Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Cwideas

von Thainwyn
GeschichteAbenteuer, Drama / P16
Frodo OC (Own Character) Saruman
07.05.2014
07.08.2019
94
246.330
51
Alle Kapitel
227 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
09.09.2015 2.999
 
A/N: Ich bedanke mich halb quietschend vor Begeisterung für 136 Favoriteneinträge! ^^ Es bedeutet mir viel, dass diese Geschichte mit ihren halb kaputten Charakteren Anklang findet! :)
(Ha-ha, und ich sagte, ich wollte noch ein bisschen warten mit diesem Kapitel... du darfst gerne lachen, wenn du das liest, Pamplemousse.) Zudem sind stuntfolas Gedankengänge hier etwas sprunghaft.



55. Kapitel: Glaube nicht, dass du mich kennst! – Náliefe þæt þú cnáwest mé!



Der Griff des Ratgebers lockerte sich, und ich sank zitternd zusammen. Grímas Gesicht war so weiß geworden, dass ich für einen Moment befürchtete, er würde ohnmächtig werden.
Ácwelan?“ wisperte er.
Der Klang des Wortes Sterben schien nachzuhallen; schien die Stille zwischen uns auszufüllen und sie zu vergiften. Ich konnte mich nicht rühren, konnte nur entsetzt diese plötzliche Veränderung beobachten, die mit dem Ratgeber vorgegangen war. Sein Blick suchte verzweifelt nach einer Bestätigung; einer Bestätigung, dass meine Worte nur ein Scherz waren, eine Lüge, ausgesprochen auf Sarumans Geheiß oder aufgrund einer makaberen Anwandlung heraus.
Doch ich bin schlecht im Lügen. Er hat mir dies oft genug gesagt, dass man leicht in meinem Gesicht lesen kann, und dort sah er wohl auch die bittere Wahrheit.
Für einen Moment starrte er mich an, ein letzte, flehende Bitte, dass ich anfangen würde, zu lachen, dass ich meine Worte zurücknehmen würde; doch ich selbst war zu entsetzt, das Ende ausgesprochen zu haben, als dass ich irgendetwas hätte tun können.
Schließlich erhob er sich taumelnd, unsicher, ging zur Tür und verschwand dahinter. Holz prallte klappernd auf Holz, und erst da erwachte ich aus meiner Starre.
Ich schnappte nach Luft und streckte instinktiv die Hand nach der Tür aus, als wollte ich ihn vom Gehen abhalten, doch dort regte sich nichts mehr, und ich sank wieder in mich zusammen, biss mir auf die Lippe. Was für Folgen hatte dies nun? Wie würde er reagieren, wenn er wiederkam – sollte er überhaupt wiederkommen? Was, wenn ich nun durch meine Worte die ganze Handlung umgeändert hätte? Was wäre, wenn er so sehr durch Sarumans Stimme beeinflusst wurde, dass er nun direkt zu ihm lief?
Was wäre, wenn er sich jetzt schon umbringen würde?
Da wäre er zu feige zu, brummte meine Stimme. Er würde sich niemals selbst das Leben nehmen. Außerdem hat er nichts, womit er sich umbringen könnte.
Seufzend lehnte ich mich wieder gegen die Bretterwand, zog meine Knie an und schlang meine Arme darum; versuchte, die noch hektisch flatternde Nervosität in mir zu beruhigen.
Mir blieb nichts anderes übrig, als zu warten. Entweder würde er irgendwann wieder auftauchen – oder auch nicht. Sicherlich würde Saruman dann kommen, um mich zu fragen, was dies zu bedeuten hätte, und dann würde ich auch ihm erzählen, dass er sterben würde.
Der Zauberer würde sicherlich spöttisch, ungläubig reagieren. Er würde mich noch mehr ausfragen, würde es wahrscheinlich ebenso wenig wahrhaben wollen, würde vielleicht denken, ich würde ihn belügen.
Niemand lügt Saruman dem Weißen in das Gesicht und kommt ungestraft davon!
Ich schauderte. Und was würde Saruman mit mir tun, wenn er keinen weiteren Nutzen für mich hatte? Wenn ich ihm alles gesagt hatte, was ich wusste? Würde er mich umbringen? Oder würde er mich zusehen lassen, wie er das Auenland gänzlich zerstörte?
Meine Wangen waren noch nass von meinen Tränen, und ich unterdrückte ein erneutes, zittriges Schluchzen und wischte mir über das Gesicht. Ich habe das alles nicht gewollt, verdammt! Ich habe nicht hierher gewollt; ich wollte niemals hierher!
Jammern nützt dir nichts mehr, dummes Fohlen, bemerkte meine innere Stimme trocken. Der Schaden ist angerichtet, und jetzt kannst du nur darauf warten, wie die Konsequenzen deines Handelns sich ausspielen werden. Schreibe lieber schon mal dein Testament.
Und dann brach ich vollends zusammen.

Im Nachhinein weiß ich nicht mehr recht, ob ich in diesen Minuten? Stunden? Tagen? vor Verzweiflung geweint oder gelacht hatte – dies verschwimmt in meiner Erinnerung, wird zu einer Mischung aus Beidem. Ein zufällig Vorbeikommender hätte mich wohl für wahnsinnig gehalten, und auch ich zweifelte an meinem Verstand – daran, wie ich das alles heil überstehen sollte. Gab es denn überhaupt noch irgendeine Hoffnung, dass das nicht alles außer Kontrolle laufen würde? Gab es denn überhaupt noch einen Weg zurück in meine eigene Welt?
Doch es kam niemand, der mich hätte sehen, hören können, und irgendwann versiegte auch der Anfall. Nach Luft ringend lag ich erschöpft auf dem Rücken auf dem kalten Boden, starrte an die Decke hinauf.
Ich könnte mich immer noch selbst töten, wenn alles schief läuft, dachte ich nüchtern. Er hat mir sein Messer gegeben.
Ich hatte mich gerade aufgerichtet und nach der Klinge getastet, als sich die Tür öffnete und Gríma eintrat. Vor Schreck zuckte ich zusammen, meine Hand rutschte ab und prallte hart auf den halb gefrorenen Boden.
Der Ratgeber warf mir einen kurzen Blick aus seinem immer noch schrecklich weißen Gesicht zu und trat dann in seine Ecke, ließ sich auf dem Boden nieder. Für eine Weile herrschte Schweigen, da ich nicht wagte, etwas zu sagen.
„Ich sollte dir nicht glauben“ sagte er schließlich leise. „Ich sollte dir kein Wort glauben und mich dem Herrn Saruman widersetzen, denn ich weiß nicht, ob ich es noch aushalte, mit dir zusammen in einem Raum zu sein. Doch er sagte mir, dass ich bleiben solle, und dies muss ich tun.“
Ich zuckte zusammen. „Saruman?“ flüsterte ich entsetzt. „Ihr habt – Ihr habt Saruman -“
Nátirge, stuntfola. Ich habe ihm nichts über dein Wissen erzählt; vorausgesetzt, er weiß es selbst nicht schon.“ Und dann gab er ein bitteres, halb glucksendes Geräusch von sich. „Ich hätte ihm auch nicht viel berichten können, da mir sowohl die Zeit als auch der Ort fehlt. Obwohl ich fürchte, dass ich dies gar nicht wissen will.“
Ich hörte die Lüge. Er ist nicht jemand, der blindlings in sein eigenes Verderben laufen würde. Er fürchtet sich davor. Doch ich konnte es ihm nicht sagen, denn dann hätte er es gewusst und womöglich anders gehandelt.
Doch wollte ich das nicht? Hatte ich mir nicht gesagt, dass ich bereit wäre, die Handlung zu ändern, nur, damit er nicht sterben sollte?
„Ihr – Ihr müsst nicht sterben!“ sprudelte es verzweifelt aus mir heraus, ich lehnte mich vor, wie um ihn besser im Blick zu behalten und schlang die Arme um meinen Oberkörper. „Ich meine – das steht im Buch, aber wenn ich das verhindern kann, dann werde ich das tun! Ihr – das ist schließlich nur – Ihr – Ihr dürft nicht - !“
Er schnaubt leise, hob den Kopf und betrachtete mich für einen Moment. „Ich darf nicht?“ fragte er beinahe spöttisch. „Du wirst wohl die Einzige sein, die dieser Meinung ist.“
Ich biss für einen Moment die Zähne zusammen. Flackerte da etwas in seinen Augen? War da ein Funken Angst zu sehen? Ein Funken Hoffnung, dass ich seinen Tod abwenden konnte?
„Ihr dürft nicht sterben“, brachte ich hervor. „Was soll ich... was soll ich denn sonst tun?“
Darauf schien der Ratgeber keine Antwort zu haben, denn er schwieg lange Zeit.

„Manchmal“, sagte er auf einmal leise und wie zu sich selbst, und ein halbes Lachen entwich ihm, „manchmal erinnerst du mich an Céne.“
Einen Moment lang wusste ich nicht, von wem er sprach. „Céne?“ wiederholte ich langsam. Ich kannte diesen Namen irgendwoher, hatte ihn schon einmal gehört.
Du hattest mich bei Créofan ebenfalls nach dem Wort gál gefragt, und nun wundere ich mich auch nicht mehr darüber, dass dir gerade dieses Wort aufgefallen ist – schließlich trug mein Vater einst den Namen Gálmód. Und von ihm kommt auch die Schwester. Céne ist ihr Name.
Das heißt, du weißt nicht alles über mich. Du weißt nur einiges, grob umrissen, wie die Handlung eines Buches.
Ich schnappte nach Luft, als mir das Licht aufging. „Eure Schwester?Weshalb erinnere ich Euch an Eure Schwester?
„Halbschwester“, berichtigte er, beinahe abwesend. „Du siehst ihr nicht wirklich ähnlich, denn sie hatte blondes Haar, doch manchmal... in manch seltenen Momenten habe ich schon ihr Wesen in dir gesehen, stuntfola. Wenngleich du dich die meiste Zeit doch sehr anders als sie verhältst.
Ein Schauder lief mir über den Rücken, der nichts mit der Kälte zu tun hatte. Weshalb sprach er nun auf einmal von seiner Schwester; davon, dass ich ihr ähnlich sein würde? Das war ja beinahe noch schlimmer, als mit Éowyn verglichen zu werden!
Und in mir dämmerte langsam ein Verstehen. „Habt Ihr... habt Ihr mich deshalb mitgenommen?“ fragte ich langsam. „Weil ich Euch an sie erinnert habe? Das heißt also, dass Ihr... dass Ihr mich gar nicht angelogen habt, als Ihr damals von ihr gesprochen habt?“ Die letzten Worte rutschten mir heraus, ohne, dass ich sie hätte sagen wollen, und ich verfluchte mich innerlich selbst dafür.
Gríma gab ein trockenes, freudloses Lachen von sich, welches dafür sorgte, dass sich meine Nackenhaare aufstellten.
„Du hast geglaubt, dass ich dich darüber anlügen würde? Was glaubst du, weshalb ich das getan hätte? Um zu versuchen, dich dazu zu bringen, Mitleid mit mir zu haben? Um zu versuchen, dich von deiner eigenen jämmerlichen Lage abzulenken?“
Ich schluckte. „Ich... ich hatte viel gesagt, was... nun, was ich wusste“, flüsterte ich, und für einen Moment sackte mein Magen ab, als würde ich fallen; ich spürte kalten, scharfen Wind auf meiner Haut, der in meine nassen Wangen biss. „Es hätte sein können, dass das... dass Ihr nur von Éowyn hattet ablenken wollen. Damals habe ich Euch geglaubt, doch während der Reise... Ihr hättet mich genauso gut belügen können, um mich zu manipulieren.“
Ich habe dir Angst eingejagt, nicht wahr? Du hast mich für einen Moment tatsächlich gefürchtet; die Macht gefürchtet, die ich über dich habe. Ich hatte tatsächlich schon vergessen, wie sich das anfühlt... und so musst du mir wohl verzeihen, dass ich diesen kurzen Moment ausgekostet habe.
„Und wie oft habe ich dann, deiner Meinung nach, die Wahrheit gesprochen?“
Ich schüttelte den Kopf, sammelte meinen Mut und holte tief Luft. „Ich... ich kann das nicht gut einschätzen. Ich meine... damals dachte ich noch für eine Zeit lang, dass Ihr vielleicht Éomer wärt.“
Einen Augenblick lang herrschte Schweigen in dem kleinen Raum.
„Éomer“, wiederholte der Ratgeber tonlos. „Du dachtest, ich sei Éomer.“
Ich biss mir auf die Lippe, sah mich genötigt, mich zu erklären. „Ihr... Ihr hattet blondes Haar und wart allein unterwegs, und zudem hattet Ihr von Théoden und -“
„Ich nannte niemals seinen Namen.“
„Gut, nicht über Théoden, aber Ihr hattet über Lügen geredet und von Verbannung; davon, dass Wahrheit bestraft werden konnte, und Ihr sagtet, dass Ihr – dass Ihr Eurer Schwester das Kriegerdasein hattet ausreden wollen! Ihr sagtet, dass Ihr sie beschützen wolltet!“
Ein bitterer Schatten glitt über sein Gesicht. „Und es ist nur Éomer erlaubt, seine Schwester zu beschützen?“, fragte er. „Das Kriegerdasein zumindest war eine Lüge und zu dem damaligen Zeitpunkt tatsächlich auf die ides bezogen. Oder erwähnt dein Buch nur Jene, die unmittelbar in Sturmkrähes Nähe waren, als er den König heilte?“
Seine Worte waren spöttisch, doch trafen sie genau ins Schwarze. Für einen Moment überlegte ich fieberhaft, zu lügen; doch er würde mich durchschauen. Natürlich würde er das.
„Ja“, gab ich schließlich flüsternd zu. „Nur Théoden, Éomer, Háma, Éowyn, Gandalf und Gimli und Legolas und Aragorn werden erwähnt... und Ihr natürlich.“
Etwas in seinem Gesicht zuckte, und er schüttelte den Kopf. „Das kann nicht sein“, murmelte er. „Wer sollte dies geschrieben haben?“
„Es... es ist eine Geschichte. Ihr... Ihr seid eigentlich nur eine Figur aus diesem Buch.“
„Dies hattest du damals ebenfalls gesagt, doch du irrst. Geschichten werden nicht in Büchern aufgeschrieben, stuntfola. Berichte werden dort gesammelt, Gesetze, Befehle, Chroniken – jedoch keine Geschichten. Das wäre Verschwendung von wertvollem Pergament.“
Ich schwieg für einen Moment, während ich mich fragte, wie ich ihm das begreiflich machen konnte. Oder ob ich dies überhaupt wollte. Sollte ich sagen, dass Saruman mich eigentlich aus einer anderen Welt hierher gerufen hatte? Oder sollte ich die Ausrede mit dem Medium und dem Zauberbuch nehmen? Wie jedoch sollte ich dann erklären, dass ich in der ganzen Zeit kein Buch bei mir gehabt hatte? War ich dann das Buch?

Der Ratgeber holte tief Luft, und ich hörte, wie sein Atem zitterte. „Du weißt unglaublich viel, stuntfola“, sagte er leise. „So unglaublich viel, und doch nur in Ausschnitten, wie es scheint. Du kennst die Namen von den Begleitern Sturmkrähes, jedoch nicht die der Wachen Meduseldes.“
Zählt Háma nicht als Wache? fragte eine Stimme trocken in meinem Kopf.
„Du weißt, dass ich... dass ich seit neun Jahren in Herrn Sarumans Diensten stand, jedoch weißt du nichts – nichts! – über Théoden. Du weißt nichts über meine Gründe; nur, dass ich es tat. Ist dies nicht so?“ Seine Stimme bekam einen leicht verächtlichen Unterton.
Wenn alle Männer erschlagen wären, solltest du dir die Hälfte der Schätze nehmen und die Frau, die du begehrst...
Mein Herz klopfte heftig gegen meinen Brustkorb, während ich meine Hände verschränkte, um sie vom Beben abzuhalten. Er wusste sicherlich selbst noch sehr genau, was Gandalf ihm damals gesagt hatte.
Doch er hatte eine Frage gestellt, und ich musste antworten. „Die Schätze“, flüsterte ich, und meine Tonlage war höher als normal vor Nervosität. „Ihr hattet mit Saruman abgemacht, dass... dass Ihr das Gold bekommen solltet. Das, und... und Éowyn.“
Etwas in seinem Gesicht verzog sich bei dem Namen, wurde zu einer verächtlichen Grimasse, die mich unwillkürlich aufwimmern ließ. „Haben sie dir dies erzählt?“ fragte er leise. „Haben die Seiten mich zu Jenem werden lassen, der nur daran denkt, sich an Gold zu bereichern, wie es in den Liedern immer gesungen wurde?“ Er schüttelte den Kopf und wandte ihn mit einem bitteren Schnauben ab. „Nun, doch was habe ich erwartet... du wusstest schließlich noch nicht einmal etwas über Céne.“
Ich holte ängstlich Luft, auf einmal unsicher. Tolkien hatte tatsächlich nichts über eine Schwester geschrieben, aber er hatte seine Geschichte eben auch sehr märchenhaft erzählt – viele der Nebencharaktere wurden auf ein paar Charakterzüge reduziert. Der tapfere, treue Beregond, der Faramir vor dem Feuer rettete. Faramir, der zweite, ungeliebte Sohn, der sich seine Reinheit und Weisheit jedoch bewahrte und den Ring gleich abwies. Der Zweifler Boromir, auf dem die Last des Erstgeborenen lag und der sich in seinem letzten Moment doch noch wandelte.
Ich versuchte, zu sprechen, bekam jedoch nur ein Krächzen heraus. Daraufhin räusperte ich mich noch einmal und schluckte. „Was... was hat Eure... Eure Halbschwester damit zu tun?“
„Alles“, antwortete er leise, beinahe abwesend. „Sie war schließlich von meinem Blut.“
Mein Herz schlug schneller, flatterte wie ein gefangener Vogel in seinem Käfig, und für einen Moment hatte ich das Gefühl, als wenn mein Magen wieder nach unten sacken würde. Weshalb sagt er ‚war‘? Weshalb zur Hölle spricht er in der Vergangenheit von ihr, ganz so, als ob sie - ?!
„Aber“, stotterte ich verzweifelt, „aber – dass muss doch nicht sein, oder? Sie könnte noch – sie könnte – Ihr – Ihr glaubt doch nicht -“
Lüge, lachte eine leise Stimme in mir, eine Lüge hat er dir erzählt, dich angelogen hat er.
„Ich glaube nicht, stuntfola“, unterbrach mich der Ratgeber tonlos, „ich weiß. Céne liegt seit Jahren schon tot in ihrem Hügelgrab mit der weißen Simbelmynë.“
Ich konnte nicht atmen. Und vor Allem nicht, als der Ratgeber seinen nächsten Satz sagte.
„Alles dank Théodens sogenannter Güte und Gnade.“


tbc...



A/N: Ach herrje. Habe ich ihn zu bitter werden lassen? Zu... gefasst? Zu dramatische Vergangenheit, zu sehr Antiheld? Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass er jemand ist, der den Tod ruhig akzeptiert, und auch hier versucht er ja, sich einzureden, dass das nur eine Lüge sei... und trotzdem scheint er hier ziemlich gelassen.
Und dieses Kapitel (und das Nächste und Übernächste wahrscheinlich auch) war mal wieder schwierig zu schreiben, weil sie alle immer wieder vom Thema abgelenkt haben! Erst reden sie noch brav über den kommenden Cliffhanger (Céne) und dann nimmt das Gespräch auf einmal eine vollkommen andere Wendung und sie unterhalten sich über den Prozentsatz von womöglich ausgesprochenen Lügen und Wahrheiten und den blöden Anfang der Reise... es war recht schwierig, da das Gespräch wieder auf Céne zu lenken. Hoffentlich merkt man nichts davon. ^^“
Ich bin mir zudem nicht ganz sicher, ob Gríma hier nicht vielleicht doch ein bisschen dramatisch ist, um sich selbst in einem besseren Licht darzustellen. ^^‘ Ich würde es ihm zutrauen. Man merke, wie er das Thema „Éowyn“ immer noch sehr umgeht und meidet; womöglich, weil ihm selbst klar ist, dass das vielleicht als ein bisschen moralisch verwerflich gesehen werden könnte. *gg*
Und ja, die Güte und Gnade Théodens, die ihm selbst das Leben gerettet hat. Ich wollte es gerne ironisch machen, doch dazu mehr im nächsten Kapitel. ^^



@Gurkensalat: Das freut mich. Ich gebe zu, dass ich ihre Selbstgespräche ja auch ganz gerne schreibe. ^^
Gríma. Er versteht immer noch nicht recht, woher sie das alles weiß, aber es macht ihm Angst. Und hier ist er verzweifelt genug, um nachzufragen. (Wobei ich fürchte, dass er es bereuen wird, nachgefragt zu haben...) Ich denke, er will ihr nicht glauben, aber alles, was er bisher von ihr mitbekommen hat, deutet darauf hin, dass sie die Wahrheit sagt. Er ist auf jeden Fall ziemlich geschockt, da er damit eben nicht gerechnet hat. Ich könnte mir vorstellen, dass er versucht, sich selbst einzureden, dass sie den Verstand verloren hat (und spiegelt das nicht wunderbar den Anfang wieder, wo Mel ihn noch für einen Psychopathen hielt?), aber ich denke, er weiß, dass dies nicht der Fall ist. Er hat schon geahnt, dass sie mehr weiß, als sie sagt, aber dass es gleich solche Nachrichten sind... :D
Glaube mir, das wünsche ich mir auch. Wer weiß, vielleicht klappt das sogar? *g* (Ha, ich spiele mal wieder unwissend, obwohl ich natürlich schon ganz genau weiß, wie zumindest die Episode im Auenland enden wird...) Ja, deine Vorstellung klingt schön. Mel würde nach Hause kommen, und Gríma würde einen annehmbaren Weg finden, um vielleicht mit sich selbst ins Reine zu kommen. Ach ja, das wäre wirklich schön. *schnief* Und ich sehe es als vollen Erfolg an, zu hören, dass man sich solch ein „Happy-End“-Schicksal gerade für jemanden wie Gríma wünscht. ^^
Es freut mich sehr, deine Begeisterung zu lesen, und dass mir somit das Kapitel gelungen ist!
Vielen lieben Dank für dein Review! :)
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast