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Frozen Heart

GeschichteAbenteuer, Drama / P16 / Het
Aragorn Gandalf Gimli Glorfindel Legolas OC (Own Character)
25.04.2014
31.07.2021
11
31.619
45
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Dieses Kapitel
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19.02.2021 1.215
 
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„Ganz gleich was einst geschehen ist: uns bleibt keine andere Wahl, als sie zu finden.“

Es war für ihn keine Frage des Könnens oder des Wollens. Ihnen blieb keine andere Option mehr als diese. Egal wie sehr er sich selbst dagegen sträubte; egal wie sehr er diesen Weg eben nicht gehen wollte – es war die einzige Lösung für ihre gar verzweifelte Lage.

Es waren die Mächte weit außerhalb ihrer aller Reichweite; die Fügungen, welche sich ihrer Kontrolle entzogen – das unheilvolle und rätselhafte Schicksal selbst, dem sie sich nur beugen konnten.

„Sie ist gefährlich.“

Das leise Rauschen der entfernten Wasserfälle schien das einzige Geräusch zu sein, welches es wagte die erdrückende Stille zu zerreißen. Die Laute der Natur hielten inne, als wüssten sie von der Wichtigkeit der noch zu treffenden Entscheidung – ganz Mittelerde schien in dem dämmrigen Zustand der Hoffnungslosigkeit verfallen zu sein, seit die dunkle Realität sie erreichte.

Saruman hatte sie verraten.

Vier Worte, die sich ihrer aller Verstand entzogen. Welche sie fassungslos – gar hilflos! – zurückließen, denn es schien zu abwegig um wahr zu sein. Saruman der Weiße, das Oberhaupt des Weißen Rates und des Ordens der Istari, war den Mächten der Dunkelheit verfallen.

Ihr langjähriger Verbündeter stand nun gegen sie – verführt von den Versprechen der Finsternis. Getrieben von Sehnsucht und Verbitterung, die sie alle verspürten.

Die lautlosen Schritte des blonden Elben kamen zum Erliegen. Sein zweifelnder Blick traf auf den des Fürsten Bruchtals, Elrond, dessen Worte wie eine erdrückende Last auf ihnen lag. Keiner zweifelte ihn an, als er die Botschaft des Verrates mit ihnen teilte – als er das Ausmaß der Dunkelheit beschrieb, welche Isengard verschlungen hatte.

Als er ihnen verkünden musste, dass ihr wichtigster Verbündeter auf der Seite der Istari, Mithrandir, verschwunden war. Diese Botschaft allein war die Antwort auf die Frage, wann für sie die Pflicht des Handelns eintrat.

Ihrer aller Zeit schien abgelaufen zu sein.

„Es sind Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte vergangen. Wie können wir uns sicher sein, dass sie noch unter uns weilt? Soweit unsere Einsicht reicht, könnte sie längst zu den Hallen von Mandos zurückgekehrt sein“, gab ein Mitglied des Rates zweifelnd zu bedenken.

Doch es war der blonde Elb, Glorfindel, welcher nach einem Moment der Stille entschlossen den Kopf schüttelte. „Das hätten wir erfahren. Außerdem ist ihre von der Valar gegebene Aufgabe noch nicht erfüllt. Sie wäre in Mandos Hallen kein willkommener Gast.“

Er sah die Skepsis in ihrer aller Augen. Das Zögern, seine Worte als die Wahrheit anzuerkennen. Die Abneigung, ihr und ihren Fähigkeiten zu vertrauen. Aber selbst er wusste, dass ihnen keine andere Wahl mehr blieb.  

Mittelerde brauchte sie – jetzt, in den bevorstehenden Zeiten der Finsternis. Selbst wenn es ihm nicht gefiel, so musste er sich den Worten Elronds anschließen.

„Ihre Verbundenheit mit den übrigen Istari ist für unser Vorhaben entscheidend. Sie kann Saruman entgegentreten – und uns dabei helfen, mehr über Mithrandirs Verbleib herauszufinden.“

„Warum sollte sie uns helfen?“, es war die leise Frage, die ihrer aller Zweifel zum Ausdruck brachte. Doch die meisten von ihnen kannten die einfache Antwort.

„Sie will zurück nach Hause.“

Ihnen allen war die Sehnsucht anzusehen.

Der kleinste Gedanke an ihrer aller Heimat erweckte in ihnen nur den immer stärker werdenden Wunsch, dieser Sehnsucht endlich nachzugeben. Valinor rief sie zurück und jeder Tag, an dem die Dunkelheit des Ostens weiterwuchs und drohte alles zu verschlingen, schien dieses Verlangen in ihren Herzen zu schüren.

Wie die lodernden Flammen eines Feuers, welche unersättlich waren.

„Nach all den Jahren gibt es nichts, was sie mehr antreibt, als den Wunsch der Heimkehr. Ich weiß es, denn es ist ebenso mein Verlangen wie euer aller. Und nach all den Geschehnissen, die in der Vergangenheit liegen, ist sie verzweifelt. So verzweifelt, dass sie früher oder später der sanften Verlockung der Dunkelheit verfallen wird, wenn wir nicht jetzt handeln.“



„Glorfindel hat Recht. Die Kraft der Istari wurden von der Valar erschaffen und erweckt, um den Bewohnern Mittelerdes im Kampf gegen die Mächte Saurons zu helfen.“

Die Herrin Lothlóriens wandte sich ihnen langsam zu. Ihr entfernter Blick schweifte über die wunderschöne Szenerie Imladris, erschaffen von den Künsten der Elben.

Der bevorstehende Krieg, welchen sie immer und immer wieder vor Augen sah, war nicht nur ein Kampf der Menschheit – selbst, wenn ihnen die Flucht nach Valinor offen stand, so würde die Dunkelheit sich eines Tages bis zu ihnen ausbreiten.

Der Ringkrieg war ein Kampf aller Völker. Und eben deshalb war es an der Zeit, dass sich sämtliche Völker Mittelerdes zusammenschlossen, um der wachsenden Bedrohung vereint entgegenzutreten.

„Wählt sie unsere Seite, so wird ihre Sippe hinter ihr stehen. Selbst wenn sie in der Vergangenheit aneinandergeraten sind, die zwei übrigen Hexen werden ihrem Oberhaupt Folge leisten. So war es all die Jahre und so wird es auch auf ewig bleiben – und sollte es so sein, dass Mithrandir gefallen ist, so ist sie die einzige Gesandte der Götter, an die wir uns noch wenden können.“

Galadriel nickte, während ihr entschlossener Blick über die Anwesenden wanderte. „Wir brauchen sie nun mehr denn je. Das ist ihre Aufgabe – ihr Schicksal.“

„Es ist also entschieden“, der Schiffbauer Círdan, Fürst der Falas, erhob sich von seinem Sitz und trat an die Herrin des Goldenen Waldes heran, „wir schicken unsere Reiter aus, um nach ihr zu suchen. Und Kunde soll unsere Verbündeten erreichen, um unsere Suche zu unterstützen.“

„Dann ist es einstimmig“, bestätigte Herr Elrond, während Glorfindel schweigsam nickend sein Einverständnis signalisierte.  

Galadriels durchdringenden blauen Augen wanderten über die restlichen Ratsmitglieder. Doch selbst wenn Zweifel die Gedanken fast aller einnahmen, keiner von ihnen bestritt die Wichtigkeit ihrer möglichen Allianz.

Die Zeit war gekommen, alte Bündnisse neu zu erwecken.  

„Somit ist es also beschlossen. Im Augenblick größter Not wenden wir uns an die letzte Gesandte der Valar selbst, um die ihr aufgetragene Pflicht zu erfüllen. Ganz gleich aller vergangenen Taten, Carameril, den Völkern Mittelerdes bekannt als Amara, ist es erlaubt in unseren Kreis zurückzukehren.“


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Die folgenden Infos gerne lesen :)


A/N: Ja ups, was ist denn hier passiert - die Geschichte wurde doch 2016 beendet :D

Jaa, nach fünf Jahren dachte ich mir, wird es mal Zeit für ein Remake - denn die Geschichte liegt mir noch immer am Herzen, wie vor Jahren, als ich mit dieser hier auf der Seite angefangen habe. Nur jetzt, wo Jahre vergangen sind und mein Schreibstil sich (deutlich, wenn ich das so mal sagen darf) gebessert hat, wollte ich die Story einfach mal von Grund auf überarbeiten.

Für die alten Leser: Willkommen zurück! Ich hoffe euch gefällt die neue Variante, die im Kern noch die alte bleiben wird - nur hoffentlich besser :D

Für die neuen Leser: Herzlich willkommen hier! :)

Für alle als Info: Ich bin gerade dabei, die Kapitel alle zu überarbeiten. Dabei bin ich noch nicht über die Hälfte hinaus, aber ich wollte einfach mal hier ein Lebenszeichen von mir geben und mal so hören, ob überhaupt noch das Interesse gegeben ist oder ob ich mich hier dann alleine unterhalte :D  

Updates wird es geben, sobald ich genug Kapitel zur Verfügung habe - denn ich möchte euch nicht unnötig lange warten lassen, bis ich mal in die Gänge komme mit dem Schreiben.  

Ich freue mich hier wieder loszulegen. Und bis dahin wünsche ich euch alles Gute und freue mich drauf von euch zu hören! - in welcher Form auch immer :)
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