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Splinter Cell - Dunkle Zeiten

von Shannon
GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
Anna 'Grim' Grimsdottir Irving Lambert Samuel 'Sam' Fisher William Redding
26.04.2014
09.09.2014
10
15.918
 
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26.04.2014 1.239
 
HQ Third Echelon, New York City, USA, 20.08.09 – 08.25 Uhr


Sam und Carrie betraten die Zentrale und begaben sich zu Lambert, Grim und Agent Thompson an den Tisch. „Die Daten von Vanderveen waren äußert aufschlussreich“ sagte Lambert. „Wir haben vier hochrangige Geschäftsleute, die den Kopf der dunklen Brigade bilden. Einer davon ist Vanderveen selbst. Wie wir schon vermuteten ist er ein Springer. Er hat keinen festen Geschäftssitz und reist immer zwischen den anderen hin und her. Was die anderen angeht so hätten wir da Chen Yodai, nach außen hin ein seriöser Geschäftsmann, in Wahrheit ist er aber der Anführer einer Triadengruppe in Hong Kong. Juan Alvarez, ihm gehört eine Import – Exportfirma in Chile, er ist für den Drogenhandel der Dunklen Brigade verantwortlich. Und zuletzt Nikolai Borodin, er ist einer der führenden Köpfe der russischen Mafia.“ „Das Gute ist, das Vanderveen keine Ahnung davon hat, das wir diese Informationen haben“ erklärte Grim. „Ich habe alle unsere Spuren verwischt, wenn er sein System überprüft, wird er nichts finden, dass darauf hindeutet, dass jemand eingedrungen ist.“ „Die Dunkle Brigade wird sich also sicher fühlen“ meinte Lambert. „Somit können wir ungestört weiter ermitteln.“

„Was ist unser nächster Schritt ?“ fragte Sam. „Nun, leider ist die Dunkle Brigade ja nicht unser einziges Problem. Wir haben immer noch keine Spur der Attentäter vom Lincoln Tunnel.“ „Dafür gibt es Neuigkeiten von Hisham“ sagte Thompson. Sein Informant hatte ihm eine Adresse gegeben, dort sollte sich eine aktive Zelle der Hakam al Adal befinden. Bevor er sich jedoch genauer dort umsehen konnte, wurde er entdeckt und angeschossen. Er schaffte es trotzdem zu entkommen und sich in eins unserer Geheimverstecke zu retten. Ein Team der CIA hat ihn herausgeholt und in die Staaten gebracht.“ „Aber dann ist das Versteck inzwischen sicher geräumt“ meinte Carrie. „Stimmt, aber Hisham hatte an einem der Fahrzeuge eine Wanze angebracht. Wir kennen bereits das neue Versteck.“
„Wir müssen herausfinden, was die Gruppe als nächstes vorhat. Ich habe mit Präsidentin Caldwell gesprochen, wir müssen unbedingt einen weiteren Anschlag verhindern. Es gibt aber etwas, das mich von Anfang an bei der ganzen Sache gestört hat“ sagte Lambert. „Warum arbeitet eine Verbrecherorganisation wie die Dunkle Brigade mit schiitischen Extremisten zusammen ?“ „Mir fällt da nur ein Grund ein…“ sagte Sam. „Zur Ablenkung…“ „Genau das denke ich auch, und die Zeit läuft uns davon“ meinte Lambert. „Deshalb müssen wir uns um beides kümmern.“

„Carrie, du wirst nach Amsterdam fliegen. Die Dunkle Brigade hat dort ein Lagerhaus, offiziell gehört es der Asian Trading Company, die Firma hat ihren Sitz in Peking, mit einer Zweigstelle in Hong Kong.“ „Lass mich raten, der Besitzer ist Chen Yodai“ sagte Sam und Lambert nickte. „Was dich angeht, du wirst die Spur von Hisham wieder aufnehmen und in den Irak fliegen.“ Wohin geht`s genau ?“ „Nach Bakuba, in der Provinz Diyala.“ „Ziemlich unsicheres Gebiet…“ meinte Sam. „Zumindest für eine 1 Mann Mission.“ „Ich kann dir einen anderen Splinter Cell zuteilen, wenn dir das lieber ist“ meinte Lambert. „Nein…bei so was kann ich keinen Grünschnabel gebrauchen, aber ich habe vielleicht eine andere Idee. Ich wüsste jemanden, den ich mitnehmen könnte, wir kennen uns schon lange, ich vertraue ihm vollkommen und er kennt sich im Irak bestens aus.“ „An wen denkst du ?“ „Victor Coste…“
„Ah ja, ich verstehe, dein ehemaliger SEAL Kollege, Leiter der Paladin 9 Security. Seine Firma hat auch schon für die NSA gearbeitet, hat eine hohe Sicherheitsfreigabe. Da sehe ich kein Problem. Denkst du das er mit macht ?“ „Wenn er Zeit hat und ich lieb… Bitte …sage bestimmt. Er hat mich noch nie hängen lassen.“ „Gut ruf ihn an, die Zeit drängt.“




Asian Trading Company, Zweigstelle Hong Kong, China, 20.08.09 – 16.38 Uhr

Chen Yodai, Juan Alvarez und Nikolai Borodin saßen im Konferenzraum und warteten auf Vanderveen, der in diesem Moment hereinkam. „Sie sind spät“ sagte Yodai ärgerlich. „Ich bitte um Entschuldigung, meine Herren.“ „Sie werden noch viel mehr tun müssen“ schimpfte Alvarez. „Was ist mit dem Lagerhaus in Talagante passiert ?“ „Es ist in Rauch aufgegangen“ sagte Vanderveen knapp. „Werden sie nicht frech ! Wie konnte das passieren ?“ „Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es ein Angriff der DEA war oder der Geheimdienst dahinter steckt.“ „Warum war das Areal nicht besser bewacht ?“ wollte Borodin wissen. „Sie haben gesagt, machen sie es unauffällig. Wenn ein dutzend Leute eine abgelegene Scheune bewacht, ist das schon sehr verdächtig.“ „Die Ware hatte einen Wert von über 200 Millionen Dollar“ meinte Alvarez. „Das ist mir bewusst. Ich habe deswegen einen Vorschlag zu machen. Ich habe in Antwerpen in einem Bankschließfach eine größere Menge hochwertiger Diamanten. Ich wäre bereit sie der Organisation als Verlustausgleich zur Verfügung zu stellen.“ „Und was verlangen sie dafür ?“ fragte Yodai. „20 % mehr Gewinnbeteiligung im nächsten Jahr.“ „Ziemlich unverschämt, wenn man bedenkt, dass sie zumindest eine Teilschuld an dem Desaster haben. 10 % würde ich ihnen jedoch zugestehen.“ „Einigen wir uns doch in der Mitte, 15 %.“ Die drei sahen sich an und nickten dann. „Gut ich werde meinen Partner in Antwerpen kontaktieren. Er wird die Diamanten verkaufen und in spätestens drei Tagen wird das Geld zur Verfügung stehen.“

„Es gibt aber noch etwas anderes über das wir reden müssen. Es ist möglich, das uns der amerikanische Geheimdienst auf der Spur ist.“ „Sie sagten, es könnte auch ein Einsatz der DEA gewesen sein“ meinte Alvarez. „In Talagante ja. Aber in meinem Haus wurde eingebrochen und obwohl das ganze nach einem einfachen Einbruch aussieht, könnte mehr dahinter stecken.“ „Wenn sie Recht haben, was haben die gesucht ?“ fragte Borodin. „Informationen…., aber machen sie sich keine Gedanken, wer immer es war, er hat nichts gefunden. Ich habe viel Geld in die Sicherheit meines Netzwerkes gesteckt. Ein Eindringen hätte ich sofort bemerkt.“ „Ich verstehe das nicht ? Warum jetzt ?“ fragte Yodai.

„Um ehrlich zu sein, habe ich damit gerechnet“ sagte Vanderveen.„Meine Herren, was haben sie denn erwartet, wir haben die Hakam al Adal unterstützt, einen Anschlag auf amerikanischem Boden zu verüben. Natürlich hat das Staub aufgewirbelt und die amerikanische Regierung aufgeschreckt. Das war ja Sinn und Zweck der Zusammenarbeit. Die Hakam al Adal sollte von unserem Vorhaben ablenken. Im Grunde genommen brauchen wir uns keine großen Sorgen zu machen.“ „Nehmen sie die Sache nicht ein bisschen zu leicht ?“ warf Alvarez ein. „Nein, ich denke nicht, die Amerikaner haben keine konkrete Spur, sie haben keine Ahnung über unsere wahren Absichten und stochern herum wie ein Haufen Junghühner. In wenigen Tagen werden die anderes zu tun haben, als sich um uns zu kümmern.“

„Wie meinen sie das ?“  „Nun, die Attentäter vom Lincoln Tunnel sind untergetaucht, aber nicht außer Landes. Sie sind noch da und bereiten eine weitere Aktion vor. Was glauben sie was passiert, wenn in den USA innerhalb weniger Tage ein zweiter Anschlag stattfindet ? Das ganze Land wird nach Rache und Blut schreien. Die Präsidentin steht dann unter hohem Druck und wird alle Kräfte darauf an setzten, die Hakam al Adal zu fassen. Völlig egal, ob die Geheimdienste dabei Erfolg haben oder nicht, bis sich die Lage beruhigt hat, haben wir unseren Plan längst ausgeführt. Außerdem habe ich eine sichere Informationsquelle. Sollte man uns zu nahe kommen, werde ich rechtzeitig gewarnt.“ „Nun, wie ich sehe, haben sie wieder sehr gut im Voraus geplant Vanderveen“ meinte Yodai. „Dafür werde ich schließlich bezahlt. Im übrigen liegt der Schutz unserer Organisation auch in meinem Interesse.“ „Ich denke für heute haben wir alles geklärt. Machen wir Schluss. Halten sie uns weiter auf dem Laufenden Vanderveen“ sagte Alvarez und beendete damit die Versammlung.
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