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You're mine - I'm yours

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Asahina Futo
14.05.2014
15.08.2015
18
28.683
4
Alle Kapitel
27 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
14.05.2014 1.605
 
Warum? | 18. Februar '13


Angestrengt kaute ich auf dem Ende meines Bleistiftes herum. Wenn mir doch nur etwas einfallen würde, sodass ich doch noch eine Chance hatte, Fuuto zu entkommen – sonst sah ich schwarz für mich. Irgendetwas musste es doch geben! Etwas, dass mich völlig in den Bann zog und-
»Nagami-san, was ist die dritte Wurzel aus 8?«
»Zwei.« Und mich Fuuto völlig vergessen ließ. ... Ein Videospiel! Was könnte mich mehr begeistern? Ich hatte letztens ein gut bewertetes Online-MMORPG gefunden. Vielleicht war das tatsächlich etwas für mich. Dann drang-
»Nagami-san, was ist Ihre Blutgruppe?«
»Das hat nichts mit Mathe zu tun.« Dann drang selbst Fuuto mit seinen anzüglichen Sprüchen nicht mehr zu mir durch. Ja, das war ein guter Plan!

Nach der Schule zu Hause angekommen, schlüpfte ich schnell in bequeme Kleidung und machte es mir mit Laptop und großen Kopfhörern – um die Außenwelt noch besser zu ignorieren – im Wohnzimmer gemütlich.
Das Spiel war relativ schnell gefunden, aber leider dauerte das installieren ein wenig, also kam erstmal ein schlichteres Spiel zum Einsatz. So toll, wie es am Anfang gewesen war, ist es nicht mehr, aber meine Zeit konnte ich damit noch gut vertreiben.
Zwei Stunden später konnte ich endlich in die neue Welt eintauchen. Die Grafik war echt die beste, die ich je zu sehen bekommen hatte und die Musik zog mich auch in seinen Bann, auch wenn ich normalerweise den Bass verehrte – so schöne, dunkle, verführerische Töne ... Verdammt, ich schweifte ab!
Zehn verschiedene Klassen. Die Magieklassen und die Fernkampfklassen fielen automatisch weg. Ich konnte einfach nicht gleichzeitig Abstand zu den Gegnern halten und trotzdem angreifen; außerdem fand ich es langweilig, nicht mitten im Geschehen zu sein. Schildset und Streitaxt rissen mich auch nicht sonderlich vom Hocker, aber es gab noch zwei Dolche oder ein überlanges Katana. Zum Glück konnte ich drei verschiedene Charaktere erstellen, also nahm ich erstmal die Dolche. Gut, Klasse gewählt, weiter ging es zum Aussehen und zur Namensgebung. EveVictorian war mein typischer Spielername, also behielt den auch bei. Schwieriger wurde es bei Haaren und Augen meiner Figur. So viele verschiedene Möglichkeiten ...
Letzten Endes hatte ich ein Mädchen mit langen, leicht gewellten rosanen Haaren und großen, Ozeanblauen Augen. Nein, ich wurde nicht von Megurine Luka inspiriert, auch wenn sie so aussah, sondern von einem Bassisten – wie gesagt, ich liebte den Bass. Als ständigen Begleiter hatte ich eine Kopie in Miniformat erstellt. Also, Game start!
Ich wurde direkt ins Geschehen geworfen, aber es gefiel mir. Die Steuerung war so anders als die vom vorherigen Spiel, doch schnell hatte ich mich daran gewöhnt. Mittlerweile war es für mich ein leichtes, Tastenkombinationen zu behalten.
Als ich dann irgendwann dieses Szenario hinter mir hatte und die Anfangsstadt ebenfalls, kam auch Fuuto nach Hause. Viel mehr bemerkte ich auch nicht, nur dass er sich über mich beugte und mich mit einem undefinierbaren Blick ansah, aber das Spiel war einfach so interessant! Wie es aufgebaut war, die Geschichte, die ganzen Quests, das Spiel hatte mich in seinem Bann – mein Plan war ein voller Erfolg.
Dennoch wurde es nach einer Zeit ziemlich ungemütlich, die ganze Zeit mit dem Rücken am Sofa gelehnt zu sitzen, also stand ich kurz auf, um mir aus meinem Zimmer ein großes, weiches Kissen zu holen. Leider hatte ich meine Rechnung ohne Fuuto gemacht, denn als ich zurück ins Wohnzimmer kam, waren mein Laptop und mein Kopfhörer weg. Verloren stand nun da, wo ich vorher die ganze Zeit gesessen hatte. Ich fühlte mich leer – ich wollte weiterspielen!
»Du kannst mit mir weiterspielen«, hörte ich, ehe ich aufs Sofa geschubst wurde. So schnell konnte ich es gar nicht realisieren, da befand sich Fuuto über mir. Mit festem Griff hielt er meine Handgelenke über meinem Kopf fest und eines seiner Knie befand sich gefährlich weit oben zwischen meinen Beinen. Eigentlich sollte ich Angst haben – sein Griff tat nämlich weh –, aber sein Gesicht sprach Bände: Der Kerl war eifersüchtig auf ein Spiel.
»Fuuto, du tust mir weh, lass los! Und gib mir meinen Laptop wieder!« Ich sah ihn wütend an. Und wo waren überhaupt unsere Eltern? Die konnte ich gerade echt gut gebrauchen. Stimmt, sie waren ja nur am Wochenende da gewesen ...
»Befrei dich doch.« Gesagt, getan. Ich strampelte mit den Beinen, was das Zeug hielt, doch schnell merkte ich, dass das nicht den gewünschten Effekt herbeibrachte – man bedenke, wo sich Fuutos Knie befand.
Er kam mit seinem Gesicht ganz nah an meines, ohne jedoch den Griff zu lockern. Kein Wort kam aus seinem Mund, er betrachtete mich nur ausgiebig, ehe er seine Lippe auf meine senkte. Diesmal war ich davon nicht angetan, also presste ich meine Lippen zu einem schmalen Strich zusammen. Doch das schien ihn nicht zu interessieren, sondern er schob sein Knie so weit hoch, wie es noch ging. Er nutzte den Moment aus, wo mir erst klar werden musste, was er da gerade tat, um seine Zunge in meine Mundhöhle gleiten zu lassen. Ich strampelte wieder los, doch er drückte nur sein Knie weiter unbarmherzig an mich und küsste mich weiterhin.
Was sollte ich nur tun? Ich war ihm ausgeliefert. Was würde er mit mir machen? Angst, ich hatte unglaubliche Angst. Angst vor Fuuto. Tränen der Verzweiflung perlten aus meinen Augen. Ihn interessierte es nicht – kein Stück. Vor lauter Angst und Verzweiflung merkte ich erst, dass Fuuto meine Hände nur noch mit einer Hand im Griff hielt, als ich seine andere kalte Hand auf meinem Bauch spürte. Verdammt, warum tat er das? Wieso tat er mir das an?!
Hätte das Idol nicht wie jeder andere Mensch Sauerstoff gebraucht, dann hätte ich meine Unschuld wohl an Ort und Stelle auf unfreiwillige Art und Weise verloren. Ich wusste nicht warum, aber als er beim Luft holen in mein Gesicht sah, wich die Härte aus seinen Augen und er setzte sich auf. Meine Handgelenke schmerzten wie die Hölle, als er sie losließ.
Ich zuckte zurück, als er seine Hand über meine Wange streichen lassen wollte. »Fass mich nicht an!«, schluchzte ich.
»Nee-san, ich-«
»Nichts, ›Nee-san‹! Was hast du dir dabei gedacht?! Du warst im Begriff, mich zu vergewaltigen! Warum?! Warum zur Hölle? Ich wollte doch nur in Ruhe mein Spiel spielen! Was passt dir daran nicht? Ich habe noch mein eigenes Leben! Ich denke nicht vierundzwanzig Stunden sieben Tage die Woche nur an dich!« Schluchzend vergrub ich mein Gesicht in meinen Händen.
So saß ich da nun – heulend, schluchzend und vollkommen verängstigt. Jedes Mal, wenn er versuchen wollte, mich zu trösten, schnitt ich ihm das Wort ab oder schlug seine Hände weg. Wieso wollte er wirklich so weit gehen? Was hatte das für einen Sinn? Ich verstand es einfach nicht ...
Immer noch fassungslos wollte ich aufstehen, doch meine Füße schienen keinen Halt zu finden und so taumelte ich nach vorne. Ich ließ mich nur von Fuuto auffangen, weil die Aussicht, mit meinem Kopf an den Tisch zu schlagen, weniger schön war, als mich von ihm berühren zu lassen. Aber ich stieß mich so schnell wieder von ab, wie ich konnte, als ich wieder richtig stehen konnte.
»Warum ...? Sag mir, warum du das tun wolltest«, forderte ich ihn auf. Eine Erklärung wollte ich wenigstens haben, auch wenn eigentlich keine erwartete. Ja, warum tat man das?
»Ich weiß nicht so recht, warum genau. Du hast mich die ganze Zeit überhaupt nicht beachtet und auf deinen dämlichen Laptop gestarrt. Das Glitzern, das du in deinen Augen hattest, als du das Spiel gespielt hast ... ich wollte es für mich haben. Ich wollte, dass du nur mir diesen Blick schenkst! Und in dem Moment wollte ich dich besitzen, sodass du nur mich siehst und alles andere vergisst.«
Erschrocken sah ich ihn an. Vieles hätte ich erwartet, aber nicht das, was ich ursprünglich gedacht hatte. »Du bist ... eifersüchtig. Verdammt, warum zur Hölle bist du das? So etwas wie Eifersucht kannst im Bezug auf mich doch gar nicht haben! Ich bin doch nur jemand, mit dem du etwas spielen willst, ehe du mich eh fallen lässt wie eine heiße Kartoffel! Langsam kannst du mich echt mal! In letzter Zeit hattest du sogar Aussicht auf Erfolg, was die Wette anging, aber jetzt bist du wieder bei null angekommen! Und da wirst du auch bleiben, denn ich hab erstmal die Nase voll von dir!« Mit diesen Worten drehte ich mich schwungvoll um, drohte dabei wieder den Halt zu verlieren, aber ich konnte mich gerade noch aufrecht halten und verließ den Raum.
Meine Füße bracht mich direkt ins Badezimmer. Eine heiße Dusche konnte ich jetzt gut gebrauchen, denn ich hatte momentan nicht den Nerv dazu, bis die Wanne vollgelaufen war. Seufzend stellte ich mich unter das heiße Wasser, nachdem ich sämtliche Kleidung in den Wäschekorb befördert hatte.
Wie lange ich einfach dort stand, ohne irgendetwas zu machen, wusste ich nicht – aber es war auch nicht wichtig. Die Spiegelscheiben waren schon lange beschlagen und eine feuchte Wärme breitete sich im gesamten Raum aus. Es entspannte mich. Unfreiwillig ließ mein Hirn die Szene von vorher nochmal Revue passieren. Ich schüttelte heftig meinen Kopf – ich wollte das nicht sehen.
Wieder rannen mir Tränen an den Wangen hinab, sie waren soviel heißer als das Duschwasser. Schmerzender. Schluchzend ließ ich mich zu Boden gleiten. Warum tat es mir nur so sehr weh, dass er mir das antun wollte?
~~~~~~~~

Entschuldigt die lange Wartezeit, aber ich hatte überhaupt keine Ideen, wie ich dieses Kapitel beginnen sollte. ._. Ich hatte nur eine persönliche Story im Kopf, die ich problemlos abtippen konnte, aber bei allem anderen ... Pustekuchen. ^^'
Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass 'mein Fuuto' so handelt, wie die Animevorlage es schon versucht hat. *hust* Das war keine Absicht. =D

Bis dahin,
Resa~ :3
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