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Fortune Of Life

von Rayden
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Brad Delson Chester Bennington Mike Shinoda
10.05.2014
03.08.2020
33
153.414
6
Alle Kapitel
125 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.05.2014 5.390
 
Hey there sweethearts!
Ich bin wieder mit ‚Fortune Of Life‘ zurück am Start.
50k Wörter stehen wartend in der Schlange für euch – ganze 11 Kapitel. Damit habe ich nämlich den diesjährigen NaNoWriMo geschafft. Geplant war es, die Story zu beenden (21 Kaps), doch Chester und Co. haben sich etwas dagegen gesträubt und es werden wohl noch ein paar mehr werden (~30 Kaps).

Ich hoffe ihr begleitet mich ab sofort wieder durch die Leben der Jungs!
Danke für jegliche Art eurer bisherigen Unterstützung, sei es Read / Favourite / Review! Love ya, bye.♡☆


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Previously on FOL:
Mike brachte Chester nach dem schlimmen Horrortrip nach Hause. Dort weihte Chester seine Mutter in die Ereignisse seines Tages ein, unter anderem auch, dass er Mike ziemlich mag.

Daraufhin bleibt Mike über Nacht und teilt sich ein Bett mit Chester im Gästezimmer. Jedoch sind beide noch viel zu überfordert mit ihren Gefühlen zueinander, sodass zwischen ihnen nichts weiter geschah.

In einem Einzelgespräch fordert Charlene völligen Zuspruch von Mike, bevor sich dieser auf ihren Sohn weitereinließ.

Am nächsten Morgen taucht Brian, Chesters Bruder, auf. Nach einer Begrüßungs- und Kennenlernrunde legte er drei große Umschläge auf den Tisch vor Chester. Alle Aufnahmen an verschiedene Universitäten, die von Chesters Vater zurückgehalten worden waren.





11. Kapitel



Charlene japste erschrocken nach Luft. Sie brauchte noch ein paar Sekunden um es so richtig zu realisieren, ehe sie aufkreischte und sich mit in die Umarmung ihrer beiden Söhne schmiss. Brads Atem stockte bei dem feierlichen Ausruf von Chesters Bruder. Ein wenig überstürzt lehnte er sich über den Tisch, um selbst den großen Umschlag erkennen zu können. Er war verwirrt, aber auch Chester schien es nicht ganz fassen zu können. Dieser ließ den Umschlag schon gar nicht mehr aus den Händen.

„… e-ein großer Umschlag*… ich bin wirklich… aufgenommen.“, hauchte er mit dünner fassungsloser Stimme. Brians Arme hatte er noch um den Hals geschlungen und er blickte immer wieder mit großen Augen zu seinem Bruder auf.

„Ja, mein kleiner Bruder hat es geschafft. Ich bin stolz auf dich.“, lächelte Brian und drückte ihm einen Kuss gegen die Schläfe. Charlene ließ wieder von ihm ab, doch küsste stolz Chesters Wange und streichelte ihn mit strahlenden Augen über den Arm.

„Nun öffne ihn doch, Baby.“, forderte sie ihn sanft auf. Sie wollte Chesters Aufnahme in die Standford University mit schwarzen Lettern auf weißem Papier lesen können. Ungeduldig rutsche die Mutter mit ihrem Stuhl näher zu ihrem Sohn und hielt sich aufgeregt an seinem Arm fest.

„Wow, dass ist großartig, Chester.“, mischte sich nun Rebecca mit in die Unterhaltung ein. Sie hatte Brad einen vielsagenden Blick zu geworfen. Am liebsten würde sie in einem Jahr genauso glücklich auf der Terrasse sitzen können, wie ihre Freundin.  „Herzlichen Glückwunsch.“, hängte Dan noch breit lächelnd an und drückte Rebeccas Hand, ehe er seinem Sohn einen kräftigen Schlag auf die Schulter gab.

„Ich dachte… so gut warst du nicht – schulisch?“, murmelte Brad, nunmehr genervt von dieser ganzen Tatsache und ganz besonders von den unterschwelligen Aufforderungen seiner Eltern. Er freute sich sehr für den Älteren, jedoch würde ihm nun besonders seine Mutter keine Ruhe mehr lassen. „Und deine Band-", fragte er weiter, doch bekam da schon einen warnend Schlag von Rebecca ab.

Er verstand die ganze Sache nicht wirklich. Chester hatte ihnen doch etwas ganz anderes erzählt. Brad war begeistert gewesen, von dessen Wunsch mit Grey Daze groß rauszukommen. Der Junge sah so rebellisch aus. Er sah ihn beinahe wie ein Idol, immerhin hatte er sich mit Mike und den anderen auch in den Kopf gesetzt, berühmt zu werden. Brad hatte sich darüber gefreut seinen Eltern zu zeigen, dass dies gar kein arg abwegiger Gedanke war. Chester hatte es bewiesen und der Gitarrist glaubte auch an die Erfüllung, wenn man sich nur mehr dahinter klemmte. Doch nun hielt sein Zimmergenosse Universitätsaufnahmen in den Händen.

Chester ließ sich von Brads Kommentar nicht trüben. Er grinste und war mittlerweile dabei den Umschlag mit zittrigen Fingern aufzureißen. „Ja – nein… also ich habe auch keine 1,0 im Schnitt… oh fuck-“, kicherte er leicht panisch.

„Chaz.“, unterbrach ihn Charlene warnend. Er grinste entschuldigend und schüttelte den Kopf.

„Sorry…ich habe echt nicht den idealen Schnitt, ich mein, Standford hat gar keinen Mindestnotendurchschnitt… i-ich hab nicht gelogen, aber sie legen äußerst viel Wert auf die Essays und die Kreativität der Bewerbungen, auch außerschulische Aktivitäten zählen bei den Aufnahmen mehr, als Noten.“, murmelte er und atmete dann tief durch. Mit zittrigen Fingern zupfte er an dem Aufnahmebrief und bekam ihn vor lauter Aufregung fast nicht heraus.

Mike saß tief in Gedanken versunken auf den Stuhl neben Chester. Still hatte er dem Schauspiel zugesehen und hatte seinem älteren Freund noch nicht einmal gratuliert. Er schluckte schwer und konnte sich kaum darüber freuen. Die Standford Universität war gute fünf Stunden von Augora Hills entfernt. Er wollte Chester nicht bereits jetzt verlieren, besonders da er ihn noch nicht einmal wirklich als seinen festen Freund betiteln durfte.

„Oh, Chaz!“, rief Charlene aus und war ganz hibbelig neben ihrem Sohn, der es nun endlich geschafft hatte. Mit großen Augen sah die kleine Familie Bennington auf den Brief.

**„Lieber Chester, im Interesse des Undergraduate Admission Committee, bieten wir Ihnen mit Freuden die Zulassung zur Standford’s Class 1996.“, las Chester mit leicht zittriger Stimme vor. Sein Atem stockte. „Fuck…“, hauchte er überwältigt.

“Oh, Baby! Mein Baby geht auf die Standford… Chazy…”, lachte Charlene aufgeregt und hielt schließlich aufgewühlt die Hand vor dem Mund. Sie blinzelte stark, da sie Glücktsränen aufkommen spürte und lehnte sich dann sanft schluchzend gegen Chesters Schulter. Brain streichelte seinem kleinen Bruder stolz über die Schulter und nickte anerkennend.

Chester las nunmehr für sich weiter. Stark kaute er auf seiner Unterlippe herum. Langsam verließ ihn die Freude wieder und machte Platz für brodelnde Wut. Er schloss die Augen und legte den Brief beinahe verachtete auf den Tisch zurück. „Ist doch scheiße!“, knurrte er und wischte sich leicht verzweifelt mit den Händen durch das Gesicht.

Brian nahm wieder auf seinem Stuhl platz und sah den Jüngeren verdattert an. Auch Charlene setzte sich wieder auf. Ihr Mund war aufgefallen. Alle schienen Chesters plötzliche Wut nicht nachvollziehen zu können. „Was? Aber warum denn, Baby?“

„Ich hasse Dad!“, knurrte er und spürte nunmehr Tränen. „Was mach ich denn nun? Er hat mir alles versaut!“

Brian verstand und biss sich verbittert auf die Lippen, als er sanft zu nicken begann.

Dan räusperte sich und griff nun langsam nachdem Brief, um sich diesen selbst einmal anzusehen. Er überflog ihn und deutete dann darauf. „Das ist doch super, Chester. Was hat dein Vater damit zu tun?“

„In ein paar Wochen fangen die Semester an und ich habe nichts, Dan.“, meinte Chester kläglich und ließ sich niedergerungen gegen die Lehne fallen. „Es ist zu spät… die Wohnheime sind bereits voll. Ich habe keine Chance mehr mich für finanzielle Unterstützung anzumelden. Ich habe keine 30.000 Dollar im Jahr…“

„Oh.“, brummte Dan und nickte. Er fühlte für den Jungen der Freundin seiner Frau mit und legte etwas wehleidig den Brief auf den Tisch zurück. Überlegend lehnte er sich in seinen Gartenstuhl. „Und die anderen beiden? University of California und Arizona of University… die wären wenigstens staatlich.“

Tief durchatmend lehnte Chester sich wieder nach vorn und sah die anderen beiden, noch ungeöffneten Umschläge an. „Die sind nicht Standford…“, grummelte er und schüttelte den Kopf. „Ich werde auch nicht mehr nach Arizona zurückgehen.“

„Dann hier. Dann brauchst du auch keine Unterkunft. Nicht zwingend jedenfalls. Ist von hier nur eine Stunde zur Uni.“, schlug Dan vor und lächelte versöhnlich.

Chester nickte sanft und zog sich den Umschlag heran. Auch diesen öffnete er nun und schluckte schwer. „Gibt ja nichts mehr zu überlegen…“, brummte er niedergerungen. „Standford war Moms und mein Traum.“, meinte er in die Runde und las nun den Brief der anderen Universität.

