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Fortune Of Life

von Rayden
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 Slash
Brad Delson Chester Bennington Mike Shinoda
10.05.2014
03.08.2020
33
153.414
6
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Dieses Kapitel
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01.07.2019 5.221
 
29. Kapitel



Der Sänger biss sich heftig auf die Lippe, als er aus dem Zimmer starrte. Mike hatte die Tür offenstehen gelassen. Er fixierte die Treppe, die der Jüngere vor wenigen Minuten noch genommen hatte. Er war schon lang verschwunden, doch Chester steckte noch in einer Trance aus der er erst aufschreckte, als seine zerkaute Lippe zu schmerzen begann. Er schreckte auf und fasste sich dorthin. Blut glänzte auf seiner Fingerkuppe und er vermutete, dass sie aufgesprungen war.

Die plötzliche Leere wog schwer in ihm, zerrte an seinen Gefühlen und verschluckte sie. Keine weiteren Tränen hatte er vergossen und es erschreckte ihn. Panisch über sein eigenes kühles Verhalten, wandte er sich schnell ab. Dann stockte er und versuchte irgendein Möbelstück zu greifen. Ein heftiger Schwindel trat auf und riss ihn beinahe von den Füßen. Chester bekam die Bürostuhllehne zu fassen. Er schnaufte schwer und versuchte es wieder unter Kontrolle zu bekommen, erst dann schnappte er nach seinem Schulrucksack und zog sich eine Dose hervor. Der Sänger schüttelte ein paar Tabletten aus dieser und schluckte sie dann mit dem letzten Schluck aus seiner Wasserflasche, die er in der Uni dabei gehabt hatte. Das Tablettenrohr schmiss er fluchend zurück in die Tasche.

Chester stützte sich auf Brad Schreibtisch ab und versuchte seine Kräfte zu sammeln. Langsam sickerte die Trauer zu ihm hindurch und eine Träne tropfte auf seinen Block und sickerte kreisrund in das oberste Blatt. Schluchzend schluckte er weitere Tränen und sah sich verloren um. Brad war nicht da, obwohl ihm gerade nach Gesellschaft war.

Er wankte auf weichen Beinen aus Brads Zimmer und atmete schwer. Er lief langsam und schwerfällig die Treppen hinunter und hielt sich dabei an dem Geländer fest, da es ihm noch immer leicht schwindelte. Der Streit und der Fakt, dass Mike ihn verlassen hatte, nahmen ihn mit. Er fühlte sich krank. Unten suchte er nach seiner Mutter und fand sie gemeinsam mit Rebecca und Dan auf der Terrasse bei Kerzenschein und einem Gläschen Wein.

„Hey…“, hauchte er kraftlos und lehnte sich gegen den Türrahmen zur Terrasse.

Charlene drehte sich mit einem Lächeln zu ihm, das ihr allerdings schnell wieder verging. Alarmiert setzte sie sich auf und kam dann auf ihn zu. „Chazy, ist etwas nicht in Ordnung?“, fragte sie besorgt und sah ihren Sohn nur flüchtig nicken, als er ihr schon die Arme fiel und sich an sie klammerte. Geschockte legte sie ihre Arme um den zierlichen Köper ihres Sohnes.

„Mike ist weg…“

„Bitte was? Wie meinst du...“, keuchte sie überrascht. Im ersten Moment konnte sie nichts mit dieser Information anfangen, ehe sie verstand. „Oh mein Gott, Chester!“, meinte sie erschrocken und nicht sehr einfallsreich, einfach weil ihr die Worte fehlten. Die Mutter streichelte ihm über den Rücken, als sein Körper aufgrund bitterer Tränen geschüttelt wurde. Charlene entschuldigte sich daraufhin bei Rebecca und Dan, damit sie etwas mit ihrem Sohn alleine sein konnte.

Charlen nahm ihn schließlich mit in ihr Zimmer und setzte Chester auf ihr Bett. Sie zog ihren Sohn an sich in eine starke Umarmung und küsste ihn auf die Stirn. „Was ist zwischen euch passiert?“

Chester schüttelte den Kopf und schluchzte. „I-Ich kann nicht-…“

„Schon gut, du musst nicht“, beruhigte sie ihn. Charlene musste selbst gegen Tränen ankämpfen. „Das… das zwischen euch war echt, Baby, da bin ich mir sicher“, nickte sie und wollte ihnen beiden Halt geben.

„Ich liebe ihn“, schniefte Chester und versteckte sein Gesicht gegen ihre Halsbeuge und wünschte sich nichts sehnlicher als wenn Mike ihn halten würde und nicht seine Mutter. Dennoch konnte sie ihm wenigsten den Trost schenken, nicht allein zu sein.

