Du bist leicht blass um die Nase!", sprach jemand hinter dem Mädchen und lies sie zusammen zucken, sodass sie den Heuring, den die Schattenjägerin seit Wills Antrag bei sich trug, fallen lies. Sofort drehte sie sich um , damit sie feststellen konnte wer ihr diesen Schrecken eingejagt hatte. Ihr Blick traf auf ein silbernes Augenpaar. Jem! Cecy hatte ihn immer als wahr gewordener Märchenprinz beschrieben und sie musste zugeben, dass diese Beschreibung gut auf ihn zu traf. Um ehrlich zu sein hatte sie sich immer so den Helden der Märchen vorgestellt: höfflich, zuvorkommend, hilfsbereit und tugendhaft. Alles was ein Mann von Ehre ausmachte.

"Mir geht es gut. Ich hatte gerade nur an meine Kindheit gedacht. Wie leicht und einfach die Welt damals zu sein schien und jetzt... nun ja Kinderträume erfüllen sich eben nun mal nicht immer.", murmelte Lucinda und zwang sich ein Lächeln auf die Lippen bevor sie weiter sprach: "..aber damit will ich dich nun wirklich nicht belästigen. Ich nehme an du willst zu Tessa. Dann lass ich dich lieber in Ruhe und nehme dir nicht deine kostbare Zeit" "Luce!", rief ihr Jem hinterher als sie sich zu gehen um wandte. "Ja?" "Du hast deinen Heuring verloren. Ich habe dich öfter gesehen das du ihn dir angesteckt hast, wenn du dich unbeobachtet gefühlt hattest und dachte du willst ihn vielleicht wieder haben?!", sagte er und reichte der jungen Frau den Ring entgegen. Abwechselnd sah sie zu dem Ring und dem jungen Schattenjäger. Sollte sie ihn wieder an sich nehmen? Nein das würde ihr Herz nur unnötig länger belasten und das wollte sie nicht. "Du kannst ihn behalten oder weg schmeißen wie es dir beliebt. Ich brauche es auf jeden Fall nicht mehr!", mit diesen Worten verschwand sie um die Ecke in einen anderen Gang.


*


Jem steuerte zielstrebig Wills Zimmer an. Eigentlich hatte er vor Tessa zu besuchen. Jedoch hatte das Treffen mit Lucinda vorhin im Korridor ihn nachdenklich gestimmt. Das Mädchen war nun schon fünf Monate im Institut und noch nie hatte er sie so in sich gekehrt gesehen. Luce war sonst immer eine junge Frau, die nur so Lebensfreude strotzte und Will sehr gut die Stirn bot, wenn er sie mit einem bösen Kommentar an fuhr. Meist stand dieser nach dem Gespräch sprachlos vor ihr bevor sie mit einem triumphierenden Lächeln davon stolzierte. Doch irgendwas hatte dieses Mädchen gewandelt und das galt es herauszufinden. Um ihr wieder die Lebensfreude zurück zu geben und wer könnte das besser als ihr bester Freund Will Herondale?!

"William bist du da?", fragte der Silberhaarige Junge als er gegen die Tür seines Freundes klopfte. "Nein bin ich nicht!", brummte es hinter der Tür. Ein Grinsen regte sich auf den Lippen von Jem und er betrat das Zimmer. "Komisch, dass du mir dann antworten kannst Willam!", gab er seinem Parabatei zu bedenken und setzte sich an das Fußende von Wills Bett. "Was willst du James?! Darf ,am hier nicht einmal negr ungestört in seinem Zimmer liegen und an die Decke starren?", meckerte der Schwarzhaarige seinen Gegenüber an und wandte aber nicht den Blick von der Decke ab. Jem ignorierte Wills Bemerkung gekonnt. Seit einiger Zeit war dieser öfter griesgrämiger als zuvor, aber das hielt ihn nicht davon ab sich von ihm fernzuhalten. Ganz ihm Gegenteil. Will schien ihn als einzigen zu akzeptieren in solchen Situationen um ihn aus seinem Schneckenhaus zu locken. "Es geht um Luce. Es scheint als würde sie irgendetwas bedrücken. Sie meint es geht dabei um ihre Kindheit und ich habe so ein Gefühl du könntest wissen worum es sich dabei handelt Will!", meinte sein Freund sanft und sah ihn durchdringlich an. "James wir haben zwar eine gemeinsame Kindheit, aber das heißt nicht das Lucinda für mich ein offenes Buch ist. Woher soll ich bitte wissen was sie so belastet immerhin haben wir uns 5 Jahre lang nicht gesehen!", konterte der Jüngere von beiden und setzte sich auf. Seit der Unterhaltung haben sie zum ersten mal Blickkontakt. "Will es ist wichtig. Würdest du dir das mal ansehen? Das hat sie verloren und es scheint ihr sehr wichtig zu sein, aber jetzt will sie davon nicht mehr wissen.", meinte Jem und streckte seinem Gegenüber die offene Hand entgegen, in der sich der Heuring befand. "Das ist doch... ich dachte. Wo ist sie Jem?!", fragte Will gerade euphorisch. "Sie ist in dem Korridor zur Bibliothek eingebogen!" Will sprang sofort auf und lachte seit langer Zeit mal wieder: "Die Bibliothek natürlich"
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