Charlene sah ihren Sohn traurig an und legte ihm dann aufbauend einen Arm um die Schultern. Sie küsste seine Schläfe sanft. „Aber… hey, Baby, ich bin trotzdem so stolz. Egal wo du nun hingehst. Du studierst und das ist atemberaubend schön, mein kleiner Junge.“

Der Sänger ließ sich zu einem kleinen Nicken und einem wieder wachsenden Lächeln hinreißen. Er sah zu Brad, dann zu Mike, der noch immer ziemlich in sich gekehrt wirkte und lachte dann. „Dann haben wir auf der Party noch mehr zu feiern.“, grinste er. „Das wir hier sind, das ich zur Uni gehe und das ihr mich auch nicht wieder loswerdet!“

„Ich will dich nicht loswerden... uhm, wir natürlich.“, murmelte Mike nun und sah mit großen, braunen Augen zu ihm auf. Brad schluckte leicht. Mikes Augen funkelten kräftig und unterstrichen seine Aussage noch viel mehr. Irgendetwas steckte dahinter und er würde dies noch in Erfahrung bringen.

Der Emcee versuchte sich an einem kleinen Lächeln und stand langsam auf. „Apropos Party, ich hätte fast vergessen, dass ich Joe noch helfen muss… uhm, wir sehen uns dann alle dort.“

-

Mike klingelte Sturm, als er keuchend vor der Tür der Familie Hahn stand. Er hatte einfach weg gemusst. Es war für ihn schier unmöglich gewesen, dort noch länger mit Chester und seinen Uniaufnahmen sitzen zu bleiben. Alle waren in großer Aufregung und Freude darüber. Er hatte ein ziemlich schlechtes Gewissen, doch er hatte sich kaum freuen können und war beinahe erleichtert gewesen, dass Chester wohl nicht nach Standford gehen konnte.

Er japste auf und verdrehte die Augen, als ihm nun endlich von Joe geöffnet wurde. Knurrend stützte er sich mit den Händen auf seinen Knie hab und versuchte wieder zu Luft zu kommen. Wenigstens hatte er keinen Asthmaanfall bekommen.
„Mike? Was machst du… bist du gelaufen?“, fragte Joe überrascht und sah nach draußen, doch Mikes Wagen stand nirgends geparkt.

„Gerannt eher… von Brad, oh Gott. Lass mich bitte rein, verdammt.“, brummte Mike und stieß sich schließlich einfach an dem Jüngeren vorbei. Die Luft im Haus war mindestens genauso warm wie draußen und es roch gut. Mike stolperte weiter in das Zimmer des Koreaners und ließ sich komplett ausgepowert auf die weiche Matratze von Joes Bett fallen.

Joe kam gemütlich zu ihm und grinste etwas. „Pass auf, dass du Sir Archibald Chang nicht zerdrückst, Mike!“, rügte er mit einem leichten Grinsen auf seinen Gesichtszügen.

„Sir- wer?“, fragte Mike und sah nur wie Joe nickend neben ihn auf das Bett deutete. Er sah zur Seite und erkannte dabei erst eine relativ große Spinne auf der azurblauen Decke sitzen. „Fuck! Joseph!“, kreischte er erschrocken auf und sprang hastig vom Bett. „Was soll der Scheiß? Ist die echt?“

„Bleib locker, die hab ich für Chester.“, lächelte der Jüngere und kam nun auf das Bett  zu, um Sir Archibald wieder in das Terrarium zu setzen. „Was willst du hier überhaupt?“

Brummend setzte sich Mike auf den hellgrauen Teppich und wischte sich kurz über das Gesicht. „Ich weiß nicht, ich musste weg… von allen… von Chester.“, murmelte er nunmehr kleinlaut. Kräftig biss er sich auf die Lippe und spielte leicht nervös mit seinen Fingern. „Kann ich mit dir reden, Joe?“

Der DJ drehte sich überrascht von seiner Spinne zu Mike um. Sein Freund hatte so ernst geklungen, dass sich alles in ihm anspannte und auf Alarmbereitschaft sprang. Joe atmete durch und verschloss erst noch das Terrarium richtig, dann setzte er sich an den Rand seines Bettes und sah abwartend zu seinem Freund. „Uhm, klar… immer. Das weißt du doch.“

Mike traute sich kaum aufzusehen und begann etwas unruhig auf dem Teppich herumzurutschen und zupfte etwas an diesem. „Diese Sache… du weißt schon, mit Mark, also… wie war das für dich, ganz am Anfang? Als du es gemerkt hast, dass du… so bist.“