„Er liebt dich auch, Baby“, nickte sie zuversichtlich und spürte, wie Chester versuchte sich von ihr abzuwenden. Sie schloss ihre Arme enger um seinen Körper und drückte ihn einen beruhigenden Kuss auf den Kopf. „… schlaft darüber und redet noch einmal über das was auch immer zwischen euch steht. Ihr gehört zusammen, Chaz.“

-

Chester trat aus dem Unigebäude und genoss den Wind, der seine Wangen umschmeichelte. Es war angenehm warm, doch er suchte sich trotzdem ein schattiges Plätzchen. Der Student setzte sich schließlich unter einen Baum und lehnte sich an dessen Stamm an. Es dauerte nicht lange und ein Mädchen ließ sich neben ihn nieder.

Schnaubend lächelte er freudlos und lehnte seinen Kopf zurück. „Ich habe nicht so viel dabei“, murmelte er knapp ohne Begrüßung. Chester verkniff sich zu erwähnen, dass er auch nicht wusste, woher er weiterhin das Geld nehmen sollte, sodass seine Mutter nicht misstrauisch wurde.

„Das ist fucking teuer, Chester“, seufzte Talinda und sah ihn mit großen Augen an. Sie rutschte etwas vor ihn und legte ihm eine Hand auf die Knie. „Wie geht es dir?“, fragte sie flüsternd.

Chester zog sein Knie von ihrer Berührung und schnaubte. Er zog dreißig Dollar aus seiner Hosentasche und reichte es ihr. „Gib sie mir einfach“, maulte er und sie presste ihre Lippen zusammen.

„Chester, ich finde du könntest schon mal langsam mit mir aufwärmen. Ich mag dich und ich helfe dir. Was nebenbei gemerkt, kein einfacher Auftrag ist“, meinte sie und nahm das Geld entgegen sie steckte es sofort weg und zog dann eine braune Tüte hervor, die wie ein kleines Lunchpaket wirkte.

Der Sänger nahm es entgegen und spürte wieder Tränen. Er zeigte sie jedoch nicht vor ihr. „Nur das du der Grund bist, warum Mike gestern Schluss gemacht hat.“

Talinda wirkte resigniert – weder überrascht noch traurig. Vielleicht, weil sie Chesters jetzigen Exfreund kaum kannte und nur eine eher unerfreuliche Begegnung mit dem ausländisch erscheinenden Jungen hatte. Oder einfach, weil sie sich sicher war nicht der wahre Grund sein zu können. „Glaubst du das wirklich?“, fragte sie. „Ich mein, es tut mir schrecklich leid für dich, Chester. Aber ich bin sicherlich nicht dafür verantwortlich.“

Chester brummte und erhob sich dann. „Ja, schuld ist das fette Schwein.“, murmelte er und schüttelte den Kopf.  „Ich weiß nicht… was ich machen soll. Mike meinte ich… bekomm ihn zurück, wenn ich unsere Treffen erkläre“, erzählte er und lächelte schwach. Talinda war mit ihm aufgestanden und sie schlenderten schließlich nebeneinander über den Campus. „Er hat sogar die Theorie aufgestellt, dass ich eine Affäre mit dir hätte… aber das glaubt er selbst nicht, eher verteidigt eher den Standpunkt, dass ich süchtig wäre.“

Talinda seufzte und streichelte ihm mitfühlend über den Arm. „Erkläre es ihm doch, ich bin noch immer der Meinung, dass das ohnehin passieren sollte.“

Chester blinzelte wieder. Ein kalter Schauer fiel ihm den Rücken hinab. „Ich kann i-ihn nicht so… verletzen.“

„Das du ihn verletzt kommt viel früher als später. Also mache es lieber jetzt, bevor es zu spät ist.“, schlug Talinda ihm vor, als sie den Campus verließen und Richtung U-Bahnstation liefen.

-

Talinda stieg hinter Chester aus dem Bus der sie nach Agoura Hills gebracht hatte. Sie lachte über sich selbst und schüttelte den Kopf. Sie war hin und hergerissen nicht doch in die entgegengesetzte Richtung zu laufen und ihren Freund anzurufen, der sie von hier wieder abholen würde. „Ich habe gerade mein eigenes Todesurteil unterschrieben“, meinte sie.

Chester seufzte nur. „Mache es einfach, bitte… i-ich brauche ihn so sehr… ich kann ohne ihn nicht.“, meinte er und sah sie flehentlich an.

Talinda prustete etwas und lupfte ihre feingezupften Brauen. „… zu sagen, dass ich mich in dich verliebt hätte?“, meinte sie und atmete tief durch. Sie verschränkte ihre Arme und lief neben Chester, der sie zu sich nach Hause brachte. „Das ist verrückt.“

„Schon zu spät. Dort drüben…“, meinte Chester und deutete zu einer offenstehenden Garage, zwei Häuser weiter. Sie schluckte schwer und auch der Sänger schien plötzlich bleich vor Nervosität zu werden. Er nickte zu sich selbst und gab sich Mut.

-

Mike hatte sich lange anbetteln lassen, bis er sich ergeben hatte zur Bandprobe zu gehen. Eigentlich war es auch nur Joes Aussage gewesen, dass Chester eventuell bereit zu reden wäre, die ihn hatte aufstehen lassen. Nun saß er auf der Couch. Seine Bandkollegen, die nunmehr alle schon mitbekommen hatten was geschehen war, starrten ihn mitfühlend nieder und eine bedrückte Stille hatte sich über sie gelegt, als sie auf ihren Sänger warteten, bis dieser von der Uni zurückkam.

Joe blickte aus der Garage und hing seinen Gedanken nach. Er vermisste Mark und könnte dessen Unterstützung in dieser verzwickten Sache zwischen Mike und Chester gut brauchen. Er erkannte Chester, als dieser auf dem Gehweg zum Haus der Delsons lief. Geschockte schluckte er und drückte die Augen fluchend zusammen, als sich ein Mädchen in dessen Schlepptau befand. Der DJ vermutete, dass sie das Mädchen war, über das die beiden stritten. „Idiot…“, keuchte er leise und wusste gar nicht genau, wie er dies nun bei dem Rest anklingen sollte, die die beiden wohl noch nicht gesehen hatten. „Uhm… Mike…?“

Mike blinkte nur sehr zögerlich zu dem DJ auf und folgte dann Elan los dessen Fingerdeut. Er schnappte nach Luft, alle Muskeln spannten sich in ihm an. Hastig wollte er auf stürzen, doch musste sich zweimal auf der Couch abfangen, ehe er hochkam und auf die beiden zulief. „Bist du bescheuert?“, fauchte er seinen Exfreund an. „Was will die hier?… Macht es dir Spaß mir wehzutun? Fickt dich, Arschloch!“

Chester Unterlippe zitterte heftig und seine Nase juckte, als er Tränen zurückhielt. Er schmerzte, den anderen vor sich stehen zu sehen und zu wissen, dass sie im Moment nicht zusammen waren. Die wüste Beschimpfung machte ihm nicht einmal etwas aus. Es war viel schlimmer ihn nicht berühren zu dürfen. „… i-ich will es nur klären.“

Mike starrte ihn ungläubig an. Er ballte seine Hände wütend zu Fäusten. „Wie? Macht ihr vor meinen Augen rum… oder gebt ihr euch gegenseitig einen Trip, ja?“

„Michael…“

Talinda atmete tief durch und legte Chester unterstützend eine Hand auf den Rücken. Sie wusste nicht was sie tun sollte. Die Lüge erzählen oder doch lieber mit der Wahrheit herausrücken. „Er… ist nicht schuld.“, meinte sie dann und zögerte kurz. „Pass auf, Mike- uh… Mike, richtig?  Es tut mir leid, ich… bin ihm einfach nachgerannt… und- ich…er hat mich immer wieder abblitzen lassen, aber ich war eben-… eben stur. Ich gab ihm auch nichts, ich… ich bin keine Dealerin.“

Mike schnaubte und starrte zwischen den beiden hin und her. Er wurde das Gefühl nicht los, das an der Geschichte irgendetwas nicht stimmte und doch schien sie ihm einleuchtend genug. Er vermisste den Älteren unheimlich und von ihm getrennt zu sein war eine Qual. Langsam trat er zu Chester und schlang einen Arm um dessen Rücken. Chester keuchte erleichtert auf und klammerte sich regelrecht an den Jüngeren. Überwältigt schluchzte er auf und zitterte. Mike ließ Talinda jedoch nicht aus den Augen. „Du lässt ihn in Ruhe. Ich will nie wieder von dir hören“, stellte er klar und wandte sich dann von ihr ab, zog seinen Freund mit sich.

Talinda sah Chester an und war ziemlich überrascht, wie dieser in sich zusammenfiel. Er ließ kaum mehr von Mike ab und klammerte sich an diesen, als wäre er sein rettender Halt. Sie ließ betrübt ihren Blick fallen. Mike liebte Chester unheimlich stark. Seine Augen hatten ihn verraten und zu lügen war ihr deswegen noch viel schwerer gefallen. Sie fand er hatte das Recht zu erfahren, was mit seinem Freund los war, doch dies hatte sie einfach nicht zu entscheiden. Betrübt wandte sie sich ab.

Mike schielte über seine Schulter und knirschte mit den Zähnen. Er hielt Chester eng an sich gedrückt und streichelte ihm etwas abwesend über den Rücken. „Shh.“, murmelte er und wandte seine gesamte Aufmerksamkeit dann doch dem Sänger in seinen Armen. „Es ist alles wieder gut… ich hoffe, sie sagt die Wahrheit.“

„I-Ich… liebe dich, Mikey…“, schluchzte Chester. Ihre Freunde sahen bedrückt zu ihnen und wandten dann ihre Blicke ab, um den beiden etwas Privatsphäre zu geben. Ihnen war nur wichtig, dass sich die beiden wieder verstanden.

„Shh… schon gut, vielleicht habe ich einfach nur überregiert. Ich mache mir nur Sorgen, Baby“, meinte er und begann sich mit Chester in den Armen sanft zu wiegen. Chester klammerte. So sehr, dass es ihn beinahe den Atem raubte und doch fühlte er sich nicht beengt. Er genoss es so wenig Raum zwischen sich und dem Menschen zu haben, denn er so unerbittlich liebte und denn er gestern viel zu schmerzhaft missen musste.

Langsam löste er sich von dem Älteren und nahm dessen Hand. Mike zog ihn mit auf die Couch und Chester lächelte seine Freunde an. Seine Wimpern waren noch feucht, doch er hatte sich wieder gefasst. Joe lächelte zufrieden. „Ist wieder alles gut zwischen euch?“

„Unser Traumpärchen im Streit – unfassbar…“, traute sich Rob zu witzeln.

Mike nickte und sah zu Chester, dessen Strahlen langsam wieder zurückkam. „Ich denke…“, hauchte er und fand dennoch Ungereimtheiten in der Geschichte, die Talinda ihm erzählt hatte. Er beugte sich zu dem Sänger und küsste dessen Wange. Chester lächelte sanft.

„Ich bin gerade eben nicht so sehr in Laune zu proben.“, meinte Chester bedauerlich, doch die Band nickte nur verstehend. Mike verwob ihre Finger miteinander und der Sänger schluckte und hustete trocken auf. „Mein Hals kratzt auch etwas…“, erklärte er knapp.

-

Als sie nach einer Weile die Runde auflösten, waren Chester und Mike allein in der Garage geblieben. Brad hatte sich bereits in sein Zimmer verzogen, als das Paar noch etwas Zeit für sich verbringen wollte. Eine gewisse Angespanntheit lag noch zwischen ihnen, die von Mike auskam und Chester noch immer verunsicherte. Sie saßen gemeinsam auf einer Couch, doch waren dennoch einander gegenüber im Schneidersitz.

Chester hielt seinen Kopf in seinen Schoß gesenkt. Auf seinem rechten Oberschenkel war ein Notizblock platziert und nervös ließ er das Radiergummiende seines Bleistiftes darauf klopfen. Im Laufe des Abends hatten sie noch ein paar Lyrics geschrieben. Da die Proben einwandfrei verliefen, hatten sie sich dazu entschieden an neuen Texten und Melodien zu arbeiten.

Der Sänger spürte den fixierenden Blick des Jüngeren und gab beabsichtig vor in die Strophen vertieft zu sein. Er spürte, dass Mike etwas sagen wollte und doch fühlte er sich nicht bereit für das Gespräch, über das was zwischen ihnen passiert war.

Mike schnalzte mit der Zunge, beugte sich vor und nahm ihm den Stift ab. „Ches…“, sprach er ihn dann an und warf den Bleistift unachtsam auf den Tisch. „Ich will euch-… ich will dir glauben. Ich mache mir aber dennoch nicht weniger Sorgen.“

Tief einatmend legte der Angesprochene nun den Block ebenfalls zur Seite und blickte langsam zu seinem Freund auf. Er kam wohl nicht um Mikes Fragen. „Ich habe nichts mit ihr und nehme auch keine verdammten Drogen, Michael.“

Mike nickte beinahe schon wild. Er fing Chester Hände ein und hielt sie in seinen. „Ist okay. Ich möchte daran auch gar nicht mehr zweifeln, Babe…“, betonte er.

Chester lupfte eine Augenbraue. „Aber?“, forderte er den noch unausgesprochenen Teil von Mikes Antwort ein.

„Du siehst nicht gut aus…“, murmelte er dann kleinlaut.

„Mikey…“, stieß er langgezogen aus und nahm seine Hände zurück, legte sie an Mikes Gesicht und küsste ihn flüchtig, ehe er aufstand und ein paar Sachen zusammenräumte. „Ich fühle mich auch nicht sonderlich gut… ich habe schon immer ein recht schlechtes Immunsystem gehabt, vermutlich… habe ich mir etwas eingefangen. Gehen wir ins Bett? Bitte?“

„Okay… okay…“, nickte Mike und stand auf. Er lief seinen Freund nach, der schon bei der Tür zum Haus war. „Soll ich dir einen Tee machen?“

„Nein“, meinte er knapp. „Ich will einfach nur schlafen und mich an dich kuscheln. Die letzte Nacht war einsam… und schrecklich.“

Ein kleines Schmunzeln legte sich auf Mikes volle Lippen, auch wenn er dem anderen sehr gut nachempfinden konnte. Er hatte kaum ein Auge zugemacht und als er doch endlich eingeschlafen war, war der Wecker schon bald ertönt. Mike legte seine Hand um Chesters Rücken und schmatzte ihm einen Kuss gegen die Wange. „Ich habe deine Wärme auch vermisst“, hauchte er und leise.

Charlene wusch gerade liegengebliebenes Geschirr ab, als die beiden durch die Küche kamen und sie vor Schreck beinahe das Glas in die Spüle fallen ließ. Schnell wischte sie sich die nassen Hände an ihrer Hose ab und lief auf Chester und Mike zu. Chesters Mutter riss sie beide in eine Umarmung. „Oh Gott…“, rief sie erleichtert aus und freute sich. „Ist alles wieder gut, ja? Jagt mir nie wieder solch einen Schrecken ein.“

Sanft lachte Mike, als sie sich wieder lösten und nickte. „Wir haben geredet.“

„Das ist gut. Gut“, nickte sie energisch und zog Mike dann noch einmal einzeln zu sich und schenkte ihm einen Kuss gegen die Stirn, bevor sie einen gespielt strengen, mütterlich Blick zu Chester warf. „Ich verbiete dir, dich mit Michael nochmal zu verstreiten. Ich möchte keinen anderen Schwiegersohn für mich.“

Chester verdrehte die Augen, doch lächelte, bevor er seine Mutter knuffte. „Egoistin“, lachte er neckend auf und gab dem Jüngeren einen flüchtigen Kuss. „Ich will niemand anderen, versprochen… euch beiden.“

„Na, ich darf auch mal Ansprüche stellen, mein Herr“, meinte sie noch, als Chester und Mike ihr eine Gute Nacht wünschten und sich in Brads Zimmer schlichen. Der Gitarrist las noch im Schein der Nachttischlampe, als sie sich von ihren schweren Klamotten entledigten und selbst unter die Decke huschten.

„Gute Nacht.“

-

Weitere Wochen gingen einher. Die Bandproben waren ebenfalls kürzergetreten. Mike und Chester hatten sich wieder in Einklang gefunden. Der Alltag eines Studenten und des eines Schülers fing sie schneller ein, als sie es gerne gehabt hätten. Chester half seinem Freund in Mathe und dabei sogar das ein oder andere Mal sein Versprechen einlöste und sich bei jedem richtigen Ergebnis von einem Kleidungsstück entledigte.

Es war ein trüber Samstagmorgen. Graue Wolken bedeckten den Himmel und ließ Regen sanft herab nieseln. Chester nützte die Chance, da Brad nicht zu Hause war und überfiel Mike als er ihn auf das Bett pinnte und ihn gierig küsste. Der Jüngere brummte wohlig und beide waren tief in ihrem Zungenspiel gefangen. Die Klingel blieb solange von ihnen ungehört, bis Rebecca nach den Jungs rief und sie auseinanderriss.

Chester seufzte genervt und rollte sich von dem Halbjapaner herab. Mike lächelte beschwichtigend, hauchte ihm einen weiteren flüchtigen Kuss auf und zog ihn dann an der Hand mit auf. Gemeinsam liefen sie hinab und Rebecca lächelte, als sie die beiden schließlich mit dem Gast alleine ließ.

Mike japste etwas überrascht, als er in dieselben dunkelbraunen und mandelförmigen Augen blickte, wie die seine. Für eine Sekunde war er im Inbegriff gewesen, die Haustür aufzureißen und Jason wieder nach rauszuwerfen. Er hatte lange nichts mehr von seiner Familie gehört, sie scherten sich nicht um ihn und auch wenn Mike dies ziemlich gut verstecken konnte, schmerzte ihn dieser Fakt dennoch. Nur Chester hatte ab und zu einen schwachen Moment mitbekommen, in dem der Sänger ihn dann Trost schenkte.

„Was willst du hier?“, zischte er und ballte seine Hände unbewusst zu Fäusten. Wütend blitzetn seine Augen auf, als er seinen jüngeren Bruder fixierte. Chester legte eine Hand auf Mikes Rücken.

Jason atmete tief durch und konnte die Wut seines Bruders nachvollziehen. „Mom schickt mich-“

„Ist das ein scheiß, schlechter Witz?“, keuchte Mike und wandte sich empört ab, als er seine Hände über den Kopf zusammenwarf. Chester presste seine Lippen zusammen und sah kurz zu Jason bevor er den Emcee aufhielt und ihn bittend ansah.

„Sie vermisst dich und die Nachbarn fragen nach dir. Mom meint, dass sie schon etwas vermuten und ihr ist das wohl peinlich“, begann er knapp zu erklären, warum er hier bei den Delsons aufgeschlagen war. Entsetzt blickte Mike zu ihm zurück und er fragte sich, ob denn dieser nicht bemerkte, wie diese Aussage die pikierte Situation weiter verschärfte.

Der Emcee schluckte und suchte fassungslos die Hand von seinem Freund. Der nur betrübt den Kopf senkte. „Dein verfluchter Ernst? Fuck… ich soll nach Hause, weil die scheiß verfickten Nachbarn zu tuscheln angefangen haben? Einen Scheiß mache ich. Sollen sie doch mitbekommen was für Scheißeltern ich habe.“

„Mike.“, keuchte Jason erschrocken und zuckte. Flüchtig blickte er sich um, als erwartete er eine deftige Strafe für die ausgesprochen Worten. Als wenn sie Tabu wären. „Sie sind nicht so schlecht. Sie haben uns gut erzogen und alles gegeben.“

„Verherrliche unsere Kindheit nicht immer als perfekt. Denn dies war sie nur, wenn wir den strickten Plan eingehalten hatten, den sie uns vorlegten“, murmelte der ältere der beiden Brüder und wollte gar nicht erst auf die Strafen explizierter eignen. Er wollte dieses Thema nicht so genau vor Chester anschneiden und Jason wusste immerhin über was er redete.

„Wir sind nicht missraten und haben wohl alles was wir je wollten“, murmelte Jason und verschränkte seine Arme. Er wusste auf was Mike anspielte und dennoch befand er die strengere Erziehung ihrer Eltern nicht so fatal, wie offenbar Mike darüber fühlte. Er stöhnte genervt und machte eine lapidare Handbewegung. „Du kannst jedenfalls immer nach Hause kommen.“

Mike nickte zustimmend. „Sicherlich nur unter der Bedienung mich von Chester zu trennen. Vergesst es.“, betonte er und lief seinen Bruder nach, der bereits am Gehen war. Er hielt sich an der Tür fest, als sich Jason nochmals umdrehte. „Ach ja, sofubo besuchen uns, in ein paar Wochen zu Weihnachten.“, meinte der Jüngere und zuckte unbekümmert mit den Schultern. „Vielleicht überlegst du es dir doch nochmal.“

Für eine Sekunde war Mike wirklich überrannt von einem kalten Schauer. Er schluckte schwer und schüttelte den Kopf. „Ihr droht mir ständig. Warum könnt ihr es nicht akzeptieren?“, hauchte er mit leicht bleichen Wangen. Chester stand hinter ihm und auch wenn er sich nicht einmischte, schon seine bloße Anwesenheit schenkte Mike Kraft.

„Es ist nicht rechtens. Ganz einfach“, meinte Jason und hob entschieden seine Augenbrauen mit einem abschließenden Nicken. Dann ging er und ließ Mike zurück. Erneut wurde ihm bewiesen, wie viel er seiner Familie bedeutete. Sie konnten ihn doch gar nicht wirklich lieben, wenn sie ihn so verstießen.

„Was hat dich so aus der Fassung gebracht?“, fragte Chester schließlich leise. Sein Gesichtsausdruck war besorgt und er neigte seinen Kopf. Mike war etwas bleich geworden und schien etwas neben sich zu stehen.

„Meine Großeltern kommen.“, hauchte er und spürte wie es ihm ganz schlecht dabei wurde. Er wusste nicht genau wie er darüber fühlen sollte. Denn bei diesen gab es kein Zwischending, entweder sie würden ihn vollkommen unterstützen oder Chester noch viel mehr verstoßen, wie seine Eltern. Mike tippte auf Letzteres. Er war sich dabei sogar sehr sicher und war sich auch über den Grund ihrer langen und anstrengenden Reise bewusst. „Aus Japan.“

Chester blickte ihn besorgt an, offenbar war dies kein Grund zur Freude für Mike. Er atmete tief durch und zog seinen Freund schließlich wieder ins Haus zurück. Der leichte Regen, ließ die Luft weiter abkühlen und er begann zu frösteln. Sie verzogen sich wieder in Brad Zimmer und seufzend ließ sich Chester dann wieder auf sein Bett fallen. „Das ist wohl nicht so cool, dass deine Oma und dein Opa kommen?“

„Chester…“, seufzte er und setzte mit auf die Schlafcouch. Er beugte sich zu ihm, um seine Stirn zu küssen. „Ich liebe dich“, betonte er dann und presste dann seine Lippen zusammen. „Ich muss sie grüßen, ich habe sie zum letzten Mal vor drei Jahren gesehen… aber das bedeutet auch, dass ich ein Date habe.“

Verwirrt verzog Chester seine Augenbrauchen und rappelte sich auf seine Ellenbogen. Er war nicht wirklich sauer, nur überrascht, da er den Zusammenhang nicht vollends verstand.

„Ich wette, meine Eltern haben mit ihnen gesprochen. Sie bringen sicherlich ein Mädchen mit, das ich kennenlernen muss. Um mich von dir abzubringen, verstehst du?“, erklärte er dann Chester. „Chester, sie sind so. Das ist ihre Art.“

Chester schmunzelte und schnaubte dann. Unbekümmert ließ er sich wieder zurück in die Laken fallen. „Als ob, ich habe dich schon längst um den Finger gewickelt“, meinte er überzeugt und ließ Mike grinsen. „Ich bin dein Traumprinz schlechthin.“

„Niemand nimmt mich dir. Wir gehören zusammen, Chester. Ich liebe nur dich. Du bist mein, yasashii otoko.“, grinste Mike und schwang sich über Chester. Er pinnte ihn in die Matratze und verfolgte dasselbe Ziel wie der Ältere noch bevor Jason vorbeigekommen war. Er küsste ihn gierig.

„Und was heißt das schon wieder?“, schnurrte Chester lieblich, als er einem Kuss nachsehnte.

„Mein liebevoller Mann…“, grinste Mike schelmisch. „Einer, der auch heiratstauglich wäre.“

„Tauglich…“, kicherte Chester und schnappte nach den Lippen des Jüngeren. Grinsend löste er sich und stieß Mike zurück, sodass er neben ihm lag. Chester kuschelte sich an ihn und schloss die Augen. „Hm, ich würde dich heiraten“, meinte er.

Mike lachte sanft, küsste Chesters Haare und streichelte über seinen Rücken. „Das sagst du schon nach einem halben Jahr?“, neckte er ein wenig, obwohl er nicht anders empfand. Es war überraschend klar. Es gab nichts, was sich richtiger anfühlte.

Plötzlich ernst geworden sah Chester seinen Freund tief in die Augen. „Lass uns heiraten, Baby.“, bat er mit funkelenden Augen.

Mike grinste etwas überfordert. „Wir dürfen nicht… außerdem bin ich noch nicht mal achtzehn.“, murmelte und verzog verwirrt die Augenbrauen. Er schloss die Augen und befand Chesters Aussage als Quatsch.

Doch der Sänger drückte sich von ihm und setzte sich auf. Er nickte und sah ihn an und Mike erkannte, wie ernst er das Thema eigentlich meinte, wie sehr dieser es wirklich wollte. Sein Herz stolperte. Sein Freund wollte ihn heiraten. Der Gedanke war so wunderschön wie auch absurd.

„Mikey, das ist mir egal, wenn es nicht offiziell ist. Aber ich möchte es… bitte, Baby. Ich liebe dich. Wir können das nur für uns machen, eine gestellte Zeremonie mit meiner Mom und unseren Freunden.“, träumte er und seine Augen schimmerten plötzlich mit Tränen. Er wollte es offenbar wirklich sehr. Mike fühlte sich überrannt, damit hatte er nicht gerechnet und er verstand nicht, warum es für den anderen so schnell gehen musste. „… und mit Ringen.“, hauchte er als bereits Tränen über seine Wangen fielen.

Mike setzte sich auf und wischte ihm die Tropfen zärtlich von den Wangen. Er küsste Chester sanft und blickte ihm tief in die Augen. „Shh… du musst doch nicht weinen, Babe.“, meinte er, doch Chester schien dies nur weiter zustoßen er schluchzte bitterlich und Mike zog ihn überrascht an sich. „Wir werden bestimmt mal heiraten, Babe. Ich liebe dich.“

-

Joe öffnete die Haustür und zuckte erschrocken zusammen, als er Mike vor dieser stehen sah. Schnell blickte er sich um, doch konnte Chester nirgendwo entdecken. Mit den schlimmsten Befürchtungen im Hinterkopf, begann er seinen Kopf zu schütteln. „Fuck, was ist schon wieder passiert?“, keuchte er.

Mike sah ihn verwirrt an und trat unaufgefordert an dem DJ vorbei ins Haus. „Was meinst du?“, fragte er und schlupfte aus seinen Schuhen. Mark kam in den Flur getreten und grinsend begrüßten sich die beiden Freunde mit einem Handschlag.

Der Koreaner schloss die Tür und lehnte sich an diese. „Du kommst nicht ohne Grund alleine bei mir vorbei. Das letzte Mal war Schluss zwischen euch.“, brummte er und stieß sich ab. Er ging voraus in die Küche aus der ein leckerer Duft durch das Untergeschoss waberte. „Wir kochen uns gerade etwas. Magst du mitessen?“

„Gern“, murmelte Mike, als er sich auf einen Esszimmertischstuhl setzte und sich so drehte, dass er zu der Kochinsel blicken konnte. Mark holte für ihn einen weiteren Teller aus dem Hängeschrank und brachte ihm Besteck, bevor er sich mit zu Mike setzte und sie Joe dabei zusahen, wie er in seiner Soße rührte.

„Nur einfache Spaghetti“, murmelte Mark informierend und sah ihren gemeinsamen Kumpel an. „Was ist los?“, fragte er schließlich neugierig und Joe nickte ebenfalls auffordernd.

Mike atmete tief durch und rieb nervös seine schwitzenden Hände an der Jeans ab. „Chester will…“, begann er und wischte sich dann noch immer etwas überfordert damit, über das Gesicht. „Ich bin offenbar verlobt.“, hauchte er dann und zuckte, als es laut schepperte.

Joe starrte ihn mit großen Augen an, in seiner Hand fehlte der Kochlöffel, den er wohl gefallen war. Es kümmerte ihn recht wenig, als er um die Kochinsel kam und sich einen Stuhl mit heranzog. „Du verarscht uns aber nun?“

Mike schüttelte den Kopf und blinzelte etwas. Überforderte lächelte er und leckte sich über seine trockenen Lippen. „Es überkam ihn einfach… wir sind auf das Thema gekommen  u--… und plötzlich war es sein fester Wunsch. Er-… Ches fragte mich. Er flehte eigentlich schon regelrecht.“

„Überflieger.“, keuchte Joe und schüttelte mit zusammengezogenen Brauen den Kopf. Er boxte Mark, gewollt etwas fesr, sodass dieser zuckte und sich über die Stelle rieb. „Hast du gehört? Wir sind schon zwei Jahre zusammen!“, beschwerte er sich gespielt.

Mark zog eine Grimasse und wandte sich zu Mike zurück. „Wow! Und wie fühlst du dich?“, fragte er, da Mike etwas zerrissen wirkte.

Der Emcee zuckte. „Zwiespältig, denke ich“, meinte er und wischte sich dann erneut über das Gesicht und raufte sich sogar etwas die Haare. „Ich mein, ich liebe ihn. Ich-- ich… ich möchte es. Gott will ich ihn. Das ist unbeschreiblich. Aber es war so… es geht so schnell. Er hat mich völlig überrascht u-und dann… weint er, weil er es… so sehr will. Aber wir sind jung und nicht lange zusammen“, erzählte er und wurde zum Ende hin immer leiser.

Mark legte eine Hand auf Mikes Knie und drückte etwas. Auch Joe lächelte besänftigend. „Wie ist es denn passier?“, fragte der Jüngste der Runde schließlich vorsichtig.

„Einfach… so. Nichts offiziell. Es war spontan. Ich mein, also irgendwann hätte ich ihm bestimmt mal einen Antrag gemacht -  in ein paar Jahren halt. Ich dachte ja nicht, er würde es plötzlich so ernst sehen“, meinte Mike dann verzweifelt und blickte traurig zu seinen beiden Freunden. „Wenn ich so überlege, d-dann bin ich dafür, ich will ihn hypothetisch heiraten. Aber ich will ihn fragen. Ich will ihm einen Antrag machen.“, meinte er und seine Augen begannen zu funkeln, als er sich vorstellte, wie er vor Chester mit Ring in die Knie ging.

„Seid ihr euch damit wirklich sicher? Solange seid ihr noch gar nicht zusammen... und jung.“, gab Mark nochmals zu bedenken und Mike nickte einfach nur.

„Ja. Das denke ich eben auch, aber… ich will ihn für immer an meiner Seite haben.“, nickte Mike überzeugt und lächelte plötzlich strahlend. Der Gedanke daran an Chester gebunden zu sein, ließ sein Herz kräftiger schlagen.

„Habt ihr… so richtig… mir Ringen euch verlobt?“, fragte nun Joe und suchte an Mikes Händen einen Ring, doch konnte solch einen nirgends finden.

Der Halbjapaner schüttelte den Kopf und zeigte seine Hände. Er wackelte mit den Fingern und starrte selbst auf diese. Er wünschte sich einen Ring. Denselben wie auch Chester tragen würde. „Nein. Es war… wirklich ganz spontan.“

Mark grinste. „Dann mach ihm doch noch einen echten Antrag, Mike“, schlug er vor. „Er ist doch christlich, oder? Feiern sie Weihnachten, denn dann gehst du vor ihm auf die Knie. Mit einer Schatulle und dem Ring. Festigst dann seine Verlobung.“, begann der Ex-Sänger zu fantasieren. Er malte sich alles bereits aus, wie Mike vor dem prächtig, geschmückten Christbaum Chesters Verlobung band.

„Charlene sucht Wohnungen. Vielleicht hat sie bis dahin eine… ich weiß nicht, ob sie feiern, wenn sie noch bei Brad sind. Aber Brads Eltern stellen ja trotzdem einen Baum auf. Sie feiern nur nicht so.“, erklärte Mike und grinste dann. Im gefiel die Idee. Da er ohnehin schon einmal Ja gesagt hatte, würde Chester sicherlich nicht damit rechnen noch von dem Jüngeren einen echten Antrag zubekommen. Mike glaubte, es würde den Sänger umhauen, schon heute hatte er so emotional reagiert. „Kommt nach dem Essen gehen wir den schönsten Ring für ihn kaufen.“


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