Paint it, White!

GeschichteAbenteuer, Mystery / P18 Slash
Deutschland Russland
19.05.2014
27.10.2019
20
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„Okay, dann hätten wir das nun endlich geklärt“, seufzte England. „Dann machen wir jetzt Pause und treffen uns in einer halben Stunde wieder hier im Konferenzraum.“

Deutschland warf einen flüchtigen Blick hinüber zu Russland auf der anderen Seite des großen Eichentisches. Dieser erwiderte ihn mit einem Lächeln, erhob sich von seinem Stuhl und verließ den Konferenzraum.

Natürlich war das eine eindeutige Aufforderung. Und dieser wollte Deutschland natürlich schnellstmöglichst nachkommen.

Doch er nahm es sich nicht, seine Unterlagen vorher feinsäuberlich zusammenzulegen.

Fast etwas zu schnell erhob er sich von seinem Platz. Er versuchte sich nichts anmerken zu lassen, doch alle anderen hatten entweder bereits den Raum verlassen oder kümmerten sich um ihren eigenen Kram.

Eine Hand packte ihn von hinten am Anzug. Er seufzte genervt.

„Vé! Deutschland~ Gehen wir etwas in der Kantine zusammen essen?“

Ohne sich etwas anmerken zu lassen, drehte sich der große Blonde zu dem kleineren Brünetten um.

„Tut mir leid, aber ich habe jetzt schnell etwas zu erledigen. Gehe doch mit Japan.“

„Japan geht hier nicht sehr gerne essen. Er sagt, in europäischen Kantinen bekäme man nicht so guten Fisch wie in seiner Heimat.“

„Dann geh eben allein essen.“

„Aber…“

„Aww! Nicht traurig sein.“ Frankreich trat zu ihnen und nahm Italien liebevoll in den Arm. „Ich gehe gerne mit dir essen, mon chéri. Ich persönliche koche ja viel lieber selbst, aber da die Zeit reichlich knapp ist, können wir das ja bald mal nachholen. Bei mir Zuhause…“

Dieser langhaarige Verführer legte seine Hand auf Italiens Po und drückte leicht zu.

„Ah…! Großer Bruder…Frankreich…“

Eigentlich war es Deutschland egal, mit wem Italien sich rumtrieb, aber das konnte er keinesfalls zulassen.

Er packte Frankreichs Arm und zog ihn von Italien weg.

„Das kommt nicht in Frage!“

Was tat er da eigentlich? Russland wartete irgendwo auf ihn und er kam zu spät, weil Italien nicht auf sich selbst aufpassen konnte.

Er blickte sich im Raum um und entdeckte Spanien, der noch an seinem Platz saß und telefonierte. Höchstwahrscheinlich mit Romano. Zu seinem Glück legte er gerade auf… Nun, wahrscheinlich hatte Romano schon vorher aufgelegt, wie er in Spaniens leicht enttäuschtem Gesicht ablesen konnte.

Frankreich wand sich unter Deutschlands Griff.

„Spanien!“

Der Südländer schaute überrascht auf. Deutschland winkte ihn zu sich und mit einem Lächeln kam Spanien dem nach.

„Was gibt es?“, fragte er fröhlich.

„Würdest du bitte mit Italien in die Kantine gehen? Ich möchte nicht, dass er alleine ist.“

„Oh! Natürlich! Komm, Ita.“

Er nahm den Kleineren an der Hand und führte ihn aus dem Raum. Deutschland sah ihnen nach und musste mit ansehen, wie Spaniens andere Hand auf Italiens Hintern ruhte.

…ob das so eine gute Idee war?

„Lass mich endlich los!“

Deutschland kam Frankreichs Bitte nach und beide sahen sich kalt an.

Bevor er noch irgendwas sagen konnte, drehte sich Deutschland auf dem Absatz um und verließ den Konferenzraum, um endlich Russland zu treffen.



Mit eiligen Schritten durchquerte Deutschland den abgelegenen Korridor des Konferenzgebäudes; auf der Suche nach Russland. Nirgends konnte er ihn ausmachen. Wo war er nur? War er vielleicht wieder gegangen, weil Deutschland so lange gebraucht hatte, um ihm hinterher zu gehen? Hatte er das Warten satt gehabt?