„Oh wow…“, keuchte Joe und konnte nun Mikes leichtes Unbehagen nachvollziehen. Es fühlte sich so an, als hätte der Ältere es ihm mit der Frage ebenfalls aufgedrückt. Schluckend rutschte er etwas weiter nach hinten und zog seine Beine in einen Schneidersitz. Verlegen rieb er sich am Nacken und ließ sich erst einmal etwas Zeit. Joe ließ die Frage auf sich wirken und schon bald schlich sich ein kleines Lächeln auf sein Gesicht, als er die Schultern zuckte. „Beängstigend, sehr sogar. Zuerst habe ich es verdrängt, aber das ist dämlich. Im Hinterkopf weiß man es und man stolpert immer wieder darüber.“

Mike sah vorsichtig auf und traf direkt auf den Blick seines Freundes. Wie ein Blitz durchzuckte dieser ihn und er schluckte schwer. Doch Joe grinste leicht und nickte neben sich. Langsam folgte der Emcee Joes stiller Aufforderung und setzte sich mit auf das Bett. „War es nur Mark?“

„Ja… ich mein, durch ihn ist mir meine Homosexualität bewusst geworden. Im Nachhinein, kann ich sagen, dass ich Männer einfach attraktiver finde, aber natürlich interessiert mich keiner mehr als Mark.“, erklärte Joe weiter und grinste noch immer sanft. Er atmete tief durch und überlegte sich seine nächsten Worte. „Es war schrecklich diese Gewissheit zu bekommen. Man hat einfach dieses gewisse Stigma, das fängt schon bei den Babys an. Rosa, Blau, Weiblich, Männlich… man geht davon aus, dass jedes Neugeborene hetero ist. Da kann keiner erwarten, dass man Luftsprünge macht, wenn man herausfindet schwul zu sein. Aber davon sollte man sich nicht beeinflussen lassen. Mark hat mir damals unheimlich stark geholfen. Er wusste von seinen Neigungen und er war auch schon geoutet. Es war leichter für ihn mir zu helfen und… ich würde durch die große Unsicherheit wieder gehen, weil ich nun glücklich bin. Ich liebe Mark und ob er nun Titten hat oder nicht, ist egal.“

Mike knurrte. „Dir vielleicht.“

Joe grinste. „Ja und dir, unseren Freunden. Seinen Eltern. Sogar meine haben sich abgefunden damit, sie lieben Mark. Man muss sich nur von eingefahrenen Sichtweisen etwas distanzieren und offener sein… und bei euch hat doch die Freundschaft, nach anfänglichen Schwierigkeiten, gesiegt und dafür bin ich euch allen noch immer unendlich dankbar… aber hey, wer ist er, huh?“

Erschrocken zuckte er bitter zusammen und rutschte etwas von seinem Freund weg. Mike fühlte sich plötzlich in die Ecke getrieben. „Was? Nein, i-ich?“

„Mike, du warst nicht gerade diskret mit deinen Fragen und deinem Verhalten.“, lachte Joe und sah ihn dann versöhnlich an. Überlegend neigte er den Kopf etwas. „Chester liegt nahe. Ist er es?“

„Vielleicht, i-ich mein… j-ja.“, nuschelte Mike zugebend und spürte, wie er bitterlich errötete.

„Wow. Er ist wirklich… attraktiv.“, gab Joe zu und hoffte Mike die Schüchternheit etwas nehmen zu können. „Wäre er mein Freund, würde ich wohl nie wieder gerade gehen können.“

„Oh verdammt, Joe. Ehrlich jetzt?“, lachte Mike und stieß seinen DJ Kumpel spielerisch gegen die Schulter. Schnell wurde er allerdings wieder ernst und er blickte getrübt in seinen Schoß. „Es macht mir eine scheiß Angst.“

Joe lächelte aufbauend und legte seine Hände zuversichtlich über Mikes. „Du wirst glücklich sein, aber du musst dich auch darauf einstellen um die Beziehung mit ihm zu kämpfen. Aber viele aus unserem gemeinsamen Umfeld kennen Mark und mich. Sie sind auf Homosexualität sozusagen sensibilisiert… du wirst es einfacher haben, glaub mir. Aber es ist egal was ist, es wird sich lohnen. Chester ist großartig, so wie ich ihn bisher kennenlernen durfte.“

„Das ist er.“, hauchte Mike und blickte auf ihre verbundenen Hände. Er hob sie etwas an und grinste schelmisch. „Okay, also das ist schon etwas schwul.“

„Schon gut, du Depp.“, brummte Joe und streckte ihm die Zunge heraus, als er seine Hände zurücknahm. „Wie sieht es mit ihm aus, glaubst du er fühlt genauso?“

„Er gab es sogar schon zu.“, schmunzelte Mike breit. Wieder wurde er rot. Er fuhr sich über das Gesicht, als könnte er sie damit wieder abwischen. Tief atmete er durch und spürte ein angenehmes Flattern im Magen.

Verstehend nickte der DJ und rutschte von seinem Bett hinab. Gemächlich ging er auf seinen Schrank zu und öffnete diesen. „Und was seid ihr dann? Hast du dich noch nicht getraut?“, fragte Joe und suchte etwas zwischen seiner Kleidung und abgestellten Dingen, fast wäre ihm sein alter Hockeyschläger gegen den Kopf gefallen, doch er hatte ihn noch aufgefangen.

Mike blies überfordert einen Schwall Luft aus und ließ sich nun in Joes Kissen zurückfallen. So langsam war er aufgetaut und ihm fiel es leichter über das Thema zu reden. „Ich denke, wir wissen beide nicht so recht, was wir tun.“, gab er zu und drehte sich dann auf die Seite, um seinen Freund sehen zu können. „Ich fühle mich so gut, mit ihm… das ist echt, das spüre ich. Ganz anders, als mit Anna. Ich möchte es, aber… ich weiß nicht mehr, Joe… er geht wieder- Drecks-Uni-Scheiße. Standford, Arizona oder Cali – fuck.“

Joe verzog anerkennend den Mund und hatte nun eine Kiste gefunden. Er zog sie heraus und öffnete deren Deckel. Er nahm sich eine Tube hervor und legte das andere Zeug wieder zurück. „Schlauer Bursche, hm. Wenn er wirklich der Richtige ist, bekommt ihr das hin, egal wohin er geht. Hier…“, wies er Mike an und schmiss ihm die Tube dann zu. „Ist dann leichter für ihn Big Mike wegzustecken.“

Der Emcee keuchte, als die Tube auf seinen Bauch fiel. Langsam nahm er sie. Er zog seine Brauen kraus und grinste dreckig zu seinem Kumpel. „Gleitgel?“, amüsierte er sich und setzte sich schwungvoll auf. Er stand ebenfalls auf. Mike lupfte vielsagend eine Braue und griff sich bedeutungsvoll in den Schritt. „Vielleicht werde ich auch seine Schlampe.“

Joe verdrehte die Augen und klopfte ihm gegen die Schulter. „Rede nicht so. Sex wird nun bedeutungsvoll.“

Mike klappte die Tube auf und drückte spielend auf dieser herum. Das Gel spitzte dabei immer wieder hervor. Er roch daran und sah überrascht auf. „Was soll das heißen? Nur schwuler Sex ist gut, oder was?“

„Nein, Mike… aber du wirst ihn nicht einfach nur ficken, weil du ihn liebst. Das ist echter als mit Anna. Das Funkeln in deinen Augen verrät dich, sobald es um ihn geht. Du bist ihm verfallen.“, lächelte Joe und nickte ihm zu. „Komm immer zu mir, wenn was ist. Wir sehen uns später.“

„… gut möglich, fuck… ich vermisse ihn bereits.“, seufzte der Ältere und fuhr sich kurz durch die Haare. Es blieb ein paar Momente lang ruhig, ehe Mike leicht lächelte und den Koreaner dann in eine dankbare Umarmung zog. Er klopfte ihm sanft gegen den Rücken und löste sich dann wieder. „Danke, aber sage es bitte noch keinem.“

„Nein, das nicht. Aber dir muss nun schon bewusst sein, dass ich euch garantiert unter die Arme greifen werde, Michael. Ich will dich mit ihm zusammen sehen.“, grinste Joe und zwinkerte ihm zu.

-

Leicht verbittert starrte Rob durch die langen, weißen Vorhänge im Wohnzimmer seiner Eltern. Joel und Sara fuhren gerade rückwärts die Auffahrt herab, um noch ein paar Besorgung für den Abend bei den Hahns zu machen. Er rümpfte seine Nase und brummte etwas. Eigentlich hatte Rob gehofft, dass ihm seine Mutter etwas zur Hand gehen würde, doch diese hatte ihn nur zurückgewiesen. Sie hatte keine Zeit.

Nun wartete er und grinste schließlich breit, als er Dave kommen sah, während er wieder vom Fenster zurückgetreten war. Hastig sprintete er zur Tür und riss sie weit auf. „Dave, komm schon!“, rief er ihm ungeduldig zu und sprang von einem Fuß auf den anderen.

Dave knurrte nur beeilte sich. Er ließ sich von Rob in dessen Zimmer ziehen. Auf dem Bett lagen bereits ein schwarzer und ein dunkelblauer Anzug. „Nein, Rob…“

„Doch, sag mir welchen ich nehmen soll.“, jammert der Jüngeren und biss sich unentschieden auf die Lippe.

„Gar keinen.  Pass auf, nimm das dunkelblaue Hemd und eine normale coole Jeans dazu. Damit machst du auch einen guten Eindruck auf Melissa und sie stempelt dich zumindest nicht als kompletten Volltrottel ab. Das ist eine Party und euer erstes Date.“, schlug Dave vor und sah bittend zu seinem Kumpel.

Rob stand ziemlich unbeholfen in seinem Zimmer und spürte wie seine Nervosität stetig wuchs. Er war froh um Daves Gesellschaft. Sie lenkte ihn ein wenig ab und er konnte ihm helfen. „Okay, aber mit Krawatte!“, gab sich der Jüngere Daves Vorschlag kompromissvoll hin. Dennoch sah er nicht vollends überzeugt aus, als er seine Krawatte aus dem Schrank nahm und sich auch noch gleich eine dunkle Jeans hervornahm. „Die hier?“

„Klar, sieht gut aus. Komm zieh dich an, Kleiner.“, murmelte Dave und wandte sich währenddessen ab. Er sah sich etwas in dem Zimmer des Drummers um. Ihm fiel auf, dass er hier noch nie so wirklich bewusst gewesen war. Nur ein paar Mal kurz, um Rob für Proben abzuholen. Er hatte viele Poster aufgehängt und ein Schlagzeug nahm ein ganzes Stück des Raumes ein.

„Dave?“, murmelte der Jüngere hinter ihm und fragend drehte er sich zu ihm. Er stand ziemlich überfordert hinter ihm, in seiner Hose und dem Hemd gekleidet. Der Bassist seufzte und zog ihn an sich und rupfte das Hemd wieder aus dem Hosenbund. „Lässiger, nicht so versteift.“

„O-Okay… und die Krawatte? Ich kann… sie leider nicht binden.“, nuschelte er kleinlaut und sah an sich hinab. Tief atmete er durch und hoffte, dass Dave Recht hatte und er mit seinem Aussehen bei Melissa punkten konnte. Sie selbst war immer sehr modisch gekleidet. Rob kannte sie nicht anders. Melissa achtete sehr auf ihr Äußeres und er vermutete, dass sie dies auch bei ihrem potenziellen Freund tun würde.

Dave lachte dreckig auf und schüttelte den Kopf. Er nahm die beiden Enden und begann sie zu knoten. „Ich aber auch nicht gut…“, meinte er und sah kurz zu Rob auf. Er wirkte blas. Seine Hände waren eiskalt, als Dave sie berührt hatte, um die Krawatte zu nehmen. „Melissa mag dich. Mach dich nicht zu sehr verrückt.“

„Wie war das denn mit dir und Lilly, Pheonix?“, fragte Rob und hielt sein Kinn hoch, als Dave für ihn schnürte. Nur allein der Gedanke an Melissa ließ ihn heiß-kalte Schauer den Rücken herunterjagen. Sie hatte ihm ziemlich den Kopf verdreht. Mit ihren langen schlanken Beinen, ihren bereits ausgeprägten, weiblichen Kurven und dem strahlenden Lächeln. Sie war wunderschön.

„Ach Rob.“, seufzte Dave und sah kurz zu Boden. Er schluckte etwas und bereute seine Vergangenheit mit Lilly. „Leider nichts Besonderes. Ich kannte sie schon lange, durch Freunde meiner Eltern. Irgendwann sind wir eben in der Kiste gelandet und dann waren wir zusammen.“

„Dann… rede mir doch nichts aus.“, flüsterte Rob und sah verschüchtert zu seinem Kumpel, dieser grinste nur und klopfte ihm auf die Schultern.

„Fertig. Jedenfalls so gut ich es konnte… und nein, man. Ich finde es cool von dir, ich will dir nur Zuversicht geben und dir deine Angst etwas nehmen. Alles cool. Du machst das schon, Robbie. Komm ich fahr dich zu ihr.“, bot sich der Bassist an und wuschelte ihm durch die Haare bevor er seinen Arm um dessen Schultern legte und ihn mit sich zog.

Rob nahm das Angebot gerne an. Er lief mit Dave zu dessen Wagen und setzte sich auf den Beifahrersitz. Sofort klappte er die Sonnenblende herab, um sich seine länglichen Haare wieder zu richten. Ein paar Strähnen ließ er sich in die Stirn hängen und begutachtete sich nochmals von allen Seiten in dem kleinen Spiegel. Dave lachte nur und wollte ihn dann zu seinem Date bringen.

Der Bassist langte zu Rob rüber und erschreckte diesen damit. Er lachte dreckig auf und öffnete nur das Handschuhfach. „Ruhig, ich will dir nicht zwischen die Beine. Das wäre Joes Job. Hier für die Nerven, ist Jacky drin.“, meinte er und warf dem Jüngeren dann einen silbernen Flachmann in den Schoß.

Unsicher sah Rob auf und nahm ihn die Hand. Langsam schraubte er ihn auf und nippte etwas. „Woher hast du den?“

„Gehört meinem Dad. Er hat ihn hier liegen gelassen. Selbst schuld.“, erklärte er und nahm seinem jüngeren Kumpel den Flachmann wieder ab, nippte selbst einen Schluck daraus und warf ihn dann zurück. „Einen noch und dann pack ihn weg. Nicht, dass du schon besoffen bist, bevor die Party beginnt.“, warnte der Ältere und fuhr dann endlich los.

Melissa wohnte in einer ziemlich netten Gegend. Die Häuser wurden noch größer und die Vorgärten noch prächtiger. Ihre Eltern hatten sehr gute Jobs. Der Vater Investmentbanker und die Mutter Richterin. Die Jungs der Band wohnten bereits in einem noblen Viertel, doch Melissas war noch eine Stufe beeindruckender. Begeistert sahen Dave und Rob aus den Autoscheiben und pusteten ihre Wangen auf. „Immer wieder nett, hier her zu kommen. Wenn du sie dir einfängst, musst du aber einen gewissen Standard erfüllen, Bourdie.“, lachte Dave und klopfte Rob gegen den Oberarm.

„Halt die Klappe Dave. Melissa ist bodenständig.“, widerlegte er die Aussage seines Freundes. Er fühlte sich beinahe so, als müsste er sein Date in Schutz nehmen. Melissa war wirklich ein sehr nettes Mädchen. Ihre Eltern besaßen Geld und sie durfte sich auch alles kaufen, was sie haben wollte und dennoch prallte sie nie mit dem was sie hatte. „Ich hab Schiss…“

Dave fuhr gerade an den Straßenrand vor dem pompösen Haus Melissas Eltern. Er schaltete den Motor ab und durchatmend lehnte er sich in den Ledersitz zurück. „Zieh es einfach durch. So wie du meinst es ist richtig. Also verstelle dich nicht, sondern sei einfach du selbst. Und jetzt schwing deinen Arsch aus meinem Wagen und hol sie.“

Spielend fletschte Rob ihm die Zähne und stieg aus dem Wagen. Sein Herz schlug rasend und ihm war ziemlich warm. Seine Hände zitterten und seine Beine fühlten sich weich an. Doch er hatte es auch geschafft, sie um dieses Date zu bitten, dann würde er auch alles andere irgendwie schaffen. Er war nicht allein. „Es ist das Auto deines Vaters und du musst uns auch zu Joe fahren.“

„Schon klar, Drummerboy. Hol‘ nun endlich dein Mädchen.“, schickte Dave ihn weg. Rob nickte und schlug daraufhin die Beifahrertür zu. Der Bassist sah ihm noch durch die Fensterscheibe nach, bis der Jüngere die Auffahrt hinauf gelaufen war und sich dann offensichtlich beinahe in die Hose machte, weil er klingeln musste. Er schnappte sich nochmals den Flachmann und trank aus diesem, während er Robs nervösen Rumgehampel zusah.

Seine Nerven lagen völlig blank. Er versucht durch die Nase ein und durch den Mund auszuatmen, hoffte es würde ihn irgendwie ein kleines bisschen Beruhigung schenken. Dennoch waren seine Knie so weich, dass er glaubte jede Sekunde weg zu knicken. Seine Hände zitterten bitterlich und er versuchte es zu unterbinden in dem er seine Finger miteinander verschränkte. Die Klingel war schon betätig. Ein flaues Gefühl lag in seinem Magen, als würde sich jeden Moment seine Magensäure den Weg durch seine Speiseröhre nach außen kämpfen.

Plötzlich hörte er Geräusche durch die imposante Tür und Rob schloss für ein panisch die Augen, als ihm kurzzeitig ein wenig schwindlig geworden war. Die Tür öffnete sich, doch er traute sich noch immer nicht aufzusehen. Er roch sie jedoch. Ein zarter Duft umhüllte sie. Blumig, frisch, leicht und nicht zu süß. Ein kleines Lächeln zupfte an seinen Mundwinkeln und ließ ihn blinzeln.

Melissa stand völlig bezaubernd vor ihm. Fragend hatte sie ihren Kopf sanft geneigt und sah ihn mit einem kecken Grinsen an. Ihr Gesicht war dezent geschminkt und ihre Haare trug sie offen. Sie fielen ihr lang und weich über die Schultern. Ein weißes Kleid umschmeichelte ihre zarte Figur, dazu flache, braue Sandalen. Ihre Tasche hatte sie farblich zu ihren Schuhen abgestimmt. „Wow. D-Du… siehst so… umwerfend aus.“, keuchte Rob ein wenig verdattert. Er glaubte, sie war noch hübscher als jemals zuvor.

Ihr Lächeln wurde noch ein wenig breiter und sie hielt sich etwas zierend mit beiden Händen an ihrer Tasche fest. „Danke schön, Rob… und du wolltest fast deine Augen nicht öffnen.“, kommentierte sie mit sanfter Stimme.

Rob wurde etwas rot und ließ seinen Blick kurz auf den Boden fallen. „Tut mir leid, ich bin etwas… n-nervös.“

„Musst du überhaupt nicht. Komm, wir machen uns einen schönen Abend bei Joe.“, ermutigte sie ihn und zog freudig die Tür hinter sich zu. Sie kam daraufhin auf Rob zu und hakte sich bei ihm ein.  Doch Rob schien etwas zurückzuhalten. Fragend sah sie zu ihm auf. „Ist etwas Rob?“

„Huh?“, fragte er perplex. Er war in Gedanken versunken gewesen und sah nun zu ihr, zuckte dann mit den Schultern. Rob hatte gespürt, wie sein Herz für ein paar Schläge ausgesetzt hatte, als Melissa ihm so nahe gekommen war, doch nun schien es ihn komischerweise zu beruhigen. Er sah klarer, dachte über ihr sogenanntes Date nach. „Das ist unser erstes Date-…“

„Du nennst es Date?“, stellte Melissa fragend fest und unterbrach ihn dabei unfreiwillig. Entschuldigend blickte sie ihn an.

Rob keuchte und zuckte. „Ist es denn keines?“

„Oh.“, entfloh ihr, ehe sie leise lachte und sich zuversichtlich an ihn drückte. „Ja… doch, ich finde es nur schön, dass du das auch so empfindest.“

„Dann…“, begann er leise. Ein kurzes Grinsen zeigte sich auf seinem Mund. „… ist ja gut. Nur, ich dachte eben nach, ob die Party wirklich die beste Idee für unser erstes Date wäre. Du…“, meinte er und unterbrach sich erneut. Er atmete tief durch und blickte überraschend ernst zu ihr. „Du hast ein schöneres Date verdient.“

„Du bist süß, aber es ist wirklich völlig okay.“, bestätigte Melissa und streichelte ihm sanft über den Arm. Sie lächelte begeistert und ihre Augen funkelten.

Rob schüttelte den Kopf. Er löste sich von ihr und stellte sich vor sie. Sanft streichelte er über ihre Arme und hielt dann ihre Hände in seinen. „Pass auf, Melissa. Dave ist mein Chauffeur zu Joe. Er hat sich jedenfalls bereitgestellt uns zur Party zu fahren. Ich sag ihm wir möchten etwas leckeres Essen gehen und danach ins Kino, wenn du möchtest können wir später noch zur Party stoßen, was sagst du dazu?“

„Ehrlich… das klingt wundervoll.“, schmunzelte Melissa und drückte Robs Hände sanft. Er behandelte sie gut, machte sich viele Gedanken und sie fühlte sich einfach nur wohl in seiner Gegenwart. Er besaß eine warme, freundliche Ausstrahlung. Charme.

Rob nickte einverstanden und atmete tief durch. Er grinste und war erleichtert, dass sie seinen Vorschlag gut fand und er den Mut dazu gehabt hatte. „I-Ich weiß nicht, das ist vielleicht doch recht einfach. So normal, aber so kurzfristig fällt mir nichts Besseres ein.“, gab er zu.

Melissa lachte nunmehr laut auf und warf sich ihm um den Hals. Sie schlang ihre Arme eng um ihn und genoss, wie erschrocken er darüber war. Nur sehr zögerlich legte er ebenfalls seine Arme um sie. „Das ist perfekt, Rob. Ich freue mich wirklich sehr darüber, egal was wir heute machen. Ich genieße Zeit mit dir und das ist schön.“

„Das ist schön, das ist wirklich so schön.“, murmelte Rob wiederholend und löste sich dann vorsichtig wieder von ihr. Breit grinsend sah er zum Auto hinab und in dem Dave noch wartend saß und sie mit einem stolzen Grinsen beobachtete. Er nickte anerkennend. Offenbar machte der Kleine es wirklich gut. Melissa schien sehr offen und glücklich zu sein.

Der Drummer nickte hinab und nahm Melissas Hand feste in seine. Er drückte sie und zog sanft an ihr. Rob grinste breit und gemeinsam liefen sie dann wieder durch den gut gepflegten Vorgarten. Er öffnete sogar die hintere Tür für Melissa. Sie lachte herzhaft auf und setzte sich hinein. „Hallo, Dave.“, grüßte sie, während Rob noch den Wagen umrundete und ebenfalls hinten auf der anderen Seite zu ihr einstieg.

Augenblicklich nahm er wieder ihre Hand in seine. Sie war kleiner und passte perfekt in seine. Zärtlich streichelte er mit seinem Daumen über die oft mit Handcreme versorgte Haut. Sie war so zart und rosig. Rob grinste und hob sie an, schenkte ihr einen Kuss auf deren Rücken. Er war sich noch immer unheimlich unsicher, aber er schien zumindest keine Angst mehr zu haben und handelte einfach, so wie Dave ihm geraten hatte.

„Na ihr Turteltauben?“, grüßte Dave sie und grinste sie durch den Rückspiegel an, als er den Motor wieder startete.

Rob lächelte nur und verdrehte die Augen. Er nickte auffordernd zu dem Bassisten. „Fährst du uns bitte zu einem Restaurant. Wir wollen später zur Party nachkommen.“, erklärte er.

„Oh, okay gut. Mache ich gern. Hey, wenn ihr wollt kann ich euch später sogar wieder holen, um zu Joe zu kommen, was meint ihr?“, fragte Dave bereitwillig.

„Nein danke, Phi. Trink du nur. Wir kommen gut hin. Falls meine Eltern fragen, weißt du ja Bescheid.“, meinte Rob und der Bassist nickte und fuhr los.

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tbc.

*Große Umschläge sind Zusagen an Unis; Kleine hingegen sind Absagen
**Freie Übersetzung des Original Satzes.
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