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Un événement inhabituel

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 Slash
Aramis Athos Porthos
18.05.2014
24.07.2014
18
28.973
1
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11 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
18.05.2014 2.099
 
Freunde der Sonne, es ist soweit! Ein neues Kapitel! :D
Und was für eins...
Danke an die 7 Favoriteneinträge *.* so cool!


Aveline hatte sich gerade mit einem Nicken umgewandt, als, wie es ihr schien, die Worte erst zu ihr durchdrangen und sie eine Ungereimtheit bemerkt. „Einen Moment, Monsieur Ghartié!“, sagte sie misstrauisch und er hielt beim Verlassen des Raumes inne. „Ja, bitte?“
„Sie sprachen gerade eben von drei Pferden. Wir sind vier Personen und vor wenigen Tagen habe ich mir ein neues Pferd gekauft.“
Sie blickte ihn an und sah Schweißperle auf seine Stirn treten. „Ach, wissen sie, das war ein Versehen...-!“
„Nein, war es nicht!“, unterbrach Aveline ihn und unterdrückte Wut ließ ihre Stimme zittern.
Sie drehte sich zu den drei anderen Männern.
„Athos, was geht hier vor sich?!“ Es war so offensichtlich gewesen. Sein Widerstreben, Frankreich zu verlassen, die häufigen Gespräche mit Albert und Monsieur Ghartié, seine ständig wechselnde Laune und nun dieses Verhaspeln. Aramis und Porthos sahen sie verwirrt an, doch Athos Gesicht war völlig emotionslos und ruhig.
„Ihr werdet nicht mitkommen, ist es nicht so?“, fragte Aveline und hätte am liebsten vor Zorn gelacht.
„So ist es!“ Aramis und Porthos begannen, heftig zu protestieren, doch ihr Freund fuhr unbeirrt fort. „Ab hier werden nur noch Aramis und Porthos euch beschützen. Ich werde einen anderen Weg einschlagen.“ Er hob die Stimme, um alle anderen zu übertönen: „Das hier ist meine endgültige Entscheidung, ich habe lange überlegt und nun ist mein Entschluss gefallen.“
„Und warum?!“, donnerte Porthos, „Warum jetzt, kurz vor dem Ende. Jetzt wo wir es fast geschafft haben!“ Er schlug mit der flachen Hand auf den Tisch.
Aramis starrte seinen Freund nur an, Unverständnis und Wut verzerrten seine Züge. „Ich will und kann Frankreich nicht verlassen. Hier wurde ich geboren und kein Mann kann mich zwingen, aus diesem Land zu fliehen. Ich werde durch das Land ziehen und versuchen, die Menschen davon überzeugen, dass es ihnen mit Kardinal Lasalle nicht besser ergehen wird, als mit dem König. Wenn wir jetzt gehen, versinkt dieses Land in Chaos.“
Porthos trat schnellen Schrittes vor und packte den, um einige kleineren Athos bei den Schultern: „Verantwortung zu übernehmen, für ein Land das ohnehin schon verloren ist, wird dich nicht weiterbringen. Wir fliehen, weil wir müssen, nicht weil wir Frankreich im Stich lassen. Stell dich hier nicht als edler Retter hin, um irgendjemand etwas zu beweisen, deine Aufgabe ist es, das Königshaus zu beschützen. Du wirst es niemals schaffen, die Menschen von etwas zu überzeugen, versteh doch Athos, sie sind dumm. Dumm und sich sicher, dass sie Recht haben, egal welche Frage ihnen auch gestellt wird!“ Den letzten Satz brüllte er heraus.
Athos machte sich unsanft los und verließ den Raum. Porthos fuhr sich über die Stirn, schwer atmend, dann ließ er sich auf einen Stuhl fallen und vergrub das Gesicht in den Händen. Aramis stürmte seinem Freund hinter her, offenbar um noch einmal zu versuchen, ihn umzustimmen. Aveline sah ihm nach, dann blickte sie zu Monsieur Ghartié, der mit zitternder Stimme fragte:

„Wie viele Pferde soll ich denn nun satteln?“ Sie schüttelte den Kopf, dass er keine Antwort erwarten sollte. „So oder so, sie sollten sich bereit für eine Abreise machen, egal wer nun alles mitkommt.“ Dann verließ er ebenfalls den Raum. Mit schwacher Hand drückte sie ein wenig Porthos Schulter, dann lief sie schnell hinauf in ihr Zimmer. Fassungslos wechselte sie ihre Kleidung und steckte sich das Haar hoch. Als sie sich den Hut tief über das Gesicht zog, musste sie leise seufzen. Es war eine Flucht, egal wer mitkommen würde. Sie blickte aus dem Fenster auf den kleinen Innenhof. Athos und Aramis standen unten in einer Ecke und waren in eine hitzige Diskussion vertieft. Traurig betrachtete sie eine Weile die beiden Männer, doch schließlich erklärte Athos den Streit offenbar für beendet und ging zurück in das Haus. Aramis blieb allein zurück, sah ihm nach und fuhr sich einige Male durch die Haare. Aveline wandte sich vom Fenster ab und blickte sich in ihrem Zimmer um. Nie hätte sie erwartet, dass die vorige Nacht in diesem Haus ihre letzte bleiben sollte. Ein letztes Mal strich sie über ihre weiche Decke und warf einen Blick in den Spiegel. Die Reise hatte sie verändert. Ihr Gesicht war nun dunkler, sie war in den letzten Wochen mehr an der Sonne gewesen, als ihr ganzes Leben bevor. Ihre Arme waren kräftiger und ihren Händen sah man nun deutlich die vielen Anstrengungen der letzten Wochen an. Unter ihren Augen lagen Schatten, hervorgerufen durch Angst und Kummer. Sie war wirklich nicht mehr dasselbe Mädchen, das in dem großen Königspalast gelebt hatte. Sie löschte die Kerze, verabschiedete sich von dem Zimmer und trat auf den Flur.

Sein Zimmer musste ein Stockwerk unter ihr sein und schnell lief sie die Treppen hinunter. Vor seiner Tür hielt sie kaum inne, sondern klopfte zweimal kräftig dagegen und trat dann ein. Er stand vor einem großen Schrank und schien in Gedanken versunken. Als sie eintrat warf er ihr nur einen kurzen Blick. „Was wollt ihr?“
„Ich will mit euch reden, Athos!“, sagte sie und schloss die Tür hinter sich.
„Dann redet, aber beeilt euch! Ihr müsst bald los reiten.“ Sie zuckte nicht einmal mehr vor seinem barschen Ton zurück. „Athos..., warum tut ihr das?“, fragte sie leise und trat auf ihn zu. „Was ist in euch gefahren? Als ich euch damals im Wald traf, kamt ihr mir  schlau vor, aber das, was ihr hier veranstaltet, lässt mich sehr daran zweifeln.“
„Es gibt Dinge auf dieser Welt, vor denen kann man sich nicht verstecken oder davonlaufen. Ich habe eine Pflicht zu...-“
„Seht mich an und sagt mir, dass ihr das wirklich tun wollt!“, unterbrach ihn Aveline.

Doch er blickte nicht zu ihr, sondern starrte weiterhin auf die Schranktür.
„Seht ihr!“, sagte Aveline traurig. „Ihr geht nicht, weil ihr wollt. Ihr geht, weil ihr glaubt, etwas wieder gut machen zu müssen. Ihr wart ein Musketier und habt versagt und nun glaubt ihr, etwas beweisen zu müssen. Aber dieses Vorwürfe bringen euch nicht weiter.“
Plötzlich schlug er gegen die Schranktür und Aveline zuckte zusammen. „Aber mit ihnen leben werde ich auch nicht!“, sagte er mit zusammen gebissenen Zähnen. „Ich sagte zu euch einmal, ihr müsste es ertragen, aber ich kann es selbst nicht.“
„Ich könntet.“, widersprach Aveline, „Wenn ihr aufhören würdet, für alles die Verantwortung zu übernehmen. Kommt mit nach England. In diesem Land gibt es nichts  für euch und die Menschen wollen eure Hilfe nicht mehr.“
Er kam auf sie zu und sie wappnete sich, doch er lief einfach an ihr vorbei, auf die Tür zu.

„Bitte, Athos“, flehte sie und Tränen traten in ihre Augen, „Lasst eure Freunde nicht einfach im Stich. Aramis und Porthos, sie brauchen euch.“ Doch er lief weiter und hatte schon die Türklinke ergriffen. Panik überfiel Aveline, ihr war es, als könnte sie nichts mehr tun, wenn er aus dieser Tür hinausgehen würde.

„Ich brauche euch!“

Tränen rannen über ihr Gesicht und sie schluchzte leise. Er hatte inne gehalten und Aveline sah, wie er mit aller Kraft die Türklinke festhielt.

„Was habt ihr gesagt?“

„Ich brauche euch.“, wiederholte sie mit tränenerstickter Stimme. Es stimmte. Es war von Anfang an, seit ihrer ersten Begegnung im Wald richtig gewesen, sie brauchte Athos. Er drehte sich um. Starrte sie an. Ungläubig. Überrascht. Verwirrt. Und hoffnungsvoll. Aveline stand vollkommen unbeweglich da und wartete auf etwas. Auf ein Wort oder nur eine Andeutung dafür, dass er umgestimmt worden war, dass er seine Meinung geändert hatte. Es war ihr, als bekäme sie keine Luft mehr, sie wollte aber auch keinen Atemzug  nehmen. Angespannt wartete sie auf ein Zeichen.

Plötzlich ging er schnellen Schrittes auf sie zu, nahm ihr Gesicht in seine Hände und drückte seine Lippen auf ihre. Aveline sah ihn einen Moment vollkommen überrascht an, doch dann schloss sie die Augen. Das hier war nichts im Vergleich zu Rousels Kuss. Dieser war  inniger und tiefer und sie wollte ihn, hatte sich schon die ganze Zeit danach gesehnt. Sie schlang die Arme um Athos Nacken und zog ihn noch enger an sich.
Doch schon löste sich Athos sanft von ihr und hielt sie ein wenig von sich weg. Avelines Wangen waren gerötet und sie war leicht außer Atem. In Athos Augen konnte sie ein freudiges Glitzern erkennen, doch auch Unverständnis.
„Ich dachte, Aramis....“, begann er, doch Aveline schüttelte sanft den Kopf. Sie wollte seine Lippen noch einmal auf ihren spüren, stellte sich auf die Zehenspitzen und kam ihrem Wunsch nach. Athos lächelte ein wenig und zog sie wieder zu sich. Eine Hand lag auf ihrem Rücken, die andere nahm ihr den Hut ab und öffnete ihre Haare. Aveline hörte, wie die Spange zu Boden fiel und spürte wie ihre Haare ihr über die Schulter fielen. Der Kuss wurde länger und Aveline schob sich so nah es nur ging an ihn heran und krallte ihre Hände in seine Haare. Gleichzeitig wurde ihr bewusst, wie er sie sanft nach hinten schob. Sie spürte keinen Zweifel, nicht einen Funken. Mit einem sanften Rascheln  ließ sie sich auf das Bett gleiten. Athos löste sich noch einmal von ihr und sah ihr fragend in die Augen. Sie lächelte und legte als Antwort ihre Lippen an seinen Hals.
Eine Gänsehaut überzog ihren ganzen Körper, es war kalt in dem Zimmer, das Fenster war offen und die kalte Spätnachmittagsluft strömte herein. Es war Aveline als würde Athos ihren ganzen Körper mit Küssen bedecken, obwohl er gerade erst bei ihrer Halsbeuge angelangt war. Sie spürte seinen heißen Atem auf der Haut und schloss die Augen. Vorsichtig streifte er ihr das Hemd vom Körper und sie öffnete langsam die Knöpfe seines eigenen.
Ein leichter Schmerz breitete sich nach einiger Zeit in ihrer Lendengegend aus, doch das Gefühl musste nur wenige Sekunden später einer Lust Platz machen, die sie leise aufstöhnen ließ. Sie drückte ihre Lippen wieder auf die von Athos, wie ein Ertrinkender, der nach Luft sucht. Ihre Lust baute sich immer weiter auf, dann erfasste sie eine ihr bisher ungekannte Vehemenz. Sie zitterte und stöhnte, eine Farben und Formen Explosion tauchte vor ihren Augen auf. Sich aufbäumend versuchte sie ihren Gefühlen Herr zu werden und sie merkte, dass es Athos nicht anders erging. Ihre Finger krallten sich so sehr in das Bett, dass sie schmerzten und Hitze durchfuhr ihren Hüftbereich.  

Sie lag da, vollkommen ermattet und erschöpft, doch überglücklich, das schwere Atmen von Athos neben sich zu hören. Seine linke Hand lag auf ihrem nackten Bauch, seine rechte Hand strich sanft mit den Fingerkuppen immer wieder über ihre Wange. Sie drehte ihren Kopf zu ihm. Sein Gesicht war nun vollkommen glatt, ohne irgendein Anzeichen von Kummer oder Sorgen. Ein Lächeln umspielte seine Lippen und seine Wangen waren leicht gerötet. Sie konnte und wollte nichts sagen, lächelte ihn nur an und wünschte nichts sehnlicher, dass sie nicht fort mussten, dass sie für immer hier liegen bleiben könnten. Aber ihr war auch klar, dass dies nicht möglich war, deshalb nahm sie nach einiger Zeit Athos rechte Hand und hauchte einen leichten Kuss darauf. „Wir müssen nach unten gehen!“, flüsterte sie und strich das Haar aus dem Gesicht. Er nickte und einen Moment wurde sein Blick sehr glasig, dann erhob er sich und zog sie mit nach oben. Sie zogen sich rasch an.

Als Aveline ihre Haarspange vom Boden nahm, trat er von hinten an sie heran und nahm ihr die Spange aus der Hand und band ihr die Haare hoch. Einen Moment fühlte sich Aveline zurück versetzt, in eine Zeit, in der sie noch in einem Wald gestanden hatte, am Anfang ihrer Reise. Sie drehte sich zu ihm herum und legte wie schon oft an diesem Abend ihre Lippen auf seine. Er erwiderte den Kuss, dann nahm er ihre Hand und sie gingen zusammen aus dem Zimmer.



So, es ist vollbracht. Meine erste Sexszene, die ich selbst aufs Papier gebracht habe... und ich sag euch, ich hatte sehr oft den Wunsch, mir ein Facepalm des Todes zu geben, während ich das hier geschrieben. Mir graut es irgendwie immer noch davor, das hier hochzuladen.

Und ich weiß, das hat sich jetzt schon so eingebürgert, dass ihr einfach keine Reviews schreibt (500 Leser und ALLE zu faul >.<) aber ich bitte euch wirklich, wenn hier irgendeiner ist, der sagt, dass das hier nicht das peinlichste ist, was jemals in der Geschichte von P16 gab, dann soll er mir das doch BITTE BITTE!!!! einfach schreiben. Das dauert doch nur 1 Minute. Oder wollt ihr, dass ich vor Scham im Boden versinke und in den nächsten fünf Minuten den Erdmittelpunkt erreiche? :D

Also, euch noch nen schönen Abend :) Xavina
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