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You're mine - I'm yours

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Asahina Futo
14.05.2014
15.08.2015
18
28.683
4
Alle Kapitel
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30.03.2015 1.668
 
Lernen, lernen und nochmals lernen | 7. Juni ꞌ13


Die Regalbretter drückten mir etwas unsanft in den Rücken, während Fuuto mich dagegen presste, um mich ordnungsgemäß küssen zu können. Nur zu gern wäre ich richtig darauf eingegangen, aber da gab es ein klitzekleines Problem: Wir waren in der Schule. So drückte ich ihn also mit meinen Händen an seinem Oberkörper etwas von mir weg.
»Fuuto, lass das, wir sind hier in der Öffentlichkeit.« Nun ja, wir waren eher in den hintersten Regalreihen der Schulbibliothek, in die sich eh kaum jemand verirrte.
»Das ist doch gerade der Reiz an der Sache, Nee-san«, meinte das Idol und knabberte etwas an meinem Ohr herum. Es fiel mir schwer, nicht leise aufzuseufzen, war ich doch so empfindlich an meinen Ohren.
»Ich habe aber keinen Bock auf Attacken deiner Fangirls, sollte uns hier tatsächlich jemand sehen. Außerdem wollten wir Bücher ausleihen, um das ganze Wochenende zu lernen. Nächste Woche stehen die Prüfungen an.«
»Wir könnten auch ganz andere Sachen gemeinsam lernen, Nee-san«, brachte er mir mit einem so verruchten Unterton entgegen, dass ich ganz automatisch etwas rot wurde. Das klang verlockend ... Halt! Ich durfte mich nicht überreden lassen, also schüttelte ich vehement den Kopf, richtete das Oberteil meiner Uniform wieder – er hatte sich mal wieder über meinen Hals und meine Schultern hergemacht – und schob ihn von mir.
Schnell ging ich zu den vorderen Regalreihen und suchte geeignete Bücher heraus. Leicht verärgert sah Fuuto mir dabei zu. Ich wertete es übrigens als positiv, dass er sich auch in der ›Öffentlichkeit‹ an mich heran machte.
»Weißt du, es liegt mir am Herzen, dass du einen guten Abschluss machst – Idol-Karriere hin oder her. Mir ist egal, ob du weiterhin Erfolg hast oder gut aussiehst, ich möchte einfach nur, dass du abgesichert bist«, legte ich ihm meine Sicht der Dinge dar. »Darum sollten wir uns beide dieses Wochenende wirklich daran setzen, dass wir beide einen guten Abschluss bekommen.«
»Also würdest du dich auch mit mir abgeben, wenn ich ein normaler, nicht so gut aussehender Schüler wäre?« Der wollte mich wohl testen, hatte ich das Gefühl.
»Natürlich.« Trotzdem finde ich dich immer gut aussehend. »Der Charakter ist in der Hinsicht wichtiger, auch wenn ich bezweifele, dass du dann die gleichen Charakterzüge hättest wie in Wirklichkeit. Das ist das typische »Was wäre, wenn ...?«, auf das man in den meisten Fällen eh keine Antwort findet.«
In Fuutos Gesichtszügen konnte ich nicht ausmachen, ob meine Antwort ihn nun zufriedenstellte oder nicht. Ich glaubte nicht, dass er es toll fand, dass die Person, die er – vielleicht! – liebte, ihn nur wegen seinem Erfolg und seinem Aussehen mochte.

Eine Stunde später waren wir dann auch endlich zu Hause, da ich schon meine Zeit gebraucht hatte, die passendsten Bücher heraus zu suchen, und dann auch noch Fuuto zu überreden, dass er mir gefälligst beim Tragen helfen sollte. Irgendwie hatte ich jetzt das vage Gefühl, dass er mich dieses Mal beim Lernen umso mehr ablenken wollte, aber er hatte ja Nein gesagt, als ich ihn freundlich darum bat.
Meinen Bücherstapel legte ich schnell auf dem Wohnzimmertisch ab, um dann in mein Zimmer gehen zu können, weil ich nicht in meiner Uniform lernen wollte. So war mein Gemütlichkeitsoutfit mal wieder an der Reihe, nur statt einer langen Schlafhose trug ich nun eine kurze.
Als ich wieder aus meinem Zimmer treten wollte, wurde ich jäh aufgehalten und mein Rücken machte schon zum zweiten Mal in meinem Leben Bekanntschaft mit der anderen Seite meiner Tür. Fragend blickte ich Fuuto an.
»Willst du es dir nicht noch einmal überlegen? Wir könnten so viel Besseres machen als lernen, Nee-san.« Uh, nicht schon wieder dieser verruchte Klang in seiner Stimme. Damit konnte er mich wirklich herum bekommen.
»Klingt wirklich verlockend, Fuuto, aber wir müssen wirklich lernen«, erwiderte ich nachdrücklich.
»Du bist wirklich verantwortungsbewusst, Nee-san.«
»Bin ich das wirklich? Würden nicht die Prüfungen anstehen, ich würde dein Angebot liebend gerne annehmen, Fuuto. Aber was nicht ist, das ist nicht. Und jetzt los, die Schulbücher warten auf uns«, meinte ich darauf und zog ihn meinerseits hinter mir ins Wohnzimmer.
Schnell hatte ich ihn aufs Sofa verfrachtet und dem Idol eines der Mathebücher in die Hände gedrückt. Man sollte mit dem anfangen, was man am wenigsten leiden konnte, so konnte es nur noch besser werden – in Fuutos Fall war das eben Mathe.
»Und wie soll das jetzt vonstatten gehen, Nee-san?«
Ich sah ihn leicht sprachlos an. Meinte der das ernst? Offensichtlich schon. »Na, du liest dir jetzt dir Erklärungen zu den Themen, die ihr schon behandelt habt, durch. Sollte etwas nicht ganz verständlich sein, guck in den anderen Büchern nach, ob die Erklärungen verständlicher sind. Wenn du meinst, es verstanden zu haben, versuche dich an den Aufgaben. Und bevor du fragst, woher du wissen sollst, ob deine Lösungen richtig sind: Hab letztes Jahr die gleichen Bücher ausgeliehen und mir die Lösungshefte dazu gekauft. So, und ich lerne jetzt Englisch.« Damit griff ich mir ein Buch, in dem die englische Grammatik erklärt wurde. Blöde Sprache, die brauchte doch kein Mensch!

So war es ruhig im Raum geworden, immer wieder kontrollierte ich aus den Augenwinkeln, ob Fuuto wirklich lernte. Allem Anschein nach tat er es wirklich und sicher war ich mir, als er erst nach einem anderen Buch griff und dann versuchte, einige der Aufgaben zu lösen. Währenddessen hatte ich mir mein Vokalbelheft geschnappt, um die Vokabeln der letzten Lektion endlich in den Kopf zu bekommen.
»Nee-san?«
»Hmm?« Ich sah ihn an.
»Wie macht man das hier mit dem Taschenrechner?« Er tippte auf den Oberbegriff in dem Buch.
»Ach, rekursive Folgen. Blödes Thema, ich habe es nie richtig begriffen, hatte aber immer Glück. Also, du musst auf die Taste drücken ...« Ich rutschte etwas näher zu ihm hin, um ihm gemeinte Taste zu zeigen, »und dann diese Funktion auswählen.«
»Danke, Nee-san.«
Das »Kein Problem« blieb mir im Halse stecken, als der Braunhaarige blitzschnell den Taschenrechner zur Seite gelegt hatte und mich mit dem Rücken auf das Sofa drückte. Da kamen schlechte Erinnerungen in mir hoch. Panisch sah ich ihn an.
Fuuto verstand, was mir durch den Kopf ging. »Keine Sorge, Nee-san, ich tu dir nichts. Ich will dich nie wieder verletzen.« Er strich mir ein paar Strähnen aus der Stirn.
Du verletzt mich auch, indem du mir nicht sagst, was ich für dich bin, Fuuto. Das konnte ich ihm aber nicht sagen – noch nicht zumindest ...
»Sag, Nee-san, warum verplemperst du das ganze Wochenende fürs Lernen?« Seine braunen Augen hielten meinen Blick beinahe fest.
»Weil ich meine Prüfungen nicht verhauen will. Warum denn auch sonst?«
»Aber Nee-san, du bist doch schon so schlau und hast auch generell mehr Zeit zum Lernen, wenn ich nicht da bin.« Eine seiner Hände spielte scheinbar gedankenlos mit meinen Haaren.
»Ist ... ist das ein Problem ...?« Unsicher drehte ich meinen Kopf etwas zur Seite. Sein Anblick, wie er so über mir kniete, löste starkes Herzklopfen bei mir aus – ich war hoffnungslos ... »Zum einen, meine Klasse erwartet so viel von mir. Ich war von den Erstklässlern auf Platz 15 der besten Schüler und alle vierzehn Plätze vor mir sind in anderen Klassen gelandet. Irgendwie bin ich der Hoffnungsträger für meine Klasse ...«
»Und zum anderen, Nee-san?« Er drehte mein Gesicht wieder in seine Richtung.
»Weil ... weil ich deine Nee-san bin.« Hah! Jetzt war er baff! Doch ich wusste ja nicht, was genau er immer mit seinen »Du bist meine Nee-san«-Aussagen gemeint hatte, so hatte ich ihm jetzt vielleicht in die Hände gespielt.
»Das sind interessante Gründe, Nee-san, auch wenn der wahre Grund offensichtlich nicht dabei war.« Er lachte leise und fuhr mit seinen Fingern die Konturen meiner Lippen nach – das hatte er damals an Weihnachten auch schon gemacht ...
»Aber es sind auch gute Gründe! Und ich hab noch einen: Wie ich schon heute in der Schule sagte, es mir wichtig, dass du in ein paar Jahren auch einen guten Abschluss machst.« Meine Gründe waren zwar allesamt plausibel und irgendwie auch logisch – außer bei einem Grund vielleicht –, doch vermutlich wussten wie beide es besser. So konnte ich in seiner Nähe sein. Ich begehrte förmlich seine Nähe, war er schließlich nicht so oft da. Jede einzelne Sekunde wollte ich mittlerweile mit ihm verbringen, selbst wenn ich dafür Lernen musste, um einen Grund zu haben, bei ihm zu sein.
Wie konnte man nur so von einem Menschen abhängig werden? Nicht, dass das schlecht war, aber ... Ja, wieso ›aber‹? Es gab kein ›aber‹. Ich hatte es doch schon mehrmals in den letzten Wochen festgestellt. Allerdings war dies die Vergangenheit. Egal, wie schön – bis auf eine unschöne Ausnahme eben – sie auch gewesen war, ich wusste nicht, was die Zukunft für mich bereit hielt. Ich wusste nur, erwiderte er meine Gefühle tatsächlich nicht, dann hatte ich ein ernsthaftes Problem: Fuuto hielt mein Herz in seinen Händen.
»Nee-san?« Er beugte sich weiter zu mir herunter.
»Hmm?« Irgendwie hatte ich gerade ein Déjà-vu-Erlebnis.
Er küsste mich, er küsste mich mit so einer Sanftheit, die ich bisher nur unserem ersten Kuss erlebt hatte. Ich lächelte in den Kuss hinein. Hoffentlich musste ich das nie mehr aufgeben. Hoffentlich wollte er mein Herz auch weiterhin in seinen Händen halten.
~~~~~~~~


Hallu :3
Etwas langsamer als beim letzten Mal, sorrry. ^^' Ich wollte mich am Wochenende dransetzen, aber es musste ja so kommen, wie es kommen musste: Kaum geht die Magen-Darm-Grippe umher, muss Resa sie natürlich auch bekommen. (Glaubt mir, ich hatte die schon oft genug ... Drei Jahre in Folge an Weihnachten. ;_;) Und so musste leider mein Laptop als bester Freund erstmal weichen und dem Badezimmer Platz machen. Tja, Pech eben.
Jetzt sind es nur noch drei Kapitel ... Ich will nicht ... Ich liebe mein Fuuto x Eve Pair. ♥ Es ist genauso toll wie mein Tsubaki x Kiriko Pair - jop, Schleichwerbung. xD Und ich bin auch weiterhin eifrig am Planen für meine neue Brothers Conflict FanFiktion-Idee. Mal wieder hat sich etwas krasser entwickelt, als ich es beabsichtigt hatte. *pfeif*

Nun denn, bis dahin,
Resa~ :3
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