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A dancers life

von ZoeyGirl
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Christian Ozera Dimitri Belikov Ibrahim "Abe" Mazur Janine Hathaway Rosemarie "Rose" Hathaway Vasilisa "Lissa" Dragomir
13.05.2014
21.07.2014
4
1.240
 
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13.05.2014 491
 
Ich kam in meine Ballettakademie hinein geschlendert. Meine beste Freundin Lissa sass in unserem Zimmer. Das Zimmer war ein Treffpunkt zwischen Lehrerinnen und unseren Schülern. Lissa schlug ihren Ordner auf.
„Du hast heute drei Stunden. Eine heute Mittag mit den Hausfrauen, heute Nachmittag eine Stunde mit den jungen Spitzentänzerinnen und Abends nach den offiziellen Öffnungszeiten hat ein junger Mann einen Termin vereinbart.“
Ich lachte. „Welcher Tanzstil?“
Auch Lissa lachte. „Ballett.“
„Echt?“ Ich war ehrlich erstaunt.
„Ja.“

Die Zeit verging. Ich hatte zuerst Hausfrauen- Ballett. Es war Spass. Die Hausfrauen waren eine lustige Gruppe. Wir machten sehr viel Dehnungsübungen und ein bisschen Technik.

Danach hatte ich Mittag mit Lissa. Lissa hatte heute auch Stunden gehabt.
Lissa und ich hatten uns in einer Ballettstunde getroffen. Meine Mutter war damals eine sehr ehrgeizige Balletttänzerin mit ihrer eigenen Akademie. Jetzt gehört mir die Akademie. Meine Mutter hatte mir die Schule vor ungefähr zwei Jahren übergeben. Sie wolle sich jetzt völlig auf ihr Leben konzentrieren. Und ausserdem könne sie nicht mehr auf der Spitze tanzen.

Auch die Stunde mit den jungen Spitzentänzerinnen verging sehr schnell. Sie waren so süss! Ich unterrichtete die meisten, seit sie vier Jahre alt sind. Und alle sind wie Töchter für mich.

Die Zeit heute verging wie im Flug. Und dann kam die Stunde mit dem Mann. Ich wusste nicht viel über ihn. Lissa wusste nur so viel, dass er einen russischen Akzent hatte.

Ich wusste nicht, auf welchem Level er war. Deshalb machte ich mich schon vorher an das Dehnen und hoffte, dass dies ein Kunde  sein würde, der mich endlich richtig fordern würde. Klar, die Hausfrauen, die Mädels oder all meine anderen Kunden forderten mich. Aber nicht richtig.

Und da kam er. Er stellte sich mir vor: „Hallo, ich bin Dimitri.“
„Rose“, sagte ich.
„Hallo Rose.“
„Also, auf welchem Stand bist du?“
„Ich habe in Russland getanzt. Ich habe früher in der Jugend des russischen Staatsballettes getanzt.“
Ich musste lachen. „Endlich jemand, der mich heute fordert!“
Er erwiderte mein Lachen. „Das hoffe ich. Ich habe gehört du hast die beste Ballettakademie in New York.“
„Danke“, erwiderte ich schlicht auf sein Kompliment.
Wir machten uns zusammen warm. Dann fragte ich: „Welches ist dein Lieblingsballett?“
„Schwanensee.“
„Meines auch.“
Wir lachten. „Kannst du die Abschlussszene“, fragte mich Dimitri.
„Natürlich.“
Also legten wir los. Ich wirbelte durch den Raum mit Dimitris Unterstützung. Und dann als der letzte Ton verklang, hob er mich hoch. Über seinen Kopf.
Wir blieben einen Augenblick länger in dieser Position. "Magst du mich nicht hinunter lassen?"
Wortlos liess er mich hinunter.
Wir hatten noch etwas Zeit, deshalb brach ich das Schweigen und sagte: "Du tanzt sehr gut. Es gibt einen Wettbewerb. Er ist der bekannteste Wettbewerb in der USA. Aber ich brauche einen Partner, der ebenso gut ist wie ich. Hast du lust?"
"Ja", er klang begeistert.
"Irgendwelche Vorlieben mit der Musikrichtung?"
"Nein. Aber ich kann eine Musikvorauswahltreffen."
 
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