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Fortune Of Life

von Rayden
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 Slash
Brad Delson Chester Bennington Mike Shinoda
10.05.2014
03.08.2020
33
153.414
6
Alle Kapitel
125 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
28.07.2016 4.655
 
Peace! ✌
Na, wie geht's?
Bei mir fügt es sich so langsam  wieder in klare Linien. Ich habe den Kopf allmählich freier für viele andere Dinge.

Ich ringe schon lange mit diesem Kapitel. Beschämender Weise muss ich sagen, dass ich es noch nicht einmal neu schreiben musste, sondern schlicht einfach überarbeiten.  Ich lasse das Schleifen nun  und möchte es nicht noch länger hinauszögern.

♡♡     -Ryuzaki-   hybriddragon    xtine   Sweety13   holy-Shinoda   BlackEternity     ♡♡


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Previously on FOL:

Mike macht Chester eine Überraschung und geht mit ihm zu einem Stone Temple Pilots Konzert.

Mike und Chester sagen das erste Mal "Ich liebe dich." zueinander.

Mike will seine Eltern von seinem gleichgeschlechtlichen Freund überzeugen und wird stattdessen jedoch von seinem Vater von zu Hause rausgeworfen.

Rebecca zeigt ihre Anteilnahme in dem sie auch ihn zeitweise bei sich aufnimmt. Charlene drückt ebenfalls ihre vollkommene Unterstützung aus.

Mike quatscht mit Brad über die Vorkommnisse und fühlt sich erst dadurch ein wenig besser.

Chester bekommt Lakers Tickets von Rob, die er Mike schenkt und es baut sich erregende Spannung zwischen ihnen auf.



25. Kapitel



Tief sog Mike die stickige Luft in seine Lungenflügel ein und wandte langsam seinen leicht verschwommenen Blick auf seinen wunderschönen Freund. Dieser schnappte leise und sprachlos nach Luft, sein Brustkorb hob und senkte sich noch recht unregelmäßig und schnell, als er seine leicht schiefen Zähnen in einem beinahe dümmlichen Grinsen zeigte. Der Emcee konnte sich selbst auch kein, in die Breite wachsendes, Grinsen verkneifen – bis er leise auflachte.

Chesters Wangen glühten pink, seine Lippen feuerrot und zerküsst. Er ließ seinen Blick etwas beschämt fallen.

Mike reagierte schnell und legte seine Finger sanft unter dessen Kinn und hob seinen Kopf zärtlich wieder an. „Hey… sieh mich an.“, hauchte er und lächelte verträumt. „Gott… das eben- war großartig, Ches.“, murmelte er, noch immer von dem Akt mitgenommen und überwältigt. Er schenkte seinem Freund einen Kuss gegen die Stirn.

Chester biss seine Zähne fest zusammen und schloss kurz die Augen. Jedoch nicht aus Genuss. Er schluckte schwer. „Hat es dir… wirklich gefallen?“, hauchte er schließlich mit noch rauer und brüchiger Stimme. Der Sänger biss sich nervös auf die Lippen und spürte sein Herz plötzlich bis zum Hals pochen.

Mike stockte kurz verwirrt und begann dann zu nicken. „Ja, aber natürlich, Chester. Du-… hat es dir etwa nicht gefallen? Babe, wenn ich dir wehgetan habe, dann-“

Der Ältere unterbrach die Bedenken seines Freundes in dem er ihm einen Finger auf die Lippen legte.  Sanft schüttelte er verneinend den Kopf und rang sich ein kleines Lächeln ab. Chester rappelte sich auf die Ellenbogen und lehnte sich über Mike, um ihn zärtlich zu küssen. „Nur anfänglich schmerzte es… es war nur- ungewohnt. A-aber du warst liebevoll, Babe, es war… sch-schön.“

Nicht gänzlich von Chesters Aussage überzeugt, kniff Mike seine Augen einen Spalt zusammen. Er hob seine Hand und streichelte ihm sanft über die Wange. Der Sänger schmiegte sich augenblicklich in diese Geste. „Das klang nicht sonderlich überzeugend. Ches, du musst- du kannst ehrlich mit mir sein…“

Chester atmete tief ein und wandte sich aus Mikes Berührung. Er küsste ihn flüchtig und kuschelte sich an den Jüngeren. Sein Kopf lag auf dessen nackter Brust und er setzte auch dort einen kleinen Kuss auf die noch erhitzte Haut. „Es war schön genug für unser erstes Mal.“, meinte er knapp und nunmehr ernüchternd ehrlich. Seine Tonlage klang belanglos und monoton.

Mike zog skeptisch eine Augenbraue in die Stirn und zögerte seine Arme um den Älteren zu legen. Chesters Art verunsicherte ihn gerade etwas zu sehr. „Schön genug?“, hauchte er wiederholend. Es stach in seiner Herzgegend und er blinzelte überfordert ein paarmal öfter. „Ich habe dich doch nicht… an das erinnert, von dem du mir-… erzählt hast? War es schlimm?“, vermutete Mike fragend und spürte wie ihm urplötzlich ein eiskalter Schauer über den Rücken fiel und er sich verspannte. Er wollte ihn nicht an das grausame Monster erinnern. Er wollte nicht mit ihm verglichen werden.

Seufzend suchte Chester Nähe zu seinem Freund und kuschelte sich enger an dessen warmen Körper. „Ich würde lügen, Mike, würde ich ‚Nein‘ sagen. Man denkt natürlich daran. So etwas ist zu prägend. Aber ich… vertraue dir und es war anders, ganz anders. Schön. Wirklich.“, hauchte er versichernd. „Ich mein… ich habe immerhin keine Panik bekommen oder… nun, habe auch nicht zu heulen begonnen, ok?“

Durchatmend schloss der Jüngere seine Arme um den schmächtigen Körper seines Freundes und setzte einen Kuss auf dessen Haare. Nachdenklich begann er ihm über den Rücken zu streicheln.

Chester blickte zu ihm auf. Damit Mike in seinen Augen lesen konnte, dass alles perfekt verlaufen war. „Ich liebe dich.“, flüsterte der Sänger. „Du bereitest mir oft die ersten, richtig schönen Erlebnisse.“, meinte er und lächelte ihn liebevoll an. „Du… bist das beste was mir passieren konnte, Michael.“

Die Worte des Sängers hatten eine überwältigende Wirkung und ließen Mike sanft lächeln. Er blinzelte ein paar Mal und spürte das schwere Pochen seines  Herzens gegen seinen Brustkorb, während sich ein flatterhaftes Kribbeln von seinem Bauch aufmachte und sich warm in jede Pore verteilte.  Er drückte seinen Kopf ein Stück näher an Chester und hauchte ihm ins Ohr: „Wir… hatten Sex, Ches.“, flüsterte er beinahe andächtig und kicherte glücklich.

Der Sänger rollte amüsiert mit den Augen, über Mikes mädchenhaftes Benehmen. Dennoch freute er sich selbst und begann verschmitzt zu lächeln. „Dann bin ich nun wohl… offiziell dein.“, antwortete er ihm ebenso leise und versiegelte ihre Lippen in einen leidenschaftlichen Kuss.

-

Mit einem breiten Gähnen streckte sich Brad bis etwas in seiner rechten Schulter dumpf knackte und er brummend das Gesicht verzog und sich auf seine andere Seite drehte. Er stieß dabei jedoch auf Wiederstand. Müde und verwirrt zwang er seine Augen zu öffnen.  Sie brannten und schmerzten aufgrund der gleißenden Helligkeit im Raum. Plötzlich zog sich ein frischer, blumiger Duft in seine Nase und nach und nach realisierte er wo er sich befand.

Er war nicht zu Hause in seinem eigenen Bett. Brad atmete tief durch, schluckte einen schalen Geschmack hinab und blickte nunmehr auf Elisa. Ihre Locken fielen ihr rahmend um das zufriedene Gesicht. Brads Herz stolperte panisch, plötzlich war er hellwach und mit einem Ruck riss er die Decke von sich uns haspelte aus dem Bett.

Elisa wachte durch die Unruhe auf. Im Gegensatz zu ihm, schien sie die Situation sofort zu verstehen und lächelte sanft. „Hey…“, hauchte sie. „Guten Morgen.“

Mit zittrigen Fingern hob Brad sein Sweatshirt und die Jeans vom Boden. Er schenkte ihr nur einen knappen, schielenden Blick und begann den Kopf zu schütteln. „Ich bin mir nicht sicher, ob der so gut ist…“, hauchte er, als er in seine Hose stieg und sie an seinen Beinen hinauf zog. Das Oberteil warf er zu ihr auf das Bett. Allmählich verblasste der Schock aus seinen Knochen wieder und etwas gefasster ließ er sich auf den Bettrand nieder.

„Wir sind nur zusammen eingeschlafen, Brad.“, seufzte Elisa und setzte ein ehrliches Lächeln auf. Sie rückte näher zu ihrem Schwarm heran und legte ihre Arme um dessen Hals. „Du musst kein schlechtes Gewissen haben.“, versicherte sie um und hauchte ihm einen kleinen Kuss gegen die Wange.

Der Gitarrist jedoch schnaubte nur und sah sie düster über seine Schulter hinweg an. „Dennoch ist es Betrug.“, murrte er und wischte sich über das Gesicht. „Ich kann Olivia einfach nicht erreichen und du-… du wirst mir immer wichtiger.“

Elisa kicherte sanft und drückte sich etwas mehr gegen ihn. Sie schloss die Augen und atmete genießend durch. „Das klärt sich schon noch.“, meinte sie.

Brad nickte schwach und wandte sich vorsichtig aus ihrer Umarmung. Sie hielt ihn zurück in dem sie seine Hände fast und ihre Finger miteinander verschränkte. Sie kniete auf dem Bett, während Brad stand. „Ich muss los… sonst komme ich noch zur Bandprobe zu spät.“, meinte er.

„Unser Filmdate steht am Freitag noch?“, fragte sie mit erwartungsvoll schimmernden Augen, als sie ihren Griff um seine Hände kurz verstärkte, um ihn noch ein paar Sekunden zurückzuhalten.

„Klar.“, nickte Brad und schenkte ihr ein bezauberndes Grinsen. Seine Augen fielen auf ihre verlockenden Lippen hinab. Sie hatten noch keinen Kuss geteilt und kurz versank er in der Vorstellung wie es sich wohl anfühlen würde.

Just in diesem Moment stürmte Eskil durch die nur angelehnte Tür. Aufgedreht begann er in dem Zimmer auf und ab zu rennen und wedelte dabei freudig den Schwanz. Elisa lachte und löste sich von Brad. Sie tippte ihn gegen das Kinn, sodass er seinen Blick wieder ihn ihre funkelnden Augen hob. „Denk noch gar nicht erst daran.“, grinste sie schelmisch noch bevor sich Eskil endlich zwischen die beiden Turteltauben gedrängt hatte und nach Aufmerksamkeit verlangte.

„Eskil scheint das auch nicht zu gefallen.“, lachte Brad und streichelte ihm sanft über das Fell.

Elisa zuckte nur. „Er muss sich damit abfinden, mich irgendwann einmal teilen zu müssen.“, erklärte sie und lächelte zu ihm. Um den Gitarristen etwas zu besänftigen zog sie ihn schließlich doch näher, um ihn einen Kuss gegen die Wange zu drücken. „Du weißt wann wir in den Park Gassi gehen.“, zwinkerte sie und schickte ihren neugewonnenen Freund dann endlich zur Bandprobe.

-

Mark saß auf Joes Bett und war gegen die Wand gelehnt, als er noch auf seinen Freund wartete. Sir Archibald Chang krabbelte beharrlich über seine Hand und den Arm und er folgte ihm mit seinem Blick aufmerksam.

„Bring Sir Chang wieder in sein Terrarium.“, murmelte Joe während er am Telefon hing und dem Tuten lauschte. Er versuchte Dave zu erreichen, da sie seit dem Vorfall mit Chester nichts mehr von ihm gehört hatten. Die letzten Bandproben waren daher beschwerlich verlaufen. Da sie meist Mark als Ersatz nahmen, doch dieser nicht auf Daves Niveau war.

Joe seufzte und legte dann kopfschüttelnd auf. Überlegend stemmte er seine Arme in die Hüfte und beobachtete Mark, wie dieser seiner Aufforderung nachging und die Vogelspinne wieder zurück ins Terrarium setzte. „Mach es bloß wieder richtig zu, sonst bekommt meine Mom wirklich noch einen Herzinfarkt, wenn Sir Chang wieder vor ihr in der Küche sitzt.“, lachte er und wurde dann von seinem Freund in die Arme gezogen. Sie teilten einen Kuss und Joe lächelte sanft. „Lass uns-“, begann Mark doch wurde von dem Klingeln des Telefons unterbrochen. Der ehemalige Xero-Sänger atmete tief durch und sah seinem Freund dabei zu, wie dieser abnahm.

