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Fortune Of Life

von Rayden
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 Slash
Brad Delson Chester Bennington Mike Shinoda
10.05.2014
03.08.2020
33
153.414
6
Alle Kapitel
125 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
03.08.2020 5.254
 
Vielen Dank für all die Geduld!

Lyrics:   Kettring - The Antlers [x]  (vielleicht möchte es jemand anhören beim Lesen)

x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x

33. Kapitel



Zerfahren sah er auf seinen Freund im Krankenhausbett hinab. Auf Chesters aschfahles Gesicht. So bleich, dass es konturlos in das weiße Kissen überging.  Seine Gedanken konzentrierten sich auf die gefallenen Worte. Aids. Chester hatte Aids. Mike verlor sich in einem Tunnelblick. Er bekam nicht mehr mit, was um ihn herum geschah; wie die Jungs darauf reagierten. Seine Lungen zogen sich zusammen und er schnappte nach Luft. Sein Puls überrumpelte sich.

„Mike?“, sprach ihn Talinda erneut an. Sie rückte ein wenig mehr in sein Sichtfeld. Er hatte Chester noch immer fixiert. Er spürte nur ganz nebensächlich die Hand des Mädchens an seiner Schulter. Erst einige Sekunden später registrierte er es wirklich und schüttelte die Hand ab.

Es dauerte, bis die Information zu ihm durchgesickert war und das Wort Aids nicht mehr irrational klang. Auf Mikes Armen bildete sich eine Gänsehaut. Er schluckte schwer, doch seine innere Anspannung fiel nicht von ihm ab. Sie schien ihn weiterhin zu paralysieren und die Kehle abzuschnüren. „A-Aids…?“, presste er mit brüchiger Stimme hervor.

Talinda sah besorgt zu ihm. Sie nickte kaum merklich. „Mike…“, setzte sie vorsichtig an. Der Emcee rückte plötzlich ab. Ein Schritt nach dem anderen. Sie sah die Panik, welche sich in seinem Gesicht ausbreitete. „Mein Dad wird sich noch gut um ihn kümmern!“, warf sie ein. Sie setzte ein versicherndes Lächeln auf.

Mikes Hände zitterten unkontrolliert. Sein Magen krampfte. Ihm war übel. Er konnte den angeekelten Blick auf Chesters komatösen Körper nicht länger verstecken. Der Unglaube schlug in Wut um als er langsam verstand was diese Diagnose zu bedeuten hatte. Mike schnaubte und presste immer wieder seine Hände in Fäuste zusammen.

Brad stolperte um Rob herum, als er auf seinen Freund zu kommen und beruhigen wollte. Mike sah zu ihm. Dann ging plötzlich ein Ruck durch ihn und er stürzte aus dem Zimmer. Er stieß dabei Talinda an, doch das war ihm egal. Mike wollte raus. Weg von seinem Freund. Der Gitarrist folgte ihm. Brad sah Charlene durch den Flur zu Chesters Zimmer laufen. Ihr Gesicht schimmerte von ihren Tränen, die ihre aschfahlen Wangen benetzten. Brads Herz brach weiter. Auch für ihn war die Diagnose schwer, doch er konnte sich kaum vorstellen, wie es für Chesters Mutter sein musste.

Geschockt sahen die Jungs zu der offenstehenden Tür. Sie konnten ihre Gefühle ebenfalls kaum ordnen. Talinda stand verloren im Raum. Joe schluckte schwer und hielt sich bei Mark fest. Rob sah betreten zu Boden. Nervös zupfte er Hautfetzen von seinen Fingern, als Charlene durch die Tür trat. Joe atmete langgezogen aus und löste sich von seinem Freund. Chesters Mutter brauchte sie nun. Er kam auf sie zu und nahm sie in die Arme. In jenem Moment war alles unglaublich bizarr.

Brad schnappte nach Luft, als er Mike draußen vor dem Haupteingang wiederfand. Auch Mike schien nach der frischen Luft zu ringen, während der Gitarrist langsam auf ihn zu kam. Mit einem Räuspern machte er sich leise bemerkbar. Mike stützte sich auf seinen Knien ab. Brad legte ihm eine Hand auf den Rücken. „Hey…“

Im ersten Moment versteiften sich Mikes Muskel unter Brads Berührung. „Ich… ich habe mit ihm geschlafen“, presste Mike aufgeregt hervor. Panisch fasste er sich gegen die Brust. Sein Puls überschlug sich. In seinen Augen glitzerten Tränen. „Ich will es nicht haben. Ich will nicht sterben, Brad“, sagte er hektisch. Mike zog an seinem Kragen.

Sein Freund sah ihn besorgt an, streichelte ihm beruhigend über den Rücken. „Komm runter, sonst hyperventilierst du“, murmelte Brad. Der Gitarrist wusste nicht wie er reagieren sollte, falls Mike durchdrehte. Auch wenn sie vor dem Krankenhaus standen. „Bleib ruhig. Du… uhm, du musst dich nicht zwingend angesteckt haben, weißt du? Ich mein… hattet ihr oft… ungeschützt S-Sex?“ Brad kratzte sich beschämt über den Kopf. Seine Wangen glühten rot aufgrund der intimen Frage.

Mike schien nicht auf die Frage anzugehen. Er japste weiter nach Luft. Seine Gedanken ratterten. Panik überflutete ihn und die Tränen kullerten ihm nunmehr unentwegt über die Wangen. Sein kompletter Körper wurde immer wieder von schweren Schluchzern geschüttelt. „Wieso… hat er nichts gesagt, Brad? S-Stirbt… er? Brad, verliere ich Chazy?“

„Uhm fuck“, nuschelte Brad. Ihm fehlten die Worte. Was sollte er seinem Freund hierzu denn schon antworten? Der Gitarrist zog Mike in eine enge Umarmung. Augenblicklich klammerte sich Mike an ihn. Er krallte sich in den weichen Stoff seines Pullovers. Der Ältere weinte unerbittlich in seine Schulter. Brad schluckte schwer. Die Situation war unglaublich schrecklich für ihn. Er wusste nicht, was er tun sollte und am liebsten war es ihm nach weinen. „Ich weiß doch auch nicht genau was das alles nun zu bedeuten hat, Mike“, gab er schließlich ehrlich zu.

Mike schluchzte und zog seine Arme enger um Brads haltspendenden Körper. „Ich liebe ihn so sehr, Brad. Ich kann ihn nicht ver-… verlieren. Was soll ich… d-denn ohne ihn tun?“, schniefte er. Seine Tränen sogen sich in Brads Pulli. Mike beruhigte sich langsam wieder. Die Nähe zu dem Gitarristen tat gut. Dennoch war der Gedanke, Chester für immer zu verlieren angsteinflößend.

„Mike. Jetzt gerade ist es noch nicht soweit. Rede doch mit Talindas Dad und hör zu was er sagt. Wer weiß, vielleicht bleibt euch echt noch viel Zeit, huh?“, versuchte Brad ganz rational und ruhig zu schlussfolgern.

Ihm gefiel es nicht. Am liebsten wollte er auch einfach schreien. Chester war ebenfalls sein Freund. Der Sänger wohnte bei ihm. Er teilte sich ein Zimmer mit dem verrückten, lustigen und liebenswerten Menschen. Er war wie ein Bruder für ihn. Brad blinzelte. Seine Augen begannen zu brennen und seine Nase zu jucken. Er spürte wie langsam Tränen aufkamen, die er tapfer zurückhielt. Der Gitarrist durfte sich nicht weiter in diesen Gedankenstrudel verlieren. Er schniefte und räusperte sich. „Nutzen wir die Zeit, die uns noch mit ihm verbleibt. Nutze sie, Mike. Vielleicht sind es noch einige Wochen… Monate? Wir sollten erst mit dem Arzt reden, bevor wir in Panik verfallen. Ich mein… ich mein, ich habe keine Ahnung was es wirklich bedeutet.“

Mike blinzelte. „Es bedeutet sterben, Brad. Sterben.“

Es klang so eiskalt. Brad erschauderte. Die Worte waren wie ein Schlag ins Gesicht. „Ich weiß, aber…“ Er zuckte verzweifelt mit den Schultern. Er wusste nicht wie er Mike Zuversicht schenken sollte. Es gab schlichtweg keine. Und das war ihnen beiden vollends bewusst. „Ich mein nur, dass wir nicht wissen, wie lang es im Endeffekt noch dauert…“, flüsterte er.

Der Älter schnaubte abfällig. Eine neue Träne fiel von seinen Wimpern über seine Wange hinab. „Gewiss ist nur, dass es nicht mehr ein Leben lang ist…“, meinte der Emcee zurück.

Brad holte scharf Luft. Er ließ seinen Blick zu Boden fallen. Allmählich konnte er sich nicht mehr zusammenreißen. Seine Kehle schnürte sich zusammen. Sie mussten sich auf einen Abschied einstellen. Das war Fakt. „Gehen… wir zurück?“, presste er hervor.

Langsam hob Mike seinen Blick zu seinem besten Freund auf. Seine Augen waren leer. Das dunkle Braun hatte das lebhafte Schimmern verloren als er den Kopf verneinend schüttelte. „Ich möchte nicht“, meinte er schwach.

„Mike. Das ist nicht dein-“

„Fuck nein. Ich kann das nicht. Ich kann ihn nicht ansehen, Brad“, betonte er. Sein Blick wurde hart. „Ich kann das ehrlich nicht. Es schmerzt.“ Damit entfernte er sich langsam und ging.

