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Three Rooms

von Die Meg
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Gen
Draco Malfoy Hermine Granger
12.05.2014
28.05.2014
24
142.856
105
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12.05.2014 4.883
 
Kapitel 18

„Kann ich jetzt gehen?“, wollte er bemüht gleichgültig wissen, aber Snape wanderte auf und ab, die Kostenaufstellung der Vertrauensschüler immer noch vergessen in der Hand.

„Draco, haben Sie sich überlegt, wie Sie ein halbes Jahr ohne Zauberstab auskommen wollen?“, erkundigte sich Snape kopfschüttelnd. Draco atmete aus. Was sollte das für eine Frage sein?!

„Nein, Sir. Aber es kann so schwer nicht sein. Dann… lasse ich mir Sachen bringen oder lasse Sachen kaufen oder-“

„-und Ihre Anstellung?“

„Meine…?“ Verwirrt sah er seinen Patenonkel an.

„Ja, was denken Sie, was Sie nach Hogwarts machen werden? Das Familienvermögen vertrinken?“, bemerkte Snape abschätzend, während sein Blick erneut über Dracos Kostenplan für die Party am Freitag wanderte.

„Ich verstehe nicht, was-“

„-ich bitte Sie! Sie kümmern sich um Getränke im Wert von 900 Galleonen? Glauben Sie ernsthaft Kürbissaft und Butterbier für dreißig Leute kosten 900 Galleonen?“ Snapes Augenbraue war in die Höhe gewandert, und Draco blickte zur Seite. „Und ganz zu schweigen von dem Eintrag, den Sie im Ministerium erhalten, wenn Sie ein halbes Jahr lang von ihrem Zauberstab entbunden sind!“, fuhr Snape resignierend fort.

„Ich kann dagegen nichts tun!“, beschwerte sie Draco zornig. Es war nicht mal seine verdammte Schuld!

„Das ist mir klar, Draco“, schnappte Snape, ohne ihn anzusehen und stellte sich vor das große Fenster, um nach draußen zu blicken. „Stimmen die Vorwürfe? Oder hat Lucius Sie beschuldigt, weil-“

„-weil er ein verdammtes Arschloch war? Ja, Sir, ich denke, das ist der Grund“, knurrte Draco ungehalten. Snape wandte sich um.

„Draco!“, ermahnte er ihn, und Draco öffnete den ersten Knopf seines Hemdes und lockerte die Krawatte um seinen Hals. Es war ihm unangenehm heiß. „Haben Sie jemanden, mit dem Sie das besprechen können?“

„Ich habe mit Mr Henderson über-“

„-nein, nicht Ihren Vermögensberater, ich meine…“ Snape hob in Ermangelung besserer Worte die Hand. „So wie… Mr Zabini oder Mr Goyle?“ Dracos Mund öffnete sich, schloss sich aber wieder, und er ruckte vage mit dem Kopf. Snape atmete aus. „Oder Miss Parkinson? Miss Granger?“, fügte er tatsächlich hinzu, und Draco hob spöttisch eine Augenbraue, aber Snape seufzte auf.
„Gut, dann tun wir einfach so, als hätten Sie nicht den geringsten Kontakt zu Miss Granger, obwohl Sie sich ständig nur wegen ihr Strafen bei mir abholen, bitte. Die Ignoranz der Jugend ist mir nicht fremd.“

„Sir-“, begann er protestierend, aber Snape hob wieder die Hand.

„-unwichtig. Wichtig ist, dass Sie sich Gedanken machen. Sie können sich nach dem Abschluss nicht ausruhen, Sie müssen beweisen, dass Sie auch mit Bewährung ein gesetzestreuer und eifriger Zauberer sind. Es gibt Einrichtungen für Zauberer ohne Zauberstab“, ergänzte Snape, ohne dass er ihn direkt anzusprechen schien.

„Einrichtungen?“, wiederholte Draco ungläubig. „Bei allem Respekt, ich werde mich nicht mit gewöhnlichen Kriminellen dazu herablassen bei Ollivander Zauberstäbe polieren!“, entgegnete er zornig.

„Draco, Sie werden machen, was sich anbietet!“

„Ich brauche kein Gold! Ich habe ausreichend Gold, um zweimal zu leben!“, beschwerte er sich.

„Sie werden keinen Anschluss finden, wenn-“

„-Anschluss? Professor Snape, ich glaube nicht, dass Anschluss mein Problem ist!“, entfuhr es ihm recht unüberlegt. Snapes dunkle Augen verengten sich sofort.

„Nein? Was ist dann Ihr Problem, Mr Malfoy?“

Draco atmete laut aus. Nein. Nein! Er würde es nicht diskutieren. Es gab überhaupt nichts zu diskutieren. Snape sollte sich keine Gedanken machen. Draco hatte die Strafe gezahlt, die er nicht begangen hatte, er würde seinen Zauberstab aufgeben, und dann würde ihn schon irgendeine Einrichtung als Sponsor anschreiben, weil er verflucht viel Gold besaß, und Gold immer Macht bedeutete, trug man das Dunkle Mal oder eben nicht!

„Ich habe kein Problem, Sir“, rang sich Draco bitter ab.

Snape schwieg und nickte dann. Allerdings schien er nicht zufrieden mit dem Ausgang dieses Gesprächs. „Wegen Freitag“, wechselte er jetzt missmutig das Thema, „haben Sie vor mit Miss Parkinson zu erscheinen?“

Draco war etwas aus der Bahn geworfen bei diesem Themenwechsel.

„Ich… nein?“, wagte er zu erwidern, und Snape nickte.

„Sie haben keine Partnerin? Das ist vielleicht ganz ratsam, denn als Schulsprecher haben Sie nüchtern zu sein – sowieso haben alle Schüler nüchtern zu sein, Draco – und Sie werden aufpassen, dass es zu keinen Auseinandersetzungen kommt!“ Aber Draco konnte hören, was Snape zwischen den Zeilen sagen wollte.

„Mit Potter?“, erwiderte er also spöttisch, aber Snape war nicht in der Stimmung für Scherze.

„Egal, mit wem, Draco!“, entgegnete der Schulleiter streng. „Ich habe Abschulsspartys immer gehasst, und es ist jetzt nicht anders“, erklärte Snape gereizt.

„Ja, Sir“, erwiderte Draco betont freundlich. „Kann ich jetzt gehen?“, wiederholte er ungeduldig. Snape musterte ihn seufzend.

„Meinetwegen. Aber das Gespräch über Ihre Bewährung ist noch nicht vorbei, Draco, und wir werden das Gespräch am Wochenende fortführen, haben Sie verstanden?“

„Wann genau? Wenn ich mit Potter um die Wette fliege oder wenn ich Einsteiger mit Potter trainieren muss?“, erkundigte sich Draco bitter, und Snape seufzte.

„Respekt sollten Sie lernen, Draco. Dass Sie Ihre freie Zeit mit Potter verbringen ist Ihre eigene Schuld, nur nebenbei bemerkt. Und vor dem Spiel am Samstag kommen Sie mittags zu mir“, erläuterte Snape ohne Gnade. Draco konnte sich geradeso daran hindern, entnervt die Augen zu verdrehen.

„Wiedersehen, Sir“, sagte er schließlich widerwillig.

„Ach und Draco?“, hielt ihn Snape auf, als er die Tür erreicht hatte. Draco wandte sich noch einmal um. „Tragen Sie Ihr verdammtes Abzeichen!“, donnerte Snape, und Draco biss sich auf die Lippe. Scheiße.

Er nickte, und endlich verschwand er aus dem runden Büro, was er zu hassen gelernt hatte. Es ging Snape nichts an! Und wenn er vorhatte, ein halbes Jahr lang bei den Eskimos zu leben, dann ging es Snape verdammt noch mal auch nichts an! Und er würde bestimmt darüber nicht mit Goyle reden! Oder Zabini! Oder Pansy! Was dachte Snape? Dass sich alle Slytherins nach dem Abschluss in Arbeit stürzten? Pansy plante seit Jahren eine Weltreise, auf der sie keinen einzigen Finger rühren würde!

Und dass er am Freitag alleine zur Party kommen sollte kam ihm gerade recht, denn er musste wahnsinnig geworden sein, Granger vorzuschlagen, dass sie zusammen gehen sollten! Immerhin war er endlich wieder er selbst!

Es war schon spät, und mit Glück war Granger bereits auf Patrouille. Dann konnte er sein lästiges Gespräch verschieben. Oder vielleicht wartete sie nur auf ihn, denn immerhin liebte sie ihn ja, dachte er bitter. Oder zumindest behauptete sie das. Und er hatte vorhin wenigstens Weasley bei Snape anschwärzen können, denn Weasley war ja auch nicht zum Vertrauensschülertreffen aufgetaucht!

Er kam an tuschelnden Mädchen vorbei, die sich immerhin die Mühe machten, ihm hübsche Augen zu machen. Er schenkte beiden ein Lächeln, aber er war zu müde, um noch großartige Verführungskünste anzuwenden. Er war tatsächlich zu müde, um überhaupt Sex in Erwägung zu ziehen.

Er hatte die Räume der Schulsprecher erreicht und tippte auf den Türknauf.

„Reinblut“, sagte er, aber nichts passierte. Kurz stutzte er, probierte es erneut, aber dann begriff er. Sie hatte das Passwort geändert.

Fuck. Er atmete aus und tippte erneut auf den Knauf. „Harry Potter“, sagte er angewidert, aber nichts passierte. „Dumbledore“, versuchte er ein weiteres ihrer Lieblingspasswörter, aber die Tür blieb verschlossen.
„Dieses verdammte Miststück!“, knurrte er der Tür entgegen. Er schlug mit der Faust ungehalten gegen das Holz. „Granger!“, rief er zornig, aber nichts rührte sich im Innern.
Wieder tippte er auf den Türknauf. „Gryffindor“, sagte er wütend, aber nichts passierte.

„Granger, mach die verdammte Tür auf!“, schrie er, allerdings blieb alles um ihn herum still. Anscheinend war sie bereits auf Patrouille. Gut, dann würde das dämliche Miststück wohl um zehn wiederkommen. Scheiße. Was sollte er bis zehn Uhr tun? Vor seiner eigenen scheiß Tür stehen, weil das dämliche Schlammblut ihm das Passwort nicht mitgeteilt hatte?

Er tippte wieder auf den Knauf. „Schlammblut“, machte er seinen letzten Versuch, aber nein, Granger würde so ein Wort niemals eine Woche lang akzeptieren. Er hatte auch nicht erwartet, dass es funktionierte. Er wandte sich zornig von der Tür ab und begann den Gang zurückzulaufen. Irgendwo musste die Schlampe ja sein!

Er eilte die Stufen hinab, spähte in den nächsten Korridor, aber das Schloss war heute verdammt ruhig. „Granger?“, rief er in die Dunkelheit, aber er bekam keine Antwort. Er versuchte es im nächsten Gang, dann im nächsten. Dann war er vor dem Ravenclaw-Portraitloch angelangt und konnte noch zweimal Punkte abziehen, weil zwei Jungen noch draußen rumwanderten. Er lief in Richtung Westen und stieg die nächste Treppe hoch zum Gryffindorturm. Vielleicht hing sie auch hier rum, damit sie ihn noch eine Weile länger ärgern konnte. Denn sie musste ja verdammt noch mal wissen, dass er nicht in die Räume kam!

Sie konnte froh sein, dass er gerade keine Lust hatte, noch einmal bei Snape auf der Matte zu stehen, um zu petzen. Er bog nach links in den Korridor und hörte das Treiben im Innern des Gemeinschaftsraums auch durch das Portrait der Fetten Dame.

„Ist die Schulsprecherin hier vorbeigekommen?“, fuhr er die Dame an, aber die betrachtete ihn mit einem säuerlichen Gesichtsausdruck.

„Passwort?“, verlangte sie hochnäsig zu wissen, und er atmete entnervt aus.

„Ist sie hier vorbeigekommen, verflucht noch mal?“ Aber die Dame beachtete ihn nicht weiter. Er hörte Schritt hinter sich und wandte sich um.

Oh, großartig!

„Zehn Punkte Abzug für Gryffindor“, sagte er sofort als Weasley auf Augenhöhe war. Dieser bedachte ihn mit einem abschätzenden Blick.

„Was treibst du hier, Malfoy?“, wollte Weasley unbeeindruckt wissen, und Draco spürte, wie seine Mundwinkel sanken.

„Ich verbringe meinen Abend gemütlich auf dem scheiß Korridor der scheiß Gryffindors. Was ist, hast du damit irgendein Problem? Aus zehn Punkten kann man ganz leicht zwanzig machen, Weasley“, knurrte Draco, der keine Lust hatte, einem dahergelaufenen Blutverräter Rede und Antwort zu stehen.

„Was auch immer, Malfoy“, gab Weasley kopfschüttelnd zurück, und Draco runzelte die Stirn, denn Weasley Haare waren kürzer als noch heute Morgen.

„Du warst nicht beim Vertrauensschülertreffen. Snape verdoppelt deine Strafe“, klärte er ihn auf, denn es fiel ihm gerade wieder ein, dass Weasley heute seinen besonders peinlichen Auftritt hingelegt hatte. Allerdings zuckte dieser gleichmütig die Achseln. „Wahrscheinlich hatte Granger wegen deinem Geständnis heute so eine Panik vor dir, dass sie auch nicht gekommen ist“, fuhr Draco glatt fort. Kurz hatte er Weasleys Aufmerksamkeit. Aber Weasley erwiderte nichts Entsprechendes und stellte sich vor die Fette Dame.

„Passwort?“, erkundigte sich diese erneut, und Weasley schenkte ihm einen eindeutigen Blick. Draco verdrehte die Augen.

„Oh bitte. Ich bin Schulsprecher, ich kenne alle Passwörter im scheiß Schloss!“, knurrte er. Abgesehen von seinem eigenen scheiß Passwort, dachte er bitter. Und anscheinend war Granger nicht hier gewesen. Scheiße. Und nicht mal Weasley bot ihm eine Angriffsfläche. Und es interessierte Draco einen Scheißdreck, wo Weasley gewesen war, wo er jetzt herkam und fluchend wandte er sich ab.

Er schlug den nächsten Weg ein, und zwar Richtung Bibliothek. Wahrscheinlich lief sie da irgendwo rum. Wo sollte sie auch sonst hin? Es war halb zehn, als er ankam. Madame Pince wollte gerade schließen, als sie ihn erkannte.

„Ja?“, fragte sie, eine Spur gereizt.

„War… die Schulsprecherin hier?“, erwiderte er also, aber Madame Pince schüttelte nur den Kopf.

„Ich schließe jetzt ab, es sei denn, Sie wollen Ihre Nacht hier verbringen?“, entgegnete sie, aber er schüttelte den Kopf. Scheiße, wo war das verdammte Miststück?

Er machte wieder kehrt und kam sich absolut lächerlich vor. Wo sollte er hin, verdammt noch mal? Er würde noch einmal zurückgehen. Vielleicht war sie schon da. Aber… was sollte er vor seinen verschlossenen Räumen? Er wurde langsam wütend. Gut, dann war die Schlampe eben nicht da. Dann kam er eben nicht rein. Er hatte hundert andere Möglichkeiten.
Zornig lief er die Stufen hinab, Stockwerk für Stockwerk, bis er im schwach erleuchteten Erdgeschoss angekommen war. Mrs Norris schlich vor der Eingangshalle lautlos auf und ab, musterte ihn, beachtete ihn aber nicht weiter.

Er schlug den Weg zu den Kellern ein, ignorierte einen schlafenden Peeves, der mitten in der Luft hing und kam vor dem Blutigen Baron an. „Salazar Slytherin“, sagte er das neue Passwort und der Baron schwang wortlos zur Seite. Der Gemeinschaftsraum war noch voll. Er erkannte Gregory auf der Couch und Zabini im Sessel.
Ja, auch hier gab es Dinge, die er hasste, aber er hatte kaum eine Wahl. Er betrat den Gemeinschaftsraum, und die Schüler schwiegen verblüfft. Wahrscheinlich erwarteten sie, dass er wegen irgendetwas Strafen verhängte.

„Was?“, wollte er zornig wissen und verscheuchte zwei Jungen von der breiten Couch, um neben Gregory zu sitzen. Zabini bedachte ihn mit einem ausdruckslosen Blick, den Draco aber ignorierte.

„Hey, was machst du hier?“, wollte Gregory verwunderte von ihm wissen, und die Schüler begannen wieder zu sprechen.

„Brauche ich einen Grund, um hier aufzutauchen?“, schnappte Draco und legte den Kopf zurück.

„Nein“, sagte Gregory sofort, „aber du kommst abends nie hierhin“, erwiderte er vorsichtig.

„Ja, heute aber schon“, sagte Draco nur. Aber er war zu müde, um sich auch noch mit Gregory anzulegen. „Wo war Pansy heute?“, fragte er also, nur um irgendwas zu sagen.

„Äh… sie war in Hogsmeade“, erwiderte Gregory sofort. Draco runzelte die Stirn.

„In Hogsmeade?“, wiederholte er verwundert, und Gregory nickte. „Sie darf unter der Woche überhaupt nicht das Schloss verlassen!“, entfuhr es ihm. Eigentlich war es ihm egal, wo Pansy war, aber es ging ihm gegen den Strich, dass sie absichtlich nicht zum Treffen gegangen war.

„Sie war auch nicht alleine dort“, bemerkte Blaise plötzlich, der nun neben ihm stand.

„Was willst du, Zabini?“, knurrte Draco, ohne ihn anzusehen.

„Das könnte ich dich auch fragen, Draco“, erwiderte er nur. „Hat dich Hermine rausgeworfen?“, vermutete er betont freundlich, und Draco erhob sich sofort, bevor Gregory seinen Arm zu fassen bekam, wahrscheinlich, um ihn aufzuhalten.

„Ich bin Schulsprecher, Zabini!“, drohte Draco jetzt.

„Ja? Warum bist du dann nicht in deinen Schulsprecherräumen?“, wollte Zabini glatt von ihm wissen, und Draco verzog den Mund. Es war nicht der Ort, um sich mit Blaise anzulegen. Vor allem, da Draco nicht zurück in seine scheiß Räume konnte.

„Was soll das heißen, Pansy war nicht allein in Hogsmeade?“, griff er Zabinis Worte wieder auf, während Blaise sich nun auf seinen Platz auf der Couch neben Gregory setzte.

„Auf einmal interessiert?“, erkundigte sich Blaise scheinheilig, und Draco zwang sich zur Ruhe.

„Nein, ich frage mich nur, warum du es weißt“, gab Draco zurück. Er sah sich um, aber Pansy war nicht mehr unten im Gemeinschaftsraum. Einige Jungen beobachteten sie gespannt und senkten den Blick, als er sie ansah. Slytherins waren schaulustige Idioten.

„Warum sollte ich es nicht wissen?“, wich Blaise seiner Frage aus, aber Gregory sah Blaise an.

„Mit wem war sie da?“, fragte Gregory vorsichtig.

„Na, ich glaube nicht, dass ich es sagen darf“, erwiderte Blaise mit einem entschldigenden Lächeln.

„Ach nein? Und warum nicht?“, schnappte Draco, aber Blaise lächelte immer noch.

„Frag du sie doch einfach, Draco“, gab er zurück. Es wurde ihm zu bunt. Verdammt noch mal, er hatte so etwas nicht nötig! Wie sehr er es hasste, jetzt hier zu sein! Ihm wurden die Vorteile, Schulsprecher zu sein, schlagartig bewusst. Er musste sie finden. Er wollte in seine Räume.

„Weißt du, ich glaube, du lügst“, sagte er schließlich. „Ich glaube, du möchtest einfach nur irgendetwas sagen, damit dir jemand Beachtung schenkt, Zabini“, erwiderte Draco schließlich. Zwar verriet ihm Blaises Lächlen, dass er mehr wusste, als er sagte, und dass er wahrscheinlich nicht log, aber eigentlich war es Draco egal, mit wem Pansy das Treffen geschwänzt hatte. Es wird irgendeine dumme Schlampe gewesen sein. Er hatte eigene Probleme. Und diese Probleme würde er lösen. „Und ich habe besseres zu tun, als mich mit dir zu unterhalten“, schloss er und trat den Rückweg an. Gregory sagte noch etwas, aber Draco hatte keinen Nerv mehr. Er hatte einfach keine Lust mehr. Er hatte sich eine Stunde von Snape anhören müssen, wie unverantwortlich er war, und jetzt wollte er einfach zurück in seine Räume. Sein Mal ziepte auf seinem Weg, aber er ignorierte es. Pansy und Zabini waren ihm egal.

Er erreichte den dritten Stock. Der Flur hier lag auch hier wie ausgestorben. Er blieb vor der leeren Wand stehen und machte drei Schritte nach links.

Ich muss wissen, wo sie ist.

Drei Schritte nach rechts.

Ich muss wissen, wo sie ist.

Drei Schritte nach links.

Ich muss wissen, wo sie ist!

Und dann schmolz eine schwarze, schmiedeeiserne Tür aus der Wand. Die Tür zum Raum der Wünsche. Zwar war es wieder einmal eine völlig neue Tür, aber er öffnete sie eilig. Der Raum war dunkel, nur zwei Kerzen standen auf einem uralten Tisch. Fast wirkte es wie ein Altar, und er überlegte, ob er seine Frage falsch gestellt hatte.

Langsam kam er näher. Der Raum war, außer dem Tisch in der Mitte, tatsächlich leer. Keine Fenster, keine Gemälde, einfach nur nackte Steinwände. Es roch seltsam, und Dracos Hand griff automatisch zu seinem Zauberstab. Zwischen den beiden Kerzen auf dem Tisch lag ein Spiegel. Ein Handspiegel. Das Silber glühte schwach im Licht der Kerzen. Draco sphähte in die spiegelden Fläche, sah aber nur sein eigenes misstrauisches Gesicht darin.

Vorsichtig nahm er den Spiegel in die Hand. Nichts passierte. Er betrachtete sein verschlossenes Gesicht.

„Und jetzt?“, murmelte er gereizt und drehte den Spiegel in der Hand. Er war kühl und ungewöhnlich schwer für einen so kleinen Spiegel. Gut, er wollte wissen, wo sie war? Vielleicht musste er genau das fragen. Er verdrehte die Augen, sah wieder in die Spiegelfläche und kam sich lächerlich vor.

„Ok“, sagte er, und die Dunkelheit des Raumes schien seine Stimme zu schlucken. „Zeig mir Hermine Granger“, sagte er und nannte ihren Namen leiser, als könnte ihn jemand hören. Aber er war sich sicher, er war hier allein. Und fast hätte er den Spiegel fallen lassen, als sein Gesicht verschwamm und grauer Nebel im Glas erschien.

Sein Herzschlag beschleunigte sich geringfügig, als sich der Nebel lichtete. Er kannte den Raum, den der Spiegel zeigte. Es war… - verdammt, was war es noch mal?!

Er hörte Lachen. Er verengte die Augen, und verschwommen konnte er durch die beschlagene Spiegelscheibe ein Fenster erkennen. Mit einer Meerjungfrau aus Mosaik.

Das Badezimmer der Vertrauensschüler, durchfuhr es ihn in rascher Erkenntnis.

Und dann sah er sie. Sie badete. Und er brachte den Spiegel lächerlich nahe an sein Gesicht, denn… sie war nicht allein! Sie war nicht allein in der großen Badewanne!

Sein Mund öffnete sich langsam. Sie saß auf der Steinbank am Rand, schob sich die nassen Haarspitzen über ihre nackte Schulter, während Potter einen Arm um sie legte.
Sie sagte etwas, was er nicht verstehen konnte, aber seine Hand umkrallte den Spiegel fester.

Potter wischte sich die nassen Haare aus der Stirn, und Draco spürte, wie ihm übel wurde, als Potter sich näher zu ihr beugte. Keine Sekunde später, hatte Potter sie geküsst, und Granger schlang ihre Arme um Potters nackten Hals.

„Was?“, knurrte Draco und schüttelte ungläubig den Kopf. Granger war nackt, und er sah es, als Potter sie rittlings auf seinen Schoß zog, während er sich in ihre Haare krallte, ohne den widerlichen Kuss zu unterbrechen.

Was?!

Draco knallte den Spiegel zurück auf den Tisch und stürmte aus dem Raum. Das passierte gerade nicht wirklich! Das war doch ein verdammter Scherz! Potter würde von der scheiß Schule fliegen! Endlich! Und nicht, bevor ihm Draco nicht endlich sein verdammtes Gesicht zu Brei geschlagen hatte! Er raste praktisch die Flure entlang, bis er endlich den fünften Stock erreicht hatte und die Statue von Boris dem Bekloppten passierte.

„Katzenauge“, rief er praktisch das Passwort, und die Tür zum Badezimmer öffnete sich für ihn. Allerdings lag das Bad in kompletter Dunkelheit vor ihm. Die Wanne war leer, und er musste Potter verpasst haben! Er fluchte zornig und verließ das Badezimmer, den Zauberstab gezogen, denn der Gryffindorturm war nicht weit von hier.

Bald hatte er heute Abend das gesamte Schloss durchwandert, aber Zorn trieb ihn an, zu rennen, auch wenn er sich nicht sicher war, warum! Sein Herz hämmerte in seiner Brust, und eine Minute später stand er vor der Fetten Dame, wartete aber diesmal nicht darauf, dass sie sprach.

„Chudley Cannon“, knurrte er das Passwort, was der Fetten Dame wohl nur vorgeschlagen worden sein konnte, da er nicht glaubte, dass sie Ahnung vom Quidditch hatte. Und es war ihm scheiß egal, denn das Portrait schwang zur Seite, und er hatte Einblick in den Gemeinschaftsraum.

Sehr schnell waren alle Blicke auf ihn gerichtet, als er über die Schwelle getreten war. Der Anblick von Gold und Rot erschlug ihn fast, aber er kannte den protzigen Raum bereits. Sein Puls hämmerte in seinen Ohren, und er drehte ungeduldig den Zauberstab in seiner Hand.

Wo war der scheiß Bastard? Wo?! Dumpf klang Snapes Warnung in seinen Ohren, aber jetzt gerade… jetzt gerade war es ihm scheiß egal!

Die Gryffindors sahen ihn an. Weasley saß neben seiner Schwester auf der Couch und erhob sich langsam, aber Dracos Blick verweilte nicht auf ihm.

Da!

Potter kam die Treppe vom Schlafsaal hinab geschlendert und trug seine Quidditchtrainingshose und ein Gryffindorshirt. Draco setzte sich in Bewegung, und die Sekunden schienen sich in die Länge zu ziehen. Potter war ein verdammt schnelles Arschloch, wenn er es schon geschafft hatte, sich abzutrocknen und sich anzuziehen!

Ehe Potter sprechen konnte, hatte Draco ihn erreicht, ihn am Kragen gepackt und ihn gegen die Wand neben der Treppe gedrückt. Ein gurgelndes Geräusch rang sich aus Potters Kehle, als Draco seine Hand um seinen Hals legte.

„Wo ist sie?“, knurrte er zornig, und Potter versuchte, ihn wegzuschieben. Er hörte hinter sich, wie Schüler auf ihn zukamen, aber er drückte Potter seinen Zauberstab gegen die Brust. „Sag es mir, du widerlicher scheiß Bastard!“, schrie Draco jetzt, ohne dass er sich halten konnte, und wurde anschließend brutal von Weasley zurückgezehrt.

„Was zur Hölle tust du hier?“, wollte Weasley außer sich wissen, und Draco hörte wie Potter hustend zu Atem kam. Er riss sich von Weasley los, um sich erneut Potter zuzuwenden. Er griff sich eine Handvoll von Potters Shirt und zerrte ihn zu sich.

„Du sagst mir sofort, was du getan hast, du Wichser! Wo ist sie?“, donnerte er erneut, und Potters Brille rutschte fast von seiner Nase. Mit beiden Händen stieß er ihn jetzt von sich, und Draco taumelte nach hinten.

