Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Cwideas

von Thainwyn
GeschichteAbenteuer, Drama / P16
Frodo OC (Own Character) Saruman
07.05.2014
07.08.2019
94
246.330
51
Alle Kapitel
227 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
06.11.2018 3.962
 
A/N: „Gasp! Thainwyn, ist das etwa ein neues Kapitel?!“
Ja. Ja, ist es, dem NaNo sei es gedankt, dass ich mich gezwungen habe, mich dranzusetzen und es fertig zu schreiben. Es tut mir sehr leid, dass ihr – was, fünf Monate? - hierauf warten musstet, aber jetzt habt ihr die gleiche Zeit mit Warten verbracht, die auch stuntfola im Orthanc verbringen musste. ^^ Regelmäßigkeit kann ich leider immer noch nicht versprechen, aber ich bemühe mich.
Ich bedanke mich erstaunt für insgesamt 196 Favoriteneinträge und 35 Empfehlungen! Dank auch an Pamplemousse und Súlime, die mir bei der Auswahl der Namen weitergeholfen haben. Und ein großes Dankeschön an meine Reviewer – ihr macht mich glücklich mit euren Überlegungen, Theorien und Aussagen! :)


83. Kapitel: Alte Freunde und Gemüse – ealdra wineas and ofet



Ich blinzelte den jungen Mann an. Er trug schlichte Kleidung in braunen Tönen gehalten, und irgendetwas zupfte an meinem Gehirn, dass er mir bekannt vorkam.
Er kannte mich; zumindest wusste er, wie ich hieß.
Hú is þæt?“, fragte Krähenfuß leise. „He cnaws þé?
„Anscheinend“, murmelte ich zurück, während mein Herz immer noch heftig klopfte von dem Schrecken, den ich über den Gedanken mit den Hobbits gehabt hatte. „Auch, wenn ich keine Ahnung habe, woher er dies tun sollte.“
Und in diesem Moment kam Leben in den Mann, und seine Hände ballten sich zu Fäusten, als er seinen – vor Wut beinahe schwelenden – Blick auf Krähenfuß richtete.
Ihr!“ knurrte er. „Ihr wagt es, Euch wieder hier blicken zu lassen? Wie kommt es, dass das Mädchen in solch einem Zustand ist? Ist auch dies Eure Schuld? Und wo ist ihr Großvater?“
Krähenfuß lehnte sich unwillkürlich bei dieser Flut an Fragen zurück, offensichtlich überrascht, dass der Mann ihn so vertraut ansprach.
Großvater? murmelte meine innere Stimme verwirrt, hielt dann jedoch inne. Oh, ich glaube, ich weiß -
Ic nacnáwe þé“, bemerkte der Strolch mit gerunzelter Stirn. „Ic hæbbe þé dón náþing.
Beinahe schnaubte ich. „Ich kenne dich nicht und habe dir nichts getan“? In anderem Zusammenhang wäre das sicherlich eine Lüge.
„Verspottet Ihr mich?“ fragte der Mann grimmig. „Sprecht Ihr mit Absicht Eure fremde Sprache, damit ich Euch nicht verstehe? Wo ist ihr Großvater, und weshalb ist sie verletzt?
Hinter ihm warfen die anderen Helfer ihm neugierige Blicke zu, und selbst unser Führer war auf seinem Weg aus der Tür stehengeblieben und hatte sich zu uns umgedreht.
Ich richtete mich auf, holte tief Luft. Ich musste versuchen, ihn zu beruhigen.
„Albert“, sprach ich ihn an, „das Blut ist nicht von mir.“
Gleich darauf unterdrückte ich ein halbes Kichern, ein Würgen. So etwas Ähnliches hatte Gríma damals gesagt. Ich spürte, dass Krähenfuß mich überrascht anstarrte, mehr jedoch konzentrierte ich mich auf das Gesicht des Mannes vor uns.
Seine Augen weiteten sich, er stieß bebend seinen Atem aus, was ein erleichtertes Seufzen oder auch ein ungläubiges Schnauben sein konnte. Dies zeigte mir aber zumindest, dass es tatsächlich Albert war; der Stallknecht, der Gríma und mich damals im Stall beherbergt hatte. Waren wir denn im gleichen Gasthof? Hatte Krähenfuß mich unbeabsichtigt wieder zu dem Ort gebracht, an dem ich vor zwei Monaten schon einmal gewesen war?
„Und das neben mir“, fügte ich hinzu und konnte nicht verhindern, dass mein Gesicht sich kurz zu einer Grimasse verzog, „ist übrigens auch nicht der Herr Folcwita. Albert? Lass mich dir Krähenfuß vorstellen, ein Freund von mir. Krähenfuß? Das da ist Albert. Ich weiß nicht, wie viel Gríma Euch von ihm erzählt hat und ob er das überhaupt getan hat. Das alles ist… etwas komplizierter.“
Albert sah nicht gänzlich überzeugt aus, doch zumindest seine Hände entspannten sich.
„Was ist mit dem Herrn Folcwita? Und deinem Großvater?“
Wieder unterdrückte ich ein verzweifeltes Lachen. Großvater. Saruman ist mein Großvater, natürlich.
„Sie sind beide tot.“
Ein Messer blitzte auf, und Sarumans Körper fiel und fiel und fiel und harte, kalte Kettenglieder drückten sich in meinen Hals, schnürten mir die Luft ab, jemand lachte, meine Hände krallten sich schmerzhaft an die Glieder, kratzen über meine eigene Haut, ich konnte nicht atmen, nicht atmennichtatmennichtatmen -
Ich merkte erst, dass ich die Augen geschlossen hatte, als ich sie wieder öffnen musste, um etwas zu sehen. Auf eine Weise war es schlimmer, jemandem davon zu erzählen, als nur daran zu denken. Eigentlich wäre es logischer, wenn es umgekehrt wäre, nicht wahr?
Albert sah nun vollkommen besorgt aus, doch ich lächelte ihm gezwungen zu.
„War nicht so schlimm“, sagte ich. „Es waren beides manipulative Bastarde.“
Nun schauten die Helfer beunruhigter in unsere Richtung, und ich fragte mich, wie klug das gewesen war, was ich gerade gesagt hatte.
Albert seufzte tief, nachdem er mich für einen langen Moment fassungslos angestarrt hatte. „Wir müssen noch einmal miteinander reden“, sagte er, „doch nicht jetzt, und am Besten allein. Ich habe zu tun.“
Mit diesen Worten drehte er sich um und ging zurück, um was für einer Arbeit er auch nachkommen musste, weiterzumachen.
Ich stieß meinen angehaltenen Atem aus und lehnte mich in die Felle zurück. Die Wärme machte mich müde, und vielleicht konnte ich ein wenig schlafen.
Krähenfuß schien etwas gegen diese Idee zu haben, denn er rüttelte mich am Arm.
Náslæp nú!“ zischte er. „Ic nagehage him. Hwý nagehage he mé and hwý þencest he ic éam an folcwita?
Ich seufzte tief auf. Musste ich jetzt Krähenfuß das alles noch einmal erklären?
Schlaf jetzt nicht ein! Ich mag ihn nicht. Was hat er gegen mich und weshalb denkt er, dass ich ein Ratgeber bin?
„Hat Gríma Euch nicht – nein, wohl eher nicht“, murmelte ich.
Und so erzählte ich ihm mit gedämpfter Stimme von dem damaligen Aufenthalt im Gasthof, als zwei der drei Mitglieder der Gruppe noch nicht wussten, dass dieser Weg sie in den Tod führen würde.


Danach grübelte Krähenfuß stumm vor sich hin, doch ich konnte nicht mehr schlafen. Also begnügte ich mich damit, dem Treiben in der Küche zuzusehen.
Der arme Mann am Abwasch kam nicht wirklich hinterher; immer wieder kamen neue Teller, Pfannen, Töpfe, die gespült werden mussten. Niemand schien so wirklich zur Ruhe zu kommen.
„Wasser!“ rief jemand, und ich erblickte Albert, der wortlos den nächststehenden Eimer griff und damit nach draußen lief.
Ich rutschte unruhig ein wenig hin und her. Als Albert das nächste Mal an uns vorbeikam, sammelte ich meinen Mut und richtete mich ein wenig auf.
„Albert?“ fragte ich. „Kann… können wir irgendwie helfen?“
Du machst gar nichts!“, fauchte er mich an, und unwillkürlich zuckte ich vor ihm zurück. „Du ruhst dich aus; in deinem Zustand solltest du nichts tun! Und dein Begleiter auch“, fügte er widerwillig hinzu.
Ich bin nur etwas erschöpft, nicht schwanger! protestierte meine innere Stimme lauthals, und Krähenfuß gab ein leises, aber dennoch verächtliches Schnauben von sich.
„Seit wann untersteht dir der Befehl der Küche?“ fragte einer der Arbeiter. Es war derjenige am Schneidebrett; er hatte kurz den Kopf gewandt, um Albert anschauen zu können. Sein Haar war glatter als Alberts, und von einem helleren Braun. „Wenn sie helfen möchte, dann lasse sie helfen. Ich oder Torold würden, denke ich, eine Pause oder zumindest ein zusätzliches Paar Hände begrüßen.“
Albert schwieg, und der Mann am Schneidebrett hackte weiter auf das Gemüse ein, hielt dann inne und grinste mir zu.
„Oder befürchtest du, dass sie so verhungert ist, dass sie den Lauch eher essen als schneiden würde?“
Ich lächelte schwach zurück und schüttelte den Kopf – die Brühe, die wir gehabt hatten, hielt ein wenig vor, und der allgemeine Geruch des warmen Essens verursachte mir eher eine leichte Übelkeit.
„Sie ist geschwächt“ protestierte Albert, „und sollte sich ausruhen!“
„Sie hat gerade gefragt, ob sie helfen kann“, bemerkte der Schneidebrettmann und zuckte mit den Schultern, während er ein zweites Messer vom Tisch nahm und einige Pilze und Gemüse auf dem Brett anordnete. „Ich sehe kein Problem darin, es sie versuchen zu lassen – es wird unsere Arbeit nur erleichtern.“
„Ähm -“, begann ich, um anzumerken, dass ich auch noch da war, wurde jedoch von Albert unterbrochen, der den Schneidebrettmann nun zornig anstarrte.
„Und was wird der Herr Schlüsselblum dazu sagen?“
„Der Herr Schlüsselblum weiß noch nicht einmal, dass wir sie hier aufgenommen haben“, mischte sich der Mann in weißer Schürze in das Gespräch ein. „Jemand wird ihm davon berichten müssen.“ Er machte eine kurze Pause und warf Albert einen deutlichen Blick zu. „Weshalb machst du das nicht, Albert? Du hast uns die Gesellschaft hier eingebrockt, du darfst die Suppe auch wieder auslöffeln.“
Der Knecht (oder Küchenhelfer?) sah so aus, als ob er widersprechen wollte. Dann jedoch warf er mir einen schnellen Blick zu, seufzte tief und verließ vor sich hin murmelnd die Küche.

Mit einem Anflug von schlechtem Gewissen blickte ich ihm nach, als sich der Schneidebrettmann zu mir gesellte. Krähenfuß runzelte die Stirn, regte sich jedoch nicht weiter, als der Küchenhelfer mir das Brett unter die Nase hielt.
„Hier“, sagte er mit einem freundlicheren Lächeln. „Du kannst das alles hier schneiden, wenn du magst. Warte, ich bringe dir noch einen Topf, in den du das alles hineintun kannst.“
Und mit diesen Worten verschwand er, mich mit dem heillos überladenen Brett zurücklassend, auf dem auch noch das Messer balancierte.
Krähenfuß schnappte mir dankenswerterweise das Messer weg, ehe es herunterfallen konnte, und dann kam der Schneidebrettmann auch schon mit dem Topf zurück.
„Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt“, sagte er und streckte mir die Hand hin, nachdem er den Topf vor mich auf den Boden gestellt hatte. „Mein Name lautet Gerwin.“
„Äh, freut mich, Gerwin.“ Ich schüttelte ihm die Hand. Sein Griff war fest und etwas rau, was aber vielleicht am Gemüse liegen mochte. „Mein Name lautet stuntfola, und das neben mir ist Krähenfuß.“
„Habe ich mitbekommen.“ Gerwin schüttelte auch Krähenfuß die Hand und bemühte sich, nicht das Gesicht zu verziehen, als der Strolch anscheinend etwas zu fest zupackte. „Seid auch Ihr gegrüßt, Herr Krähenfuß.“
Der Strolch zog nur den einen Mundwinkel hoch und nickte. Anscheinend war er nicht gerade amüsiert darüber, jetzt auch noch von Fremden mit Krähenfuß angesprochen zu werden.
Bei Gelegenheit würde ich mich bei ihm entschuldigen.
Ich streckte die Hand aus, nachdem ich den Lauch auf meinem Brett angeordnet hatte, und er gab mir das Messer zurück.
Naceorfe þé self.
Ich schauderte, hielt inne und starrte nur das Messer in meiner Hand an. Schneide dich nicht, hatte Krähenfuß gesagt, aber für einen Augenblick hatte ich wieder daran denken müssen, wie es sich anfühlte, zu schneiden. Wie sich das Messer in lebendes Fleisch bohrte, wie es auf zähen Widerstand stieß.
„Werde ich schon nicht“, murmelte ich zurück, holte tief Luft und wandte mich dem Brett zu. Ich schob den Lauch noch einmal zurecht und begann dann, ihn in dünne Scheiben zu schneiden.
Gerwin musterte den Strolch neugierig, wandte dann den Blick mir zu. „Woher kommt ihr? Stuntfola ist ein merkwürdiger Name.“ Ehe ich jedoch antworten konnte, sprach er Krähenfuß direkt an. „Und weshalb sprecht Ihr nicht die Gemeine Sprache?“
Für einen Moment blinzelte Krähenfuß verblüfft, dann verzog er das Gesicht und zuckte in einer merkwürdig hilflosen Geste mit den Schultern, während er den Kopf schüttelte.
Ic náwa þys leornigaþ“, gab er leise zu. „Hit náwa wæs níedþearflíc. Niht in þá Mearce and niht for ús.
Gerwin wandte sich wieder mir zu, doch ich brauchte einen Moment, um zu verdauen, was Krähenfuß da gesagt hatte.
Ich habe dies nie gelernt. Es war nie nötig: Nicht in der Mark und nicht für uns.
Das stimmte mit den Erfahrungen überein, die ich ganz am Anfang meiner Reise gemacht hatte; als Folcwita eben nur Folcwita und etwas wirr im Kopf gewesen war. Als Folcwita sich noch nicht in eine Romanfigur verwandelt hatte, die mich auf einen Hungermarsch mitschleifte.
„Er hat die Gemeine Sprache nie gelernt“, erklärte ich schließlich etwas stockend. „In Rohan – dem Land, aus dem wir stammen – wird meist nur die Muttersprache gesprochen, da es nicht nötig ist, Westron zu lernen. Es gibt nicht so viel Handel über die Grenzen hinweg, außer natürlich nach Gondor. Ansonsten ist das Land sehr groß und weit und grenzt an drei von vier Seiten an Niemandsland.“
Was die Invasion von Saruman und Sauron natürlich umso leichter gemacht hat, und eigentlich wäre es einfach gewesen, Rohan zu überrennen. Eorl war schon klug, sich damals Gondor als Verbündeten zu suchen. Militärisch ergänzen sie einander recht gut, sofern ich das einschätzen kann – und wenn man bedenkt, wie gut die Eorlingas auf den Pelennor-Feldern aufgeräumt haben.
Gerwin wirkte nachdenklich. „Und was hat euch hierher verschlagen, wenn mir die Frage erlaubt ist?“
Krähenfuß und ich blickten uns an. Was sollte man jemandem erzählen, der diesen Terror nicht mit durchgemacht hatte? Was sollten wir jemandem sagen, der von Sarumans Einfluss nur wenig mitbekommen hatte, und der dies womöglich nicht verstehen würde?
Der Strolch zuckte kaum merklich mit den Schultern, zog die Augenbrauen nach oben und ruckte ein wenig mit dem Kopf – was ich als „erzähl ihm die einfachste Variante, der Rest ist egal“ interpretierte.
Ich nickte als Zeichen, dass ich verstanden hatte, und wandte mich wieder Gerwin zu, holte tief Luft.
„Wir sind lange Zeit in einer nicht wirklich angenehmen Gesellschaft gewesen, die uns weit fort geführt hat, und… nun, jetzt sind wir wieder auf dem Heimweg.“
Gerwin runzelte die Stirn, und ich warf Krähenfuß einen kurzen Blick zu.
Und einen Moment später noch einmal.
Der Strolch hatte nämlich die Augen verdreht und das Gesicht in den Händen vergraben.
„Was ist los?“ fragte ich sofort, doch der Strolch stöhnte nur und winkte ab. Ich war mir sehr bewusst, dass Gerwin immer noch vor uns saß, doch sein Blick war besorgt geworden.
„Ich hole ein Tuch und Wasser“, sagte er schnell, stutzte dann. „Oder vielleicht besser gleich einen Eimer...“ Und mit diesen Worten erhob er sich und eilte durch die Küche hindurch.
Ich rückte ein Stück näher an den Strolch heran, hörte am Rande, wie jemand Gerwin etwas von wegen „Eimer“ zurief, und zupfte den blonden Mann am Ärmel.
„Was ist los? Geht es Euch nicht gut? Gerwin holt einen Eimer, oder vielleicht sollten wir rausgehen, da ist die Luft nicht so drückend...“
War die Suppe nicht gut gewesen, oder spürte er jetzt nur die gleiche Übelkeit wie ich vorhin?
“, knurrte Krähenfuß und hob den Kopf, um mich anzusehen. Sein Gesichtsausdruck war eine merkwürdige Mischung aus Verzweiflung und… Genervtheit?
Unsicher wich ich ein wenig zurück. Noch nie zuvor hatte ich ihn so gesehen.
Þú eart an dwæs, stuntfola“, stöhnte er auf. „Hwý hæfdest þú him tellan þæt? Wæs min natelle him áht stunt swá earfeþe to undergíetan?
Ich blinzelte, während mein Gehirn den Satz übersetzte. Und dann platzte ein Lachen aus mir heraus – ein Lachen aus purer Erleichterung, dass es ihm gut ging, dass ich mir keine Sorgen um ihn machen musste, dass das alles nur ein Missverständnis war.
Du bist eine Närrin. Weshalb hast du ihm das erzählt? War mein Erzähl‘ ihm bloß nichts Blödes so schwierig zu verstehen?
Krähenfuß schien verwirrt über meine plötzliche Heiterkeit.
Ich grinste ihm breit zu, um ihm zu bedeuten, dass alles gut war. Ich war selbst ein wenig überrascht, aber es tat gut, als Närrin bezeichnet zu werden: Krähenfuß nahm in diesem Moment keine Rücksicht auf mich. Krähenfuß wollte mich nicht beschützen und sagte mir durch die Blume hindurch, dass ich zu schwach war, um irgendetwas zu tun.
Krähenfuß war einfach… Krähenfuß: Sagte freiheraus, was er dachte. Es war merkwürdig, zu realisieren, dass ich diese „alte“ Version von ihm vermisst hatte. Vor Allem, wenn man bedachte, wie viel Angst und Ekel ich damals vor ihm gehabt hatte.
Aber manchmal stellten sich Personen als nicht das heraus, was sie zu sein schienen, und Krähenfuß hatte mich sicher hierher gebracht.
Wir waren hier sicher, und es gab Hoffnung, auch, wenn ich natürlich nicht wusste, ob wir hier bleiben konnten, um uns zu erholen.
Ich würde wieder nach Hause kommen.


tbc…



@Elenor-Rohir: Ja, wie auch schon geschrieben – ich bin mir mittlerweile noch nicht einmal sicher, ob ich das alles in 100 Kapiteln schaffe, wenn ich mir so anschaue, dass das Tempo doch wieder sehr rausgegangen ist.
Ich danke vielmals für das Lob – der Realismus war etwas, das mir persönlich auch wichtig war. Natürlich mache ich mich gerne über mich selbst lustig, wenn ich im Nachhinein bemerke, dass ich Sachen vergessen habe, die die Stimmung besser hätten beschreiben können oder ganz einfach realistischer gewesen wären – sie sind im August, September, Oktober unterwegs, und währenddessen soll es kein einziges Mal gestürmt haben? Kein einziges Mal geregnet? :D
Ich freue mich sehr, dass dir das Altenglische gefällt (wie gut, dass stuntfola jetzt mit Krähenfuß unterwegs ist) und dass mir das Einbinden der Übersetzungen gut gelungen ist.
Deine Idee klingt interessant – vor Allem, wenn man bedenkt, dass die ganzen Charaktere sich dann verrenken müssen, um den Protagonisten davon abzuhalten, in den eigenen Tod zu rennen. Hätte sicherlich viel Situationskomik. ^^ Ah. Da hast du mich erwischt. Gríma und Saruman sollten eigentlich nicht die Lieblingscharaktere von stuntfola sein (das wäre wohl eher Théoden, wenn ich mir das so anschaue), aber auf der anderen Seite macht das genaue Wissen über den Pfad von Saruman und Gríma natürlich keinen Sinn. Noch ein Plothole.
Uund noch ein Plothole ist natürlich, dass Saruman stuntfola nicht mehr über ihr Wissen ausgequetscht hat, aber ich würde ihm zutrauen, dass er sich ganz einfach zu wenig dafür interessiert hat. ^^“ Es freut mich sehr, dass du dir tatsächlich Grímas Überleben gewünscht hast, auch, wenn ich zugeben muss, dass ich ganz froh bin, dass er tot ist – sein Einfluss ist doch ziemlich schädlich für die arme stuntfola gewesen.
Interessant finde ich, dass du Krähenfuß schon von Anfang an sympathisch fandest – nicht von mir beabsichtigt, aber deine Vermutung hat sich dann ja als richtig herausgestellt. ;) Ja, als Gríma aus der Hütte ging, stand er ziemlich unter Schock – ich meine, man bekommt nicht alle Tage erzählt, dass man eigentlich nur eine Romanfigur ist und außerdem noch bald sterben wird.
Haha, du darfst natürlich sehr gerne zu jedem einzelnen Kapitel ein Review schreiben, es würde mich freuen, aber ich verstehe auch, dass man erst einmal die Zeit dazu finden muss. Ah, das mit dem Essen ist auch so eine Sache – ich habe stuntfolas Zustand noch sehr harmlos beschrieben, wenn man bedenkt, wie oft ich selbst in den letzten Monaten umgekippt bin. :D Die Idee mit Sarumans unendlichem Brotvorrat finde ich super, hätte er mal machen müssen. ^^ Und was aus Albert und ihr wird… ich schätze, da besteht erst einmal ganz großer Klärungsbedarf.
Ich danke vielmals für dein Review und die Empfehlung!

@Pamplemousse: Es gibt einen Grund, weshalb die Strolche ihr den Rucksack weggenommen haben – erstens sind die auch ausgehungert, und zweitens mussten sie ohne Essen am Gasthof ankommen, damit sie aufgenommen werden konnten. Wobei ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass Fréareth sie angreifen würde.
Ich gebe zu, dass ich selbst ein wenig stolz auf stuntfola bin, dass sie sich selbst nicht erlaubt, aufzugeben. Und Krähenfuß… ich rede mir gerne ein, dass Krähenfuß einen besseren Einblick hat, wie, äh… deutsches Wort? „dire“ ihre Situation wirklich ist. Er weiß, dass sie beide wirklich gerade am Verhungern sind, und dass sie Hilfe brauchen.
*hust* Tut mir Leid; ich habe mir mal wieder eher weniger Gedanken darüber gemacht, was das „sonnengebräunt“ impliziert, und dass es ja mitten im Winter ist. Ich glaube, vielleicht habe ich „ledrig“ mit „sonnengebräunt“ verwechselt, oder ganz einfach eine etwas dunklere Hautfarbe.
Ich finde es interessant, dass stuntfola in diesem Moment so gar nicht an die Ratgeberkette denkt – zeigt vielleicht auch, dass sie so entschlossen ist, sie abzuliefern, dass andere Gedanken dazu gar nicht möglich sind.
Freut mich, dass dir gefällt, dass Fréareths Blut sie gerettet hat – ich habe tatsächlich auf diese „ironischer Zufall“ - Situation abgezielt, weil ich es mag. Und weil ich ein wenig am Verzweifeln war, wie sie denn nun doch eingelassen werden konnten, nachdem der Typ ihnen die Tür vor der Nase zugeschlagen hatte, und dann fiel mir dankenswerterweise wieder das Blut ein. :D
Oh, Krähenfuß versteht die Gemeine Sprache (wie sonst sollte er sich mit stuntfola unterhalten können?), und durch sein Zögern hatte ich eher das Gefühl, dass er ganz einfach misstrauisch ist. Zu dem Gestalten: Albert hatte damals schließlich erzählt, dass die Strolche schon am Gasthof vorbeigekommen sind, nur wusste stuntfola nicht, dass es die Strolche waren.
Hehe, ja, es ist DER Albert. :D Mir war schon damals klar, dass die beiden sich wiedersehen würden – wenn auch, um die Entwicklung aufzuzeigen, die stuntfola durchlaufen ist und den Kontrast, wie sehr sie sich verändert hat. ^^
Ha, danke nicht mir, danke Súlime, die für mich zusätzlich noch recherchiert hat. ^^“ Zur Frage, weshalb ausgerechnet die Küche: Es ist dort warm, sie stören nicht irgendwelche Gäste und es ist verhältnismäßig sauber. Und Essen gibt es dort auch noch.
Oh, sie sind schon in dem gleichen Gasthof, aber stuntfola ist in der letzten Zeit nicht sonderlich… aufmerksam gewesen, und selbst, wenn, wäre es ihr in dem Moment wohl egal – sie sind am Verhungern. Da priorisiert man Dinge anders. ^^
Vielen Dank für dein Review! :)

@-whisper-: Es freut mich immer sehr, wenn man mir mitteilt, dass man meine Geschichte mag – vor Allem wegen der merkwürdigen Charakterzusammenstellung.
Haha, die Toilettengänge waren mir wichtig – stuntfola kommt aus unserer Welt und ist dementsprechend einen gewissen Luxus gewöhnt, was sanitäre Einrichtungen angeht. Da ist es ein ziemlicher Kontrast, auf einmal in den Wald pinkeln zu müssen. ^^
Es freut mich auch sehr, dass stuntfolas Charakter nachvollziehbar ist und dass man sich mit ihr identifizieren kann. Da hat es sich gelohnt, einen dreiviertel-Self-Insert zu erschaffen. :D
Auch freut es mich, dass dir die anderen Charaktere gefallen (ach ja, was wäre Saruman auch ohne seinen verletzten Stolz und seinen Spott, für den ich ihn so liebe und gleichzeitig hasse?), auch, wenn ich etwas überrascht bin, dass du Merry erwähnst. Im Nachhinein bin ich mir nicht ganz sicher, dass ich seine Charakterisierung so gut getroffen habe, aber gut. Und Gríma, wegen dem ich diese Geschichte ja überhaupt geschrieben habe… ich höre aus deinem Review heraus, dass es mir gelungen ist, auch ihn dreidimensional zu zeichnen, und das ist für mich ein großes Lob.
Die Integration des Altenglischen kam aber auch erst mit der Zeit, muss ich zugeben. Anfangs war das noch sehr „Altenglischer Satz – sofort danach die Übersetzung“. Danke hier an meine Reviewer, die mich darauf aufmerksam gemacht haben, dass es auch anders eleganter geht. Und es freut mich sehr, dass dir das Altenglische gefällt. ^^
Vielen Dank für dein Review! :)

@EruanMithrandir: Es ist ein ziemliches Lob, dass meine Geschichte die Beste sein soll, die du bisher gelesen hast. Ich bin etwas überrumpelt von dem Lob.
Es freut mich, zu hören, dass du „meinen“ Gríma magst, auch, wenn das nicht ganz ungefährlich ist. Ja, ich wollte mit dieser Gecshichte Sympathie für ihn wecken, aber dabei auch nicht außer Acht lassen, dass er ziemlich viel Mist gebaut hat, um sich selbst zu bereichern. Im Grunde hat er erst stuntfola geholfen, weil sie ihn an seine Halbschwester erinnert hat, dann, weil er dachte, er könnte sie benutzen, und schließlich, weil er ganz einfach Angst vor ihrem Wissen hatte und so jemanden nicht frei herumlaufen lassen konnte. :D
Krähenfuß ist nochmal besonders in der Hinsicht, aber im Grunde möchte auch er wohl einfach nur nach Hause, und das liegt, gewissermaßen, auf dem Weg. ^^
Ah, vielen Dank für den Verbesserungsvorschlag – werde ich ändern. (Oder auch nicht, dann kann ich bei jedem Durchlesen erneut darüber lachen, wie blöd ich damals war. ^^‘) Da sieht man, was daraus kommt, einfach von anderen Autoren abzuschreiben und nicht selbst zu recherchieren. Oje, das klingt nach einem äußerst nettem Pferd, welches du da hast. ^^
Pferde sind allgemein nicht meine Stärke; es gibt Schreiber, die Pferden sehr viel mehr Charakter einhauchen können als ich. *hust*Pamplemousse*hust*
Stimmt, an die Stelle erinnere ich mich sogar ziemlich gut. Danke nochmal, und wie schon gesagt: Bei eventuellen Pferdefragen werde ich auf dich zurückkommen. ^^
Und vielen Dank für dein Review! :)
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast