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You're mine - I'm yours

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Asahina Futo
14.05.2014
15.08.2015
18
28.683
4
Alle Kapitel
27 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.03.2015 1.734
 
Let’s play together | 10. Mai ꞌ13


Über zwei Monate waren wieder vergangen und ehrlich: Ich war keinen Deut weitergekommen. Dieses Idol brachte mich echt an den Rand der Verzweiflung. Noch immer hatte er nicht verlauten lassen, was ich denn nun für ihn war – abgesehen von seiner »Du bist meine Nee-san«-Antwort. Doch ich hatte das Gefühl, dass ihm doch etwas an mir lag. Genau wissen tat ich es jetzt nicht, aber man sollte doch immer auf sein Bauchgefühl hören, oder nicht?
Wahrscheinlich würde ich um einiges weiterkommen, wenn ich von meiner Seite aus alle Karten auf den Tisch legen würde, aber das ging einfach nicht. Blöder Sturkopf ... Vermutlich wusste Fuuto eh, wie es um mich stand, denn er schien ja irgendwie alles über mich zu wissen. Hm, vielleicht wartete er ja auch gerade darauf, dass ich von selbst auf ihn zukam. Passte auch irgendwie zu ihm, fand ich. Er ließ mir meine Entscheidungsfreiheit.
Apropos Entscheidungsfreiheit. In den letzten Wochen hatten sich unsere Knutschereien wieder auf das Maß von vor diesem Vorfall erhöht, nur dass ich es mittlerweile noch lieber mochte, seine Hände auf meinem Körper zu spüren. So konnte ich es in letzter Zeit immer mehr zulassen, dass er mit seinen Händen unter mein Oberteil fahren durfte – aber mehr auch nicht! Fuuto drängte mich zu nichts, was ich nicht wollte. Tat er etwas, mit dem ich nicht klar kam, so machte ich ihn darauf aufmerksam und er unterließ es oder fragte, wie es mir besser gefallen könnte beziehungsweise wie ich besser damit klar käme. Doch egal, wie sehr ich seine Küsse, seine Lippen und Hände auf meiner Haut auch genoss, den ›letzten Schritt‹ – selbst wenn ich die Wette mal außen vor ließ, als wäre sie gar nicht existent – konnte ich einfach noch nicht mit ihm angehen. Dazu war ich einfach noch nicht bereit. Aber wie Fuuto schon direkt nach dem Abschluss unserer Wette gesagt hatte, er zwang mich zu nichts, und ich war ihm unendlich dankbar deswegen. Ich war froh, dass es auch diese verständnisvolle Seite an ihm gab. Generell verstand ich ihn in dieser Hinsicht immer mehr, selbst wenn er niemals seine große Klappe und Überheblichkeit ablegen würde. Irgendwie glaubte ich, er wollte mich damit einfach nur aus der Reserve locken – mittlerweile mit Erfolg.
»Ach, Eve-chan, gut, dass ich dich noch erwische.« Nana-chan kam auf mich zu, als ich gerade meine Jacke übergezogen hatte. Meine Schicht im Café war für heute beendet und ich konnte nach Hause.
»Hab ich was gemacht?«, fragte ich auch sogleich, als meine Chefin vor mir stehen blieb.
»Also, ich weiß nicht, Eve-chan, vielleicht liegt es auch nur an mir, aber ich wieder so ein komisches Gefühl bei dir.«
»Inwiefern »komisch«?«
»Anders als beim letzten Mal. Jetzt wirkst irgendwie glücklicher, aber manchmal auch etwas verzweifelt, auch wenn du bei deinen Kunden dein Image aufrecht erhältst«, versuchte sie mir zu erklären.
Mir kam in den Sinn, dass sie mir damals bei meiner Einstellung gesagt hatte, dass man den Job hier nur so lange machen sollte, wie man konnte. Wenn man sich zum Beispiel richtig verliebte, sollte man es lieber sein lassen, um die Beziehung nicht zu gefährden – außer, der Partner hatte kein Problem damit. Und Nana-chan war nicht blöd – nur etwas verpeilt manchmal. Sie merkte, dass meine Gefühlswelt nicht mehr mit der zu meiner Anfangszeit übereinstimmte. Ich hatte zwar keine Angst mehr, dass Fuuto einfach so in den Laden spazieren würde, aber ich konnte anderen einfach nicht mehr so ein ungezwungenes, strahlendes Lächeln entgegenbringen.
»Ich weiß, Nana-chan«, seufzte ich. »Es ... es ist ein bisschen kompliziert und das ist manchmal ziemlich frustrierend, aber ich bin in seiner Nähe trotzdem glücklich.«
»Ich verstehe, auch wenn ich mit dir meine beste Bedienung verlieren werde.« Sie nickte trotzdem verständnisvoll.
»Glaub mir, das wird sich bis zu meinem Geburtstag eh nicht klären. Ich glaube, er will, dass ich von selbst auf ihn zukomme und mein Geburtstag ist ein wichtiges Datum für uns beide, weshalb ich denke, dass ich es dann schaffe.«
»Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg, Eve-chan«, sagte Nana-chan und umarmte mich unerwartet. War irgendwie komisch, jemanden zu umarmen, der kleiner war als ich.
»Danke.«
Nana-chan ließ mich wieder los und lächelte mich an. »Nicht dafür. So, und jetzt ab nach Hause mit dir. Schönes Wochenende, Eve-chan.«
»Danke gleichfalls, Nana-chan«, lächelte ich zurück und ging zur Hintertür hinaus.

Als ich mich eine halbe Stunde später meiner Jacke und meinen Schuhe entledigt hatte, staunte ich nicht schlecht, als ich ins Wohnzimmer trat. Erstens lagen tatsächlich Schulsachen auf dem Tisch, wo ich doch nie damit gerechnet hätte, dass Fuuto dies freiwillig tun würde. Eigentlich schien er lieber lernen zu wollen, wo ich am liebsten berührt werden wollte und solche Sachen, als den Sinn der Mathematik und anderer Fächer zu verstehen.
Und was mich als zweites staunen ließ, war, dass das Idol sich die Spiele für die Wii, die ich im Wohnzimmer hatte liegen lassen, besah. War mir neu, dass er sich für Videospiele interessierte.
»Fuuto, was machst du da?«
»Nee-san, da bist du ja. Ich habe versucht, für die Prüfungen nächsten Monat zu lernen, aber du erklärst es hundertmal besser als die Schulbücher.« Trotzdem unterbrichst du mich jedes Mal in meinen Erklärungen, weil du mich ablenkst, mein Lieber.
»Aber die Dinger da in deiner Hand sind keine Schulbücher.« Ich deutete auf die Spielhüllen, die er noch in seinen Händen hielt.
»Ich hatte keine Lust mehr zu lernen und da habe ich die Spiele gesehen. Ich wollte das Spiel mit diesem Regenbogen finden«, erklärte er und legte die Spielhüllen wieder zurück.
»Ach, du meinst Mario Kart Wii. Das ist hier nicht, sondern in meinem Zimmer, weil es mich frustriert hat, nachdem du mich letztens aus meiner Konzentration gerissen hast«, erklärte ich und holte besagtes Game schnell aus den Untiefen meiner Spiele-Sammlung.
Kaum stand ich wieder im Wohnzimmer, lehnte das Idol sich von hinten an mich, legte mir dabei seine Hände auf den Bauch. So begann er auch meistens seine Ablenkungsmanöver, wenn wir lernten.
»Kann man das auch zu zweit spielen, Nee-san?«
Meine Augen machten jetzt wohl Untertassen Konkurrenz. »Was? Äh, ja klar.« Hatte man ihm irgendwas ins Glas getan? Irgendwie war er heute anders. Naja, auch egal.
»Hast du denn auch zwei dieser Fernbedienungen, die man offensichtlich dafür braucht?«
»Ja, Mom wollte das anfangs immer mit mir spielen, wenn sie mal zu Hause war«, antwortete ich und deutete auf einen Karton, in dem sich für fast jede Konsole ein zweiter Controller für Mom befand, wenn nicht gleich eine zweite Konsole wie ein Nintendo DS oder eine Playstation Portable. Keine Ahnung, warum Mom sich die auch gekauft hatte.
»Kannst du es mir dann beibringen?«, fragte der Hellbraunhaarige und knabberte an meinem Ohr. Uh, ich war da immer noch empfindlich.
