Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Three Rooms

von Die Meg
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Gen
Draco Malfoy Hermine Granger
12.05.2014
28.05.2014
24
142.856
103
Alle Kapitel
80 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
12.05.2014 3.668
 
Kapitel 5

Nein!

Oh Gott, nein! Nein, nein, nein! Harry, Harry, hilf mir!

Ihre Hände schoben seinen Körper von sich, sie wandte so viel nutzlose Kraft auf, wollte ihn nur loswerden, ihn wegschieben und bloß nicht darüber nachdenken, dass er tatsächlich vorhatte, sie zu küssen! Oh nein! Das durfte er nicht! Er durfte es nicht! Was zur Hölle tat er überhaupt?!

Sie konnte nicht… sie wollte nicht… es war so falsch… er würde von der Schule fliegen dafür… sie würde zu Harry gehen… sofort wenn er sie gehen ließ… sie würde nicht zögern… Snape würde alarmiert werden… Harry würde ihn umbringen… mit bloßen Händen… und er würde betteln… Malfoy würde nichts in seinem Leben so sehr bereuen wie das hier… und sie zitterte unter ihm… und plötzlich lagen ihre Hände ruhig über seiner Brust.

Sie würde still halten, sich tot stellen – einfach warten. Vielleicht würde er aufhören! Natürlich würde er aufhören! Er musste doch!

Sie sah, wie sich sein Kopf senkte. Und die Sekunden wandelten sich in zähe Minuten, so kam es ihr vor.

Er war zu stark. Sie spürte den Stoff seiner Kleidung unter ihren Fingern, die durch die Schläge gegen seinen Körper schmerzhaft kribbelten. Sie spürte sogar die eingestickte Schlange über seiner Brust. Slytherin. Er war ein Slytherin, und das hier war einfach nicht richtig! Sie spürte seine Muskeln unter ihren Fingerspitzen, seinen warmen Atem in ihrem Gesicht.

Es war ihr schlimmster Albtraum.

Seine Augen… seine Augen waren unglaublich grau, so hell, dass es unwirklich schien. Und sein Blick brannte sich in ihren, raubte ihr für einen Moment die Luft, den Verstand, die Erinnerung, dass sie schreien wollte, dass sie… Hermine Granger war.
Seine Augen schrien so laut in die Stille! So etwas hatte sie noch nie gesehen! Als wäre sie… als wäre sie… jemand anders. Als… könnte er nichts anderes tun als das hier! Als hätte er noch nie etwas anderes getan!

Und sie konnte ihn riechen! Sie kannte seinen Duft viel zu gut. Es war ein Parfum, dessen Duft sie zu hassen gelernt hatte. Es roch frisch. Vielleicht Mandarine oder Grapefruit? Es stieg ihr herb in die Nase. Vielleicht roch sie auch Zeder oder andere Akkorde von Holz. Oder Leder? Es könnten auch exotische Gewürze sein, jedenfalls kannte sie seinen Duft und sie hasste es, dass sie ihn mittlerweile erkennen konnte. Und sein Duft war betörend.

Sie trug kein Parfum, hatte noch nie welches getragen und fand es fast widerlich, dass sich Menschen einen neuen Duft aneigneten. Sie konnte ihn schon an sich riechen! Und das waren ihre Gedanken jetzt und hier! Sie war verrückt geworden, denn sie schrie nicht! Sie starrte ihn praktisch an. Die Sekunden vergingen zäh, so zäh, als würde die Zeit versuchen, mit aller Macht stehen zu bleiben.

Oh Gott! Oh Gott! Nein, nein, nein!

Und sie spürte es. Sie spürte es, denn es lag in seinem Blick. Es ergriff sie so plötzlich, und es war so unwirklich, dass es sie unter ihm erschrak. Sein Blick wirkte klar, entschlossen und sehr, sehr gefährlich. Er verlagerte sein Gewicht, nachdem ihm aufgefallen war, dass sie sich NICHT wehrte! Tat sie nicht! Sie tat es einfach nicht!