„Aber Mike…“

Erneut schüttelte er vehement den Kopf. „Nein, ich brauche den Abstand gerade.“

Brad blieb geschockt zurück. Er sah seinem Freund hinterher, doch hielt ihn auch nicht wieder auf. Er konnte ihn schließlich nicht dazu zwingen hier zu bleiben. Der Gitarrist hoffte nur, er würde zurück sein, ehe Chester aufwachte und nach ihm fragte.



I wish that I had known in, That first minute we met
The unpayable debt, That I owed you

'Cause you'd been abused
By the bone that refused you
and you hired me
To make up for that


-

Mike lief ziellos umher. Er wusste nicht wohin er gehen konnte. Er hatte kein echtes Zuhause mehr. Er konnte nicht zu seinen Eltern nach Hause und wollte das nicht. Doch zu den Delsons zu laufen fühlte sich genauso falsch an. Dort würde er irgendwann nur Charlene über den Weg laufen. Mike war sich sicher, dass er Chesters Mutter nicht in die Augen sehen konnte. Chester war ihr wie aus dem Gesicht geschnitten und ihre Trauer würde er niemals ertragen.

Der Halbjapaner setzte sich an die nächste Bushaltestelle. Der kommende Bus brachte ihn in die Stadt zurück und ehe er sich versah, stand er vor Daves Haustür und klingelte. Die Mutter öffnete ihm und lächelte ihn breit an. “Oh, hey Michael. Schön dich mal wieder zu sehen. David ist oben in seinem Zimmer. Geh ruhig rauf”, grüßte sie ihn gastfreundlich. Offenbar wusste sich nichts über ihren Streit.

Mike schluckte und nickte kurzangebunden. Weiterhin blieb er stumm, als er an ihr vorbeilief und schließlich an Daves Tür klopfte. Er hörte Stimmen aus dem Zimmer. Mike verkniff das Gesicht. Er hatte gehofft den Ex-Bassist allein anzutreffen. Eigentlich war es egal, denn was er hier wollte war ihm selbst nicht klar.

“Ey!”, rief jemand als er in das Zimmer eintrat. Es klang abwerten, irgendwie belustigt. “Na sieh einer an…”

Mikes gesenkter Blick hob sich und fand Mark Foire in Daves Bürostuhl. Von ihm kam die abschätzige Begrüßung. Der Emcee schaffte nicht irgendetwas zu kontern. Ihm fehlte einfach die Kraft und die Schlagfertigkeit. Dave musterte seinen alten Freund. Er spürte, dass etwas nicht stimmte. “Mark? Verpiss dich, okay?”, schmiss er seinen Kumpel raus. Dave musste nur den Vorfall auf dem Konzert und Mikes kümmerliche Figur zusammenzählen, um zu wissen, dass der andere ihn brauchte, egal, was zwischen ihnen vorgefallen war.

Mark protestierte, doch Dave sah ihn auffordernd an. Grummelnd stand der andere auf. Er machte eine wegwerfende Handbewegung. Nuschelte leise in seinen nicht vorhandenen Bart und verschwand aus dem Zimmer. Dave zeigte zu dem freien Platz. „Setz dich.“

Mike folgte der Aufforderung. Er nahm auf dem Bürodrehstuhl platz. Seine Hände lagen in seinem Schoß. Er drehte sich hin und her, sah sich ziellos um. „Kann ich bei dir pennen?“, fragte er aus dem Nichts.

Dave sah ihn überrascht an. Mit dieser Frage hatte er nicht gerechnet. Der Bassist saß auf seinem Bett. Er zog seine Beine hinauf und setzte sich in einen Schneidersitz. „Was ist passiert, Mike? Warum bist du hier? Du weißt schon, wir sind nicht gerade beste Freunde momentan...“

Der andere verzog missfallend den Mund. Er tat alles mit einem Schulterzucken ab. Dave wartete auf eine Antwort, doch Mike gab ihm keine. „Was ist mit Chester passiert?“, hakte er genauer nach.

„Er liegt im Krankenhaus“, murmelte der Emcee. Es war eine schwammige Aussage, die Dave nicht weiterbrachte.

„Ist alles okay mit ihm?“, bohrte er weiter.

Dieses Mal schüttelte der andere den Kopf. Dave seufzte. „Yo Mike, wenn du nicht mit mir reden möchtest, dann weiß ich ehrlich nicht, was du von mir willst.“

Der Halbjapaner atmete tief ein. Er sah zum ersten Mal direkt in Daves Augen. „Er hat Aids. Schätze mal er kommt gar nicht mehr aus dem Krankenhaus.“

„Ah shit“, keuchte Dave. Er war ehrlich bestürzt, aber wusste nicht, wie er reagieren sollte. Der Bassist musterte den anderen. Er presste die Lippen aufeinander. „Und... du? Ich mein, habt ihr... uh...“

„Ja, wir hatten Sex“, nickte Mike. Sein Blick schwirrte wieder umher. Sein Mund war ein gerader Strich. Er klang emotionslos. „Aber keine Ahnung, ob ich es habe.“

„Okay, vielleicht solltest du dich testen lassen?“, warf Dave ein. Er rieb sich über den Nacken. Es war bizarr. Der Bassist fühlte sich unwohl. Tief atmete er durch. „Uhm, tut mir leid für dich...“

Mike nickte. „Mir auch.“ Er klopfte sich auf die Oberschenkel. „Also kann ich bei dir pennen? Du bist der Einzige, der nichts mit ihm zu tun hat. Und... meine Eltern haben mich rausgeschmissen.“

Dave nickte. Er stand auf, um Bettzeug für Mike zu holen und seiner Mutter Bescheid zu geben. Ihr Streit war belanglos.

-

Elisa brachte ihren Freund bis zum Krankenhaus. Eskil lief neben ihr und sah sich schnüffelnd um. Sie hielt seine Hand und der Druck festigte sich mit jedem Schritt, dem sie dem Hospital näherkamen. Sie musterte Brad besorgt von der Seite. Ihr Daumen streichelte beruhigend über seinen Handrücken. „Heute wird ein besserer Tag.“

Brad schnaubte. Seine Lippen zuckten in ein freudloses Lächeln. Es sah sarkastisch aus. „Erst wenn Mike wieder auftaucht“, grummelte er. Brad schluckte schwer. Es waren bereits drei Tage vergangen, seitdem Chester eingeliefert wurde. Mike war nicht wieder zurückgekommen.

„Chester ist gestern wieder aufgewacht“, warf sie ein. Elisa streichelte ihm über den Oberarm, als sie vor dem Eingang zum Stehen kamen. „Das ist gut.“

Der Gitarrist erschauderte. Charlene war ihrem Sohn Tag und Nacht nicht von der Seite gewichen. Erst als er wieder zu sich gekommen war und sie ein wenig Zeit mit ihm verbrachte, kam sie nach Hause um zu duschen und in einem richtigen Bett zu schlafen. Brad sah zu den Türen. In seinem Magen lag ein Stein. Er gab Elisa einen Abschiedskuss und lief dann zu seinem Freund.

Vorsichtig klopfte er. Es war sonst niemand da. Brad hatte Zeit mit Chester allein. Der Sänger sah zur Tür, als er sie aufschob und hineinspitzte. „Hey“, grüßte er. Brad kam zu dem Bett und setzte sich auf den Besucherstuhl.

Der Sänger wirkte enttäuscht ihn zu sehen. Brad überspielte es mit einem Lachen. Er knuffte ihn. „So schlimm mich zu sehen?“

„Wo ist Mikey?“, platzte es ungeniert aus Chester. Der Sänger war bleich. Die Haut fleckig. Brad wusste nicht von was, ob es die Krankheit war oder weil die Krankenschwestern auf der Suche nach einer Vene ihn zerstochen hatten. Unter den Augen hingen dicke Ränder.

Der Gitarrist presste seine Lippen zusammen. „Ich weiß, du vermisst ihn...“, seufzte er.

Chester zupfte an seiner Decke. Er kniff die Augenbrauen zusammen. „War er bei mir? Weiß er davon? Warum besucht er mich nicht, Brad? Weiß er, dass ich wach bin?“, löcherte er seinen Freund mit Fragen.

Brad lachte verunsichert. Es wirkte unpassend, doch es überspielte seine Unsicherheit. „Er war bei dir“, begann er und hoffte es würde ihn beruhigen.

Chester sah mit einem neugiergen Blick auf. „Wann? Kommt er wieder?“

„Chaz“, murmelte der Gitarrist. Er holte tief Luft. Die Situation überforderte ihn. Er legte eine Hand auf Chesters Arm. Er hatte keine Ahnung, wohin Mike verschwunden war und er wusste nicht, wie er das Chester sagen sollte. Rob lief gemeinsam mit Joe alle möglichen Orte ab, an denen Mike sich verstecken konnte. Sie waren zu Freunden aus seiner Klasse, bei Anna und sogar bei seinen Eltern vorbeiglaufen.

Der Sänger riss seinen Arm von der Berührung weg und grummelte. „Ich will Mike sehen“, meinte er trotzig.

Es verletzte Brad. „Tja, jetzt gerade musst du mit mir vorliebnehmen, Chester“, meinte er scharf. Es tat ihm sofort leid. Er verstand Chesters Sehnsucht nach Mike. „Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung wo er ist. Ich bin mir sicher, er wird dich bald besuchen, okay?“

Langsam sah er zu seinem Freund auf. Chester nickte widerwillig. In seinen Augen standen Tränen. Brad seufzte innerlich. Es war schrecklich so machtlos zu sein. „Wollen wir irgendetwas spielen? Uhm... du musst doch hier irgendwo Uno Karten haben, huh?“

Der Sänger deutete auf den Beistelltisch. Der Jüngere stand auf und sah in der Schublade nach. Als er Chester den Rücken zu drehte, hörte er ein Schluchzen. Es erschütterte den Gitarristen in Mark und Bein.

Er fand ein Set und präsentierte es mit einem erzwungenen Lächeln. Chester wischte sich fahrig über das Gesicht. „Er kommt bald zu dir zurück“, versuchte er Chester aufzumuntern. Brad setzte sich zurück und begann das Kartendeck zu mischen.

Sie spielten ein paar Runden, doch Chester sprach nichts mehr. Erst als Brad ging, hauchte er eine Verabschiedung. „Danke, Brad. Komm bitte wieder.“

-

Dave hatte ihn nach vier Tagen vor die Tür gesetzt. Viel mehr jedoch weil er seiner Mutter nicht mehr erklären konnte, warum Mike immer noch bei ihnen übernachtete. Der Halbjapaner musste zugeben, dass er kein sonderlich guter Gast war. Er war zwar unauffällig gewesen, doch Dave hatte ehrlich versucht ihm zu helfen, aber alles was er ihm vorschlug, schmetterte er ab.

Niedergerungen stand er vor seinem Elternhaus. Die Arme um sich geschlungen. Ihm war übel und sein Magen krampfte. Vielleicht war es Hunger, da er bei Dave kaum gegessen hatte. Oder die Nervosität.

Mike wollte sich testen lassen. Die Unsicherheit, ob er sich angesteckt hatte oder nicht nagte an seinen Nerven. Donna öffnete ihm. Sie sah ihren Sohn erleichtert an. „Da bist du endlich wieder.“

Überrascht blickte er zu ihr auf. Sie klang sanft, liebevoll. Er hatte damit nicht gerechnet. „Hey Mom.“ Plötzlich zog sie ihn in eine warme Umarmung. Mike blieb die Luft im Hals stecken. Tränen drückten sich durch seine geschlossenen Augenlider. „Mom...“

„Granny und ich haben dich im Krankenhaus nicht angetroffen und gestern kamen Rob und Joe vorbei. Sie sagten, dass du verschwunden wärst“, plapperte sie aufgebracht. Mike erwiderte ihre Umarmung. „Ich wollte schon fast die Polizei rufen.“

„Er stirbt“, flüsterte ihr Sohn aufgebracht. Es war das Einzige, woran Mike in den letzten Tagen denken konnte. Stetig schwirrte der Satz in seinen Gedanken herum und rang ihn nieder.

Donna nickte. Sie streichelte ihrem Sohn über den Rücken. Sie wollte nichts von Chester wissen oder hören, doch sie verstand, dass für Mike eine Welt zusammenbrach. „Lass uns nicht über ihn nachdenken.“

Sie zog ihn mit ins Haus. „Komm rein, mein Junge.“

Mike stolperte ihr nach. Sein Kopf lag seit Tagen in einem dumpfen Schmerz. Seine Augen waren aufgequollen von den Tränen die immer wieder einen Weg über seine Wangen fanden. Mike fühlte sich leer und apathisch. „Ich muss mich testen lassen, Mom.“

Sie stockte und drehte sich zu ihm. Ihr Mund fiel fassungslos auf. „Du hast wirklich das mit ihm gemacht?“

Mike zog seine Arme wieder um seinen Bauch. Sein Blick fiel gen Boden. „Ja...“

Er hörte wie sie zischend Luft holte. „Ohne dich zu schützen?“, hakte sie nach. „Ich dachte ihr Teenager seid so aufgeklärt. Michael, wie konntest du...“

„Mom!“ Mike sah gepeinigt auf. Es war peinlich genug mit ihr über Sex zu reden. Seine Wangen glühten und schimmerten von Tränen übernetzt. „Ich kann das jetzt nicht...“

Donna verstand. Sie presste ihre Lippen zusammen. „Die Familie ist auf unserer Hütte in den Bergen. Dein Vater weiß nichts darüber. Ich bin hiergeblieben, weil ich...“ Sie sah ihn liebevoll an. So mütterlich hatte er sie lange nicht mehr erlebt. „Ich hoffte, du kommst nach Hause.“

Mike sah zu ihr auf. Es war eine große Erleichterung, dass er nur mit seiner Mutter zu tun hatte und sein Vater ahnungslos war. Ansonsten hätte Muto ihn schon in das nächste Bootcamp gesteckt. „Danke.“

-

Nach dem Test beim Hausarzt waren zwei Tage vergangen. Er war in dieser Zeit bei seiner Mutter geblieben. Es war anstrengend für Mike. Er fühlte sich allein und Donna belehrte ihn in jeder freien Sekunde. Er musste sich alles über ungeschützten Sex anhören und welche Gefahren und Krankheiten es bürgte. Doch Donna ließ auch ihre Missgunst über Chester nicht aus.

Mike ließ es kommentarlos über sich ergehen. Es schmerzte innerlich sehr, doch er besaß keine Kraft sich dagegen zu wehren.


Nun saß er am Esstisch. Seine Mutter trocknete hinter ihm Geschirr ab, als er den Brief mit dem Ergebnis seines HIV-Schnelltest in der Hand hielt. Zitternd begann er ihn aufzureißen.

Negativ.

Mike erschauderte als er den Brief in der Hand halten konnte. Wieder standen Tränen in seinen Augen, doch dieses Mal war es aufgrund von purer Erleichterung. Ein mächtiger Balast fiel von seinen Schultern ab und er konnte seit Tagen wieder durchatmen.

Donna sah Mike über die Schulter. „Oh, mein Gott!“, rief sie aus. „Immerhin hat dieser Junge dir nicht das Leben runiert.“

„Mom!“, schrie auf. Er knallte den Brief auf den Tisch. Die Stuhlbeine kratzten über den Boden als er hastig aufsprang. „Hör auf! Hör endlich auf! Er ist toll, okay? Ich liebe ihn, egal was du davon hälst und er stirbt. Hör endlich auf.“

Geschockt sah sie ihm ins Gesicht. Sie kam nicht dazu etwas zu erwidern, als Mike an ihr vorbeipreschte und das Haus mit einem lauten Türknallen verließ. Wieder begann er davonzurennen, doch dieses Mal wusste er sein Ziel.

Fünf lange Tage war es her, dass er zuletzt im Krankenhaus gewesen war. Er hatte gehört, dass Chester aufgewacht war. Mike sehnte sich nach ihm. Das negative Testergebnis gab ihm neuen Mut sich seinem Freund zu stellen. Er wusste, er würde ihm keine ungewollten Vorwürfe machen können. Mike schämte sich ein wenig dafür.

Er schlenderte durch die langen Flure. Es roch nach kranken Menschen und Desinfektionsmittel. Mit jedem Schritt wurde Mike sich unklarer darüber, ob er hier sein wollte. Es war schwer zu akzeptieren, was Chesters Zukunft war. Ihn an das Krankenhausbett gekettet zu sehen. Mike wollte es nicht wahrhaben, doch es wurde nicht weniger echt, wenn er Besuche bei Chester mied. Er verlor nur kostbare Zeit.

Mike lehnte lange an der Wand außerhalb von Chesters Zimmer, da er sich nicht traute zu klopfen und zu ihm zu gehen. Patienten, Besucher und Krankenschwestern liefen beschäftigt an ihm vorbei. Keiner schien sich für ihn zu interessieren. „Michael, richtig?“, wurde er plötzlich angesprochen.

Geschockt sah er auf. Vor ihm stand an großgewachsener Mann mit kurzen Haaren und einer Brille. Er trug einen weißen Kittel, darunter ein hellblaues Hemd und Krawatte. Er war Arzt. Mike nickte langsam.

„Ja?“, murmelte plump. Er hatte nicht vorgehabt mit jemanden zu sprechen. Irgendwann wäre Mike in das Zimmer gegangen oder nach Hause. Das hatte er noch nicht rausgefunden.

Der Doktor lächelte ihn freundlich an. Mike verzog den Mund. Er wirkte unbesorgt. Es gab keinen Grund für Sorglosigkeit und Mike verabscheute ihn dafür. „Dachte ich mir doch“, triumphierte er. Der Arzt streckte ihm die Hand hin. „Ich wollte bei Chester vorbeischauen. Warst du schon bei ihm?“

Perplex griff Mike nach der Hand. Er sah verunsichert zu der geschlossenen Tür. Ein Klos bildetet sich in seinem Hals. Langsam schüttelte er den Kopf. „Nein, i-ich...“

„Schon gut, Michael“, nickte er. Der Druck seiner Hand wurde stärker, ehe er losließ. „Es ist schwer für dich, das ist völlig verständlich.“

Mike war immer noch verwirrt. Der Arzt schien ihn zu kennen, doch sie hatten sich vorher nie gesehen.

„Oh, entschuldige. Ich bin Dr. Bentley“, stellte er sich nun vor. Offenbar war ihm seine Verwirrung anzusehen gewesen. „Chester hat mir schon viel von dir erzählt. Er fragt jeden Tag nach dir.“

Mikes Hals schnürte sich zu. Sein Puls stolperte, während sein Blick wieder auf die Tür zu Chesters Zimmer fiel. Der Halbjapaner blinzelte. Seine Gefühle fuhren Achterbahn, er konnte keines einordnen. „Bitte sagen Sie mir einfach, dass er gesund wird...“, flehte er. Mike sehnte sich nach Hoffnung. Nach dem kleinsten Strohhalm an den er sich festhalten konnte.