»Klar, wenn du willst«, hauchte ich, kaum noch in der Lage, einen ordentlichen Gedanken zu fassen. Warum musste er auch immer meine Schwachstellen ausnutzen? So schaffte ich es gerade auch nicht, einen Fuß vor den anderen zu setzen, um Mario Kart zu starten. Fuuto bemerkte das und schob mich einfach in die richtige Richtung, wo er mich zu Boden drückte und sich neben mich fallen ließ.
Langsam klärte sich mein vernebelter Verstand wieder und ich konnte endlich meine – übrigens total schicke schwarze – Wii starten. Schnell war die Spiele-CD auch eingelegt und ich machte mich daran, Fuuto das Spiel zu erklären.
Nach einer geschlagenen halben Stunde hatte er das meiste endlich verstanden – Videospiele waren definitiv nicht seine Welt. Trotzdem suchte er jetzt mit voller Konzentration seinen Spielecharakter aus. Gut, dass ich schon alles freigespielt hatte. Wie immer hatte ich mir Rosalina samt Motorrad gebunkert. Auch Fuuto wollte sich dann ein Motorrad nehmen.
»Halt! Nimm lieber ein normales Kart, die kann man einfacher steuern«, hielt ich ihn auf.
Er sah mich an. »Aber du nimmst doch auch ein Motorrad, Nee-san.«
»Ich spiele ja auch schon länger als du. Soll ich dir mal erklären, wie lange es gedauert hat, Rosalina freizuschalten?«
Kaum zu glauben, aber er nickte verstehend und suchte auch hier das Fahrzeug mit größter Sorgfalt aus. Der Typ blieb mir manchmal ein Rätsel ...
Trotz seiner genau überlegten Auswahl von Fahrer und Wagen verlor Fuuto haushoch. Nun, ich konnte es ihm auch nicht übel nehmen, anfangs hatte ich auch so meine Probleme mit dem Spiel gehabt. Allerdings versuchte er dann, mich abzulenken, damit ich auch mal verlor. Leider gelang ihm es tatsächlich manchmal, dass ich zumindest nicht als Erste durchs Ziel kam und dass ich bei dem verdammten Regenbogenboulevard mal wieder von der Rennbahn flog, während er selber auf der Bahn blieb. Trotzig sah ich ihn dann an, warum bekam er die Strecke hin und ich nicht?
»Du hast es wohl nicht so mit diesem Regenbogenboulevard, oder, Nee-san?«, sprach das Idol das Offensichtliche auch noch aus.
Ich antwortete nicht, sondern schmollte lieber vor mich hin. Fuuto strich mir ein paar Haare aus dem Gesicht, entfernte den Controller aus meiner Hand und legte ihn zusammen mit seinem neben uns ab. Ich dachte, er würde mich jetzt auf den Boden drücken, aber er zog mich tatsächlich auf sich, sodass ich zwischen seinen Beinen lag.
»Ich mag es nicht, wenn Nee-san nicht glücklich ist, wenn sie bei mir ist. Also muss ich jetzt wohl dafür sorgen, dass es dir wieder besser geht«, sagte er noch, ehe er mich mit einer Hand in meinem Nacken zu sich hinunter drückte, um mich zu küssen.
Nein, ich bin auch nicht gerne schlecht gelaunt, wenn du in der Nähe bist.
~~~~~~~~


Hallu :3
Jaja, die Resa ist wieder voll drin im Schreiben - hatte das Kapitel eigentlich schon gestern  fertig. ^^' Ich wollte eigentlich ein bisschen vorarbeiten, aber scheinbar scheint das letzte Kapitel nicht so gut zu sein ... Da lade ich lieber schnell das nächste Kapitel hoch - in der Hoffnung, das dieses hier besser ist. oô
Und um leider auch noch die schlechte Neuigkeit vom letzten Kapitel zu präzisieren: Sobald ich das 18. Kapitel hochgeladen habe, wird der Status auf "Fertiggestellt" geändert. Ja, ich weiß, das ist nicht viel, in Anbetracht der Tatsache, dass dieses hier schon das 14. ist und Resa gerade auch noch Ferien hat. Doch ich habe noch kleine Geschichten in Form von OneShots für "You're mine - I'm yours" in Planung, die einfach nicht in die FanFiktion passen. ^-^

Bis dahin,
Resa~ :3
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