Sie hatte so versagt, denn sie fand sich gefangen in seiner Präsenz. Es war so unglaublich verlockend, denn er war ihr so nah, und ihr Mund hatte sich geöffnet, während sie lautlos atmete. Und sie wusste mit Sicherheit, noch niemand hatte sie jemals so angesehen. Und dieser Gedanke ließ sie schlucken. Dieser Gedanke trieb ihr plötzlich die Tränen in die Augen.

Die ganze Zeit über! Die ganze Zeit über verhielt er sich wie ein verdammtes Arschloch! Er behandelte sie als wäre sie nichts, als wäre sie es nicht würdig, mit ihm zu leben! Kurz bäumte sich ihr Körper gegen seinen auf. Ihre Blicke waren wie ineinander versunken, während ihr Herzschlag sich beschleunigte. Er presste sie mit dem Gewicht seines Körpers zurück gegen die kalte Wand, dass es ihr mit einem Mal alle Luft aus den Lungen raubte.

Wenn alles mit ihm ein Wettkampf war, dann das hier auch! Sie spürte, wie sie zornig mit ihm wurde, noch zorniger als sie es für möglich gehalten hatte, wie sie sich wieder gegen ihn lehnte, ihr Atem lauter wurde unter seinem, wie er ihren zornigen Blick erwiderte, als spüre er denselben Zorn, was völlig unmöglich war!

Und irgendwas… änderte sich. Und sie spürte es! Irgendetwas zog in ihrem Innern, als er sich gegen sie lehnte, den Abstand schloss, und sie erschrocken nach Luft schnappte.
Sie hatte ihre Hände gehoben, um ihn hastig wegzuschieben, aber er hatte ihre Handgelenke umfangen und –



Nein… nein… nein….

Oh Harry! Wo bist du? Harry! Ich kann nicht… -

Sein Mund krachte auf ihren. Das Blut rauschte in ihren Ohren, als sie ihn mit voller Macht spürte.

Irgendwas in ihrem Innern explodierte förmlich.

Oh… Gott…!

Ihr Mund öffnete sich, als sich seiner öffnete, und als seine Zunge hungrig und voller Ungeduld zwischen ihre Lippen stieß, ließ er ihre Handgelenke los. Ihre Hände hoben sich sofort zu seinem Nacken, zogen ihn enger zu sich, und ein Schauer erfasste sie, als er ein tiefes Stöhnen unterdrückte.

Oh… Merlin…

Warum um alles in der Welt war es so einfach? So einfach, Draco Malfoy zu küssen?!

Es war so einfach, so erlösend einfach, dass sich eine Träne aus ihrem Augenwinkel rang, während ihre Augen fest geschlossen waren. Seine Hände hatten sich fest um ihre Taille gelegt, zogen sie erbarmungslos eng an seinen Körper, und sie konnte nichts anderes tun, als ihn gewähren zu lassen.

Aber… sie wusste… - Sie wollte nicht von ihm geküsst werden! Nicht von Draco Malfoy!

Oh Gott.

Nein. Nein!

Sie wusste nicht, wie er sie halten konnte, wie er es fertig brachte! Denn sie würde nicht mal alleine stehen können! Seine Hand glitt plötzlich nach vorne, unter ihr Kinn. Er hob es mit dem Finger an, und er öffnete die grauen Augen als sie ihre öffnete.

Und er löste sich von ihren Lippen, löste sich für einen Moment und verharrte keinen Millimeter vor ihrem Mund.

Er hielt sie noch immer gegen die Wand, und Unglaube zeichnete kurz seinen Blick, und er schüttelte sanft den Kopf, als würde er diesen absurden Moment versuchen abzuschütteln.

Oh Gott! Oh Gott! Nein, nein, nein!

Ihr fiel wieder ein, wer er war, und mit aller Macht stieß sie die flachen Hände vor seine Brust.

Sie schien ihn überrascht zu haben, denn tatsächlich fiel er zurück, taumelte zwei Schritte nach hinten, und sie musste vor Scham den Blick senken. Oh Gott, nein!
Was hatte sie getan?!

Er war es doch gewesen, der immer sichergegangen war, dass sie wusste, was er von ihr hielt! Er hatte es doch schier unmöglich gemacht, miteinander auszukommen! Er machte es alles zum endlosen Kampf. Und nur er! Er gab sich die größte Mühe, dass sie ihn für immer und ewig hassen würde!

Und jetzt… - und jetzt?!

Jetzt… hatte sie jeden Streit Lügen gestraft, denn… sie hatte ihn geküsst!
Sie hatte die Hand zu ihrem Mund gehoben, bedeckte die geschwollenen Lippen mit ihren Fingern, und sie war wütend. Auf sich selbst! Auf ihren verdammten Körper! Als wüsste ihr Körper plötzlich nicht mehr, wer er war!

„Granger-“, hörte sie seine raue Stimme, aber sie schüttelte heftig den Kopf, ehe die Tränen ihre Sicht verschleierten. Zornig hob sie den Blick zu seinem verdammten Gesicht. Und er wagte tatsächlich unbeeindruckt auszusehen.
     
„Ich gehe zu Snape!“, brachte sie jetzt hervor. Kurz verengten sich seine Augen. Und sie hörte selbst, dass ihre Drohung weniger als halbherzig klang. Oh Merlin!

„Und dann sagst du ihm was?“, wollte er beinahe spöttisch wissen. Er hatte sich schnell unter Kontrolle. Bastard, elender!

„Dass du mich dazu gezwungen hast!“, erwiderte sie zornig, obwohl sie wohl beide wussten, dass das nicht stimmte. Tatsächlich hoben sich seine Mundwinkel im Anflug eines Lächelns. Oh nein, dieses Arschloch würde sich nicht lustig machen! Er würde nicht überlegen sein!

„Er wird dich von der Schule werfen!“, drohte sie jetzt still.

„Das glaubst du doch wohl selber nicht!“ Seine grauen Augen waren wieder kalt auf sie geheftet.

„Malfoy, du bist-“

„-was?“, unterbrach er sie mit aufflackernder Ungeduld. „Ich bin was, Granger?“

Und es verging ein Moment. Diese… seltsame Spannung zwischen ihnen war noch nicht vorbei! Es war noch nicht vorbei! Sie spürte es so sicher. Und er war nicht so kalt und gelassen, wie er es gerade vorgab zu sein! Und er schien reden zu wollen! Er schien es tatsächlich… ausdiskutieren zu wollen! Das machte es alles nur noch viel, viel schlimmer! Sonst konnte er es doch gar nicht erwarten, allem aus dem Weg zu gehen!

Er fuhr sich durch die blonden Haare. Oh Gott! Ihre Lippen kribbelten noch immer. Ihr war plötzlich schlecht. Sie spürte, wie sie präventiv den Kopf schüttelte. Nein… - was hatte sie getan?

„Du bist ein Bastard!“, knurrte sie. Und er schien die Beleidigung zu genießen. „Und du wirst das nicht noch einmal tun, hast du mich verstanden?“

„Sei nicht so dramatisch, Granger. Wir haben nicht gevögelt, Merlin noch mal! Es war nur ein verdammt schlechter Kuss“, erwiderte er unbeeindruckt, und seine Worte trafen sie irgendwo an einer Stelle, von der sie gar nicht wusste, dass sie vorhanden war. Und dass er es auch noch wagte, so ein Wort zu benutzen! Es überhaupt in Aussicht zu stellen! Es mit ihnen in Verbindung zu bringen! Er war so widerlich, so absolut furchtbar!
Und sie war wieder Hermine Granger. Endlich! Sie war wieder sie selbst!

„Fick dich, Malfoy! Ich hoffe wirklich, es war für dich so schlimm wie für mich! Denn ein Todesser wird mir nicht mehr so nahe kommen!“

„Granger, du bist das Schlammblut! Du bist das Schlechte hier in diesem Zimmer!“, konterte er kalt.

„Ja, genau! Deswegen zwingst du mich auch gegen die Wand, du Arschloch!“, spuckte sie ihm entgegen.

„Potter wir das anders sehen“, sagte er plötzlich, und irgendwas rastete wieder ein. Irgendwas in seinem Blick verschloss ein für alle Mal die seltsame Verbindung, die sie bis gerade gehabt hatten, und er war wieder zurück.
Draco Malfoy war zurück. Und… was?!

„Du wirst das Harry nicht sagen!“, erwiderte sie plötzlich, und ihr Herz sank in ihren Magen. Denn es mochte stimmen! Malfoy zu küssen war wohl das dümmste, widerlichste und absurdeste, was sie jemals getan hatte, und sie hasste sich schon jetzt für ihre Dummheit, aber… die Aussicht, dass Harry davon erfahren könnte… - übertraf alles andere!

„Angst, Granger?“, entgegnete er plötzlich mit wachsamem Interesse, und sie glaubte, die Tatsache, dass sie für ihn ein Schlammblut war, war in seinem Kopf weit nach hinten gerückt. Und es machte ihr tatsächlich Angst!

„Das würdest du nicht tun!“, hauchte sie bloß, denn… alleine die Vorstellung, wie Harry reagieren würde war… - nein. Sie konnte es sich nicht mal ausmalen!

„Keine Sorge, Granger. Eher würde ich mir bei lebendigem Leib die Eingeweide aus meinem Körper fluchen lassen, als zuzugeben-“

„Gut!“, schnappte sie zornig, unterbrach seine Tirade, und sie wünschte sich plötzlich, dass er abhauen würde. Endlich gehen würde! Denn, Merlin… - sie hatte Draco Malfoy geküsst.
Oh Gott! Oh Gott! Was war nur in sie gefahren?!

Es klopfte.


An der Tür. Sie war zusammen gezuckt. Ein Blick auf die Standuhr sagte ihr, dass es kurz vor fünf war.



Und es klopfte erneut. Diesmal lauter.

„Hermine?“

Harry…!

Malfoy Blick löste sich von ihr, aber er blieb, wo er war. „Hermine, bist du da? Mach die Tür auf!“, rief Harry durch das Holz.

Oh Gott, es war Harry! Ihr Herz schlug schneller, und sie spürte das schlechte Gewissen, wie eine Vergiftung in ihrem Körper, die sich rasend schnell ausbreitete. Sie spürte, wie ihr Gesicht heiß wurde.

Sie hatte etwas Böses getan. Etwas unglaublich unverzeihliches. Und es ging überhaupt nicht darum, dass es etwas gewesen war, worauf sie vielleicht keinen Einfluss gehabt hatte, weil Malfoy vielleicht einfach jemand war, der die Antwort Nein nicht kannte, nicht verstanden und nicht zugelassen hätte, nein, darum ging es nicht! Denn es gab dafür keine Erklärung – und erst recht keine Entschuldigung!

Bewegungslos verharrte sie. Und die Tatsache, dass sie Harry würde anlügen müssen, mischte sich bitter mit den Schuldgefühlen. Denn… sie hatte keine Geheimnisse vor Harry. Sie liebte Harry! Er war ihr bester Freund! Sie spürte die Tränen plötzlich deutlicher.

„Na, wenn das nicht dein heiliger Potter ist“, bemerkte Malfoy bitter. „Viel Spaß, Granger“, fügte er mit Bedacht hinzu, ehe er sich von ihr abwandte. Er durchquerte den Raum, ging die Stufen hoch und war endlich in seinem Zimmer verschwunden.
Er war fort. Und sie war wieder allein. Mit Harry vor der Tür!

~*~

Ja, es war nicht taktvoll, aber scheiß drauf!

Er war Draco Malfoy. Er brauchte nicht taktvoll zu sein. Sein Atem ging schnell und unkontrolliert. Sein Mal schmerzte ihn so sehr, dass er sich vor Übelkeit hätte übergeben können, aber sie zwang seine Gedanken in eine andere Richtung. Schließlich würde sie ihm gleich Erlösung bringen.

Er hatte seinen Pakt gebrochen. Er wollte kein Mädchen zweimal, aber sie war gerade passend da gewesen. Auf seiner Patrouille hatte er sie im dritten Stock entdeckt.

Und nur zu gerne nahm sie ihre Strafe in Kauf. Charlotte George schien keine Skrupel zu haben, und sie hatte nicht gezögert.

Sein keuchender Atem hallte von den Waschräumen der Ravenclawjungen verzerrt wider. Sie kniete vor ihm, und seine Hand war in ihre dunklen Locken vergraben. Sein Kopf spuckte ihm andere Bilder aus, aber er versuchte sie mit aller Macht zu ignorieren. Wirklich! Er schüttelte den Kopf, denn ihr Gesicht verschwamm vor seinen Augen. Ihre blauen Augen wurden braun. Und nein! Das durften sie nicht! Scheiße!

„Los!“, knurrte er zornig, während sie seine Hose seine Hüften hinab zog.

Er wünschte, sein Kopf wäre gerade leer.

In seinem Zimmer hatte er fast die gesamte Zeit aus dem Fenster gestarrt. Ohne irgendwas zu sehen.

Er war Draco Malfoy. Draco… Malfoy…. Und er wusste, das bedeutete etwas! Es bedeutete verflucht nochmal eine scheiß Menge! Zumindest hatte es das noch – bis heute Morgen!

Wäre Blaise doch einfach schwul und würde auf Potter stehen! Draco war sich sicher, dann wäre nichts passiert! Gar nichts! Scheiße! Denn jetzt gerade bedeutete der Name Draco Malfoy in seinem Kopf nur noch, dass er das verdammte Schlammblut Granger geküsst hatte!
Er hatte nicht denken können. Er hatte vorhin in seinem Zimmer aus dem Fenster gestarrt, während ihn alles auf einmal getroffen hatte. Jedes Gefühl. Jeder Gedanke. Jedes Schuldgefühl und grenzenloser Ekel.
Was zum Teufel hatte er getan? Was hatte er sich nur gedacht?

Mit jedem Atemzug schien sein Körper zu schmerzen. Sein Mal pochte so laut, dass es wie ein Dröhnen in seinem Kopf wiederhalte. Er brauchte… er musste… - er wusste es nicht, aber er spürte, wie sein Atem schneller ging.

Fuck! Worauf wartete sie?! Sie lächelte zu ihm auf, aber er zog fest an den dichten Haaren in seiner Hand, so dass sie vor Schmerz den Mund verzog. Er wusste, sie glaubte wohl, er könne es kaum erwarten, dass sie es ihm besorgte, aber es war ihm scheiß egal, wie falsch sie lag! Es war ihm egal, dass das Mädchen vor ihm in seinem Kopf immer und immer wieder eine andere verdammte Gestalt annahm.

Sie befreite seine steinharte Erektion aus seiner Shorts, und sein Kopf flog nach hinten gegen die kalten Fliesen, als ihre Hand ihn umschloss. Sie sagte irgendwas, aber es war ihm verflucht egal! Sie sollte es einfach zu Ende bringen, denn sonst würde er noch sterben!

Charlotte George war passabel. Aber jetzt war sie gerade einfach nur passend da.

Passend genug, damit er sich bestrafen konnte. Denn er musste sich bestrafen! Denn er war so erregt wie noch nie – und sie war schuld! Das verdammte Schlammblut war schuld! Potters Schlammblut!
Und er wollte sie genauso bestrafen! Wie konnte sie es nur wagen?! Oh ja, er wollte ihren verdammten Mund vögeln! Wollte ihr die bösen Worte nehmen!

Und sie öffnete ihren Mund. Ihre heißen Lippen schlossen sich um seine Eichel, und er sog zischend die Luft ein. Fuck. Endlich! Und mit einem Stöhnen drang er nach vorne, als er ihre warme Zunge spüren konnte.

Er hörte sie erschrocken keuchen. Ja, das sollte sie auch! Er stieß hart nach vorne in die Hitze ihres Mundes, während sich das Mädchen vor ihm die größte Mühe gab. Seine Hand grub sich härter in ihre Haare. Ihre verdammten Haare! Ihre scheiß Locken!

Ihre Zunge glitt an seiner Länge hinab, während sie zu saugen begann. Jaah! Verdammt! Seine Hüfte bockte nach vorn, und er stieß sich tiefer in ihren Mund. So tief, dass er ihren Gaumen spüren konnte, so tief, dass er spürte, wie er kurz davor stand, so tief, dass er sie würgen hörte. Ja, sie sollte würgen! Sie sollte an ihrem eigenen Gift ersticken, was sie ihm immerzu vorwarf! Sie atmete heftig durch die Nase, und er hörte sie stöhnen.

Oh ja! Es gefiel dem verdammten Miststück doch nur zu gut! Wenn Potter sie sehen könnte! Was würde ihr Held dann denken? Würde er sie dann immer noch verteidigen? Wahrscheinlich nicht! Wenn er sehen könnte, wie seine Schlammblut-Hure es genoss seinen Schwanz in ihrem Mund zu haben, von ihm gedemütigt zu werden?!

Bunte Sterne tanzten vor seinen Augen, und fast verzweifelt stöhnte er unter ihrer süßen Qual auf. Immer wieder saugte sie ihn in seinen Mund, immer wieder glitten ihre Lippen an seinem Schaft auf und ab, während ihre Hand an seiner Länge pumpte, bis sein Atem in flachen abgehackten Zügen kam.

Ja, Potter sollte zusehen! Er sollte…-

Fuck!

Ein kehliger Laut entrang sich seine Kehle, als er noch einmal nach vorne bockte, ihre Hitze auskostete und sein heißer Samen in dicken Fäden auf ihre Kehle traf. Sie schluckte hastig, schluckte jeden Tropfen. Fuck, Granger….

Seine Augen öffneten sich träge. Er zog sich aus ihrem Mund zurück und zog seine Shorts über seinen erlösend schlaffen Penis. Sie kam außer Atem auf die Beine. Das Mädchen vor ihm. Das Mädchen, das ihm wirklich einen Blowjob verpasst hatte. Nicht das verdammte Mädchen in seinem Kopf.

Und Charlotte sah ihn an.

„Das ging schnell“, bemerkte sie nur, während sie sich mit der Hand den Mund abwischte. Draco konnte nicht sprechen. Er lehnte noch immer an der Wand. Verdammt, er konnte nicht mal atmen! Fuck… das war….

„Und mein Name ist Charlotte, Malfoy“, fügte sie bitter hinzu und unterbrach somit seine Gedanken. Seine Augen senkten sich auf ihr Gesicht.

„Was?“, fuhr er sie heiser an, und kurz trat eine Verletztheit in ihren Blick, die ihn fast berührte. Fast aber nur. Denn er hatte noch nicht genügend Blut in seinem Gehirn, um überhaupt einen klaren Gedanken fassen zu können.

„Nicht Granger“, fügte sie tonlos hinzu und betonte den Namen besonders scharf. Kurz lagen seine Gedanken blank. Was?! Aber jetzt gerade war er nicht in der Lage, sich dafür etwas einfallen zu lassen. Und er begriff das gesamte Ausmaß noch nicht völlig.

„Verschwinde“, erwiderte er also bloß, und ihr Mund öffnete sich verletzt.

„Draco!“

„Raus!“, knurrte er heiser, so dass das Echo zornig widerhallte. Und unglaublich wütend ließ sie ihn zurück. Sein Kopf würde noch zerspringen vor Schmerz. Er sackte an der Wand hinab. Seine Hose war noch nicht verschlossen, und seine Augen schlossen sich wieder.

Scheiße…. Das war absolut schlecht! Das war… beschissen! Aber was sollte die kleine Schlampe schon tun? Es Potter erzählen? Oh ja, sicher! Er lehnte an der Wand, den Kopf in den Nacken gelegt, und er atmete immer noch schwer. Sein Kopf schmerzte noch immer, und das Mal pochte weiterhin beständig. Er schob sich den Ärmel wütend nach oben und starrte hinab auf den schwarzen Schädel.

„Was?“, knurrte er. „Was willst du von mir, verdammt?“ Natürlich bekam er keine Antwort. Natürlich nicht! Es war weit nach zehn. Und er wusste, er konnte hier nicht bleiben, aber jetzt gerade kamen ihm die Waschräume der verdammten Ravenclaws um einiges angenehmer vor, als seine scheiß Räume.

Und wieder schloss er die Augen. Fuck.

~*~

Hermines Gedanken rasten in ihrem Kopf. Ihr war so übel, dass sie kaum klar denken konnte. Es kam ihr so vor als hätte sie überhaupt nicht geschlafen.

„Hermine?“, unterbrach Harry gereizt ihre Gedanken. Er hatte wohl schon gesprochen gehabt. Hastig sah sie ihn an.

„Ähm, was?“ Er atmete aus.

„Was ist los mit dir? Du bist heute irgendwie…“ Er schien nach dem richtigen Wort zu suchen.

„-abgelenkt“, schlug Ron kauend vor. Hermines Blick wanderte durch die Große Halle. Sie konnte ihn nicht entdecken. Das war gut. Zwar glaubte sie nicht, dass er zu Harry rennen würde, um es ihm zu sagen, aber… sicher war sie sich nicht. Malfoy war lebensmüde genug, nahm sie an.

„Hermine?“ Wieder hatte Harry gesprochen, während sie gedanklich abwesend war.

„Entschuldige, Harry, ich… - was?“ Ron und Harry sahen sie mit gerunzelter Stirn an.

Hermine, wenn du dich jetzt nicht zusammen reißt!

„Kommst du heute Nachmittag mit zu Hagrid?“, fragte Harry also anscheinend zum dritten Mal, und Hermine ruckte nur mit dem Kopf.

„Ich… weiß nicht, mal sehen. Nein, wahrscheinlich nicht“, schloss sie schließlich. Könnte der Unterricht nicht endlich anfangen? Bitte?!

„Ich glaube, jetzt ist sie wahnsinnig geworden“, murmelte Ron Harry zu, und ihr Blick verfinsterte sich.

„Ich bin nicht taub, Ronald“, erklärte sie knapp. Ron zog vorsintflutlich den Kopf zwischen die Schultern.

„Schon gut! Wie wäre es, wenn du deine schlechte Laune an Ginny in deinem Kurs auslässt? Und nicht an uns“, bemerkte er kleinlaut, und Hermine seufzte auf.

„Ich habe keine schlechte Laune. Ich bin… nur wütend wegen…“ Sie wusste keine Antwort darauf. Keine in einem Satz. Und keine, die den Jungen gefallen würde.

„Wegen Malfoy?“, schloss Harry bitter, und Hermines Schuldgefühle machten einen Satz in ihrem Bauch.

„Wa…was?“, entfuhr es ihr erschrocken, und Harry ruckte mit dem Kopf.

„Weil er den Ball bezahlen will“, erläuterte er ungeduldig. Und Hermine rang sich eilig ein Nicken ab.

„Ja. Ja! Deshalb!“, bestätigte sie hastig. Es gab hundert Gründe, wütend auf Malfoy zu sein. Tausend!

„Er ist eben ein Arschloch“, schloss Ron und beendete damit das Thema. Er begann dann über Filch herzuziehen, und Hermine konnte sich Merlin sei Dank bei diesem Thema raushalten. Ginny! Heute Nachmittag würde sie wenigstens Ginny sehen. Ja, das brauchte sie. Sie hatte genug von den Jungen.

Von allen.
_____________________________________________________________
tbc...
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast