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You're mine - I'm yours

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Asahina Futo
14.05.2014
15.08.2015
18
28.683
4
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
04.04.2015 1.958
 
Happy Birthday, Eve! | 18. Juli ꞌ13


Heute war es soweit. Heute war mein siebzehnter Geburtstag. Aber noch viel wichtiger war, heute der letzte Tag war. Die ganze Zeit über hatte ich Fuuto widerstehen können. Das grenzte wirklich an ein Wunder, war es doch oft ziemlich knapp gewesen. Dennoch verschwendete ich keinen Gedanken daran, dass ich definitiv gewinnen würde. Denn das konnte ich nicht wissen und letzten Endes kam es immer anders, als wie man dachte.
Das Telefon klingelte. Vermutlich meine Mutter, also ging ich schnellen Schrittes ins Wohnzimmer, wo sich das klingelnde Etwas befand. Ja, das war Mom, wie mir ein Blick auf das Display bestätigte.
»Morgen, Mom.«
»Alles, alles Gute, mein Schatz! Wie geht es dir?«, rief sie auch sogleich in den Hörer.«
»Als wäre ich noch sechzehn, Mom.« Ich lachte leise. »Danke, aber du musst nicht so schreien, ich brauche meine Ohren noch ein paar Jährchen.«
Gerade sah ich aus dem Augenwinkel Fuuto den Raum betreten.
»Oh, entschuldige! Aber die Menschen sind immer hier immer so laut!«, redete sie also lautstark weiter. »Ich muss auch gleich wieder Schluss machen, aber ich habe gelesen, dass heute eine neue Konsole auf den Markt kommt. Und wie ich meine Tochter kenne, will sie die auch gerne haben. Ich habe dir für die Konsole und ein paar Spiele dafür Geld überwiesen, also hol sie dir!«
»Wirklich? Danke, Mom, du bist die beste Mom, die ich mir wünschen kann! Ich wollte die wirklich gerne haben und gehe auch gleich los, damit ich noch eine bekomme. Also, bis dann, hab dich lieb!«, freute ich mich regelrecht.
»Ich dich auch. Bis dann, meine Kleine!« Damit legte sie auf und die Verbindung war unterbrochen.
»Nee-san scheint glücklich zu sein. Hat deine Mutter dir ein tolles Geschenk gemacht?«, fragte Fuuto und zog mich an meiner Hand wie so oft zu sich.
»Ganz genau, und deswegen habe ich jetzt auch keine Zeit und muss mich fertig machen.« Lächelnd entwendete ich ihm meine Hand. »Du kannst ja nachher versuchen, mich noch glücklicher zu machen, als ich jetzt sowieso schon bin!«
Und schon war ich in meinem Zimmer verschwunden und ließ einen irgendwie sprachlos wirkenden Fuuto im Wohnzimmer stehen.

Zwei Stunden später war ich um eine neue Konsole samt Spiele reicher. Die würde ich auch gleich einweihen, doch erst musste ich es schaffen, die Tür zu öffnen. Vorsichtig stellte ich mein neues Heiligtum ab und schloss die Tür auf. Sehr viel weiter kam ich allerdings nicht, denn ehe ich mich versah, wurde ich mitsamt meiner neuen Errungenschaft in mein Zimmer befördert – nicht mal Schuhe und Jacke hatte ich ausziehen können.
Verwirrt sah ich Fuuto an, der nun ebenfalls in meinem Zimmer stand.
»Äh, habe ich was verpasst?« Fragend sah ich ihn an.
»Ich habe eine Überraschung für dich, Nee-san, aber die darfst du noch nicht sehen«, erklärte er mir lächelnd. »Außerdem wollte ich mal wieder mit dir spielen.«
»Mit ... mit mir spielen?« Was sollte das denn heißen? Ich stand gerade irgendwie auf dem Schlauch.
»Meine süße, unschuldige Nee-san ...« Er kam auf mich zu. Was hatte er denn jetzt vor? Okay, gut, ich konnte es mir denken, aber ich wollte gerade lieber meine neue Konsole testen.
»Ich würde natürlich gerne mit dir spielen«, hauchte er mir in mein Ohr, wandte sich dann aber wieder etwas von mir ab, »aber eigentlich meinte ich nur deine neue Errungenschaft, Nee-san.« Fuuto deutete auf die Tüte mit der Konsole in meiner Hand.
»Oh.« Zu meiner Verteidigung: Er war Schuld. Ganz allein er! Durch ihn hatte ich die Konsole schon ganz vergessen, da konnte ich ihn doch nur falsch verstehen.
Verlegen sah ich also auf meine Füße, die immer noch in Schuhen steckten. Die sollte ich dringend ausziehen. Behutsam stellte ich die Tüte auf den Boden und setzte mich auf mein Bett, um mir die Schuhe besser ausziehen zu können. Schnell standen sie ordentlich neben meinem Bett.
Schon spürte ich, wie mein Bett etwas mehr nachließ, ehe Fuuto sich von hinten an mich drückte, seine Arme dabei fest um meinen Oberkörper geschlungen.
»Ich hab auch nichts gegen deinen Vorschlag einzuwenden, Nee-san«, murmelte er wieder in mein Ohr.
Du vielleicht nicht, aber ich!
»Wir können aber auch wirklich eines der Spiele ausprobieren. Hab ja dieses Mal auch keine Vorteile. Die Controller sind ja ganz anders«, schlug ich schnell vor.
Doch anscheinend stieß mein Vorschlag auf taube Ohren. Das Idol schob mir meine leichte Sommerjacke – die ich in der Tat immer noch trug – von den Schultern und bedeckte eben diese und meinen Hals mit federleichten Küssen.
»F-fuuto ...« Es fühlte sich schön, sehr, sehr angenehm, an, aber die kleine Zockerin in mir wollte wirklich die Konsole einweihen. Zudem wollte ich mich nicht von dem Braunhaarigen einlullen lassen – hatte ich doch noch immer die Wette im Hinterkopf.
»Gefällt es dir, Nee-san?« Sein warmer Atem strich über meine Haut, löste eine Gänsehaut bei mir aus. »Du brauchst nichts sagen, Nee-san, dein Körper hat das schon für dich übernommen.« Ich spürte, wie er gegen meinen Hals lächelte.
»Ich finde es wirklich angenehm«, gab ich ehrlich zu, da er mich eh wie ein offenes Buch lesen konnte, »aber ich würde wirklich gerne mit meiner neuen Konsole spielen.«
»Ich kann dich wirklich nicht von deinem Vorhaben abbringen, oder Nee-san?«, fragte Fuuto.
»Nein, kannst du nicht. Aber wehe, du versuchst, mich abzulenken, ich habe jetzt ja keine Vorteile«, antwortete ich und versuchte an die Tüte zu kommen, aber meine Arme waren einfach zu kurz, wenn ich mich nicht nach vorne beugte. Das war auch nicht ganz so einfach, schließlich hing da noch jemand an mir dran, doch ich wollte unbedingt die Konsole auspacken. So streckte ich mich noch mehr nach der Konsole hin – herankommen tat ich aber nicht. Ich rutschte etwas vom Bettrand. Okay, warum hatte ich die Tüte auch soweit vom Bettrand weggestellt? Endlich hatte ich sie fast, meine Fingerspitzen berührten schon die Plastiktüte. Noch etwas mehr vom Bett rutschen, dann hatte ich sie! Allerdings war mein Bett kürzer als gedacht und ich verlor den Halt, sodass nicht nur ich auf den Boden fiel, sondern Fuuto auch noch mit mir zog – der hätte mich ja wenigstens festhalten können ... Und wenigstens war mein angestrebtes Objekt jetzt in meiner Reichweite ...
»Nee-san mag es wohl stürmisch«, raunte besagter Nicht-Retter in mein Ohr.
»Sorry, wollte ich nicht ...«, murmelte ich leise – mit einer hübschen Röte auf den Wangen.
»Keine Sorge, Nee-san, ich habe nichts gegen diese Seite an dir«, erwiderte er, während er uns beide wieder aufrichtete und mich dann losließ, damit ich endlich die Konsole auspacken konnte.

Fuuto hatte wirklich kein Händchen für Videospiele, denn selbst ohne Vorteil gewann ich haushoch. Okay, vielleicht lag es auch einfach daran, dass ich generell gerne spielte und deswegen besser war – wenn das Idol mich nicht gerade ablenkte.
Doch jetzt legte eben jener seinen Controller weg und entnahm mir auch meinen. War nun etwas meine Überraschung dran?
»Darf ich jetzt meine Überraschung sehen?«
»Richtig, Nee-san. Hätte nicht gedacht, dass du dich jetzt, nach dem ganzen spielen, noch daran erinnerst. Also, hopp, hopp, aufstehen, Nee-san, die Überraschung wartet.« Er stand auf und ging zu meiner Zimmertür.
Schnell machte ich daran, ebenfalls aufzustehen, um hinterher zu gehen. Der Braunhaarige ließ mir den Vortritt und legte mir, kaum war ich in den Flur getreten, seine Hände über die Augen. Er wollte mich wohl wirklich überraschen.
»Muss ich jetzt Angst haben?«
»Nein, warum, Nee-san?«, war die Gegenfrage.
»Musst du immer mit Gegenfragen antworten?«
»Magst du das nicht, Nee-san?«
»Du bist doof.« War der Weg zum Wohnzimmer schon immer so lang gewesen?
Fuuto lachte mir leise ins Ohr. »Selbst wenn, mich magst du trotzdem, Nee-san.« Hör auf, das zu wissen!
Der Geruch von meinem Lieblingsessen drang mir langsam in die Nase. Er hatte doch nicht ein Abendessen für mich zubereiten lassen, oder? Wobei, ich hatte es einmal aus der Küche scheppern gehört. Jetzt verstand ich, warum er nochmal Videospiele austesten wollte, obwohl er mit einer Niederlage rechnen musste – und das Idol hasste Niederlagen. Interessante Taktik.
»Du kannst dich setzen, Nee-san.«
Ich tat, was er mir sagte und ließ mich vorsichtig auf den Stuhl sinken.
»Alles Gute, Nee-san.« Seine Hände verschwanden.
Das, was ich nun sah, machte mich sprachlos. Ein wunderschön gedeckter Tisch. Mein Lieblingsessen, was einen köstlichen Geruch verströmte. Ein Kerzenständer, dessen angezündete Kerzen eine angenehme und schöne Atmosphäre erzeugten. Eine Schokoladentorte, auf der siebzehn brennende Kerzen drapiert waren. Gedämmtes Licht im gesamten Raum, sodass es romantisch wirkte.
»Wow«, hauchte ich. »Fuuto, das ist atemberaubend. Womit habe ich das verdient?« Bedeute ich die wirklich das, was ich dir bedeuten will?
»Du bist meine besondere Nee-san«, flüsterte er mir ins Ohr.
Was bedeute ich dir Fuuto? Was meinst du immer mit ›besondere Nee-san‹? Ich will es wissen, bitte ...

Das Essen war wirklich lecker gewesen und ich hatte die Kerzen auf dem Kuchen alle gleichzeitig ausgepustet, wie kleine Kinder es taten. Dabei durfte man sich dann etwas wünschen, wenn es geschafft hatte, oder? Mir war klar, dass Wünsche nicht immer in Erfüllung gingen, aber trotzdem hatte ich mir gewünscht, dass ich mehr für Fuuto bin. Vielleicht erfüllte sich dieser Wunsch ja wirklich.
»Danke, Fuuto.« Ich sah ihn an, legte das Besteck, welches ich bis dato noch in den Händen gehalten hatte, zur Seite.
»Glaubst du, das war schon alles gewesen, Nee-san?« Er hielt meinen Blick förmlich fest.
»Nicht?«, fragte ich daher nach.
Er schüttelte den Kopf, stand gelassen auf und hielt mir seine Hand hin, als er neben mir stand. »Folge mir, Nee-san.«
Mein Herz fing schneller an zu schlagen in meiner Brust, eine vage Ahnung machte sich in mir breit. Dennoch ergriff ich ohne zu zögern seine Hand. Es gab nichts, wovor ich mich fürchten musste. Ich vertraute Fuuto. Wen interessierte noch diese blöde Wette? Mich zumindest nicht mehr. Sie war für mich in den letzten Stunden völlig in Vergessenheit geraten.
Der Braunhaarige führte mich in sein Zimmer, welches ich bis dahin noch nie neu eingerichtet gesehen hatte. Die Einrichtung interessierte mich auch nicht, als ich eintrat und mich auf die Bettkante setzte. So schön weich, die Matratze. Darauf konnte man bestimmt gut schlafen – und andere Dinge machen.
»Könntest du noch einmal die Augen schließen, Nee-san?«
Lächelnd schloss ich meine Augen. Wie gesagt, ich vertraute ihm; er würde mir schon nichts – mehr – antun. Ich fühlte, wie er sich neben mir nieder ließ, bevor ich etwas Kaltes spüren konnte. Erst oberhalb meiner Brust, dann in meinem Nacken. Eine Kette?
»Du darfst sie wieder öffnen, Nee-san«, flüsterte er mir ins Ohr.
Ehe ich dem aber nachkam, ertastete ich erstmal blind, was er mir um den Hals gelegt hatte. Ich erfühlte die schmalen Kettenglieder einer dünnen Kette. An hier hing ein einzelner Anhänger – in Form eines Tropfens. Vorsichtig öffnete ich meine Augen wieder. Eine edle Goldkette mit einem pfirsichfarbenen Tropfen-Anhänger. Einfach nur wunderschön, aber das musste doch teuer gewesen sein. Ich fragte mich jetzt nicht, ob ich so viel wert war; ich war ihm so viel wert – eine Feststellung.
Eine einzelne Träne löste sich aus meinem Augenwinkel. »Ich bin glücklich.« Ich sah ihn an, hatte einen Entschluss gefasst. »Fuuto, küss mich und berühre mich, sodass ich alles vergesse und meine Gedanken nur noch mit dir ausgefüllt sind. Du spielst nicht mit mir, da bin ich mir sicher.«
»Diesen Wunsch erfülle ich dir gerne, Nee-san.«
Das nächste, was ich spürte, war die Matratze, in die ich hinein gedrückt wurde.
~~~~~~~~


Hallu :3
Tja, Eves Geburtstag ... Es tut mir mal wieder Leid, dass ich so lange gebraucht habe, aber irgendwie fehlte mir die Motivation am schreiben. oô Es werden jetzt noch zwei Kapitel kommen, vielleicht knackt diese Story dann auch die meisten Zugriffe meiner Geschichten. ^-^
Also, bis dahin,
Resa~ :3
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