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Splinter Cell - Dunkle Zeiten

von Shannon
GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
Anna 'Grim' Grimsdottir Irving Lambert Samuel 'Sam' Fisher William Redding
26.04.2014
09.09.2014
10
15.918
 
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26.04.2014 1.868
 
Splinter Cell – Dunkle Zeiten


Prolog:

Ich bin ein wirklich großer Splinter Cell Fan, aber SC Conviction gefällt mir überhaupt nicht. Das der tödliche Unfall von Sams Tochter Sarah nur vorgetäuscht war und sie noch lebt, finde ich ebenso absurd wie einen großen Teil der gesamten Handlung. Deshalb habe ich beschlossen eine eigene Geschichte zu schreiben. Da es aber ein paar Handlungsfäden gibt, die in SC Blacklist wieder aufgenommen werden, werde ich ein paar Details und Personen von Conviction übernehmen, damit die ganze Sache stimmig ist und Sinn ergibt. Und nun auf ins nächste Abenteuer.



Lincoln Tunnel, New York City, USA – 14.08.09 – 16.49 Uhr

Matthew Hawkins war ein einfacherer Kurierfahrer und ärgerte sich darüber, dass er wieder mal im Stau feststand. So wie es aussah würde es nichts werden mit dem pünktlichen Feierabend. Vor ihm befand sich ein weiterer Transporter und die Blechschlange kroch nur langsam voran. Er hatte etwa den halben Tunnel durchquert, als die Wagen wieder zum Stehen kamen. Vor ihm sprang der Beifahrer aus dem Transporter und stieg durch die Ladetür ins Heck.  Nach knapp einer Minute stieg er wieder aus und ging um den Wagen herum zur Fahrertür. Der Fahrer stieg ebenfalls aus, dann gingen beide zwischen den anderen Autos davon. Hawkins kam das merkwürdig vor. Hatte der Wagen eine Panne ? Aber warum gingen dann beide Fahrer weg ? Der Stau bewegte sich immer noch nicht weiter und so beschloss er mal nachzusehen. Der Motor des Wagens war aus, vielleicht doch eine Panne ? Aber irgendwie hatte er ein ungutes Gefühl. Auf dem Wagen war keinerlei Aufschrift zu sehen, was hatte der Wagen wohl geladen ? Hawkins öffnete die hintere Tür und was er sah, glich einem Albtraum. In dem Wagen befand sich ein Metallgestell, auf dem ein Timer befestigt war, mehrere Kabel führten zu ein paar Kisten mit viereckigen Päckchen, vermutlich Plastiksprengstoff. In Panik knallte Hawkins die Tür wieder zu und rannte in Richtung Notausgang. Er dachte nicht daran die anderen Autofahrer zu warnen, er wollte nur weg, auf dem Timer waren nur noch wenige Sekunden. Doch noch bevor er die Fluchttür erreichte, hörte er einen ohrenbetäubenden Knall, ein grellroter Feuerball hüllte ihn ein und dann fühlte er nichts mehr.



HQ Third Echelon, New York City, USA, 14.08.09 – 18.35 Uhr


Sam und Carrie betraten die Zentrale. Auf dem großen Bildschirm war eine Karte mit dem Lincoln Tunnel zu sehen. „Wie schlimm sieht es aus ?“ fragte Sam. „Die Rettungsmannschaften kommen nur langsam voran. Die mittlere Röhre ist in der Mitte vollkommen eingestürzt. Von den beiden äußeren Röhren sind Teile der Decke abgebrochen und sie wurden beschädigt, sind aber noch intakt. Bisher wurden 87 Verletzte geborgen und 21 Tote, aber die Zahlen werden in jedem Fall noch steigen, wenn die Rettungstrupps sich erst mal durch die Trümmer der mittleren Röhre gegraben haben.“ „Ist es sicher, das es ein Anschlag war ?“ wollte Carrie wissen. „Definitiv. Die Kameraaufzeichnung belegt es, eindeutig eine Explosion.“ „Gibt es schon eine Identifizierung ?“ fragte Sam. „Nein die beiden Fahrer sind schwer zu erkennen, graue Overalls, Schirmmützen, bis jetzt nichts konkretes. Auch keine Bekennerschreiben oder ähnliches, aber es gibt einen Hinweis von der CIA.  „Und zwar ?“ „Wir bekommen gleich Besuch, dann erfahren wir genaueres.“

Wenige Minuten später meldete der Empfang einen Besucher, Lambert öffnete die Tür zur Zentrale und ließ ihn herein. „Hey Lambert, alter Schurke schön dich zu sehen !“ sagte der Mann und umarmte Lambert. „Hallo Cole, es ist lange her…“ „Über 6 Jahre, wenn ich mich recht erinnere.“ Zusammen traten sie zum Konferenztisch. „Das ist Cole Thompson, Leiter der Sektion 5 in Langley, er hat mich um Hilfe gebeten“ sagte Lambert zu Sam und Carrie. Thompsons Blick wanderte über den Tisch. „Ah, wie ich sehe bist du immer noch voll drauf“ sagte er und grinste. „Wie bitte ?“ meinte Lambert. „Deine Lieblingsdroge….Kaffee…“ sagte er und wies auf die volle Kanne und den großen Kaffeebecher. Jetzt grinste Lambert zurück. „Ach weißt du, eine Schwäche braucht jeder Mensch.“ „Wie wahr.“

„Aber zur Sache, du sagtest du hast Informationen für mich.“ „Ja, wir haben seit einiger Zeit eine Gruppe von schiitischen Extremisten im Visier,  sie nennen sich selbst Hakam al Adal, bedeutet soviel wie Vollstrecker der Gerechtigkeit. Sie sind für mehrere Anschläge auf
US Truppen im Irak und Afghanistan verantwortlich. Aber wir hätten nie geglaubt, dass sie es schaffen würden, einen Anschlag auf amerikanischem Boden zu verüben.“ Was macht euch so sicher, das das auf ihr Konto geht ?“ „Vor wenigen Tagen haben wir einen Mann am New Yorker Flughafen identifiziert, Eli Samed, einer der Untermänner von Akban Ibn Malik, dem Anführer der Gruppe.“ „Warum habt ihr ihn nicht festgenommen ?“ fragte Sam. „Es war zu spät, als die Gesichtserkennung Alarm schlug, war er schon weg, er kam nicht herein, sondern war auf dem Weg heraus. Wir haben ihn entdeckt, kurze Zeit nachdem er seinen Flug in den Irak antrat. Natürlich befürchteten wir, das er hier war um irgendetwas zu Arrangieren, konnten aber nichts genaueres in Erfahrung bringen, bis auf eine Sache. Wir glauben, das die Gruppe mit einer Verbrecherorganisation namens Dunkle Brigade zusammenarbeitet.“

„Und da kommen wir ins Spiel“ schloss sich Lambert an. „Über die Hakam al Adal wissen wir nicht allzu viel, aber über die Dunkle Brigade wissen wir etwas. Zu ihr gehört auch eine kleine Privatarmee, die Black Arrows.  Da haben wir unsere erste Spur. Der Hauptversorger der Black Arrows ist ein Waffen und Drogenschmuggler, Andriy Kobin, er hat seinen Sitz auf Malta.. Ein ehemaliges Museum in der Hauptstadt, ein großes Anwesen, gut gesichert.“ „O.K., wann fliegen wir ?“ wollte Sam wissen. „Sofort. Die Osprey steht bereit. Schnappt euch eure Ausrüstung und ab geht’s. Wir arbeiten in dieser Sache mit der CIA zusammen. Während ihr nach Malta fliegt, verfolgt einer von Cole`s  Männern eine weiter Spur.“ Lambert schmunzelte. „Der Bursche dürfte euch bekannt sein, es ist Hamza.“ „Hisham ist mit dabei ? Damit kann ich leben.“ sagte Sam. „Genug geredet, die Zeit läuft, macht euch auf den Weg.“



Andriy Kobin`s Anwesen, Valetta, Malta – 15.08.09 – 21.47 Uhr


Sam und Carrie begaben sich zu einem Hintereingang des Gebäudes. Er lag in einer dunklen Nebenstraße und wurde nur leicht bewacht. Hier waren keine Kameras, aber drei Wachleute sicherten das Areal. Der erste stand direkt hinter der Tür. Sam knackte leise das Schloss und packte sich den Kerl. Er zerrte ihn hinter eine Hecke und schlug ihn nieder. Über das Regenrohr kletterten sie zum ersten Stock und umgingen so die beiden anderen Wachen. Dann hangelten die sich am Fenstersims entlang. Sam wartete bis der Wachposten im Raum ihm den Rücken zuwandte, dann kletterte er hinein und schlug ihn ebenfalls nieder. Carrie nahm die flexible Optik und sah auf den Flur. „Draußen sind zwei“ sagte sie leise. Vorsichtig öffnete Sam die Tür und wies nach rechts. Carrie nickte, schnappte sich den Wachmann und versteckte ihn einfach in einem Schrank auf dem Flur. Sam legte den anderen in dem Raum neben dem ersten Söldner ab. „O.K., begieb du dich zum Büro und zapf den Computer an, ich suche Kobin“ sagte Sam. Er betrat den nächsten Raum und schwang sich wieder aus dem Fenster. Er hangelte sich an der Fassade weiter, bis zum Ende des Gebäudes. Durch das Fenster sah er zwei weitere Männer. Sam nahm seine Waffe und legte sie mit Tasern lahm. Dann kletterte er hinein und machte das Licht aus. Sam begab sich wieder auf den Flur und lief weiter nach rechts. Er schoss das Deckenlicht aus und konnte durch eine große Glasfront in den Hinterhof sehen, wo mehrere Männer einige Kisten von einen LKW abluden.
Sam schaltete zwei weitere Wachen aus und lief in den zweiten Stock.

Carrie war inzwischen im Erdgeschoss angelangt. Dieses Gebäude war verdammt groß und sie hatte nicht allzu viel Zeit. Deshalb schnappte sie sich den nächsten Wachmann und zog ihn in eine dunkle Ecke. „Hallo“ sagte sie freundlich, während sie ihm ihre Waffe an den Kopf hielt. „Bitte…tun sie mir nichts…“ „Na mal sehen, wenn du mir weiter hilfst…“ „Was wollen sie denn ?“ „Sag mir einfach wo ich das Hauptbüro finde.“ „Äh...da vorn die Treppe runter, rechter Gang, zweite Tür links.“ „Sind Freunde von dir da unten ?“ „Zwei Mann auf dem Gang, aber zum Büro haben nur Kobin und seine engsten Mitarbeiter Zutritt.“ „Vielen Dank“ sagte Carrie und schlug ihn mit dem Kolben nieder. Sie ging nach unten und betäubte die Wachposten mit den Tasern, dann hackte sie das Schloss vom Büro und begab sich zum Computer.


Sam schlich sich durch den Flur und kam zu einem offenen Salon. Ein Klavier, ein Billardtisch und mehrere Sofas standen dort. Er konnte Kobin sehen, er wurde von zwei seiner Männer bewacht und fuchtelte wild mit einer Waffe herum. „Was ist hier eigentlich
los ? Lichter fallen reihenweise aus, der Funk funktioniert nicht richtig, sieht aus als hätten wir Besuch. Wofür bezahle ich euch eigentlich ? Wenn hier jemand eindringt, dann habt ihr ihn zu erledigen und zwar…sofort.“ „Ganz ruhig Boss, wenn hier jemand ist, kriegen wir ihn schon.“ „Und warum dauert das so lange ? Wenn ihr nicht umgehend…..“ Sam hob die Waffe und schoss zwei Taser ab. Kobins Männer fielen zu Boden. Sofort schoss Kobin wild um sich, aber Sam lag in sicherer Deckung. „Du kriegst mich nicht, du Mistkerl ! Ha ha ha, nein, du kriegst mich nicht !“ „Ist alles in Ordnung Sam ?“ fragte Carrie. „Was ist da oben los ?“ „Oh, Kobin dreht gerade durch, scheint ganz schön high zu sein, aber ich schnappe ihn mir schon. Wie sieht`s bei dir aus ?“ „Daten gesichert. Brauchst du Hilfe ?“ „Nein bleib unten, ich komme gleich runter.“ „Verstanden.“

„Du hast es nicht drauf, du Bastard und du bist nicht Kugelsicher Kumpel. Ich leg dich um, du mieser Hund.“ Kobin schoss weiter um sich, dann klickte seine Waffe. Schnell wollte er nachladen, doch da sprang Sam auf und sprintete zu ihm rüber. Er schlug Kobin ins Gesicht und packte ihn an der Gurgel. „Andriy Kobin, was hast du da eben zu mir gesagt ?“ „Oh Gott nein, ich hab nur Spaß gemacht Mann. Ich hab`s nicht so gemeint, ich schwör`s dir, echt Mann.“ „Na schön, dann sag mir einfach was du über die Dunkle Brigade weißt.“ „Die Dunkle Brigade ? Ist ein  Konsortium, ein Zusammenschluss internationaler Verbrech…, äh Unternehmer. Jeder hat in seinem Land gute Verbindungen, die die anderen nutzen. Ich helfe dir, du hilfst mir, verstehst du?“ „Und was für ein Ziel verfolgen die ?“ „Keine Ahnung, da bin ich nicht eingeweiht. Dafür bin ich nicht zuständig.“ „Und wofür bist du zuständig ?“ „Für die Versorgung, Mann. Wenn die was brauchen, Waffen, Sprengstoff, Fahrzeuge…, dann rufen die mich an. Was die damit machen interessiert mich nicht, Hauptsache ist, das sie gut bezahlen.“ „Was ist mit Black Arrow ?“ „Die Söldnertruppe der Brigade, wenn es ein Problem gibt oder jemand ausgeschaltet werden soll, dann schicken sie die Jungs dorthin.“
„Sam, da rückt ein Verstärkungstrupp an, sie werden gleich bei Kobin eintreffen, macht dass ihr wegkommt“ meldete Lambert. „Was ist mit Kobin ?“ „Lass ihn vorerst am Leben, es kann sein, das er uns vielleicht später noch mal von nutzen ist.“ „Verstanden.“ „Was ist ?“
„Gut möglich, dass wir uns wieder sehen“ sagte Sam zu Kobin, würgte ihn bewusstlos und ließ ihn einfach fallen. Dann lief er zu Carrie und sie verließen das Gelände über den Hinterhof.
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