Vom Jäger zum Gejagten

von Nairalin
GeschichteHumor, Parodie / P16
Curufin Feanor Finrod Felagund Finwe Morgoth / Melkor Sauron
10.05.2014
22.03.2016
30
75804
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Huhu,

naja, momentan schein meine Muse zu aktiv zu sein, denn ich hab das hier entdeckt:

Es ist zur Jagd geblasen!

Gebetat wird die Geschichte von Quoth, der ich unendlich dankbar für ihre Unterstützung bin! Nach und nach werden die korrigierten Kapitel jetzt hochgeladen.

Und was passiert, genau diese kleinen, elenden Mistviecher tauchen schon wieder auf. Und haben mir einen Floh ins Ohr gesetzt! Und ich kann euch nicht die erstaunlichen Erlebnisse vorenthalten, die ich auf der Jagd gemacht habe.

Warnungen: schräger Humor und eine schonungslose Revenge-Fic der besten Sorte xD
(Bitte nicht allzu ernst nehmen ;D)

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Ich lag gemütlich auf meinem Bett, nachdem ich vor nicht einmal einer dreiviertel Stunde endlich von der Uni heimgekommen war. Ich war müde und erschöpft, Strafrecht war erstaunlich anstrengend gewesen und hatte mich all meine Energie gekostet. Gähnend nahm ich meinen IPod zur Hand und legte 'Hymn to Elbereth Gilthoniel III' vom Tolkien Ensemble ein. Es war eines der beruhigendsten Musikstücke, die ich kannte, und es gab nichts, zu dem ich besser einschlafen konnte. Mal abgesehen davon, dass ich heute sowieso nicht mehr ganz zurechnungsfähig war.

Neben mir auf meinem Nachtkästchen stand eine Tasse frischer, dampfender Ingwertee und verbreitete angenehm den belebenden Duft. Ein Tag wie jeder andere und trotzdem lag etwas in der Luft, das ich einfach nicht einzuordnen vermochte. Genüsslich roch ich am Tee und nahm einen Schluck, nur um zu husten anzufangen, weil der natürlich wieder viel zu heiß war.

Ich stellte die Tasse wieder beiseite und starrte dann auf die Decke. Eigentlich sollte ich ja lernen, eigentlich wäre auch eine Hausarbeit bis morgen zu schreiben, aber meine Motivation dafür war ... naja, gleich null. Zum Malen war ich auch zu faul. Schlafen klang eigentlich ganz gut.

Ich beschloss, meiner Idee nachzugeben und schloss die Augen. Ich rutschte hin und her, bis es bequem war und träumte von unendlichen Weiten, grünen Hügeln, dunklen Wäldern und einer verdammten Vulkanfestung... Wieso träumte ich von Angband? Ausgerechnet wenn ich mich entspannen wollte? Gab's nicht Alqualondë oder Tirion zur Auswahl, ich mein, sogar Taniquetil oder Formenos waren annehmbar. Ideen kamen hoch für die neuen Kapitel zu den Geschichten, die ich einzig und allein AuctrixMundi zu verdanken hatte, die mich damit einzudecken schien (und ich war mir verdammt nochmal sicher, dass sie das mit voller Absicht tat!).

Doch plötzlich spürte ich etwas, das sich über meine Hüfte legte und ich wischte mürrisch drüber. "Aslan, hau ab, es gibt jetzt keine Streicheleinheiten!", fuhr ich meinen roten Kater an, der nun einmal exorbitante Ähnlichkeit mit dem großen felinen Vorbild hatte. Doch er verschwand nicht, sondern hüpfte auf mir herum ...

Herumhüpfen?!

Ich machte die Augen auf und schaute zu meiner Hüfte und machte riesengroße Augen bei dem Anblick der sich mir bot. DA SASS... da saß ein schwarzer Hase, mit blassgrünen Augen.... schockiert starrte ich das Tier an und versuchte verzweifelt, mich selbst davon zu überzeugen, dass ich immer noch träumte. Doch das Häschen kam sogar angehoppelt und setzte sich direkt vor meine Brust und sah mich mit Kulleraugen an, die mich fast schmelzen ließen.

"Wie kommst du hierher?", fragte ich das schwarze Plüschknäuel und hielt mich eisern davon ab, meine Hand auszustrecken und in seinem Fell zu vergraben. Es zuckte mit der Nase, dass die Barthaare nur so wackelten. Verzückt schaute ich es an. Ich mochte Hasen und Kaninchen, auch wenn ich keine hatte - bei zwei Hunden und Katzen wäre das eher kontraproduktiv. Es krabbelte noch ein Stück näher, dass ich die Haare im Gesicht spürte - ich lag ja noch - und stupste mich an.

Missmutig setzte ich mich auf, während das schwarze Häschen herunterpurelte, und griff - endlich! - in das weiche, plüschige Fell des Mümmelmanns und setzte ihn auf meinen Schoß. "Du weißt, dass hier zwei Hunde im Haus sind und einer davon dich gern zum Spielen vergenotwendigt?", fragte ich ihn - ich hatte jetzt einfach beschlossen, dass mein unerwarteter Besucher ein Er war - und sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. Doch seine einzige Reaktion war, dass er sich auf die Hinterbeine stellte und sich auf meinen Brüsten (!) abstützte. Bevor ich reagieren konnte, hatte er meine roten Haare im Mäulchen und mümmelte sichtlich zufrieden daran herum.

"Hey!", rief ich empört und entfernte ihn von meinen Haaren. Treuherzig sah er mich an und irgendwie konnte ich ihm nicht böse sein, obwohl ich ihn Finrod, meinem Golden Retriever zum Fraß a.k.a. Spiel vorwerfen sollte. Düster sah ich ihn an. "Von mir aus!", fauchte ich, schubste leicht ihn von meinem Schoß und ging hinunter um eine Karotte zu holen. Ich mochte es nicht, wenn Tiere litten und deshalb nahm ich gleich drei Stück mit hoch. Und ich tat gut daran so viele mitzunehmen, wie ich düster feststellte.

Ein sandfarbenes Exemplar hatte sich dazugesellt und schmiss gerade mein schwarzes um. ‚Wann war das meins geworden?‘, grübelte ich, aber kam zu keiner Antwort. Mit verschränkten Armen stand ich vor meinem Bett und musterte das Spiel der beiden, wobei der Sandfarbene derjenige war, der immer den anderen neckte.  Ich räusperte mich, beide drehten sich zu mir um und ich stellte erstaunt fest, dass der Neuzugang graue Augen hatte. So richtig seltsam silbergraue Augen. Ich meine, hatte ein Hase solche Augenfarben?

"Eine Erklärung wäre nett", murmelte ich und setzte mich an den Rand. Sandfell hoppelte sofort zu mir und rollte sich in meinem Schoß zusammen, als wäre es das Normalste der Welt. Missmutig blickte ich ihn an, doch Schattenohr - ich konnte ja nicht immer Er sagen - zog an meinem Ärmel und blickte mich steinerweichend an. Genervt hielt ich ihm die Karotte hin, die er mit Hingabe annahm und beknabberte.

Sandfell schien die Karotte überhaupt nicht zu interessieren, dafür zupfte er an meinen Fingern herum, bis ich resignierend begann, ihn zu kraulen. Und das hatte sogar irgendwie eine entspannende Wirkung, gab ich widerwillig zu. Es ging soweit, dass er seinen Bauch aufdrehte und verlangend fiepte. Seufzend gab ich nach. Ich war wirklich leicht genervt, da ich langsam an meinem Verstand zweifelte. Plötzlich tauchten Hasen aus dem Nichts auf, verhielten sich, als wären sie schon immer hier gewesen, und sie verlangten auch noch, dass ich sie streichelte, egal ob ich jetzt Hasen mochte oder nicht.

Erst ein empörtes "Wuff!" riss mich aus meinen Gedanken und Finrod stand vor meiner Couch und musterte die Neuankömmlinge wenig amüsiert. Er kam näher und wollte schon zupacken, wie er es immer beim Kater meiner Schwester machte, aber Sandfell hatte sich schon umgedreht und schaute ihn mit angeklappten Öhrchen armselig fiepend an. Finrod winselte und stupste das helle Fellknäuel an.

Sein Schwanz begann hin und her zu wedeln und ich wusste jetzt schon, was kommen würde. Mit einem Satz hatte er Sandfell gepackt und begann ihn mit sich zu tragen. Er würde ihn runternehmen und mit ihm dort Fangen spielen, das wusste ich. Etwas vollkommen harmloses, da Finrod mit Katzen aufgewachsen war, die als er noch kleiner war, mit ihm gespielt hatten. Der Hase würde auf jeden Fall keinen Schaden davontragen. Schattenohr neben mir gab ein schrilles Quieken von sich und hoppelte vom Bett meinem Hund hinterher. Vergessen war die Karotte und ich starrte nur - immer noch müde - den Dreien hinterher.

Irgendwie hatte ich das Gefühl etwas Wichtiges bei der Sache verpasst zu haben, doch ich kam nicht darauf, was es war. Mit einem Gähnen ließ ich mich rücklings in mein Kissen
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