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Für die Familie

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Jesse Pinkman Walter White
04.05.2014
26.05.2014
3
5.625
 
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04.05.2014 1.502
 
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Achsoou und hier sind auch noch die Outfits der letzten Kapitel und von diesem auch:

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Als er seinen Namen sagte, wurde mir übel. Erst vor einer Stunde hatte ich diesen merkwürdigen Namen im Zusammenhang mit Drogen und Mord gehört und nun betete ich innerlich, dass das hier nur ein Zufall sei. Ja, so musste es sein! Wieso sollte denn auch ein gesuchter Verbrecher mit meinem Vater sprechen wollen, das war absurd.

Dennoch wollte ich diesen Mann so schnell wie möglich wieder loswerden.
Ich versuchte ein nettes Lächeln.

„Es tut mir leid, er ist nicht da. Ich werde ihm ausrichten, dass sie hier waren“ sagte ich schnell und wollte sogleich die Tür wieder schließen.

Doch Tuco lies mich nicht. Er hatte seinen Fuß zwischen Tür und Angel geklemmt und bevor ich etwas tun konnte, hatte er die Tür auch schon wieder aufgerissen. Entsetzt starrte ich zunächst ihn an, dann die Waffe die er nun auf mich gerichtet hatte!

Es war alles so schnell gegangen, dass ich überhaupt nicht mitbekommen hatte, dass er sie gezogen hatte und es dauerte einige Sekunden, bis ich realisierte in welcher Lage ich mich befand.
Mehrere Schauer liefen mir sogleich über den Rücken und Adrenalin stieg in mir auf. Meine Hände fingen an zu zittern und mein Körper fiel in eine Art Starre.

„Danke, aber ich denke ich werde drinnen auf ihn warten, Liebes“ sagte er und grinste.

Ich machte ein paar Schritte von ihm weg, ohne dabei meinen Blick von der Waffe zu nehmen. Tuco folgte mir nach drinnen und deutete mir, mich auf unsere Couch zu setzten, was ich ohne zu zögern tat. Stocksteif saß ich dort, den Blick starr grade aus und traute mich nicht einmal mehr zu atmen.
Als er sich dann auch noch neben mich setzte, den Arm um mich legte und erneut die Waffe auf mich richtete, war ich wirklich kurz davor gewesen in Ohnmacht zu fallen.

„Wir wollen ja nicht, dass dein Dad auf dumme Gedanken kommt“ flüsterte er mir ins Ohr.

„Was wollen sie von ihm?“ platzte es aus mir heraus.

Ich war überrascht, meine Stimme klang verhältnismäßig sicher, wenn man bedenke dass ich es so überhaupt nicht war. Auch Tuco schien zunächst ein wenig irritiert, doch fasste sich sehr schnell wieder.

„Sagen wir, er hätte mich besser niemals aufsuchen sollen. Aber ich bin kein Unmensch, die Details erspare ich dir, Liebes. Glaub mir, dafür bist du nicht gemacht.“

Ich wusste nicht was ich denken sollte, deshalb ließ ich es. Ich wäre in diesem Moment sowieso nicht im Stande gewesen einen klaren Gedanken zu fassen, alles was ich wollte war, dass mein Vater nicht nachhause kam! Ich hätte ihm am liebsten eine SMS geschickt: Versteck dich, lass mich einfach zurück, nur verdammt nochmal VERSTECK DICH!

Doch da hörte ich auch schon das Auto angerast kommen. Ich hörte meinen Dad, wie er meinen Namen rief. Unsere Haustür stand noch offen und keine Sekunde später stand er schon vor uns, außer Atem und mit einem angstverzerrtem Gesicht. Er starrte erst Tuco an, dann ruhte ein fassungsloser Blick auf mir.

Mein Vater war nicht allein, neben ihm tauchte ein ebenfalls schwer atmender Junge auf. Ich kannte ihn, hatte ihn erst vor einer Woche gesehen. Jesse Pinkman. Auch in seinen Augen spiegelte sich Panik, Angst und als unsere Blicke sich trafen, sah ich Bedauern.
Ich spürte wie jemand meinen Oberarm packte und mich von der Couch hochriss. Tuco hatte mich näher an sich gezogen und ich hatte es nicht für möglich gehalten, aber ich bekam nur noch mehr Angst.

„Heisenberg, du und dein Affe, ihr kommt jetzt besser mit“ sagte er bedrohlich leise.

„O-Ok, aber lass sie gehen! Charlotte hat nichts mit der Sache zu tun, sie-„

„Ich weiß nicht, ich gewöhne mich langsam an ihre Gegenwart. Und so habe ich dich besser unter Kontrolle, du Wahnsinniger. Jetzt los, ins Auto oder deine kleine hat ne Kugel im Kopf!“ dieses Mal schrie Tuco und ich zuckte dabei sichtlich zusammen.

Ich suchte nach Dad’s Blick, damit er mich irgendwie beruhigte, aber er wich meinem aus und nickte nur mit dem Kopf. Dann ging er voran, gefolgt von Jesse und dann mir und Tuco.
Dieser zwang meinen Dad, sich vor das Steuer zu setzen, er selbst setzte sich auf den Beifahrersitz und mich schmiss er regelrecht zu Jesse auf die Rückbank. Die Waffe noch immer auf mich gerichtet, befahl er meinem Vater loszufahren und das tat er. Ich spürte Pinkman’s Blick auf mir, aber ich schaute ihn nicht an, ich blickte starr nach vorne, wie ich es im Haus getan hatte.

Was war hier los? Ich rief mir ins Gedächtnis, was Ana über diesen Mann erzählt hatte. Er war der berüchtigtste Drogendealer, handelte hauptsächlich mit Methamphetamin oder auch Crystal Meth genannt. Diese Droge hat eine aufputschende Wirkung und galt als eine der schnellsten zerstörenden Drogen überhaupt. Das hatte man uns jedenfalls vor ein paar Tagen in der Schule erzählt, als irgendein Professor uns über die Wirkung von Drogen ‚aufgeklärt‘ hatte. Sofort kamen mir die Bilder, die er uns gezeigt hatte wieder in den Kopf. Menschen, die diese Droge über Jahre genommen hatten und völlig entstellt worden.
Der Grund für diese Belehrung war, dass es wohl wieder Probleme mit Meth gegeben hatte und aus unserer Schule wurden Materialien entnommen, die man zur Herstellung dieser Droge benötigte.
Das mit den entwendeten Sachen hatte man uns natürlich nicht gesagt, aber Hank war da immer sehr gesprächig.
Doch was hatte mein Vater damit zu tun?
Tief in mir hatte ich mir meine Antwort bereits zusammengereimt und bei jedem anderen würde ich auch nicht länger dran Zweifeln, doch immerhin war es mein Dad! Jesse, dem würde ich das zutrauen, aber wieso sollte mein Vater so etwas tun!
Wieder fand mein Gehirn darauf eine Antwort, doch diese gefiel mir noch viel weniger. Er brauchte Geld für uns.

„Hey, alles in Ordnung?“ hörte ich Jesse leise neben mir und zuckte zusammen.

Jetzt schaute ich ihn doch an, mit einem Blick der fragte: Ehrlich? Dein fucking Ernst?!
Er hob abwehrend die Hände, wie er es auch getan hatte als wir und das erste Mal gesehen hatten. Ich hatte meinen Vater an dem Tag gefragt, was Jesse denn von ihm gewollt hätte, aber irgendwie hatte er es geschafft mir auszuweichen, was mir jetzt erst auffiel. Er hatte mir meine Frage nicht beantwortet gehabt.

Ich schaute aus dem Fenster des Autos und stellte fest, dass wir nicht mehr in  Albuquerque waren. Es sah so aus als hätten wir das Ende der Welt erreicht. Hier war nichts mehr, keine Häuser und nicht mal mehr richtige Straßen.

Ich schaute zu Tuco, er hatte die Waffe nicht mehr auf mich gerichtet, aber mein Vater fuhr weiter. Klar, die Waffe war ja auch trotzdem noch existent.
Ich schaute wieder zu Jesse, weil ich noch immer seinen Blick spüren konnte. Er sah nervös aus, schon fast nervöser als ich. Ich wusste das war ein schlechter Zeitpunkt, aber ich musste es jetzt einfach nur wissen.

„Macht ihr Meth?“ flüsterte ich ihm zu.
Meine Stimme klang dünn und brüchig.

Er sah mich zunächst überrascht an, schaute dann zu Tuco und wieder fragend zu mir. Nein, er hatte es mir nicht gesagt, dachte ich. Ich schüttelte mit dem Kopf.

„Das nennt man kochen, Liebes. Das ist eine Kunst und dein lieber Vater beherrscht sie wie kein anderer“ höre ich Tuco von vorne sagen. Er wendete
seinen Blick allerdings nicht von meinem Dad ab.

Den Rest der Fahrt starrte ich nur wieder stumm grade aus, keiner sagte mehr was und ich entspannte mich wieder leicht. Doch noch immer war ich voller Adrenalin und alles tat mir weh. Im Auto war es furchtbar heiß und wir fuhren noch mehrere Stunden, bis wir eine kleine Hütte erreichten und Tuco meinem Vater befahl anzuhalten.

Bevor wir ausstiegen, spürte ich Jesses Hand an meinem Handgelenk, er wollte dass ich ihn ansah und das tat ich. Sein Blick war seltsam weich und es schien als wolle er sagen: Hey, das wird schon. Obwohl ich genau wusste, dass nichts wieder gut werden würde und ich mir sicher war, er glaubte sich selbst nicht, schaffte er es mich ein wenig zu beruhigen. Dennoch schüttelte ich nur leicht mit dem Kopf und biss mir fest auf die Lippen. Die Zeile eines Songs kam mir in den Sinn und wäre es mir nicht so scheiße gegangen, hätte ich wahrscheinlich laut losgelacht. Es gab einfach Lieder, die passten zu allem.

Would you leave me if I told you what I’ve done, would you leave me if i told you what i’ve become ?

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Heute mal nicht so viele Wörter aber hey, don't judge me!
Habt sicher bemerkt, dass meine Version von der Handlung abweicht, aber sonst ist es ja langweilig.
Wie bereits gesagt, JessexOc action kommt erst später, wäre auch dumm das jetzt schon reinzubringen.

R & R
Peace Out, Bitches
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