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Auch das Schicksal ist mal nett zu mir, oder?!

von Hanasaki
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Niederlande
13.05.2014
03.06.2015
29
69.971
4
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Dieses Kapitel
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13.05.2014 2.389
 
Niederlande= Tim Jansen
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Wenn Leute in meinen Alter sagen, dass Leben hasst sie gerade total, weil sie gerade keine Beziehung habe, sich mit ihren Mitbewohnern gestritten haben, in einer Klausur mal ‘ne Schlechte Noten bekommen haben oder weil sie mal am Wochenende arbeiten müssen, anstatt feiern zu gehen, dann würde ich am liebsten im Dreieck springen. Aber nein ich lächle immer freundlich und versuche sie aufzumuntern und aufzubauen. „Das Wird schon“ oder „Hey es gibt Leute die sind schlimmer dran als du“…ich bin eine von diesen. Als Gott gefragt hatte, ob jemand Lust hätte, dass einen das Schicksal hasst, habe ich zu laut hier gerufen. Obwohl mein Leben so eigentlich ganz normal begonnen hatte.
Meine Eltern hatte ein kleines Café, welches wirklich gut lief. Wir hatten keine Probleme. Gut okay ich war schon immer etwas tollpatschig. Das war aber auch das Einzige. Dann aber nahm das Schicksal seinen Lauf…Mein Vater verließ unsere Familie von den einen auf den anderen Tag. Ohne Grund! Er ging einfach. Am Anfang hatte ich das nicht verstanden. Meiner Mutter arbeitete weiter. Das Café war ja immer noch da und es lief noch wie früher, ziemlich gut. Die Mitarbeiter unterstützen uns ziemlich gut. Aber auch dann ging es weiter Bergab. Irgendwann musste meine Mama das Café verkaufen, weil sie krank wurde. Aber wir hatten doch wieder Glück. Einer der Mitarbeiter kaufte es ihr ab und alles verlief ziemlich gut. Meine Mutter und ich wurden von unsere Familie unterstütz. Sie sahen es als selbstverständlich an. Bis zum heutigen Tag…
Ich habe mit 16 anfangen auszuhelfen um mir etwas Geld dazu zuverdienen. Klasse Idee wenn man so tollpatschig ist, dass man über seine eigenen Füße stolpert. Aber es geht. Mittlerweile bin ich 21 und studiere auch. Mit dem Geld was ich verdiene bezahl ich halt meine Miete in meiner WG. Aber zurück zum heutigen Tag.