Nein. Das konnte nicht sein. Deutschlands Verspätung betrug gerademal etwa 2-3 Minuten. Und Russland war gar nicht der Typ, der schnell ungeduldig wurde. Ganz im Gegenteil. Kein einziges Land auf dieser Welt war so geduldig wie er.

Das zeigte er dem Blonden besonders im Bett. Ganz egal wie erregt er war, für das Vorspiel nahm er sich immer sehr viel Zeit.

Russland nannte es immer „Eine süße Folter für uns beide“. Er hatte Recht. Es war schön und eine Folter zugleich. Ganz so, wie es zu ihm eben passte. Auch zu Deutschland?

Plötzlich legte sich von hinten etwas Weiches um seinen Hals und er wurde zurückgezogen; durch eine Tür in einen Raum hinein, an der er gerade eben vorbeigeschritten war.

Leicht erschrocken blickte er in Russlands liebliches, kindliches Antlitz. Dann war das um seinen Hals Russlands Schal.

Mit einer leichten Handbewegung ließ der Aschblonde die Tür geräuschlos ins Schloss fallen.

„Du bist spät, da~?“

„Entschuldige. Ich wurde aufgehalten. Ich würde dich niemals mit Absicht warten lassen…“

„Das wäre auch besser so.“

Die kalten Lippen legten sich auf die Deutschlands. Russlands rechte Hand legte sich sacht auf den Hinterkopf des Jüngeren und streichelte ihm durchs Haar. Zuerst war der Kuss sanft, aber schon bald drang Russlands starke Zunge in den Mund des Blonden ein und sie lieferten sich einen leidenschaftlichen Zungenkampf.

Ohne den Zungenkuss zu unterbrechen, dirigierte Russland Deutschland in die Richtung eines Tisches. Mit seinem Gewicht drückte er ihn darauf, schob seine linke Hand unter den Anzug des Kleineren und fuhr mit ihr bis hoch zu seinen Brustwarzen. Dort nahm er die rechte zwischen Daumen und Zeigefinger und drückte zu. Das war seine absolute Schwachstelle.

Und das bestätigte Deutschlands schweres Keuchen.

Der Aschblonde ließ nun von seinem Mund ab und begann an seinem Hals zu saugen.

Der muskulöse Körper unter ihm zitterte.

„Ah…! R-Russland…“

„Ja?“, fragte dieser mit seiner ruhigen und gewinnenden Stimme und schaute Deutschland tief in die Augen.

„Für Spielchen haben wir keine Zeit… Eine halbe Stunde ist nicht lang…“

„Das ist sehr schade, da?“

„Das finde...ich doch auch… Aber hier liegt es nicht in meinem Ermessen…“

„Ich habe schon verstanden.“

Kräftig packte Russland Deutschland an der Schulter und drehte ihn auf den Bauch. Der Blonde japste erschrocken, machte aber keine Anstalten sich dagegen zu wehren. Er mochte es eigentlich, wenn Russland grob zu ihm war. Und Russland wusste das natürlich. Darum machte Deutschland sich auch keine Sorgen, dass er ihn verärgert haben könnte.

Mit einem Ruck waren Hose und Unterhose unten bei den Fußknöcheln. Er spreizte seine Beine so weit wie es möglich war.

„Du hast das Gel doch dabei, oder?“, erkundigte sich der Kleinere und schaute über seine rechte Schulter zu Russland nach hinten.

„Selbstverständlich. Eher verliere ich mein Herz aus der Brust, als das ich unser kleines Hilfsmittel vergesse.“

Deutschland konnte sich ein kleines Lächeln nicht verkneifen. „Sag das nicht. Das ist schließlich schon ein paar Mal passiert.“

„Ja, da? Aber du hast es jedes Mal wiedergefunden.“

Mit Mund und Nase fuhr Russland über Deutschlands kräftigen Nacken, was diesen erschauern ließ.

„Bitte mach jetzt…“, seufzte der Blonde verlangend.

Ein leises und kindliches, aber sympathisches Kichern.

„Du bist viel zu ungeduldig.“

„Pah! Selbst wenn du wüsstest, dass die Welt gerade untergeht, würdest du wohl keine Gedanken daran verschwenden dich aus der Ruhe bringen zu lassen, was?“

„Selbstverständlich.“

Deutschland vernahm das Geräusch des Gels, als Russland seine Finger dort hineintauchte und Sekunden später spürte er die unfreundliche Kälte des Gels an seinem Anus.

Er verkrampfte sich leicht; ließ jedoch gleich wieder locker, als Russlands Finger sich den Weg dort hineinbahnten.

„Ah..! D-das reicht…“

„Bist du sicher?“, erkundigte sich der Aschblonde. „Warum willst du immer überall pünktlich sein?“ Russland rieb nun seinen erigierten Penis mit dem Gel ein und platzierte ihn schließlich vor Deutschlands After.

„Wie sieht das aus, wenn wir beide zu spät zu Konferenz kämen… Aahh~“

Russland war eingedrungen. Egal wie oft sie es miteinander taten. Es war immer wieder ein glücksdurchströmendes Gefühl, wenn er von der kalten Nation genommen wurde. Genauso, wie am ersten Tag auch…

„Was würde dich daran stören?“, fragte Russland weiter.

„Sie könnten…Verdacht schöpfen… Ich will nicht, dass sie von unserer Beziehung erfahren…“

„Warum nicht?“

Der Blonde seufzte auf. „Das weißt du doch… Wir sind immer noch…Feinde. Selbst in der heutigen…Zeit, würde man unsere Zuneigung füreinander…nicht verstehen oder akzeptieren.“

Deutschland fiel es schwer zu sprechen, wenn er durch die Stöße seines Liebhabers zum Stöhnen und Keuchen animiert wurde.

„…vielleicht nicht“, antwortete Russland nach einer kleinen Pause. „Aber das sollte uns beide alles andere als interessieren. Meinst du nicht auch?“

Während seine linke Hand auf Deutschlands Hüfte ruhen blieb, nahm er mit der rechten Hand das Glied seines Liebesobjektes und bewegte sie auf und ab.

Russland gefiel es, wie das starke Deutschland unter ihm zitterte und Liebeslaute von sich gab. Was ihm allerdings nicht gefiel war, wie er eben diese Laute versuchte mit seinem Arm zu ersticken.

Er ließ von seiner Männlichkeit ab und packte grob Deutschlands Arme und drehte sie ihm auf den Rücken, wo er sie mit einer Hand an den Handgelenken zusammenhielt.

Ein schmerzerfülltes Japsen aus seinem Mund stimmte Russland wieder etwas milde.

Während er wieder sein Glied mit der rechten Hand massierte, beugte er sich weit zu Deutschland runter und flüsterte ihm ins Ohr:

„Wie oft habe ich dir gesagt, dass du das unterlassen sollst? Ich will hören, wie gut ich dir tue.“

„R-Russland…“, seufzte Deutschland gequält, während er nicht verhindern konnte, wie seinen Lippen ein lustvolles Stöhnen entwich.

„Das ist schon besser, da~?“

Deutschland mochte wirklich Russlands Berührungen und würde sich ihnen ewig hingeben wollen, aber zu gerne würde er jetzt einen Blick auf die Uhr werfen.

„Du bist nicht ganz bei mir, Deutschland.“

Russland biss ihm kräftig ins linke Ohr, aber nicht so stark, dass es blutete. „Ich weiß genau, was du denkst.“

„Ach ja? Ugh..! D-dann beeil dich!“

„Ich soll mich beeilen? Ganz wie du möchtest. Ich tue alles, was du willst.“

Russlands nächster Stoß war so stark, dass Deutschland die Luft für einen Moment wegblieb, als er mit dem Magen gegen die Tischkante stieß.

„R-Russland…!“

„Du möchtest es schnell, also machen wir’s schnell, da~? Außerdem magst du doch Schmerzen, oder?“

Der Blonde konnte nicht darauf antworten. Denn auch die nächsten Stöße waren so stark, fast gewalttätig, dass er sich darauf konzentrieren musste, nicht laut aufzuschreien.

Er bekam kaum mit, dass er bereits gekommen war. Russland folgte. Es war viel. Soviel, dass das warme Sperma aus seinem Anus austrat, obwohl Russland noch drin war. Deutschland hatte das immer gemocht. Aber hier waren sie nicht in Russlands oder seinem Schlafzimmer. Mit den Gedanken war der Blonde bereits beim Sauberwischen…

Russland zog sich aus ihm. Deutschland griff sich nach hinten, um zu verhindern, dass zu viel Sperma auf dem Boden tropfte.

„Soll ich dir helfen?“ Russland ging in die Knie.

„NEIN!“

Deutschland wirbelte zu ihm herum und starrte ihm entsetzt ins Gesicht.

Mit einem Lächeln erhob sich die kalte Nation wieder. „Warum wehrst du dich immer so dagegen? Ist doch nichts dabei, wenn ich es tue.“

„D-das ist ziemlich obszön. Das müsste selbst dir klar sein.“

Der Blonde zog sich eilig seine Unterhose und die Anzugshose wieder hoch.

Russland packte ihn sanft am Kinn und hob seinen Kopf zu sich hoch.

„Ich sagte doch. Es ist nichts dabei, wenn ich das tue.“

„…selbst wenn ich dem zustimmen würde…wir hätten sowieso keine Zeit mehr dafür.“

Mit einem kurzen Blick auf die Uhr sagte Russland: „Wir haben noch zehn Minuten. Das ist vollkommen ausreichend.“

„Ist es nicht! Es ist nicht meine Art auf dem letzten Drücker zu einem Termin zu erscheinen.“

„…nun gut. Dann mach dich aber auf was gefasst, wenn du nachher bei mir Zuhause bist. Dann werde ich nachholen, was du mir verwehrt hast.“

„Ganz wie du meinst. Und nun geh schon. Ich werde hier saubermachen und dann nachkommen.“

Der Blonde zog eine Packung Papiertaschentücher aus der hinteren Hosentasche.

„An alles gedacht, nicht wahr~?“

„Selbstverständlich.“

Russland zog Deutschland an sich und küsste ihn leidenschaftlich. Wie er es immer tat. Doch Deutschland drückte ihn von sich weg.

„Russland…“

„Ich liebe dich.“

„…ich dich auch…“

Deutschland hasste sich selbst dafür, dass er es nicht so aussprechen konnte, wie Russland es tat. Augenscheinlich waren diese drei kleinen Worte einfach. Einfach sie zu lesen oder zu hören. Aber wenn man sie selber aussprechen musste, waren sie plötzlich so schwer.

Es war nicht das erste Mal, dass Deutschland sich so verhielt, wenn Russland ihm sagte, dass er ihn liebte. Daher war er sehr genau mit seiner Reaktion vertraut.

„Du bist so schüchtern. Das ist sehr süß, da~? Mach dir keine Gedanken. Ich habe meine drei kleinen Worte und du benutzt deine eigenen drei Worte. Solange du mir zeigst, dass du mich liebst, habe ich nichts dagegen.“

„………“

Irgendwann werde ich deine drei kleinen Worte benutzen. Versprochen…

„Jetzt geh. Ich will hier fertig werden.“

Russland schlenderte hinüber zur Tür und öffnete sie bedenkenlos. Das machte Deutschland nervös und wütend. Was war, wenn sich gerade ein Land da draußen auf dem Korridor aufhielt? Und er marschierte einfach aus der Tür, als wäre ihre Beziehung selbstverständlich.

Dieser Teil des Konferenzgebäudes war eigentlich immer ziemlich einsam, aber wer sagte denn nicht, dass sich irgendjemand mal dorthin verwirrte? Und dann genau zu der Zeit, in der sie beide sich dort aufhielten?


Deutschland warf Russland einen mahnenden Blick zu. Dieser wunderte sich nicht darüber. Er wusste schließlich, was sein Liebhaber schon wieder hatte. Mit einem Lächeln schloss er die Tür hinter sich. Der Blonde vernahm die gemächlichen Schritte des Russen, wie sie sich dem Zimmer entfernten.

Mit einem Blick auf die Uhr machte sich Deutschland daran, den Dreck, den sie hinterlassen hatten, zu beseitigen.

Dreck…eigentlich war es ein Ausdruck ihrer Liebe füreinander.

„………“


Als alles aufgewischt war, verließ der Blonde vorsichtig den Raum. Auf dem Gang war niemand. Eiligst machte er sich auf in Richtung Toiletten. Die beschmutzten Taschentücher hielt er fest in seiner linken Hand, die er unauffällig hinter seinem Rücken verbarg.

Nachdem alles runtergespült war, warf er abermals einen Blick auf die Uhr. Noch 7 Minuten bis Konferenzbeginn. Schleunigst beeilte er sich dorthin.

Als er den Raum betrat, waren die meisten der Länder (Idioten) wieder an ihren Plätzen.

Er konnte nicht anders, als einen unauffälligen Blick hinüber zu seinem Liebhaber zu werfen.

Dieser hatte, seit er den Raum betreten hatte, zu ihm hinübergesehen.

Der Blonde verdrehte leicht die Augen. Immer musste er ihn so ansehen. Manchmal fühlte er sich stark beobachtet. Doch er musste sich eingestehen, dass er es mochte… Und er mochte auch seine lilafarbenen Augen. Wenn sie beide bei ihm Zuhause spazieren gingen und der Schnee sich in ihnen spiegelte, dann konnte man ganz klar Eiskristalle erkennen.

„Deutschland? Lässt du uns durch?“

„Äh…was?“

Er drehte sich herum. Vor ihm standen Spanien und Italien. Und erst dann bemerkte er, dass er noch immer in der Tür stand.

„N-natürlich.“

Peinlich berührt ging er hinüber zu seinem Platz; einen flüchtigen Blick zu Russland konnte er aber nicht verhindern. Dieser grinste ihm zu. Scheinbar amüsierte er sich über ihn; machte den Anschein, als gefiele ihm sein gedankenverlorener Blick. Oder aber Russland wusste genau, woran er gedacht hatte…

Der Blonde beschloss Russland bis zum Ende der Konferenz zu ignorieren. Der Kerl machte ihn verrückt!

Auf zwei verschiedene Art und Weisen…


Als sich dann endlich alle Länder wieder eingefunden hatten, erhob sich England von seinem Stuhl und sah ernst in die Runde.

„Ich möchte etwas ansprechen, dass sicherlich einige von euch bereits mitbekommen haben. In letzter Zeit verschwinden Menschen spurlos. Engländer, Deutsche, Russen, Amerikaner… Überall auf der Welt. Ich glaube nicht, dass Gewaltverbrechen vorliegen. Dafür verschwinden zu viele Menschen gleichzeitig.“

„Ja, stimmt“, meldete sich Frankreich zu Wort. „In meinem Zuhause sind auch einige verschwunden.“

„Auch in meinem und Fratellos“, jammerte Italien.

Deutschland erinnerte sich. Was England da sagte stimmte. Aber er musste zugeben, dass er mit zu vielen anderen Dingen beschäftigt war, um sich darum zu können. Könnte diese Sache ein Problem werden?

„Fast jeden Tag verschwinden mehr Menschen. Ich schlage vor, dass wir an einigen Orten Kameras anbringen. An belebten Straßen, sowie an Gassen und Nebenstraßen.“

„Damit verletzten wir das Persönlichkeitsrecht unserer Landsleute“, warf Frankreich ein.

„Dann ist es eben so!“, entgegnete England wütend. „Es dient nur ihrer Sicherheit.“

„Was ist, wenn Wirbelstürme sie fortgetragen haben?“„Wirbelstürme, Italien?“, seufzte Deutschland. „Wenn es irgendwelche Naturkatastrophen wären, dann hätten wir das doch mitbekommen. Und mal davon abgesehen gibt es in einigen Ländern keine Wirbelstürme. Ich gehöre dazu.“

„So zu diskutieren bringt uns nicht weiter. Lasst uns die Kameras anbringen und in einer Woche wieder hier treffen. Ich bin sicher, wir werden auf den Videobändern etwas finden. Was ich aber nicht hoffe…“

England setzte sich wieder und für einen Moment herrschte Schweigen im Raum.
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