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Patrick - Ein langer Weg zurück ins Leben (Patrick und Dominik/ Gay)

von Piper2677
GeschichteSchmerz/Trost / P18 / MaleSlash
Dominik Gundlach Dr. Hans-Joachim "Joe" Gerner Patrick Graf
01.05.2014
04.09.2016
45
137.983
1
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Dieses Kapitel
9 Reviews
 
 
01.05.2014 757
 
Vorab Info: Ich überarbeite die Geschichte gerade nochmal und plane auch sie fortzusetzen. Die Kapitel, die bereits Titelnamen haben, wurden überarbeitet.

Viel Spaß beim Lesen!
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Kommissar Plass empfing Dominik schon vor dem Krankenhaus. Ein Kollege hatte den Handwerker soeben am Flughafen abgeholt.
„Herr Kommissar.“ grüßte er hektisch.
„Herr Gundlach. Ich möchte gar nicht fragen, ob sie einen einigermaßen angenehmen Flug hatten.“ reichte der Kommissar ihm die Hand.
Dominik schüttelte den Kopf. „Nein, es waren grauenvolle Stunden.“ Im nächsten Moment fragte er auch schon: „Kann ich zu ihm?“
„Folgen Sie mir.“ Der Kommissar deutete auf die große Eingangstür des Gebäudes und ging dann voraus.

„Ich hab Ihnen ja schon am Telefon gesagt, dass es alles andere als leicht werden wird.“ Plass sah den neben ihm Gehenden an.
Der uniformierte Polizeibeamte, der Dominik zuvor vom Flughafen abgeholt hatte, folgte ihnen in einem kleinen Abstand.
„Ich kann das einfach noch gar nicht glauben.“ sagte der Blonde leise. Das was Kommissar Plass ihm am Vorabend am Telefon erzählt hatte, es kam ihm immer noch wie ein grauenvoller Alptraum vor, aus dem er jeden Moment erwachen würde. Nach den schrecklichen Informationen war er zunächst vollkommen unfähig gewesen irgendwas zu tun, dann aber hatte er es irgendwie doch geschafft seine Kräfte nochmal zu sammeln und den Kommissar erneut anzurufen.  Der hatte dann für ihn direkt den ersten Flug am nächsten Morgen nach Russland gebucht. Als Dominik gehört hatte was mit Patrick geschehen war gab es für ihn kein Halten mehr. Er musste bei ihm sein –so schnell wie möglich. Endlich hatte er Gewissheit über dessen Verbleib, wusste dass er noch lebte, und dass er ihn wiedersehen würde. Dominik lachte innerlich bitter. Lebte… konnte man das noch so sagen?

Die furchtbaren Wochen der Angst, dass er ihn niemals mehr wiedersehen würde, dass Patrick für immer verschwunden blieb, waren zwar vorbei... Aber was für einen Preis zahlte Patrick für dieses Wiedersehen? Kommissar Plass hatte am Telefon nur das Nötigste mitgeteilt. Schon die ersten wenigen Informationen waren so erschütternd gewesen, dass der Beamte entschieden hatte, ihm den Rest in Ruhe und von Angesicht zu Angesicht zu erzählen.

„Ich hab Ihnen ja gestern bereits gesagt, dass wir nicht wissen wie weit er sich an das was geschehen ist erinnern kann. Wir wissen auch nicht wo ihm die Verletzungen zugefügt wurden, geschweige denn wie oft es geschehen ist und über welchen Zeitraum wir sprechen.“ sagte der Kommissar gerade.

In Dominik zog sich alles zusammen. Er traute sich gar nicht sich vorzustellen was Patrick durchlebt hatte.

„Und er ist bisher nicht ansprechbar gewesen?“ fragte er leise.
„Nein.“ Kommissar Plass schüttelte den Kopf. „Sein Zustand ist sehr schlecht. Sie haben ihn halb tot geprügelt, und er wurde ohne Bewusstsein hier eingeliefert. Ein paarmal haben die Ärzte gedacht, dass er es nicht schafft.“ Plass pausierte, und Dominik brachte lediglich ein „Oh Gott.“ hervor.

„Er ist zwar inzwischen wach, aber trotzdem komplett abwesend. Der Arzt sagt, er steht unter einem schweren Schock und ist von dem Erlebten stark traumatisiert.“ Der Kommissar sah wie das Entsetzen in Dominiks Augen zunahm. Dennoch berichtete er weiter. „Die Schmerzen müssen einfach unerträglich sein. Das ist das Einzige worauf er bisher überhaupt eine Reaktion gezeigt hat. Sie werden vermutlich später noch verstehen was ich meine…“ Plass öffnete eine weitere Tür und hielt sie für Dominik auf.

Inzwischen hatten sie die Intensivstation erreicht.
Eine Krankenschwester nahm sie direkt in Empfang und führte sie in einen kleinen Vorraum. Der Kollege, den der Kommissar dabei hatte, beherrschte offensichtlich die russische Sprache und diente als Übersetzer. Dominik stellte als Erstes seine Reisetasche ab und bekam dann, ebenso wie Kommissar Plass, sterile Kleidung gereicht. Nachdem beide Männer sie angezogen hatte, legte Dominik seine Wertsachen ab und wurde dann von der Schwester gebeten sich gründlich die Hände zu waschen und zu desinfizieren.

„Können wir?“ sah der Kommissar ihn dann an. Der Blonde nickte nur stumm und schaute auf die Tür zum Intensivzimmer, die die Krankenschwester für sie öffnete.

Als er über die Schwelle trat, verharrte er dort einen Moment und blickte in den Raum hinein. In einer kleineren Entfernung sah er ein Bett stehen. Es war von mehreren Geräten umgeben, und das penetrante Piepen klang ihm direkt bedrohend entgegen.

Eine zweite Krankenschwester, die bereits im Raum war, richtete gerade die Decke und neigte sich dann über das Bett.
Kommissar Plass deutete Dominik an ihm zu folgen.
Kaum dass sie das Bett erreicht hatten und Dominik Patrick darin liegen sah, begann er benommen den Kopf zu schütteln. „Oh nein… mein Gott.“ hauchte er, und presste sich zeitgleich die Hand vor den Mund.

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