Die freundliche Leichtigkeit wich aus Dr. Bentleys Gesicht. Er wurde ernst. Der Arzt presste seine Lippen zu einem festen, schmalen Strich zusammen. Mikes seufzte. „Dürfen Sie nicht darüber mit mir reden?“

Dr. Bentley schüttelte den Kopf. „Ich habe die Erlaubnis dafür“, meinte er. Er machte eine Geste mit der Hand. „Außerdem seid ihr ja ein Paar.“ Der ältere Mann atmete durch. Mike sah, dass es ihm schwerfiel, doch er wirkte immer noch professionell. „Es tut mir aufrichtig leid, Michael. In Chesters Fall haben wir das Aidsstadium erreicht, das bedeutet, dass wir es ihm nur noch angenehmer machen können. Im Moment ist Chester wieder stabil. Sehr munter. Er ist jedoch auch körperlich schwach und sehr anfällig für Krankheiten, die sehr bedrohlich für ihn sein können.“

Für einige lange Sekunden blinzelte er den Ältern fassungslos an. Die Worte brannten sich in seine Gedanken. Sie machten es echt. Nun war es egal, ob er das Zimmer betrat oder nicht. Dr. Bentley ließ ihm keinen Spielraum mehr, sich etwas anderes einzubilden. „Darf ich zu ihm?“

„Na klar. Chester wird sich sehr freuen dich zu sehen“, lächelte er wieder. Talindas Vater drehte sich zur Tür, doch Mike räusperte sich.

„Ohne Sie... ich mein, würden Sie später bei ihm vorbeisehen?“, bat er leise. Er nickte und mit einem aufbauenden Lächeln ließ er Mike allein. Der Emcee sah ihm nach, ehe er sich der Tür zuwandte. Sein Herz klopfte schwer. Seine Hände schwitzten. Dann rieben seine Knöchel über das Holz der Tür. Mike klopfte und öffnete langsam die Tür.


And walking in that room
When you had tubes in your arms
Those singing morphine alarms
Out of tune

They had you sleeping and eating and
And I didn't believe them
When they called you a hurricane thunderclap
*



Es piepste. Der Raum war in einem Pastelgrün gestrichen. Auf Chesters Beistelltisch stand eine Vase mit Blumen und einem Kuscheltier. Sein Freund schien zu schlafen. Es gab ihm Zeit den anderen weiter zu mustern. Er hatte Schläuche an sich. Im Arm. Er hatte rote und blaue Flecken. Sein Gesicht war eingefallen. Chester sah krank aus.

Mike trat näher. Seine Hände hielten sich an das kühle Bettende fest. Er starrte. Sein Herz krampfte schmerzlich und er spürte Gale in seinem Rachen. Der Halbjapaner blieb einige Minuten regungslos stehen. Seine Finger strichen über Chesters Namen auf dem Schild, welches am Bettgestell angebracht war. Mikes Blick folg über die Gerätschaften, die ihm nichts sagten. Er kannte sich nicht damit aus, doch sie halfen seinem Freund. Er lebte und dennoch würden sie ihm kein Leben lang schenken können.



When I was checking vitals
I suggested a smile
You didn't talk for a while
You were freezing

You said you hated my tone
It made you feel so alone
So you told me I had to be leaving




Der Emcee schluckte schwer. Langsam lief er näher an die Geräte, um sie genauer zu studieren. Er wurde nicht schlauer daraus. Mike sah zu Chester hinab. Der Sänger schlief immer noch. Ehe er sich versah spürte ein Lächeln auf seinen Lippen. Es tat gut ihn zu sehen. Er hatte ihn unheimlich vermisst. Mike zupfte die Bettdecke zurecht und setzte sich dann erschöpft auf die Bettkante. Lange sah er seinen Freund einfach nur an. Irgendwann streichelte er ihm über die Wange. Der Sänger wachte davon auf. Er brummte und sah Mike plötzlich aus kleinen, verschlafenen Augen an. „Mike“, krächzte er mit einem Lächeln. „Ich... ich habe dich vermisst.“

Mike hielt in seinen Bewegungen inne. Sein Herz gefror mit einem Mal. Er nahm seine Hand von Chesters Wange fort. Leise räusperte er sich. „Wieso hast du nie etwas zu mir gesagt?“, platzte er ungeniert hervor. Mike hatte es kaum kontrollieren können. Es war eine Frage, die ihn ständig beschäftigte. Chester hatte ihn belogen und in Gefahr gebracht. Der Sänger sah überrascht zu ihm auf, doch das machte Mike wütender. „Ich verliere dich und du sagst nichts dazu?“, ergänzte er. Mikes Augen füllten sich mit Tränen. Er stand auf und brachte einige Schritte zwischen sie. „Das war so egoistisch und selbstüchtig, Chester. Ich hätte mich anstecken können!“

Mike sah den Schmerz in Chesters Augen. „Mike, ich...“

„Mike, ich was? Nein Chester. Das ist bitterer ernst. Es ist scheiß verfluchter ernst“, betonte er. Mike fuchtelte mit seinen Händen wild umher, gab Chester kaum eine Chance zu antworten. Er stampfte auf den Boden auf.


Der Sänger zuckte bitterlich zusammen. Eine glänzende Träne löste sich und kullerte über seine Wange. Ihm fehlten die Worte. Mit viel Kraft drehte er sich auf die Seite weg. „Geh“, nuschelte er, während er sich die Decke über den Kopf zog und die Augen zudrückte. „Ich kann diese Vorwürfe nicht ertragen. Es tut mir so leid.“

Mikes Herz krampfte sich zusammen. Er konnte ihm nicht ernsthaft böse sein. Es schmerzte ihn so zu sehen. „Das ist etwas spät, Chester“, murmelte er zurück. Mike schniefte und wischte sich stumme Tränen von den Wangen. „Ich weiß nicht was ich tun soll, Chester. Ich bin überfordert und es tut scheiße weh. Ich liebe dich.“

Chester presste sich unter der Decke die Ohren zu. Er kam mit Mikes Wut nicht zurecht. Es war alles schon schwer genug. „Geh. Bitte geh...“, flehte er.

Mike sah auf Chester hinab und schüttelte den Kopf. Er blieb einfach stehen. Er wusste nicht wohin er sollte. Zu viele Fragen standen noch offen und außerdem wusste Mike, dass er an Chesters Seite gehörte.

Aufgebracht begann er in Chester Krankenzimmer auf und ab zu tigern. Der Sänger war verstummt. Irgendwann setzte sich Mike auf einen Besucherstuhl. Er zupfte an seinen Fingern und schnaubte. Es schien Chester nicht zu stören. Er versteckte sich weiterhin unter der Decke und sprach kein Wort.

Der Emcee wartete stur. „Seit wann hast du es gewusst?“, fragte er nach einigen Minuten. Mit zitternden Finger rieb er sich über die Schläfe. Er räusperte sich. „Du hast es gewusst, stimmts? Als wir miteinander geschlafen haben.“

„Mikey“, nuschelte der Älter durch die Decke.

Mike seufzte. Er schnaubte und schüttelte den Kopf. „Das sind berechtigte Fragen, Chester. Ich hätte mich anstecken können“, erklärte er mit emotionsloser Stimme. In ihm kochte Wut. Mehr jedoch darüber, dass Chester ihm um kostbare Zeit beraubte. Hätte er es gewusst, hätte er die Zeit noch besser mit ihm genutzt.

Nun spitzte der Ältere unter seiner Decke hervor. Er drehte sich. Es schien ihn anzustrengen. „Wir haben Kondom benutzt... erst recht, nachdem ich es erfahren hatte“, stellte er schwach fest. Langsam blinzelte der Sänger. Er sah zu seinem Freund und Mike sah echte Besorgnis in seinem Blick. „Bist du positiv?“

Langsam schüttelte der Halbjapaner den Kopf. „Nein, bin ich nicht.“

Chester stöhnte und ließ sich mehr in seine Kissen zurückfallen. „Fuck, Gott sei Dank!“

Mike schnaubte. „Fick dich. Ich kann doch darüber nicht glücklich sein. Ich verliere trotzdem dich“, schnauzte er wütend.

Chester atmete schwer. „Es tut mir alles so leid. Ich weiß es selbst erst ein paar Wochen“, hauchte er kraftlos. „Ich bin nur so froh, dass du nicht... ich liebe dich, Mikey.“

Mike schüttelte den Kopf. Es schmerzte unglaublich ihn so zu sehen. „Bitte sag das nicht. Das kann ich nicht hören.“

„Aber-“

„Nein, Chester! Hör auf damit, bitte. Ich…”, raunte Mike und sah ihn mit einem wutentfachten Blick an. „Das macht all das noch viel schlimmer! Verstehst du das, ich… werde dich verlieren, ich muss dir beim… beim… ich muss dich so sehen und es schmerzt einfach nur höllisch. Damit machst du alles noch viel schlimmer.“

„Du…“, Chesters Stimme brach und wich einem Schluchzen. „I-Ich brauche dich…“

Mike stürzte gestresst von seinem Stuhl auf. „Ich hasse dich“, schmetterte er ihm entgegen. In jenem Moment tat es unglaublich gut. Es befreite ihn. „Mistkerl...“

Völlig geschockt sah Chester ihn aus großen Augen an. Sein sanftes Braun der Pupillen schimmerte durch Tränen. Mike sah zu ihm und brach. Er liebte ihn. Es war egal wie sehr er ihn mit dem Geheimnis verletzt hatte. Es war egal wie lange Chester noch an seiner Seite war. Er liebte ihn und jede einzelne Sekunde war kostbar. Mike kam näher und beugte sich zu ihm. Sanft küsste er ihn auf die Stirn.



But something kept me standing
By that hospital bed
I should have quit but instead
I took care of you

You made me sleep and uneven
And I didn't believe them
When they told me that there
Was no saving you



x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x-x

tbc

Definition "Hurricane Thunderclamp" by Urban Dictionary:
"A person who lives an intense and beautifully meaning filled life but dies in an unexpected and profound way due to some sort of personal err in physical, emotional or mental judgment."
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