Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

50 Shades of Tavapan

von Tavapan
Aufzählung/ListeAllgemein / P12 / Gen
07.05.2014
30.05.2014
1
5.750
 
Alle Kapitel
17 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
 
07.05.2014 5.750
 
1. grauer Pulli


Über meinem Bürostuhl hängt ein grauer Pulli. Und wenn ich ehrlich sein soll, habe ich ihn aus dem Müll gefischt. Ich weiss, es klingt eklig. Aber ich hab dabei zugesehen, wie ein Junge in meinem Alter, das Ding entsorgt hat. Ich bin hin und hab mich mal genauer umgesehen ob es etwas daran auszusetzen gab. Nicht mal dreckig war das Teil. Kein Print, keine Stickerei...einfach ein grauer Pulli.

Er hat sich in den letzten Jahren zu einem Lieblingsteil gemausert. Auch wenn ich schon von vielen Seiten gehört habe, dass ich das hässliche Teil endlich wegschmeissen solle.

Ok, ich gebe es zu, toll sieht er nicht mehr aus. Die Ränder sind durchgebrochen, ein paar Nähaktionen hat er auch schon über sich ergehen lassen müssen und ein Fleck an der linken Schulter geht gar nicht mehr raus.

Freilich, für die Arbeit würd ich ihn nie wieder anziehen (Jetzt fällt mir auch gerade ein, woher der Fleck kommt) aber in meiner Freizeit ziehe ich ihn allem anderen vor.
Immerhin ist Eddy (ja, der graue Pulli hat sogar einen Namen) das einzige Kleidungsstück, welches allein mir gehört und nicht bei jeder Gelegenheit von meiner Freundin zweckentfremdet wird.



2. Bleistiftrock

Mein Heim ist dein Heim. Mein Bett ist dein Bett und mein Schrank ist dein Schrank.
So siehts in einer Beziehung aus.
Und dementsprechend finde ich in 'meinem' Zimmer auch allerhand, was mir unter gar keinen Umständen stehen würde.
Ich sehe also dieses Ding. Offensichtlich ein Kleid, oder doch nicht?. Google verriet mir dann den Unterschied zwischen Kleid und Rock. Da ich von diversen Freundinnen und meiner besseren Hälfte vernommen hatte, dass die noch so winzige Kleinigkeit einen speziellen Namen trug, durchsuchte ich Google.
Bei 'rock ellipsenförmig' fand ich nichts gescheites. Von ZZ Top über Bryan Adams bis zu Geometrieformeln spuckte Onkel Google so ziemlich alles aus, was nichts mit Kleidung zu tun hatte.
Bei 'rock oben weit unten eng' hatte ich schon mehr Glück. Allerdings wusste ich durch Google zu diesem Zeitpunkt schon, dass Kleid nicht gleich Rock ist. Google ist also schizo und wiederspricht sich selbst. Denn das, was er da rausgespuckt hatte, hatte nichts mit dem schwarzen Fummel zu tun, den ich auf meinem Bürotisch ausgelegt hatte.
Weiter zu Tante Wiki, sie hat mir doch schon so oft geholfen.
Unter dem Abschnitt Formen des Damenrocks vertiefte ich mich dann schliesslich in die Lektüre. Wenn ich mir so den Schnitt ansehe, scheinen ein paar Beschreibungen auf das Teil zu passen. Also auf und zur besseren Hälfte getappert. Nach kurzer Diskussion, zog sie sich das Teil an und...Tada, es war definitiv ein Bleistiftrock, was sie danach auch bestätigt hatte.



3. Dichtungsbahn

Für die einen ist es wohl seltsam wenn man so etwas in seinem Zimmer hat, aber da ich in einem Labor arbeite, welches genau solche Dinge testet, wird dies verständlicher.
Vor zirka zwei Monaten gab es eine Spezialproduktion mit himmelblauen Schieferplätchen. Da nicht alles benutzt worden war, konnte ich mir ein Stück sichern, welches ich noch am gleichen Abend auf die Platte meines Nachtschränkchens geschweisst hatte.
Die unregelmässige Strucktur ist glatt genug, dass ich alles draufstellen kann und runde oder zylinderförmige nicht wegrollen können. Und da es sich bewährt hat, konnte ich bis heute so manchen Sideboard oder Beistelltisch damit aufpeppen. Die Farben des Schiefers sind immerhin unendlich.



4. Eierformer

Huh? Da frag ich mich sogar selbst, wie der in meinem Zimmer gelandet ist.
Manche von euch kennen doch diese Metall oder Plastikformen mti denen man die Spiegeleier formen kann. Nun ich bin leidenschaftlicher Sammeler von solchen Spielereien. Im Zimmer hatte ich, um genau zu sein, drei von diesen Kunsterken. Darth Vader ist zwar noch in der Originalverpackung aber das Kanzerogenzeichen und der Smiley sind doch schon oft zum Einsatz gekommen.
Irgendwie laden sich die Leute oft bei mir zum Übernachten und Frühstücken ein und nach ein paar Mal haben sie dann ein schlechtes Gewissen und bringen mit einen Eierformer mit, weil sie gemerkt haben, dass ich die Dinger sammle.
Tja, im Moment dürften es 24 Stück sein und es werden immer mehr.