Geschafft von Arbeit und Uni öffne ich die Tür und tretet in die WG. Es ist dunkel. Okay es ist ja auch bereits 0:00 und morgen müssen wir früh raus.  Ich wohne mit meinem Freund Gilbert, seinen kleinen Bruder Ludwig und meiner besten Freundin Elizabeta zusammen. Alle studieren wir bereits und kommen so ganz gut klar. Aber ein Geräusch nimmt meine Ohren in Beschlag. Stöhnen? Das hört sich an als…ich werde Rot. Hat Ludwig oder Lizzy etwa wen hier? Hach was soll’s, geht mich ja auch nichts an. Ich laufe auf leisen Sohlen zu meinem Zimmer. Es ist das letzte im Gang. Erst an Ludwigs Zimmer vorbei. Kein Geräusch, dann an Lizzy Zimmer. Kein Geräusch…Warte mal…wenn weder aus Lizzys Raum noch auch Ludwigs Raum dieses Geräusche kommen dann. Ich öffne Gilberts Tür und starre ihn geschockt an. Auch er blickt mich dann an. Mit geweiteten Augen. Ich sehe nur die braunen Haare einer Frau. Bitte lieber Gott tu mir das nicht auch noch an.
„Gil? Eliza?“, frage ich leise nach.
„[N-name]…ich dachte, du bist bei deiner Mutter.“, sagt Gil dann. Ich verenge die Augen.
„Lenk nicht vom Thema ab…Warum?“, frage ich nach und bin den Tränen nahe.
„[Name]…ich…es tut mir leid.“, sagt Gil dann nur.
„Musste ja passieren. Viele Dank. Wenn du mich nicht mehr liebst, hättest du auch einfach Schluss machen können.“, sage ich und gehe dann aus dem Zimmer. Ich laufe schnell in mein Zimmer und schließe die Tür ab und rutsche auf den Boden. Ich beginne zu weinen. Das ist schrecklich. Warum muss mir sowas immer wieder passieren? Werde ich vom Pech verfolgt? Was habe ich den falsch gemacht?
Am nächsten Morgen verlasse ich die Wohnung schon um 7:00. Bedrückt laufe ich durch die Straßen. An liebsten würde ich mir die Seele aus dem Leid schreien. Aber nein. Immer ruhig bleiben und anderen keinen Kummer bereiten. Das habe ich schon immer so gehandhabt. Auf meine Ohren dröhnt die Musik von [Lieblingssänger etc.], so dass ich kaum aufpasse wo ich lang laufe. Ich stehe an einer Kreuzung, nicht darauf achtend, wann die Ampel auf Grün schaltet und gehe einfach weiter. Ein lautes Hupen lässt mich zurück in die Realität kommen und ich spüre nur, wie ich ruckartig nach hinten gezogen werde.
„Pass doch auf! Die Ampel ist rot du dumme Nuss!“, schreit mir der Autofahre entgegen. Ich starre dem Auto noch einen Moment hinterher. Man! Das hätte echt schief gehen können. Erst jetzt spüre ich, dass jemand immer noch mein Arm etwas grob umklammert hat. Ich drehe mich um und muss erst mal hoch schauen. Ein junger Mann, mit hochstehenden blonden Haare und großen grünen Augen. Er trägt dazu noch einen weiß- blauen Schal und hat eine Pfeife in der anderen Hand. Sein Gesicht wirkt etwas grimmig.
„ Du solltest dich mehr auf die Umgebung konzertieren.“, ich höre aus seiner Stimme einen leichten Niederländchen Akzent. Das weiß ich, da ich oft in den Niederlande war. In Amsterdam aber auch an Grenzstädten, wo halt auch noch Deutsch gesprochen wird. Wer das nicht weiß, würde ihn auch nicht raus hören.
„D-danke. Und tut mir leid.“, antworte ich und blicke auf den Boden. Er lässt meinen Arm los und geht dann sein Weg.

In der Uni gehe ich allen aus dem Weg. Auch Ludwig, der gar nichts dafür kann. Ich bin einfach zu sehr verletzt deswegen. Ich muss mir so oder so was einfallen lassen. Wohnen bleiben werde ich da nicht. Was mach ich nur?! Das ist nicht fair. Ich laufe durch den großen Gang der Uni. Um mich herum sind viele Menschen. Plötzlich legt eine Hand auf meine Schulter. Ich schrecke vollkommen zusammen.
„[Name]. Warum hörst du nicht, wenn ich dich rufe.“, sagt Ludwig dann streng zu mir.
„Tut mir leid. Ich bin ganz in Gedanken vertieft.“, sage ich und lächle aufgesetzt.
„Du brauchst gar nicht so zu tun. Ich weiß, was passiert ist. Ich habe meinen Bruder bereits dafür den Kopf gewaschen.“, sagt er. Ich blicke zu Seite. Dann erzählt mir Ludwig aber die gesamte Wahrheit. Ich könnte kotzen! Warum war ich eigentlich so dämlich und habe mich auf diesen Idioten eingelassen?!
„Danke…Du bist der einzige, der mich nicht enttäuscht hat. Aber das wird nichts daran ändern, dass ich ausziehen werde.“, sage ich und lächle ihn weiter an.
„Ich kann dich verstehen.“, sagt er dann. Ich nicke und gehe dann weiter. Wenigstens einer, der mich nicht enttäuscht. Aber gut. Ich sollte mich zusammenreizen.
„Wenn du irgendwie Hilfe brauchst sag mir Bescheid. Oder wenn mein Bruder wieder irgendwas anstellt. Dann wasch ich ihm nochmal den Kopf.“, ich nicke etwas lächelnd. Ludwig ist mein bester Freund und steht auf sein eigenes Geschlecht, was ich nicht schlimm finde. Man würde das wohl auch weniger glauben, wenn man ihn so sieht. Wir kennen uns schon seit der Grundschule und gingen immer in einer Klasse. Gilbert habe ich erst auf der Oberschule kennengelernt. Da war er ein Jahr sitzen geblieben. Und Elizabeta musste die 7.Klasse halt wiederholen, da sie Probleme mit Deutsch hatte, was sie jetzt überhaupt nicht mehr hat. Sie kommt ja ursprünglich aus Ungarn und Gilbert ging auf eine Sportbetonte Grundschule.
Am Nachmittag komm ich im Café an. Wie jeden Tag gegen diese Zeit. Schnell zieh ich mich um und binde mir die Schürze um.
„[Name]? Kommst du mal. Wir haben was bekannt zu geben.“, ruft mein Chef. Ich nicke und laufe ihm nach in die Küche, wo alle Mitarbeiter stehen. Ich stelle mich neben meine Kollegen und binde mir nebenbei meine [HF] Haare zusammen. Was wohl los ist?
„Nun ihr fragt euch sicherlich was los ist. Nun nach langem hin und her, habe ich mich entschieden mich zur Ruhe zu setzen und zurück nach Belgien zu gehen.“, erklärt er dann einfach mal. Wir weiten alle die Augen.
„Was?! Aber was wird dann aus dem Café?!“, frage ich panisch nach. Alle anderen fragen sich das gleiche und schauen genau so geschockt aus wie ich. Das kommt so plötzlich.
„Keine Sorge. Ich habe bereits jemand, der es übernehmen wird. Mein Enkelsohn. Er ist ein guter Junge und wird euch auch tatkräftig unterstützen. Auch versteht er etwas von den Job. Er ist ausgebildeter Gastronom.  Aber so ganz schnell werde ihr mich nicht los. Ich bin erst ab nächsten Monat weg. Mein Enkel wird aber hier nun rumschwirren und euch beobachten und kennenlernen.“, erklärt er dann. Ich bin immer noch geschockt von der gesamten Sachen. Das Café, welches meine Eltern so mühsam aufgebaut haben, soll nun an einen Typ gehen, der hier noch nie war?! Nein…ich muss mich zusammenreizen. Wie alle anderen mach ich mich jetzt an die Arbeit.

Leicht seufzten gehe ich in mein Teil des Cafés um Leute zu bedienen. Es ist relativ groß, muss ich schon sagen. Aber auch sehr gut besucht. Da ist die Größe auch nötig. Darüber hinaus gibt es noch eine Theke an der Kuchen und so verkauft werden. Die ist auch immer voll. Heute bin ich aber für den hinteren Teil eingeteilt. Ich blicke mich um und gehe dann auf einen Tisch zu.
„Hallo, was kann ich ihnen bringen?.“, begrüße ich den Gast freundlich und lächle ihn an.
„Ein Kaffee und ein Stück Rijstevlaai* bitte.“, ich zucke etwas zurück und blicke zu dem Gast nun runter. Die Stimme kam mir bekannt vor. Der Typ von heute früh. Also ist er wirklich aus den Niederlanden. Sonst würde er Rijstevlaai nicht sagen können, ohne sich halb die Zunge zu brechen.
„Ehm…wir haben kein Rijstevlaai. Kann ich Ihnen den Etwas anderes bringen?“, frage ich freundlich nach. Er blickt zu mir auf und weitet ganz kurz die Augen.
„Das Mädchen, das fast vors Auto gelaufen ist. Du bist alt genug zum Arbeiten?“, fragt er monoton nach und schaut mich perplex an. S-sehe ich echt so jung aus.
„Ich denke schon…mit 21…“, sage ich leicht verunsichert. Er verzieht keine Miene und steht dann auf. Hilfe! Der ist ja total groß…oder bin ich einfach nur zu klein? Er blickt zu mir runter.
„Zeig mir mal die Küche.“, sagt er dann. Ich blicke ihn verwundert an.
„Der Zutritt zur Küche ist für Gäste verboten.“, erkläre ich dann die Regeln. Er schaut mich mit er der gleichen Miene an. Genauso wie heute früh. Wie gruselig irgendwie. Plötzlich legt sich wieder einmal eine Hand auf meine Schultern. Vor lauter Schreckt lasse ich meinen Block fallen.
„[Name]! Endlich habe ich dich gefunden!“, diese Stimme! Gilbert! Ich drehe mich um und schaue ihn wütend an.
„Geh weg! Ich will nichts mehr von dir wissen!“, sage ich wütend. Er schaut mich überrascht an.
„[Name] bitte hör mir doch nur kurz zu! Das mit Lizzy war ein Ausrutscher. Wir waren voll betrunken. Und irgendwie kam es dann dazu, dass wir anfingen rumzumachen. [Name], Süße bitte verzeih mir das. Ich liebe dich doch.“, sagt Gil. Das kann ich nicht von dem Gast klären.

Ich ziehe Gilbert hinter mir her, in die Umkleide.
„Gilbert Beilschmidt weißt du was du bist?!  EIN ARSCHLOCH! Erst schläfst du mit meiner besten Freundin und nun besitzt du auch noch die Frechheit und lügst mich noch weiter an!“, rufe ich wütend. Er weitet seine roten Augen.
„Ludwig hat es mir erzähl. Du hast mich schon öfter betrogen, während ich meine Mutter besuchen war. Und es war auch nicht das erste Mal, dass du mit Lizzy geschlafen hast. Alter hast du überhaupt eine Ahnung, wie verarscht ich mich fühle?! Wenn du auf sowas stehst, hättest du doch gar keine Beziehung mit mir anfangen brauchen! Nenn mir einen Grund, warum ich dir verzeihen sollte?!“, sage ich wütend und den Tränen nahe.
„[Name]. Ich weiß, ich bin ein Arsch und es gibt keinen Grund mir zu verzeihen. Es ist nur…das alles hat nichts bedeutet! Mir hat es überhaupt nichts bedeutet. Das ich mit denen geschlafen habe war…war…Lizzy…hach. Bitte [Name] ich liebe wirklich nur dich.“, bittet er mich dann. Ich schüttle den Kopf.
„Nein Gil. Das schlimme ist, ich habe dir wirklich geglaubt, dass du mir treu bist und dass du mich liebst. Aber wenn du noch andere brauchst mit denen du schlafen kannst und ich dir nicht reiche, dann habe ich leider 3 Jahre meines Lebens verschwendet…Geh jetzt. Ich will dich nicht mehr sehen. Vielleicht hat es dir Ludwig erzählt, aber ich werde ausziehen. Ich suche mir eine andere Bleibe. Meinetwegen schlafe ich sogar hier im Café!“, sage ich und blicke zur Seite. Wir schweigen uns beide nun an. Dann weiß ich gar nicht, wie mir geschieht und ich werde von Gilbert gegen die Wand gedrückt.
„[Name]…ich lass das nicht zu. Du gehörst zu mir.“, sagt er bedrohlich. Ich knirsche mit den Zähnen.
„Du weißt, dass ich den schwarzen Gürtel in Aikido habe. Ich glaube ich bin um einiges stärker als du! Also lass mich los!“, knurre ich dann.
„Du würdest mich niemals schlagen. Du würdest niemanden etwas mit deinen Aikido-Künsten tun. Dafür kenn ich dich zu gut [Name].“, sagt er dann und hat leider Recht. Ich kann mich verteidigen, aber ich würde das nur in einer wirklichen Notsituation machen. Und gegen Leute, die ich kenne, auch wenn ich sie gerade wie z. B Gilbert hasse und verachtet, würde ich mich nicht damit zu Wehr setzen. Plötzlich habe ich aber wieder Platz zwischen mir und Gil.
„Sie vielleicht nicht aber ich schon. Nun verschwinde von hier.“, und wieder werde ich von dem Blonden gerettet. Gilbert starrt ihn kurz böse an und verschwindet dann aber.
„Vielen Herzlichen Dank. Du hast mir heute schon zum zweiten Mal gerettet.“, bedanke ich mich dann und lächle freundlich. Ignorieren wir mal die Tatsache, dass er in der Umkleide ist, wo man ohne Personalerlaubnis nicht hin darf.
„Wenn du dich verteidigen kannst, macht das auch.“, sagt er dann kühl. Recht hat er ja irgendwie schon.
„Äh…ich bin [Name] [Nachname]. Und du?“, frage ich nach. Er schaut runter zu mir.
„Tim Jansen.“, stellt er sich dann vor. Also wirklich Niederländer. Ist ja nicht schlimm.
„Hey sag mal…“, beginnt er dann. Ich blicke auf und schaue ihn fragend an.
„Wie viel kostet du in der Stunde?“, fragt er dann bitterernst nach. Ich starre ihn perplex an. Hat er das wirklich gerade gesagt? Als einzige passende Antwort fällt mir ein:
„Hä?“
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Eine neue Story von mir. Diesmal auf Wunsch der lieben Merthur mit Niederlanden als Hauptchara. Ja der Anfang ist jetzt nicht unbedingt Komödie like, aber es wird noch lustiger versprochen! XDD

Rijstevlaai ist ein niederländischer Reiskuchen. Ech lecker und simpel zu machen!^^
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