„Dave?“, ging Joe erwartungsvoll ran.

‚Uh – nein, hier ist Mike.‘, meinte der Emcee nur etwas überrascht.

Joe verdrehte nur die Augen und fiel stöhnend in Marks Arme zurück. „Was gibt’s, Shinoda?“, fragte er und neigte seinen Kopf genussvoll, als Mark begann sanfte Küsse an seinem Hals zu verteilen. Seine Hände lagen an Joes Hüften und hielten ihn besitzergreifend an sich gedrückt.

‚Auf dem Weg zur Probe musst du doch bei Jack’s vorbei. Bringst du uns was für Mittag mit? Ches ist am Verhungern-‘

-Hunger! Joe! Mein Bauch! Er schmerzt! So viel Hunger!-

‚… verdammt, Baby. Halt die Klappe-‘

Dann hörte Joe plötzlich nur noch Geschmatzte und perplex sah der DJ auf seinen Telefonhörer. Lachend schüttelte er den Kopf und räusperte sich dann lauthals. „Fuck, ich bin noch dran!“, beschwerte er sich grinsend.

-Sorry Joey Moey … wow haha- egal… ich will Pizza mit dick-fett Käse, alles Kääse! Bitte! Hunger. Sonst kann ich nicht singen und bin dann voll die Diva, du kennst mich gar nicht so- aber ich bin dann schlimm, so richtig nervig...-

Mike lachte und erneut konnte man einen Schmatzer durch den Hörer tönen hören. ‚Du hast es gehört, Hahn.‘

-Ja, Hahny-Boy… und Mikey will einen fetten Chilli-Cheese-Burger und eine fette Portion Pommes. Also so riesen fett, dass ich auch ganz viel davon abbekomme.- Mischte sich ihr Sänger erneut ein und rief seine Forderungen lachend in den Hörer mit rein, als er sich gegen Mikes Seite kuschelte.

„Alter, was kümmerst du dich nicht darum, dass dein Freund was zu essen bekommt?“, fragte Joe dann den Emcee wieder, als Mark bereits seine zärtlichen Berührungen unterbrach, da er leise auflachen musste.

-… oh, wenn du eh dabei bist, dann bring mir einen Schokomilkshake mit… oder Mikey? Bei Jack’s war der doch so gut?… egal bring einfach einem mit, Joey.--

'Ruhe jetzt, Babe, Joe killt uns…‘,‚ flüsterte Mike, doch hielt offenbar den Hörer nicht mit der Hand zu. Der DJ grinste. ‚Uh Joe? Die Delsons haben nichts da was Ches jetzt schmecken würde und wir wollen nicht extra außer Haus gehen. Du kommst doch eh dort vorbei.‘, murmelte Mike mit zweifelsohne stark bittenden Unterton, als er dann tief durchatmete. Dann rauschte es wieder etwas durch den Hörer und Joe fragte sie warum seine beiden Freunde so aufgedreht waren. Gekicher drang zu ihm, gemischt mit einigen neuen schmatzenden Küssen.

„Shit, schon gut… bis dann.“, meinte Joe schließlich nur noch und legte schnell auf. Mit großen Augen drehte er sich in Marks Armen und blickte ihn völlig perplex an. Der DJ schnappte nach Luft und blinzelte etwas. „Ich glaube-… a-also ich bin mir nicht sicher, aber ich würde meinen Arsch darauf verwetten, dass unser Traumpärchen Sex hatte…“

Mark verzog seine Augenbrauen lachend und küsste den Jüngeren dann. „So aufgedreht wie die waren – sicher.“, bestätigte der Ex-Sänger und Joe lachte auf. Der DJ schnappte nach Marks Hand und zog ihn dann aus seinem Zimmer, damit sie sich aufmachen konnten.

-

Brad eilte von Elisa nach Hause und ging direkt durch die Garage. Er zog das Tor auf und begann augenblicklich alles herzurichten. Noch bevor jedoch alle anderen aus seiner Band eintrafen, kamen Ryan und Sean die Auffahrt hinaufgeschlendert. Noch nicht einmal Chester und Mike waren aus dem Haus geschlichen. Eigentlich fand der Gitarrist dies nicht einmal so schlecht, somit war es immerhin nicht für jeden ganz so offensichtlich, dass er die Nacht nicht zu Hause verbracht hatte. Chester und Mike musste er eben noch darauf ansprechen, damit diese den Mund hielten.

Brad seufzte und grüßte grinsend die Freunde ihres Sängers. „Hey Jungs.“, meinte er und deutete flüchtig und ein wenig außer Atem auf die Sofas. „Nehmt Platz… die anderen kommen sicherlich bald. Ich-… ich hol schnell Getränke.“

„Kein Stress, Brad.“, lachte Ryan auf und klopfte dem Jüngeren auf die Schulter. „Wir müssen eigentlich schon aufbrechen. Wir haben noch eine lange Fahrt vor uns und daheim ruft die Pflicht wieder.“, erklärte er und presste seine Lippen betrübt zusammen.

Sean steckte nickend seine Hände in seine Hosentaschen und zuckte knapp mit den Schultern. „Ich will unseren Chazman gar nicht verlassen. Ich vermisse den Chaoten nur.“, gab er murmelnd zu und lächelte sanft über seine eigenen Worte.

„Tut mir leid. Aber vielleicht könnt ihr schon bald mal wieder kommen.“, schlug Brad vor und deutete dann dennoch hinter sich zum Haus. „Ich hol die Getränke und sehe mal nach den beiden.“, entschied sich der Jüngere und verschwand dann. „Chester! Mike-… Ryan und Sean sind draußen. Sie hauen wieder ab!“, rief er in das stille Hause und steckte seinen Kopf dann in den Kühlschrank.

Kichernd kamen die beiden von seinem Zimmer hinabgelaufen. Brad verzog nur etwas verwirrt die Augenbrauen und sah sie noch durch die Küche und nach draußen huschen.

„Heeey.“, grüßte Chester seine Freunde mit einem dicken Strahlen im Gesicht. Er warf sich Sean um den Hals und kuschelte sich an ihn. „Ihr fahrt schon wieder zurück?“, fragte er und klang plötzlich ziemlich betrübt.

Sean zwang sich zu einem Lächeln und schmiegte sich in die warme Umarmung des etwas Kleineren. Zärtlich klopfte er seinem Kumpel über den Rücken und nickte dann. „Wir haben unseren Besuch ohnehin schon länger hinaus gezögert…“

„Wir kommen blad mal wieder vorbei.“, versprach Ryan und trat näher zu dem Bündel und klopfte ebenfalls Chester sanft auf den Rücken, was diesen dazu animierte von Sean abzulassen und sich dann ihm um den Hals zu werfen.

„Nein.“, hauchte Chester. „Ich werde euch vermissen.“

„Wir dich doch auch.“, erklärte Ryan ihm und schaukelte sie beide ein wenig hin und her.

Ein wenig vergessen stand Mike mit einem schmalen Grinsen im Gesicht an der Seite und sah den Freunden versonnen zu. Er verschränkte die Arme und schnaubte ein bisschen. Nunmehr verspürte er keine Eifersucht. Er hatte Sean und Ryan kennengelernt und wusste nun, dass die drei einfach nur eine sehr enge Freundschaft pflegten.

Für eine Sekunde wanderten Mikes Gedanken an den Vorabend, den er mit seinem Freund verbrachte. Sein Herz setzte dabei einen Schlag aus und er spürte seine Ohren glühen. Verschmitzt grinsend wandte er seinen Blick ab. Er und Chester waren nun unumstößlich als Paar. Sie hatten ihre Beziehung auf ein ganz neues Level gehoben und der Halbjapaner fühlte sich überwältig von den Gefühlen für den anderen Jungen. Die seither sogar noch stärker geworden waren, etwas das auch er sie nicht hatte vorstellen können.



„Mike?“, sprach ihn dann Sean an und grinste als er nach dessen Blick suchte. Er kam auf den jungen Emcee zu und ganz unvermittelte wurde dieser dann in eine feste Umarmung gezogen. Sean klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter. „Gebe gut auf unseren Chazman acht.“, murmelte er und drückte sich dann von dem Halbjapaner, zuversichtlich drückte er seine Schultern und nickte. „Du bist wirklich ein ganz besonderer Mensch, ich bin froh, dass ihr euch gefunden habt.“, zwinkerte er und ließ dann von ihm ab.

Mike schielte zu seinem Freund und spürte dabei sein Herz gleich wieder kräftig bis zum Hals schlagen. Dieser Mensch verschlug ihm sogar den Atem. „Ich… bin mir ziemlich sicher, dass… dass das wahre Liebe sein muss.“, murmelte Chesters Freund und nickte dann. Auch wenn es sicherlich der Wahrheit entsprach spürte er wie er sich leicht darüber schämte, dies vor Chester besten Freund ausgesprochen zu haben.

Sean drehte sich um und sah zu Chester, der noch immer ganz vertieft im Gespräch mit Ryan war. Sie beide lachten etwas und ließen auch Sean leicht grinsen. „Ja, das… das muss es wohl sein.“, nickte er und biss sich auf die Lippe. Er klopfte dem Emcee sanft auf den Rücken. „So lange ich euch zusammen weiß, brauche ich mir keine Sorgen um ihn machen… das ist überwältigend- ungewohnt. Seit Jahren war ich zu jeder Zeit für ihn erreichbar und sofort zur Stelle, meist nur um ihn in den Armen zu halten und… zu zuhören. Aber das war was er immer gebraucht hatte, dass was alles wieder okay machte.“, erzählte der Ältere dann mit leiser Stimme, sein Blick auf seinen Freund gerichtet. Mike hörte neugierig zu und nickte sanft, als er ebenfalls zu Chester sah. „Es ist beruhigend zu gehen ohne mir Sorgen machen zu müssen.“

Mike grinste schief und nickte. „Danke für dein Vertrauen.“, hauchte er und fühlte sich tatsächlich von diesen Worten geehrt. Sean lächelte und schenkte ihm ein leichtes Nicken, ehe er wieder von dem Jüngeren abließ und ging. „Man sieht sich, Michael.“

„Ja.“, hauchte Mike und bekam auch von Ryan eine flüchtige Umarmung, bevor dieser Sean zu ihrem Auto folgte. „Bis bald…“, murmelte er und spürte als Chester seine Arme um ihn schlang und sich an seine Seite kuschelte. Sie sahen dabei zu wie Chesters Freund sich zurück in die Heimat aufmachten und kurz winken sie ihnen hinterher.

Chester blinzelte ein paar Tränen weg und versteckte seinen Kopf nunmehr betrübt gegen Mikes Halsbeuge. Der Emcee atmete tief durch und drückte seinem Freund einen zuversichtlichen Kuss gegen die Schläfe. Der Sänger atmete tief durch und brummte dann. „Ich hab immer noch Hunger…“

Mike lachte herzhaft auf und kniff ihn neckend in die Seite. „Joe ist sicher bald da.“

Dies schienen ihre Bandkollegen als Stichwort gehört zu haben, als plötzlich Brad wieder aus dem Haus kam, Joe und Mark mit Tüten bepackt die Einfahrt hinaufliefen und auch Robs Skateboardrollen über den Asphalt gesurrt kamen. Chester lachte sanft und stieß sich dann aus den Armen seines Freundes. „Yeah – Essen!“, rief er euphorisch aus und tänzelte zu Joe und begann diesen zu umkreisen. „Essen! Essen! Was ist meins, Joey Moey Cloey?“

„Chester geh weg!“, schimpfte Joe und hielt die Tüte immer wieder in verschiedene Richtungen von den ungeduldigen Fingern des Sängers weg.

„Aber Joooooey, ich hab Hunger… Hunger… Hunger. Ich sterbe! Vor Hunger! Das kannst du Mikey-Baby nicht antun!“, jammerte er viel zu theatralisch für den Geschmack des DJs. Noch immer versuchte der Sänger die Tüte zu stibitzen und Joe wandte sich immer wieder von ihm weg. „Jospeh!“, zischte er immer ungeduldiger.

Mark stellte sich nur zu Mike und Brad gesellte sich ebenso wie Rob an die Seite ihres Emcees. Amüsiert sahen sie den keppelnden Bandkollegen zu und unterdrückten sich ein Lachen. Der Ex-Sänger presste seine Lippen zusammen und schüttelte den Kopf. „Wenn er nur wüsste, dass ich seine Bestellung habe…“, hauchte er leise.

Langsam drehte sich Mike Blick entsetzt zu ihm und erneut ließ er Marks Worte sich durch den Kopf gehen, bevor er losprustete. Chester blieb augenblicklich versteinert stehen und wütend funkelnd sah er die Auffahrt hinauf. „Shinoda!“, zischte er. „Fuck, was lachst du mich da nun aus? Gott – du solltest hier auf meiner verfluchten Seite sein! Ich hab echt verdammt miesen Hunger-“, stöhnte er und stampfte mit einem Fuß. Chesters kleinen Ausbruch nutzte Joe um von dem Sänger ungeschoren wegzukommen.

„Oh shit…“, keuchte Mike überrascht und musste sich ein erneutes lautes Auflachen unterdrücken. „Hey, hey… ach Babe.“, hauchte er versöhnlich mit einem Grinsen, dass er einfach nicht von seinen Lippen bekam. Bittend sah er den Sänger an und streckte seine Hände nach ihm aus. „Fuck, gebt ihm zu essen.“, kicherte Mike leise und blickte die Jungs an, bevor sie alle erneut in Gelächter verfielen.

„Fuck off…“, knurrte Chester und stieß sich dann beleidigt und mit verschränkten Armen, durch die Gruppe. Er plumpste auf die Couch und ließ sich auf die Seite fallen. Seine Arme rutschten dabei über seinen Bauch, der tatsächlich bereits schmerzhaft krampfte.

Mike sah nun doch etwas überrascht zu seinen Bandkollegen und konnte sich die plötzliche Stimmungsschwankung von Chester kaum erklären. Mark reichte ihm nun doch die Tüte und mit einem Zwinkern schickte dieser ihn mit einem Kopfnicken zu dem Sänger.

Gemeinsam setzten sie sich auf die Sofas und Joe begann seine Tüten auszupacken, die er dann an seine Freunde verteilte. Mike hingegen hielt Chester verlockend ihre Tüte vor die Nase. Doch der Sänger drehte seinen Kopf weg und drückte diesen in den etwas staubigen Stoff der Couch. Er hustete trocken und keuchte etwas. „Ich… bin müde…“, murmelte und Mike seufzte, sanft legte er ihm eine Hand auf die Schulter und zog ihn dann in eine aufrechte Position. „Müde?“, fragte er. Chester nickte und fühlte sich plötzlich einfach nur kränklich, eine Schwäche legte sich über seinen Körper und zog an seinen Gliedern.

„Ach Babe, vermutlich bist du nur noch immer etwas krank… komm, essen wir die unser Monsterpommes.“, animierte der Jüngere und hielt die extra große Portion Fritten aus der Tüte. Er packte sie aus und hielt sie dann ihnen beiden hin. Chester rührte sich nicht und Mike schnaubte grinsend. „Soll ich dich auch noch füttern?“

„Wenn du schon so fragst…“, grinste Chester verschmitzt und bekam in dem Moment auch schon die erste Pommes vorgehalten. Es brachte ein kleines Grinsen zurück auf seine Lippen und er stieß Mike sanft an. „Quatsch.“, murmelte er und löste sich dann von meinem Freund und zog sich seine Pizza heran.

Er nahm den warmen Karton auf seinen Schoß und zog erwartungsvoll den Deckel auf. Sein Mund wässerte, als er die dick belegte Pizza sah, deren Käse zähziehend war. Ein bisschen davon hatte sich an die Pappe geklebt und zog sich lang, als der Sänger den Karton öffnete. Ungeduldig nahm er ein Stück und biss in dieses. Stöhnend fielen seine Augen zu. Nun war er wieder zufrieden. „Sorry, Jungs.“, schmatzte er entschuldigend mit vollem Mund und wohlwolligen Stöhnen. „Fuck. So. Gut.“

Joe schüttelte den Kopf. „Ich werde mich nie wieder um Essen kümmern.“, lachte er und schüttelte den Kopf. Der Runde wurde allerdings still und hielten mit ihrem essen inne als Jason die Auffahrt hinaufgeschlendert kam. Mikes kleiner Bruder hielt seinen Kopf gesenkt und hatte eine Hand tief in die Hosentaschen gestopft, in der anderen hielt er einen Transportkäfig und um seine Seite hing eine Reisetasche, sowie ein Rucksack an seinem Rücken.

Räuspernd stand Mike auf und blickte überrascht zu seinem Bruder. Jason presste seine Lippen zu einem dünnen Strich und stellte den Käfig ab. „Hey Leute…“, murmelte kleinlaut und sah entschuldigend zu seinem Bruder.

„Was-? Was soll das, Jason?“, forderte Mike zu wissen, als Chester hinter ihm begeistert keuchte und seinen Pizzakarton auf die Seite stellte. „Milkshake!“, meinte er und kniete sie neben Mike um den Kater aus der Box zu lassen und ihn in seinen Armen streicheln zu können.

Mike blickte zu ihm hinab und schüttelte etwas den Kopf, bevor er wieder zu seinem kleinen Bruder sah und abwehrend seine Arme verschränkte.

„Ich soll dir ein paar Sachen bringen…“, erklärte Jason dann und schüttelte den Kopf. Er stellte nunmehr auch die Tasche und den Rucksack ab. „Es tut mir leid, Mike. Verdammt, kannst du dich nicht mit ihnen vertragen? Es ist beschissen daheim. Alles steht Kopf! Mom heult nur noch und Dad schreit wegen jeder Kleinigkeit…“

„Muto hat mich rausgeschmissen.“, zuckte er unbekümmert mit der Schulter und wandte sich ab. Chester sah den Brüdern mit großen, schuldigen Augen zu, als er Milkshake in seinen Armen hielt und das weiche Fell streichelte.

Ein Japsen ging plötzlich durch die Runde und die Jungs begannen das Murmeln. Es hatten immerhin noch nicht alle mitbekommen und der Emcee presste seine Lippen zusammen. „Ich werde keinen Fuß in das Haus setzen, solange sie Chester noch verachten.“, machte der ältere Bruder klar. „Chester gehört zu mir. Ihr bekommt mich nicht mehr ohne ihn zurück.“

Jason atmete tief durch und ließ seinen Blick auf den Sänger fallen. Sanft nickte er. „Ich vermisse dich, Mike.“, gab er dann zu und verzog dann uneins den Mund. „Ich… kann mich an Chester gewöhnen…“, murmelte er, doch Mike merkte, dass dies zögernd und widerstrebend kam.

Mike schnaubte mit einem Augenrollen und stemmte seine Hände in die Hüfte. „… hentai, Jason.“, zischte er und deutete dann zu seinen Ohren. „Das schwirrt mir immer noch durch den Kopf. Das tat weh.“, erklärte Mike etwas wütend. „Und vergiss es, du kannst mir einfach nicht erzählen, dass du diese Einstellung einfach so ablegst.“

Jason seufzte. „Mike. Natürlich nicht-“, keuchte er leicht verzweifelt und warf seine Hände durch die Luft. „Aber ich bin bereit dazu… es zu versuchen. Du bist mein Bruder, verdammt.“

Mike starrte ihn an und begann dem Jüngeren sogar zu glauben. Er wollte es glauben. „Das ändern allerdings noch lange nichts an Mom und Dads Meinung.“, murmelte er betrübt und atmete tief durch. „Sorry, Jay. Solange sie nicht auch dazu bereit sind, möchte ich kein Mitglied der Familie sein.“, nickte er entschieden.

Jason atmete tief durch und nickte. Seine Hände steckte er tief in seine Hosentaschen und etwas unruhig ließ er seinen Blick durch die einerseits geschockten und andererseits neugierigen Gesichter von Mikes Freunden schweifen. Er wusste nicht was er von ihnen erwartete, vielleicht etwas Unterstützung oder das sie wenigstens Mike gut zusprechen wurden, sodass dieser seine Entscheidung nochmals überdachte, aber eigentlich konnte Jason ihn verstehen. Er war sich sicher, genauso zu reagieren, würde er so unwillkommen zu Hause sein.

„Es tut mir leid, Chester.“, meinte er dann und überraschte damit auch sich selbst. Der Sänger zuckte und starrte den Jüngeren überrascht an. „… für das wir noch so konservativ sind. Du bist… ganz okay, denke ich. Du hast es eigentlich am wenigsten verdient unter der eingefahrenen Weltanschauung meiner Eltern zu leiden.“

„Es ist schon ok-“

„Nein Chester.“, unterbrach ihn Mike augenblicklich und hielt seine Hand hoch. „Es ist eben nicht okay. Und nun geh bitte wieder Jason. Geh.“, murrte der Emcee und drehte sich dann demonstrativ von seinem Bruder ab und setzte sich wieder neben Chester. Er lächelte leicht, aufgrund des niedlichen Anblicks von dem Sänger und Milkshake.

Jason seufzte kaum hörbar und ging dann tatsächlich wieder. „Wir… hören uns…“, murmelte er nur.

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tbc - peace 'n out :*
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