„Was redest du für einen Schwachsinn, du scheiß Idiot?“, rief Potter außer sich. „Wer? Wo ist wer?“

Draco hatte den Zauberstab wieder gehoben. Was?!

„Tu nicht so!“, schrie er, denn sein Zorn loderte immer noch in seinem Innern. Wie konnte es dieser verdammt Pantoffelheld wagen, sie anzufassen? Sie… - Draco musste die Augen schließen.

Nein.

Warte.

Ruhig, Draco. Denk nach.

„Warst du im Badezimmer der Vertrauensschüler?“, sagte Draco jetzt tonlos, mit rauer Stimme, und hielt die Augen geschlossen.

„Was? Wieso-“

„-warst du, verdammt noch mal, im scheiß Badezimmer der-“

„-nein, verflucht! Was zur Hölle ist dein Problem, Malfoy, du-“ Potter unterbrach sich selbst.

Draco öffnete die Augen wieder und zwang sich zur Ruhe, während sich alle Schüler im Gemeinschaftsraum in einem Kreis um sie versammelt hatten.
Und der Zauberstab sank in seiner Hand.

„Du… suchst Hermine?“ Es rang sich als Frage aus Potters verdammtem Mund, und wieder stieg Draco das Bild in den Kopf. Wie Potter seine widerlichen Hände um ihren nackten Körper legte und… - Draco schloss erneut die Augen.

„Gott, was wollt ihr alle von Hermine?“, vernahm er die genervte Stimme von Lavender Brown. „So hübsch ist sie nicht!“, fügte sie hinzu und setzte sich wieder auf die Couch, nachdem sie wohl entschieden hatte, dass diese Szene ihrer Aufmerksamkeit nicht würdig war.

Langsam beruhigte sich Dracos Puls wieder, während Potter sich fluchend das Shirt gerade zog.

„Was zum Teufel ist los mit dir?“, fragte Weasley zornig.

„Halt dein Maul, Weasley“, knurrte Draco, denn er war noch nicht in der Lage vernünftig zu diskutieren. Vor allem nicht hier, im verkappten Heldenzimmer der Gryffindors.

„Wieso greifst du mich an, du Bastard?“, wollte Potter jetzt wütend wissen, aber Draco sagte daraufhin nichts. Es stimmte nicht! Das, was er im Spiegel gesehen hatte stimmte nicht?! Was zum Teufel hatte er dann gesehen? Und warum hatte er so einen Scheiß gesehen? So etwas absolut Widerliches?!

„Ist Hermine nicht in ihren Räumen?“ Das war wieder Weasley, und anscheinend siegte Weasleys Sorge um Granger über seinen Hass auf ihn. Draco ruckte mit dem Kopf, denn er begriff nicht, warum ihm dieser Spiegel so eine verdammte Lüge gezeigt hatte!

„Er kommt wahrscheinlich nicht rein“, sagte die kleine Weasley tatsächlich ungeduldig. Sein Blick hob sich verständnislos. Woher wusste sie das? Er fuhr sich durch die blonden Haare, und sie erhob sich von der Couch. „Hermine hat das Passwort heute geändert.“

Und das löste seine Probleme auf einmal. Er fixierte das Mädchen.

„Du kennst das Passwort?“, wollte er lauernd wissen, und die kleine Weasley atmete aus.

„Du bist wirklich furchtbar. Du hättest einfach klopfen können, dann hätte sie dir aufgemacht, Malfoy“, tadelte sie ihn, und er musste sich beherrschen, um nicht zu schreien.

„Sag mir das verdammte Passwort“, knurrte er ungehalten, und sie verdrehte die Augen.

Kurz herrschte Stille, ehe sie ausatmete.

„Lucius Malfoy“, sagte sie. Und kurz begriff er nicht. So musste er wohl auch aussehen. „Das Passwort. Es ist Lucius Malfoy.“

Und er sagte gar nichts.

Sein Blick fiel auf den Boden, und er nickte schließlich.

Lucius Malfoy… - das Passwort war…?



Er wandte sich ohne ein weiteres Wort von Potter und Weasley ab.

Auf dem Rückweg traf er niemanden mehr. Lucius Malfoy. Sie war wirklich witzig. Seine Gedanken lagen blank, während er durch die Gänge lief. Lucius Malfoy…. Er biss die Zähen fest zusammen.
Und dann war er wieder angekommen. Nach einer Ewigkeit, wie es ihm schien, war er wieder vor seinen Räumen.

Er tippte auf den Türknauf. Und es war so bitter, wie sie es wohl vorgesehen hatte.

„Lucius Malfoy“, flüsterte er fast, und die Tür sprang auf.

Er war wieder in seinen Räumen. Das Licht war an, und ihre Tür und die Badezimmertür standen offen. Sie kam aus dem Bad in ihrer Schlafshorts, ihrem weißen Oberteil, die Haare noch nass, und erkannte ihn in der Tür.
Sie hatte inne gehalten, und er konnte ihren Ausdruck nicht deuten.

„Bist du selber drauf gekommen?“, erkundigte sie sich, und er konnte den Tonfall in ihrer Stimme nicht ganz zuordnen. Sie sprach wohl von ihrem Passwort.

„Wo warst du?“, fragte er also, denn jetzt gerade wusste er nicht, was er sonst sagen sollte.

„Was?“, fragte sie verwirrt, und er atmete aus.

„Vorhin“, erläuterte er, ohne sich zu rühren. Ihre Stirn runzelte sich.

„Geht dich das irgendwas an?“, schnappte sie schließlich.

„Du warst nicht auf Patrouille“, erwiderte er nur.

„Was? Woher willst du das wissen?“

„Weil ich es weiß“, knurrte er nur.

„Fein. Ich war baden“, sagte sie, und er antwortete, ohne nachzudenken.

„Im Badezimmer der Vertrauensschüler?“, nahm er also an, und sie nickte unwirsch. „Allein?“, fügte er knapp hinzu, und sie verdrehte die Augen, während sie zu ihrem Zimmer schritt.

„Nein, Malfoy. Weißt du, ich war baden mit Ron und Harry, mit Blaise und allen anderen Jungen aus dem siebten Jahrgang!“ Ihre Stimme troff vor Sarkasmus. Dann hatte der Spiegel tatsächlich gelogen. Er würde sich später mit dieser Fata Morgana auseinandersetzen.

„Cleveres Passwort“, rief er ihr nach, und sie hielt inne. Sie wandte sich zu ihm um, und ihr Blick war verschlossen, beinahe kalt. Sie zu sehen machte es nicht wirklich besser. Das Bild ihres nackten Körpers rittlings auf Potters Schoß jagte ihn noch immer. Und er begriff es nicht. Warum hatte er das gesehen? Sein Mal pochte wieder.
„Granger“, begann er, müde vom Tag, und sie wartete ungeduldig. „Ginny Weasley weiß über uns Bescheid“, sagte er nur, und sah, wie jeder Ausdruck von ihrem Gesicht verschwand. „Und… Luna Lovegood hat mich auch darauf angesprochen.“ Jetzt öffnete sich ihr Mund. „Und… jetzt wissen es wahrscheinlich auch Potter und Weasley, nachdem ich gerade…“ Er machte eine knappe Handbewegung.

„Was?“, entfuhr es ihr panisch, und er atmete aus.

„Unwichtig“, erwiderte er kopfschüttelnd. „Und Snape weiß es, und… Pansy“, schloss er still. Sie starrte ihn an. Und er spürte den Kloß in seiner Kehle deutlich. Er spürte etwas in sich, was sich wie ein Schmerz anfühlte, den er nicht deuten konnte.

„Und…“ ich weiß, dass du mich liebst, Granger, aber ich tue dir einen verdammten Gefallen, „… ich habe kein Interesse mehr an dir.“

Ihr Mund hatte sich geöffnet. Er sah, wie sich ihre Brust hob und senkte, während sie atmete. Und jetzt gerade, jetzt gerade schmeckten die Worte verdammt scheiße in seinem Mund. Jetzt gerade hasste er es, Draco Malfoy zu sein.

„Das… ist wirklich gut“, entfuhr es ihr, aber ihre Stimme war etwas höher als sonst. „Nett, dass du dich gehalten fühlst, es mir ins Gesicht zu sagen“, fügte sie hinzu, und ihre Stimme zitterte vor Zorn. Tränen traten in ihre Augen, und er hatte gedacht, dieser Moment würde länger anhalten. Er hatte gedacht, sie würde ihn noch länger ansehen. Ihn noch anschreien, ihn… vom Gegenteil überzeugen?

Er hatte gedacht, sie würde sich noch mit ihm streiten, aber es war alles so schnell vorbei.
Er stand schon längst alleine in der Tür zum Wohnzimmer, und ihre Tür war längst ins Schloss geknallt.
Und es kostete ihn seine gesamte Kraft, nicht hinter ihr herzulaufen, sich nicht zu entschuldigen, ihr nicht zu erklären, dass er ein verdammtes Arschloch war. Es kostete ihn alles, was er hatte, damit er jetzt gerade Draco Malfoy sein konnte. Draco Malfoy, der Junge, der plötzlich nichts dringender wollte, als dass sie es noch einmal sagte.
Aber wahrscheinlich stimmte es gar nicht. Wahrscheinlich hatte er sich alles nur eingebildet!

Sein dunkles Zimmer wartete bereits auf ihn. Keine Liebe. Keine Familie. Er war Draco Malfoy, und es war nie anders gewesen….

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