Out Of The Past

GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P18
Gambit / Remy LeBeau Jubilee / Jubilation Lee Professor X / (Professor) Charles Francis Xavier Rogue / Mary D'Arcanto Sabretooth / Victor Creed Wolverine
24.04.2014
02.06.2016
45
117.896
12
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32 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
24.04.2014 1.038
 
Hallooo liebe Leser :)
Ja, ich lebe noch und ich habe euch nicht vergessen :D
Nach einer Ewigkeit gehts endlich mal weiter mit der Geschichte. das nächste Kapitel wird eventuell noch etwas auf sich warten lassen, danach gehts aber wieder schneller weiter, hoffe ich, denn dann habe ich endlich die Lücke zwischen meinen Storyteilen geschlossen :)
Wünsche euch wie immer viel Spaß beim Lesen!
Freue mich natürlich wie immer über Reviews ;)
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Eben noch hatten sie an dem monumentalen Obelisken entlang nach oben gestarrt, einem der berühmtesten US-amerikanischen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Washington D.C., da begann es auch schon zu regnen, wie die düsteren Wolken und der Donner es bereits schon vor Stunden angekündigt angekündigt hatten.
Lilith blinzelte, dann sah sie zu Logan hinüber.
„Warum nochmal habe ich meinen Regenschirm nicht dabei?“, fragte sie rhetorisch und zog die Schultern nach oben, damit die Regentropfen nicht unangenehm kalt hinten in ihren Kragen fielen.
„Ich habe dir gesagt, dass es regnen wird“, erwiderte Logan mit einem leichten Schmunzeln, nahm seinen Hut vom Kopf und setzte ihn ihr auf, ein jämmerlicher Ersatz für einen Regenschirm, aber besser als nichts.
Logan schien der Regen nur sehr wenig auszumachen, er ignorierte ihn gekonnt, während er seinen Arm um Lilith legte und sie zum weitergehen animierte, die beinahe symmetrisch gerundeten Wege bis zum Second World War Memorial und weiter zu dem plätschernden und meterlangen Brunnen, dem „Reflecting Pool“ der sich auf dem weiten Platz vor dem Lincoln Memorial erstreckte, das wie ein Palast in der Ferne aufragte.
Es blitzte und donnerte, sodass es beinahe den Anschein machte, als würde innerhalb der nächsten Minuten die Welt untergehen.
Bis sie die Stufen des Memorials erreicht hatten, waren sie beide komplett durchnässt und Lilith fröstelte ein wenig, als sie hinein gingen.
Unbeeindruckt ließ Logan sich auf dem Boden vor der Statue des 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten nieder, den Blick nach draußen gerichtet. Lilith hingegen sah sich alles ganz genau an und ließ den Ort auf sich wirken. Das Monument strahlte Autorität aus, die Liliths Nackenhaare aufstellte. Wie gebannt sah sie hinauf in das weiße Antlitz Abraham Lincolns, der wie Göttervater Zeus gleich in seinem Marmornen Sessel ruhte und auf jeden herab sah, der es wagte, seine Gedenkstätte zu betreten.
Doch schließlich setzte auch sie sich nieder, den Rücken gegen den kühlen Marmor gelehnt, direkt neben Logan.
Man hatte einen berauschenden Blick von dieser Position aus, man sah bis zum Washington Monument hinüber – jedenfalls ließ es sich durch den grauen Schimmer des Platzregens erahnen.
Trotzdem hatte der Regen irgendwie etwas magisches, wie ein reinigender Schleier, der jegliches Geräusch außer dem eigenen Platschen hinweg wusch. Die grauen Regenwolken am Himmel spiegelten sich verschwommen im unruhigen Wasser des Brunnens.
„Was meinst du, wie lange dauert Charles' Konferenz noch?“, brach Lilith dann die Stille, ohne ihren Blick vom draußen stattfindenden Spektakel abzuwenden.
Logan warf einen Blick auf seine Armbanduhr. Halb 7 war es schon.
„Vermutlich bald. Scott wollte sich melden“, erwiderte er dann fast gelangweilt. Lilith nickte, nahm den Hut ab, ehe sie ihn neben sich auf den Boden legte und ließ ihren Kopf dann seitlich gegen Wolverines Schulter sinken.
„Washington gefällt mir“, meinte sie.
„Aber vermutlich nur bei Regen. Bei schönem Wetter ist hier die Hölle los“, entgegnete Logan. Lilith kicherte ein wenig.
„Wahrscheinlich. Wer traut sich bei dem Regen auch auf die Straße?“, stimmte sie ihm zu und als sie kurz in sein Gesicht blickte, sah sie ihn ein wenig lächeln.
Dann versank sie in Gedanken. San Francisco und Augusta erschien ihr schon ewig her zu sein, obwohl sie Augusta erst vorgestern verlassen hatten, um nach Washington D.C. zu fliegen.
Als es donnerte zuckte sie erschrocken zusammen und einen kurzen Augenblick flackerte eine Erinnerung in ihrem Kopf auf, die allerdings so schnell wieder erlosch, wie sie aufgeleuchtet war. Das einzige was blieb, war die Stimme ihrer Mom, die sagte, dass sie keine Angst zu haben brauche.

„Du brauchst keine Angst zu haben, Liebes“, sagte Ava und strich ihrer Tochter sacht übers Haar, während diese zitternd in ihrem Bett lag und angsterfüllt auf das Fenster starrte. Draußen wetterte ein Gewitter deutlich zu hör- und sichtbar.
„Hier drin sind wir sicher“, versuchte Ava Lilly zu beruhigen. Doch sie zuckte selbst zusammen, als es beim nächsten Mal donnerte und anschließend die schrille Türklingel zu hören war.
Sie erhob sich und murmelte ein „Ich bin gleich wieder da“, bevor sie zur Tür ging.
Lilith hörte Stimmen, die ihrer Mutter und eine andere, die sie noch nie gehört hatte. Aber sie klang unangenehm blechern und hohl, wie wenn ein Roboter sprechen würde. Jedenfalls so hatte Lilith sich immer die Stimme eines Roboters vorgestellt.
Leise erhob sie sich aus ihrem Bett und schlich zur Zimmertür, wo sie durch den Türspalt spähte. Das gedimmte Licht im Flur machte es schwer, etwas zu erkennen.
Ava stand an der Tür und sprach mit jemandem, den Lilith nur als Schatten erkennen konnte. Zudem trug er einen Hut unter dem sich ein rötlicher Schimmer verbarg.
Als Lilly den Hut gesehen hatte, hatte sie zuerst an Logan denken müssen, sie hatte ihn seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Nach dem Todestag ihres Vaters war er noch eine kleine Weile geblieben und dann verschwunden, doch Mommy hatte sich – im Gegensatz zu Lilith – nicht darüber gewundert, sondern nur gemeint, das sei so Logans Art.
Aber das hier war nicht Logan. Die schattenhafte Gestalt an der Tür war größer und hatte eine unheimliche Aura um sich, die Lilly frösteln ließ.
„Verschwinden Sie, oder ich rufe die Polizei! Ich weiß nicht woher Sie meinen Mann kennen wollen, aber ICH habe Sie noch nie gesehen und ich rate Ihnen, halten sie sich endlich fern von mir! Das Leben von mir und meiner Tochter geht sie einen feuchten Kehricht an!“, wurde Ava nun laut und ohne auf eine Antwort zu warten, donnerte sie die Tür ins Schloss.
Verzweifelt fuhr sie sich durchs Gesicht und wandte sich dann um, nur um Lilith sofort zu entdecken, wie sie da hinter der Tür stand und durch den Spalt spähte. Sofort legte sie einen anderen Gesichtsausdruck auf.
„Wer war das, Mommy?“, fragte Lilly vorsichtig und verließ ihr Zimmer.
„Nicht so wichtig, Schatz“, erwiderte ihre Mom erschöpft, hob ihre Tochter hoch und brachte sie zurück ins Bett, „Zeit zu schlafen, Lilly.“
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