5. Edy

Edy ist mein Wackelskelett, welches ich vor gut einem Jahr von meiner Freundin bekommen habe. Zu aller Anfang war es stehter Begleiter in meinem Auto. Aber da ich im Moment kein Eigenes habe, meine Freundin selbst einen Edy hat, und ich ihn nicht in einer Kiste verstauen wollte, steht er nun schon seit gut zwei Monaten auf einem kleinen Schränkchen, welches eigentlich nur im Zimmer steht um uns Platz wegzunehmen und dem Staub mehr Angriffsfläche zu bieten.



6. Isolationsplatte

Tja, wer sich nicht gleich drum kümmern kann, dass etwas repariert wird, muss sich ne alternative aussuchen. Das Bett welches wir gkauft haben, als wir dort eingezogen sind, was nicht so stabil, wie wir dachten und wie wir es und gewünscht haben. Schon nach knapp einem Monat hat ein Balken nachgegeben und ist angebrochen. Damit wir nicht auf einmal in eine völlige Schräglage kamen, haben wir kurzerhand eine Isolationsmatte aus Loyurethan druntergeschoben die mit einer Kraftpapierkaschierung ausgestattet war. Seither wurde die Arbeit ignoriert, was nun auch schon weit über ein Jahr ist.



7. Steampunkweste

Nun, die Steampunkweste liegt aus einem einfachen Grund nicht im Schrank. Sie hätte da schlichtweg nicht platz. Durch die dünnen Rohre und Zahnräder die im Leder eingearbeitet worden sind hat die Weste, neben einem beachtlichen Gewicht, auch ein enormes Volumen. Zudem muss ich eingestehen, dass die Nieten den einen oder anderen Pulli durchlöchern könnten, wenn man nicht genug aufpasst.
Daher hängt das gute Teil nun immer an der Tür und setzt Grünspan an.



8. Früchteschale

Unsere Früchteschale trägt einen falschen Namen. Zumindest die, welche im Schlafzimmer steht. Dort finden man nämlich alles mögliche, aber eben nur nicht Früchte. Von Stecknadeln, Haargummis, Zahnpastatuben, Handys, Handschuhen, Stiften, Radiergummis und Klarlackeproben (für die Holzverarbeitung) findet man echt einfach alles.
Ein wildes Sammelsurium an Chaos und Ungeordetheit.



9. Drachenfigur mit Teelicht

Die Figur aus schwarzem Stein gehört nicht direkt mir, aber sie steht halt dennoch im Schlafzimmer. Mir hat das Teil schon gefallen, als meine Freundin es ausgepackt hat. Jede Schube und jede Falte ist genaustens ausgearbeitet und mit nur etwas Fantasie könnte man meinen, dass das Vieh sich gleich bewegen würde.
Das Teelicht selbst ist jedoch noch nie zum Einsatz gekommen. und in der Schale, in die man ätherische Öle oder sonst was einfüllen könnte, sammeln wir Münzen mit dem Jahrgang in dem wir uns kennengelernt haben.
Sicher wandert nicht jede Einzelne hinein, aber wann immer die Zahl einem von uns beiden auffällt, heben wir sie auf. Eine kleine Geste, eine Nebensächlichkeit. Dennoch ist der Gedanke daran irgendwie schön.



10. Sonnenblumenbild

Manchen von euch wird das wohl ein wenig Öde dünken, aber es war das erste Bild, welches ich sozusagen gefälscht habe. Die Vorlage war ein Gemälde von Van Gogh.
Aus dem Internet habe ich Pigmente bestellt, aus einem Malergeschäft in der Nähe habe ich mir Ochsengalle geholt und von einem Versanhaus habe ich mir einen hochwertigen Druck dieses Bildes liefern lassen.
Um mich vollends abzusichern, dass ich mich in keinster Weise im kriminellen Bereich finde, habe ich Vincent kurzerhand in Von Gagh umgetauft. Ein paar Dublikationen konnte ich in der Zwischenzeit sogar an ein paar Bekannte verkaufen.
Ein netter Zeitvertreib und sicher wird noch das eine oder andere Bild hinzukommen.



11. Bett

Ja, ich weiss, sehr einfallsreich. Aber unser Bett wäre, wenns nicht lädiert wäre, wirklich toll. Unbehandeltes Holz und am Kopfende ist eine Platte mit Kunstwildleder angebracht.
Wenn an in den Raum eintritt nimmt es, scheinbar, den grössten Platz in Anspruch. Diese Fehlinterpretation kommt daher, dass wir es genau mittig platziert haben. Es hebt sich wirklich toll von der, ansonsten recht kühlen, Einrichtung ab und symbolisiert so ein Plätzchen der Wärme. In den freien Tagen lümmeln wir meist bis in den späten Nachmittag in den Laken, weil niemand so richtig lust hat, etwas zu unternehmen. Wir sind beide voll berufstätig und schätzen daher die gemeinsamen Stunden am Wochenende.



12. Schrank

Schrank ist im Grunde eine Untertreibung. Von aussen mag es wie ein normaler Schrank aussehen, aber wenn man die Türen öffnet sieht man, dass er noch einiges in die Wand hineinreicht. Das Teil war schon da, als wir eingezogen sind und meine Freundin hatte die helle Freude.
Zu aller Anfang hatte ich so meine Zweifel, ob ich mich mit dem Ungetüm anfreunden könne, aber inzwischen muss ich sagen, dass es einfach nur fantastisch ist, wenn man einen grossen Schrank hat, er halb in die Wand dahinter reinrecht. Wir verstauen bei weitem nicht nur die Kleider in diesem, sondern auch allerhand Anderes, was man im ersten Moment nicht in einem Schrank vermutet.



13. Sekretär

Temporärer Standort, da der Keller im Moment eine kleine Sintflut aushalten muss. Vor ein paar Wochen ist ein Fenster im Keller eingeschlagen worden, welches Ebenerdig gelegen war. Dies hatte den Nachteil, dass sich das ganze Wasser beim nächsten Regenschauer in unserem Haus angestaut hat.
Den Sekretär restauriere ich für einen Bekannten und da er effektiv zu teuer ist, um ihn dem Wasser auszusetzen und ich noch ziemlich Arbeit in ihn stecken muss, zwischenlagert er nun im Schlafzimmer. Er hat keine besondere Tiefe und passt im Grossen und Ganzen sehr gut ins Zimmer. Er behindert uns nicht und meine Freundin meinte sogar, dass sie sich überlege, den Bürotisch wegzuschmeissen und sich einen Sekretär zuzulegen. Wie ich mag sie das nostalgische und hat auch nichts dagegen, wenn etwas ein wenig verspielt ist.



14. Wasserpfeife

Das gute Stück steht seit einer geraumen Zeit eigentlich nur noch als Dekoration dort. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich sie schon längst entsorgt um mich ja nicht in Versuchung zu führen. Aber wie das so in einer Beziehung ist, gibt es immer zwei Stimmen. Es ist einer der wenigen Staubfänger, die wir nicht benützen, sondern einfach nur so dastehen. Ähnlich also wie der Drache mit dem Teelicht.
Ich frage mich immer mal wieder, ob meiner Freundin das Ding wirklich gefällt oder sie es nur dalässt, weil ich ihr auch einen Staubfänger im Zimmer erlaubt habe. Schon oft habe ich sie darauf angesprochen, aber entweder wich sie aus oder beteuerte, dass sie die Pfeife schön fand. Glauben kann ich es bis heute nicht so ganz. Vermutlich werde ich, wenn sie wieder mal ein paar Tage auf Dienstreise ist, das Teil einfach mal zufällig fallen lassen.
Hrhrhr...



15. Teppich

Unser Teppich im Schlafzimmer ist verdammt seltsam. So hübsch und ausgeglichen der Rand des Fetzens auch aussieht, so hässlich ist das Muster in der Mitte.
Deshalb, und weil ich mich nicht von ihm trennen konnte, liegte er nun mittig unter dem Doppelbett. Als ob das Ding genau für uns gemacht worden wäre, sieht man wirklich nur den hübschen Teil. Alles andere ist vom Bett verdeckt.
Es ist einfach traumhaft am Morgen aufzustehen und keine kalten Fliesen unter den Füssen zu verspüren. Dieses Flauschige am Morgen ist eine wahre Wonne.



16. Tavas Truhe

Mein Liebling. Nicht nur im Zimmer, sondern im ganzen Haus. Ich hab sie auf einem kleinen Flohmarkt erstanden. Wurmstichig, verrottet und leicht müffelnd, hab ich sie durch die ganze Stadt getragen und mir den einen oder anderen schiefen Blick eingefangen.
In unserem Keller, der im Übrigen noch immer nass und unbrauchbar ist, hab ich ihn dann restauriert. Holz ausgewechselt, neue Scharniere befestigt. Risse und Spalten mit Kunstholz ausgefüllt, alles abgeschliffen. Das Holz, also das Alte, hat lediglich eine Beize bekommen, wogegen ich das neue Holz zuerst präparieren musste. Das Kunstholz musste ich so oder so völlig neu anmalen.
Aus einem, ebenfalls auf dem Flohmarkt gefundenen, Buch über Bauernmalerei hab ich dann ein paar Motive rausgesucht. Nun, sie sind abgepaust, aber ans Malen hab ich mich noch nicht getraut.
Aber mir gefällt sie so sauber eh beinahe besser.^^



17. (gefühlte) 1000 Kulis

Nun widmen wir uns dem Inneren der Truhe. Dort befindet sich im Grunde alles, was ich in einem Notfall mitnehmen würde. Nicht weil es dann Hilfreich wäre, sondern, weil es mir am Herzen liegt.
Das Erste was auffällt, sind die ganzen Kulis, die quer durch den ganzen Innenraum verteilt sind. Unterschiedlich in Form, Farbe, Machart und Qualität. Wann immer ich einen Kuli bekomme, wandert er direkt in diese Truhe. So entfällt jedoch auch immer das Suchen, wenn man was zum Schreiben, Zeichnen, Notieren will.



18. Postkarten

Ich denke, jeder von uns hat eine Sammlung an Postkarten. Und jeder meint, dass seine etwas besonderes ist.
Da gibt es die Karte mit den nackten Frauen, die man mal von der Hamburger Reeperbahn bekommen hat. Weiter gehts zu der Maledivenkarte, auf der jemand Sand aufgeklebt hat. (Ist Sand zollpflichtig?)
Die Karte von Rom ist dezent unspektakulär. Entgegen dem Gruss aus Kuba, bei dem Fidel Castro dir nett zuwinkt. Der schweizer Käse löst eine Hungerattacke aus und wenn ich mir die breite Karte von Prag ansehe, bekomme ich das Gefühl, dass ich da umbedingt auch mal wieder hinwill.
Postkarten sind etwas feines. Und wenn mein Haus irgendwann abbrennen sollte, wären sie vermutlich eines der ersten Dinge, die ich an mich reissen würde, um sie in Sicherheit zu bringen.



19. Schreibblock

Schreibblock...eher ein Kritzelblock. Wann immer mir langweilig ist, fange ich an dort kleine Comics reinzuzeichnen. Von verslashten Harrys bis zu nymphomanischen Teletubbies findet man inzwischen beinahe alles.
Nur selten wage ich mich an eine Zeichnung, die nicht satirisch, peinlich oder grotesk wirken soll. Portraits sind inzwischen dennoch schon vier Stück herausgekommen, die jedoch garantiert nienienie den Weg zur Öffentlichkeit finden werden.



20. Kekse

Futter findet man in meiner näheren Umgebung sowieso, aber nichts geht mir über Kekse. Ich hab in meiner Truhe Reservepackungen, auf dem Nachttisch liegt immer ne Angefangene. In der Arbeitstasche liegt ne Packung, genauso wie neben dem Laptop und in der Werkstatt. Nun ok, in der Werkstatt liegen mehrere. Und da kann es auch mal sein, dass ich ein paar Wegschmeissen muss, weil entweder ne Spinne hunger hatte oder zuviel Zeit vergangen ist, seit ich das letzte Mal genau an _die_ Packung gedacht habe.
Ich weiss, dass ist schlecklich Klischeehaft, hier auf ff.de von meine Keksliebe zu berichten.

*Wär mir ain Räwiu schraibt, bäkommt einen Käks.<3*

Aber hey, meine Kekse bekommt ihr nicht. Nienienienie...



21. Aufkleber

Ein weiteres Unding in meiner Truhe sind die ganzen Aufkleber. Restlos alle sind noch in der Originalverpackung und wenn ich noch ein paar hundert Jahre warte, werden sie sicher etwas Wert sein. Dann werde ich Millionär und kaufe mir wieder neue Kleber.
Spass bei Seite, zurück zu Ernst. *winkt Ernst zu*

Ich hab vor etwa zwei Jahren angefangen StarWars-Aufkleber zu sammeln. Manche, ich bedauere es sehr, sehen verdammt schäbig aus und man kann das 'Made in Bangladesh' beinahe riechen. Andere wiederrum sind mit Duplexfolie versehen und machen wirklich etwas her. Der Grund warum kein Einziger aufgeklebt ist, war der Umstand, dass wir vor zwei Jahren noch in einem Wohnwagen gelebt haben und ich nie wusste, in welchem Moment wir eine passende Wohnung finden.
Sicher, ich könnte nun irgendetwas bekleben mit dem Zeug, aber zugleich ist es eine Erinnerung, und in gewisser Weise auch ein Mahnmal, dass es uns schon bedeutend schlechter ergangen ist, als im Moment. Daher werde ich sie wohl weiterhin so lagern und ab und an neu sortieren.

Grammatik gelernt bei Yoda du hast...:-)



22. Kleiderbügel

Es kennt sie jeder: die Kleiderbügel. Wenn man Schwein hat, bekommt man vielleicht irgendwo bunte her, aber wir hatten immer diese langweiligen aus Holz, bei denen man nur manche Teile anhängen konnte. Und da ich definitiv viel zu viel Zeit habe und mich einfach nie und nimmer still halten kann künstlerisch nicht ganz unbegabt bin, habe ich mich daran gemacht, jeden in ein kleines Kunstwerk zu verwandeln. Da gibt es solche, bei denen man nun unten drunter Krawatten anhängen kann, manche die für die Kleiderschlaufen geeignet sind und manche, au denen man nun auch Seidenzeugs aufhängen kann. Die Krawattenhalter sind auch plastifiziertem Draht gefertigt, die Schlaufenhacke bestehen aus Deckenhacken, an denen man ansonsten Töpfe und dergleichen befestigt und die 'anitrutsch-ich-mach-mein-seidenkleid-nicht-kaputt' umfassung für meine Freundin habe ich direkt auf den Kleiderbügel gehäckelt.



23. Seepferdchen

Neeein, keine Lebendigen. Die würden bei meiner Katze auch gar nicht lange überleben. Ich meine kleine bunte Seepferdchen die wir mal gekauft haben, um sie an die Fenster zu kleben und die allem Anschein nach Fliegen und andere Insekten abhalten wollten. Nun wir haben knapp zwei Wochen später Fliegengitter montiert und wollten die Seepferdechen wegmachen.
Es ist zu bemerken, dass der Kleber an der Rückseite von den Dinger wirklich gut war...bzw ist. Selbst mit einer Klinge konnten wir die 4 Kleber nicht mehr lösen und haben uns nach etlichem Gefluche und Wutanfällen dazu entschieden mit Fingerfarben noch ein paar Luftblasen dazuzuzeichnen. Nun ist unser Fester im Schlafzimmer unser Aquarium und ich muss sagen, es ist äusserst Pflegeleicht. Unsere Pferdchen sind zwar meist recht langweilig und schweben nur so in der Luft herum aber dafür brauchen sie auch extrems wenig Futter.

*geht die Pferdchen füttern*



24. Lederambändchen

Ich mag Schmuck nicht, ausser wenn es um Lederarmbänder geht. Ich meine nicht diese nietenbesetzen Mordinstrumente mit denen überall hängen bleibt. Für mich sollten es klassische und einfach gehaltene Bänder, gerne auch geflochten, sein die man im Büro wie auch auf einem Festival tragen kann. So etwas zu finden ist meist nicht sonderlich einfach und so kommt es eigentlich meist soweit, dass, wenn wieder eines in die ewigen Ledergründe geht, was bei mir recht bald geschiet, ich zu meiner Freundin gehe und sie drum anbettle, dass sie die Gnade hätte, mit ein neues zu machen. Trotz allem Bastelwahn, den ich mein eigen nenne, habe ich es bis zum heutigen Tag noch nicht ferig gebracht einen anständigen Zopf zu flechten. Bevor auch nur halbwegs ein Muster zu erkennen wäre, bekomme ich entweder krampfartige Anfälle in den Fingern oder ich mach mir selbst nen Knopf in die Finger.



25. Haargummis

Also ganz offiziell gehören die Haargummis meiner Freundin. Aber insgeheim, ihr kennt mich ja nicht, da kann ich das ruhig sagen,trage ich zu hause meine Haare immer zum Zopf gebunden. Seit mir mal einer sagte, dass es unglaublich weibsch aussehen würde, mache ich einen Bogen drum, meine Haare in der Öffentlichkeit zusammenzubinden. Da stehe ich lieber mit Löwenmähne im Wind und fühle mich ein wenig wie Tarzan mit seinen Dreads...nurhalt ohne Dreads. xD
Wobei, ich möchte betonen, Haargummi ist nicht gleich Haargummi. Diese fiesen Dinger mit dem Verbindungsmetallstück verknoten sich auch in der kürzesten Zeit und reissen dir dann beinahe ein Loch in die Schädeldecke, wenn du sie ruckartig versuchst zu entfernen. Nicht selten habe ich zur Schere greifen müssen um mich aus diesem unbarmherzigen Klammergriff zu winden.



26. Drucker

Nun der Deskjet, der unter meinem Bett steht (platzmangel) sit nicht mehr gerade der Neuste, aber was soll ich machen? Ich hatte diese lauten Geräusche, die die neuen Drucker von sich geben. Das Piepen, Knarzen und Flittern. Das Stöhnen und Zittern.
Silent, wie ich meinen Drucker sinnvollerweise genannt habe, arbeitet so leise, dass nicht mal meine Katze aufwacht, wenn sie drauf liegt und ich etwas drucke. Ich geniesse es, wenn die Blätter rausgeschoben werden und nichts meine wohlverdiente Ruhe und Stille stöhrt.
Und ehrlich Leute, ich habe keine Ahnung, was ich mache, wenn das Ding irgendwann den Geist aufgibt.



27. Woody

Woody ist ein kleines Voodoo-Püppchen, welches meine Schwester vor nicht allzu langer Zeit angeschleppt hat. Sie hat ihm Shorts und ein Hemd angezogen und gesagt, dass wenn ich gemein zu ihr sei, sie dem Männchen eine Nadel in die Intimzone schieben würde.
Ok, es funktioniert schon mal nicht, denn schon einen Tag drauf, hat sie es aus einer Aufwallung an Zickentum versucht und...nix.
Dennoch sieht es leicht seltsam aus, wenn es so allein auf ihren Nachtschränkchen liegt und die Nadel griffbereit danebenliegt. Schon so manche (durchwegs unliebsame) Besucher mussten Schlucken, als meine Freundin ihnen den Grund für die Voodoo-Pupper erklärt hat. Für mich sieht sie dann immer ein wenig nach Bellatrix Black aus HP aus. O.o



28. Ordnerablagesystem

Naja, eigentlich ist das Ding im Schrank, aber mir gehen langsam die Dinge aus, die ich hier aufzählen könnte. Das Ordnerablagesystem wird von beiden Patrien genutzt. Es gibt Ordner für offene Rechnungen, bei denen wir uns eventuell um eine Mahnung oder Betreibung kümmern müssen, wenn wir das Geld irgendwann sehen wollen. Dann die Bezahlten von meinen Kunden. Im zweiten Ordner sind die Rechnungen abgelegt die wir bezahlt haben. Offene gibt es da nicht, da wir schauen, dass alles immer gleich bezahlt wird.
Im Dritten sind die offenen Aufträge für die zu restaurierenden Dinger, die ich noch schieben kann und nicht an ein zeitliches Limit gesetzt sind. Im vierten und letzten Ordner sind im Grunde nur die Fachzeitschriften mit den dazugehörigen Preislisten abgelegt.
Langweilig, ich weiss, aber Ordnung muss zumindest in den Geldangelegenheiten sein.



29. Kühlmittelzusatz

Ich hab mich umgeschaut, meine Zimmerhälfte ist...ein Abstelllager geworden. In einer Ecke habe ich doch glatt Kühlmittelzusatz gefunden. Aber ich frage mich ob es wirkich einer sein musste, der bis minus 30°C sein musste. Dass es hier mal unter Null fallen kann, ist sicher möglich, wenn auch selten. Aber ich glaube hier war es wohl noch nie kälter als minus 15°C und das war ein Rekordwinter von 1942.
Aber als ich an der Tanke war, muss mein Gehirn sich auf helvetisch umgestellt haben. Sicher, türlich, in der Schweiz ist das minus 30°C Zeug gang und gäbe, aber hier? Ich könnt mich hauen, dass ich für das Zeug so viel Geld rausgeschmissen und dann erst nach dem Nachfüllen den Aufkleber richtig gelesen habe.



30. Schnitzwerkzeug

Im Moment lagert das Schnitzwerkzeug ebenfalls unter meinem Bett. Und wieder einmal bin ich froh, dass wir ein hohes Bett haben, denn sonst wüsste ich nicht wo ich das ganze Zeug verstauen sollte.
Das Schnitzwerkzeug wartet nun schon beinahe drei Monate auf einen neuen Schliff und ich warte seit etwas drei Monaten auf die Motivation die mich zu dieser Plackerei antreibt.
Das Problem mit den nicht handelsüblichen Staufen ist, dass man es von hand Schleifen muss. Wenn man es durch eine Maschine lässt, verschwindet die Masserung und Riffelung schneller als man 'Superkalifragilistisch' sagen kann.



31. Piccostempel

Der Piccostempel war, zugegebenermassen, in einem Kinderüberraschungsei. Und ja, ich gebe es ja schon zu, ich liebe Kinderüberraschungseier.
Der Piccostempel ist Feuerrot und verteilt bei sachgemässer Handhabung überall rote Herzchen, sie weder schwul, noch süss aber unglaublich peinlich aussehen und deren Tinte erst nach gut einer Stunde trocken ist und sich dann mit keiner bekannten Chemikalie entfernen lässt.
Unsere Couch hat das gleich beim ersten Versuch miterleben müssen und ist seither wirklich _herz_allerliebst. ._.



32. Post-It

Ich denke, dass ich ohne meine Post-It gar nicht überlebensfähig bin. Von meinem Zimmer aus habe ich eigentlich in der ganzen Wohnung meine Zettelchen verteilt. Am Badezimmerspiegel klebt einer, damit ich meine Tabletten nehme. Am Kühlschrank ist einer, damit ich am Morgen nicht zu Milchprodukten greife. Doch die Meisten sind im Flur.
Bei der Garderobe klebt einer: 'Hast du die Laborschlüssel oder den Barschlüssel?'
Bei den Schuhen klebt einer: 'Hast du die Tasche mit den Wechselklamotten (Mo/Mi/Fr/Sa/So) oder die Sporttasche (Di/Do)???
Beim Spiegel kleben gleich zwei: 'Zähne geputz und Haare i.o.?' und 'Aktentasche steht unten!!! Mitnehmen!'
Und schlussendlich an der Tür selbst: 'Hast du dich verabschiedet?'

Nun, die meisten Zettel kann ich nur nickend bestätigen, aber den letzten... ich wandre eigentlich jeden Morgen noch einmal in die Küche um mich mit einem Kuss von meiner Freundin zu verabschieden.
Sie meint zwar immer, dass es unglaublich klischeehaft und schnulzig sei und dass sie nicht darauf bestehen würde, jeden Morgen abgebusselt zu werden, aber ich denke, genau solche Kleinigkeiten festigen eine Beziehung noch mehr.



33. Fotoalbum

Eines der wichtigsten Sachen in unserem Zimmer ist ganz klar das Fotoalbum. Zum Teil mussten wir zwar billige Ausdrucke aus dem Internet nehmen, weil wir schlichtweg keine originalen Fotos mehr von unseren Kollegen hatten, aber dennoch ist es schön anzusehen. Die ersten paar Seiten zeigen unsere frühere Heimat, welche sie im Grunde noch immer ist. Dann folgen Fotos unserer ehemaligen Schulkollegen, Freunden und zum Teil sogar Verwandten. Das Foto meines früheren Lehrmeisters ist mir dabei eins der Liebsten. Ich wollte im Grunde nur ein Foto als Erinnerung von der Bude schiessen, weil ich wusste, dass ich dort wegmusste, und genau in diesem Moment kam er fluchend und schreien hereingestürmt, weil er gesehen hatte, dass ich vergessen hatte die Farbeimer fest zu verschliessen und er diese, aus ungeschicklichkeit, umgeworfen hatte. Sein linkes Hosenbein ist auf dem Boden druchtränkt von einem herrlichen Himmelblau und sein Kopf dafür so rot wie ein Tomate.



34. Reiseführer

Dies ist eine Leidenschaft von meiner Freundin. Sie hat über dem Fenster mit den Seepferdchen ein schmales Sideboard montiert, auf dem sich nun die Reiseführer stapeln. Zum Teil sind es Führer für ein ganzes Land und zum Anderen nur für einzelne Städte. Links haben wir den, zugegebenerweise, kleinen Stapel von den Städten, die wir schon zusammen besucht haben. In der Mitte befinden sich die, welche wir uns noch vornehmen wollen und rechts dann die, welche einfach nur Interessant sind, aber weder sie noch mich reizen. Kasachstan ist auch vorhanden.
Und so wie die Reiseführer so stehen, würde ich meinen, dass meine Freundin vor hat dieses Jahr nach Rom zu gehen.^^



35. Mützen

Sie lagern im Schrank, im untersten Regal um genau zu sein. Es gibt nur ganz wenige, welche allein meiner Freundin gehören, oder wie würdet ihr reagieren, wenn ein junger, und ich möchte betonen, äusserst gutaussehender, Mann mit einer pinken Glitzermütze und Katzenohren rumlaufen würde. Ich bevorzuge da ganz klar den Panda mit dem grimmigen Gesichtsausdruck, wenn ich mich schon zu einem Tierchen machen muss.
Nein im Ernst, die meisten Mützen sind asexuell und werden von uns beiden getragen. Und wer jetzt meint: ' Ihhh, das ist doch voll eklig die Mütze von jemandem Anderen zu tragen!!!einself!!11!
Leute, ich schlafe mit der Frau, da kann ich doch wohl auch ihr Mütze tragen.



36. Katze

Ich weiss, im Grunde sollten hier Dinge aufgeführt werden und unsere Katze ist im Grunde ein Unding, aber dennoch scheint sie sich in unserem Schlagzimmer am Besten zu fühlen. Wann immer sie die Gelegenheit hat, verkriecht sie sich dorthin und platziert sich mit Vorliebe genau in der Mitte des Bettes...was verboten ist.
Weder ich, noch meine Freundin, haben sie je dort liegen sehen. Wann immer einer von uns hinaufgeht, 'schläft' das Vieh in seinem Körbchen. Aber man sieht die Delle in der Decke, man erkennt die feine Verteilung der Haare und wenn man die Hand draufhält, fühlt man noch die Nestwärme. Aber was soll man tun, wenn man sie nicht auf frischer Tat ertappt?
Wenn einer von euch eine Idee hat, kann er sie mir gerne mitteilen.^^



37. Spiegel

Der Spiegel in unserem Schlafzimmer wird von mir eigentlich gar nicht genutzt. Ich bin immer dafür, dass jeder halt so ist, wie er ist. Und basta.
Aber meine Freundin ist vermutlich noch kein einziges Mal aus dem Zimmer gegangen, ohne einen kurzen prüfenden Blick darin zu verschwenden.
Verschwenden, weil sie für mich sowieso die Schönste ist.
Aber entgegen den meisten anderen Frauen die ich kenne, vertrödelt sie dort keine Sekunde um, zum Beispiel eine Haarsträhne zu richten. Ich denke, es ist eher eine Angewohnheit und ich vermute, dass wenn ich sie fragen würde, ob ihr etwas spezielles aufgefallen wäre, sie mir nur mit einem 'Weiss nich' antworten würde.



38. Stadtkarte

Unsere Stadt ist relativ gross (höhö, Witz komm raus, schon mal eine kleine Stadt gesehen?)
Monatelang haben wir uns immer rumgequält, wenn wir etwas gesucht haben und hatten beide immer einen zerfledderten Stadtplan in der Tasche. Ich brauche im Grunde nur noch an manchen Wochenenden eine Orientierungshilfe, wenn ich wieder mal ein neues Viertel erkunden will, aber meine Freundin arbeitet an den unterschiedlichsten Orten und ist nur selten eine Woche ganz im Labor. Durch ihre Arbeit und meine nächtlichen Streifzüge sind wir zwar ziemlich 'Stadtsicher' geworden, aber dennoch hängt nun schon drei Monate ein ausführlicher Stadtplan an der Tür zum Flur.



39. Die verbotene Schublade

Ich habe meine Truhe und meine Freundin hat eine Schublade. Mit Vorhängeschloss. Von schlüpfrigen Dessous, die ich ja kennen sollte, bis hin zu Waffen oder Drogen, habe ich schon jede mögliche Vermutung zum Ausdruck gebracht. Auch dass die Schublade leer sein könnte und sie das Ding nur geheimhält um mich in den Wahnsinn zu treiben, habe ich schon gemutmasst.
Ehrlich, ich habe keine Ahnung, was in der Schublade ist, aber nachdem sie mir mal eine Standpauke gehalten hat, nachdem ich versuchte das Schloss zu knacken, habe ich es aufgegeben und akzeptiert.



40. Tiffanylampe (f)

Diese herzzerreissend, süssen, kitschigen, weibischen Lampen, die mit buntem Glas und allerlei Schnickschnack verziert sind, kennt doch beinahe jeder. Irgendwann hat meine bessere Hälfte so ein Teil auf dem Flohmarkt ersteigert und seither 'verschönert' sie einen Nachttisch. Wenn man nicht mindestens einmal in der Woche mit dem Staubwedel drüberfährt, kann man die Milben und Tierchen beinahe kriechen sehen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie das Teil nur dalässt, damit ich mich aufrege, denn ich hab das Teil noch nie brennen sehen. Eine Brine ist eingeschraubt, aber ich wollte, bei dem Versuch sie anzumachen, keinen Staubbrand provozieren.



41. Darth-Vader-Lichtschwert-Lampe (m)
Im Gegenzug zu der elenden Tiffanylampe habe ich aus dem Internet eine Darth-Vader-Lichtschwert-Lampe bestellt. Das Soundmodul, welches bei jedem Anknipsen ansprang habe ich jedoch schon nach einer Woche demontiert, weil ich selbst hätte kotzen können. Ich mag...was schreib ich da...ich liebe StarWars. Aber immerzu die Titelmelodie zu hören, wenn ich das Licht angemacht habe, wurde mir dann mit der Zeit auch zu viel. Allerdings muss ich sagen, ist meine Lampe um einiges sauberer als das elende Tiffanyding. Hochglanzoberfläche für den Kopf und Milchglas für das Lichtschwer erfordern nur ein feuchtes Tuch und schon ist alles für _mehrere_ Wochen blitzblank.



42. Staubwedel

Ich hätte beinahe meine beste Waffe vergessen. Mein -the one and only- Staubwedel. Ich bin kein Putzfanatiker, auch wenn andere das behaupten. Aber ich mag keine staubigen, stickigen, beengenden Räume. Wenn ein Zimmer oder auch nur der Flur überladen ist, wird rigoros geräumt, bis ich wieder platz zum Atmen habe. Eine Winzigkeit Platzangst ist sicher festzustellen, aber mit Fahrstühlen und dergleichen habe ich keine Probleme. Eher mit geschlossenen Zimmern, weil da überalle etwas rumsteht. Ich weiss, seltsam, aber ich weiss schon woher das kommt.



43. tote Pflanze 1

Chester, wie ich die fleischfressende Pflanze mal getauft hatte, ist schon vor ein paar Wochen eingegangen. Jedoch habe ich es erst gestern geschafft, mich von ihm zutrennen. So halbwegs. Nun steht Chester auf dem Fensterbrett und guckt tot in den Himmel. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass diese Art von Pflanze keinen Kalk mögen würde. Nun, wir müssen unser Wasser immer entkalken, wenn wir uns einen anständigen Kaffe brühen wollen.
Ruhe in Frieden kleiner Freund. Deine Tage waren schon gezählt, als ich dich das erste Mal gesehen hatte.



44. tote Pflanze 2

Bei der Orchidee bin ich unschuldig. Dies war das Wert der Missachtung ihres Durstverhaltens, seitens meiner Freundin. Sie hat das Teil von unserer Vermieterin bekommen und ja, ich musste zustimmen, dass sie scheisse aussah.
Über Wochen hat sie ihr nichts zu trinken gegeben, was der Orchidee ziemlich schnuppe war. Erst als sie statt Wasser, den Raumerfrischer auf die Blätter gesprüht hatte, sah man die ersten Krankheitsanzeichen. Auch ein Krankenbesuch unserer Vermieterin konnte dem langsamen Zerfall nicht aufhalten. Nun wird es nur noch ein paar Tage gehen, bis sie endlich in die ewigen Jagdgründe eingeht und wir sie guten Gewissens wegräumen können.



45. 'lebende' Pflanze

Nun, Grünzeug im Zimmer soll ja anscheinend gut sein, habe ich irgendwo gelesen. Jedoch muss gesagt werden, dass wir beide definitiv keinen grünen Daumen besitzen. Aber unsere einzige 'lebende' Pflanze gedeit prächtig. Die vollen, satten Blätter...die blassgelben Blüten mit den rot-orangenen Dolden...
Plastik ist was feines.



46. manchmal Hugo

Hugo ist klein, putzig, flauschig aber nur ab und zu in unserem Schlafzimmer vorzufinden.
Das kommt daher, dass Hugo das Lieblingsspielzeug unserer Katze ist. Im Grunde kann man davon ausgehen, dass dort wo unsere Katze ist, auch Hugo nicht schwer zu finden ist, denn sie schleppt den Armen einfach überallhin mit. Eigentlich sollte es wohl ein Hamster sein, aber er hat eher ähnlichkeit mit einem Eichhörnchen.



47. Gipsmasken

Beim Stöbern, nach neuen, interessanten, Dingen, die ich hier kurz vorstellen könnte, ist mir ein längst vergessener 'Schatz' in die Finger gekommen. Letzten Sommer hat meine Freundin an einem Kunstseminar teilgenommen...nun zumindest die ersten zwei Stunden hat sie absolviert und dann abgebrochen, weil sie anscheinend immer nur mit Klebefolie rumgespielt hätten.
Aber die Aufgabe nach der ersten Woche war, einen Gesichtsabdruck zu erstellen und ihn persönenspezifisch zu bemalen und dekorieren. Meine Mieze hat gleich zwei gemacht und schlichtweg ihr schwarz angemalt und meine Weiss belassen. Mit der Erklärung, die sie für die ungewöhnlich einfache Farbwahl hatte, bekam sie eine Bestnote.
Ich denke, ich werd die Masken irgendwo an einer Wand aufbewahren. Stil hätte es allemal.



48. Schädel-USB-Port

Das Schädelchen ist auf meiner Truhe deponiert und ist USB-Prt und Ascher zugleich. Da ein paar Geräte nur einen USB-Port besitzen um sie aufzuladen ist das so eine Art Allround-Ladestation, die ausgesprochen cool aussieht.
Zigaretten hat das Ding zwar noch nie gesehen, aber wann immer ich meinen Kopf nicht in den Wolken habe, schmeiss ich ein paar Süssigkeiten rein. Im Schlafzimmer zu rauchen würde ja sowas von nicht gehen.



49. Freundin

Etwa 1.58 m gross, Ausbuchtungen an den richtigen Stellen, Wuschelhaare, Lippen die zum Küssen einladen und Augen, in denen ich mich jeden Tag aufs Neue verlieren könnte.

Einen Charakter, den ich manchmal verfluche aber aus tiefstem Herzen liebe.
Humor, der Baumwolle pflücken gehen könnte.
Gerechtnigkeitssinn, der manchmal beinahe mühsam ist.
Tiefsinn, den ich zu jederzeit schätze.
Frohsinn, der mir auch in den dunkelsten Stunden ein Licht ist.
Leichtsinn, der mich oftmals unglaublich anmacht.
Wildheit, wodurch sie ihren Spitznamen 'Drache' bekommen hat.



50. Weltmacht mit drei Buchstaben: Ich

Das Beste kommt immer zum Schluss, oder?
Nun ich bin eigentlich...ja was bin ich eigentlich?

Eckdaten: männlich, 1.99m, mager, Wuschelhaare, Bart (weil zu faul zum Rasieren), aufgedreht

Ich bin nicht ein Mensch der vielen Worte, ziehe es lieber vor, alles aufzuschreiben. Ich steh auf alte Möbel und Ramsch, mache unheimlich gerne Cocktails (da Barkeeper) und lasse mich sozusagen jeden Tag mindestens eine Stunde von EBM zudröhnen.
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast