Out Of The Past

GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P18
Gambit / Remy LeBeau Jubilee / Jubilation Lee Professor X / (Professor) Charles Francis Xavier Rogue / Mary D'Arcanto Sabretooth / Victor Creed Wolverine
24.04.2014
02.06.2016
45
117.896
12
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32 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
24.04.2014 1.401
 
Howdy allerseits :)
Es ist wieder Mittwoch! (Wer hätte es gedacht...?)
Viel Spaß mit dem neuen Kapitel, freue mich auf Reviews ;)
Ach ja und schöne Ferien und schönen Urlaub an alle die welche(n) haben! :)
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Wolverine fiel als einziger zwischen den anderen Leuten wirklich auf.
Während alle tanzten, lachten und ordentlich feierten, stand er nur mit dem Rücken zum Tresen gelehnt da, einen mürrischen Gesichtsausdruck aufgelegt und sein Glas Whiskey in der Hand.
Lilith grinste kurz, denn immerhin war er mitgekommen, was sie schon genug Überredungskunst gekostet hatte, da konnte sie jetzt nicht auch noch erwarten, dass er die beste Laune mimte.
Sie wandte sich von Remy und Anna Marie ab, die gerade zu einem guten Lied tanzten und schob sich durch das Gedränge der Menschen zu Logan hinüber. Am Rande ihres Sichtfelds sah sie Robert und Kitty, ebenfalls tanzend. So ausgelassen hatte Lilith die anderen X-Men noch nie gesehen.
„Na, konntest du dich dem Charme des Cajuns entziehen?“, fragte Logan laut, damit sie ihn trotz der dröhnenden Musik verstehen konnte. Sarkasmus schwang in seiner Aussage mit.
„Klar, wenn man von einem Kerl so grimmig angesehen wird, wie von dir, vergisst man alle anderen gutaussehenden Männer, die einem den Boden unter den Füßen voll sabbern“, neckte sie ihn grinsend.
Ihr entging nicht, wie seine Mundwinkel zuckten, er hielt sich aber noch wacker davon ab ihr Grinsen zu erwidern. Stattdessen nahm er einen Schluck seines Whiskeys und ließ seinen Blick über die Menge des Clubs gleiten, die sich wie die Wellen des Meers zum Takt der Musik bewegte.
Lilith stieß ihm mit dem Ellenbogen sacht in die Seite.
„Es ist nicht verboten zu lachen, du Griesgram“, lachte sie.
Tatsächlich schmunzelte er ein wenig, dann wurde plötzlich die Musik leiser gedreht und der DJ begann von 20 abwärts zu zählen, worauf fast alle Anwesenden einstiegen.
Gleich war es soweit, das neue Jahr würde das alte ablösen.
Lilly zähle euphorisch mit, Wolverine ließ sich dazu allerdings nicht herunter.
Als sie bei 0 angekommen waren, durchzuckten bunte Lichter wie Raketen die halbdunklen Räumlichkeiten des Clubs und Lilith dachte etwas wehmütig daran, dass Jubes jetzt nicht hier sein konnte.
Lilly hatte sich eigentlich schon gefreut, Jubilees Kräfte am Neujahr erneut bestaunen zu dürfen, da sie zweifelsfrei die Raketen übertroffen hätten, die es seit Tagen in jedem Supermarkt zu kaufen gab.
„Dann eben nächstes Jahr, Jubes“, dachte Lilith bei sich und lachte, als sie von Wolverine umarmt wurde.
„Frohes neues Jahr, Lilly“, sagte er direkt in ihr Ohr und ein kleiner Schauer lief ihr über den Rücken.
„Frohes neues Jahr“, erwiderte sie und drückte ihm einen Kuss auf die Wange, wobei sein Bart ihre Haut kitzelte.
Nur einen Augenblick später gab er sie wieder frei und Robert, Kitty, Remy und Anna Marie kamen bei den beiden an, um ihnen ebenfalls frohes Neujahr zu wünschen und sie zu drücken.
Wie schon zu Weihnachten bemerkte Lilith, dass es ihr schon lange nicht mehr so gut gegangen war; dass sie schon so lange nicht mehr so viel Spaß gehabt und dass sie schon so lange keine so guten Freunde mehr gehabt hatte, wie hier.
Einen Moment wurde ihr schwindelig. Sie lehnte sich schnell gegen den Tresen, um nicht den Eindruck zu machen, als würde sie gleich zusammen klappen.
Alles drehte sich. So viel hatte sie doch gar nicht getrunken?
Vielleicht war es die miese Luft. Lilith wusste es nicht.
„Ich gehe einen Moment nach draußen“, sagte sie schnell und verließ den Club.
Der Schnee knirschte unter ihren Schuhen, als sie nach draußen trat und sie fröstelte, ohne Jacke und nur mit einem Shirt war es definitiv zu kalt draußen. Trotzdem ließ die Kälte ihre Sinne wieder klar werden.
Nachdenklich und fast automatisch glitt ihre Hand an ihren Hals, von dem der Achat baumelte, den sie von Logan bekommen hatte. Er war seit Heilig Abend ihr liebstes Schmuckstück.
„Frohes Neujahr“, sagte plötzlich eine Stimme hinter ihr und Lilith drehte sich erschreckt um.
Ein groß gewachsener Mann stand hinter ihr. Sein kurzes, schwarzes Haar schien fast ebenso zu glänzen, wie sein strahlendes Lächeln. Ansonsten wirkte er relativ normal, ein Allerweltsgesicht, nichts besonderes. Niemand, der einem nur nach einem kurzen Blick im Gedächtnis blieb.
„Ähm. Danke. Ihnen auch“, sagte sie und schlang die Arme um ihren Oberkörper, während sie ihre Selbstheilung aufrief. So würde sie nicht mehr frieren und der Grund des Schwindels sicher bald verschwinden, samt dem bisschen Alkohol in ihrem Blutkreislauf.
Der Mann trat näher und reichte ihr die Hand.
„Ich bin Nathaniel“, sagte er.
„Lilith“, erwiderte sie und griff nach seiner Hand, drückte sie kurz und ließ dann wieder los.
„Allein hier?“, fragte Nathaniel und Lilith schüttelte den Kopf.
„Meine Freunde sind drinnen, ich...musste nur mal kurz frische Luft schnappen“, entgegnete sie, dem Fremden etwas misstrauisch gegenüber, ehe sie nachschob: „Ich muss dann auch wieder rein, die machen sich sonst noch Sorgen um mich.“
Nathaniel nickte.
„War schön, deine Bekanntschaft zu machen“, sagte er noch.
Als Lilith schon im Türrahmen stand, die Tür geöffnet und die Musik sie langsam wieder halb taub machend, hörte sie ein Flüstern.
„Du magst kein Omega sein, allerdings bist du auf dem besten Wege einer zu werden.“
Irritiert drehte Lilith sich noch einmal um, doch Nathaniel schien schon gegangen und in der Dunkelheit verschwunden zu sein, sie konnte ihn nicht mehr sehen.
Kopfschüttelnd betrat sie den Club erneut. Was war das bloß für ein seltsamer Kerl gewesen? Und was hatte er mit „Omega“ gemeint? Sie konnte nicht einmal mit Sicherheit sagen, dass er überhaupt da gewesen war, vielleicht spielte ihr angeschlagenes Hirn ihr auch einen Streich?

Es war schon ziemlich spät, als die 6 den Club verließen, trotzdem war überall noch die Hölle los.
„War eine tolle Idee von dir, hierher zu kommen, Gambit“, kicherte Rogue und hakte sich bei ihm ein, während sie zum Auto gingen, sie waren mit einem der beiden Vans her gekommen, wobei sich die drei Frauen und Remy auf die Rückbank gequetscht hatten, während Robert den Beifahrersitz in Beschlag genommen hatte und Logan der Chauffeur gewesen war.
„Auf jeden Fall“, stimmte Kitty zu und grinste, bevor Robert seinen Arm um sie legte. Die beiden waren schon ein niedliches Paar.
Lilith war seit der Begegnung mit Nathaniel seltsam still geworden. Sie konnte sich keinen Reim auf seine Aussage machen. War es vielleicht nur irgendein komischer Witz gewesen, den sie nicht verstand?
Sie schob den Gedanken fort. Nathaniel – wenn er überhaupt so hieß – war nur irgendein Fremder gewesen. Niemand von Bedeutung. Jedenfalls redete sie sich das erfolgreich ein.
Als die Freunde einige Zeit später bei der Villa ankamen, hatte Lilith ihn schon fast vergessen.
Sie war fürchterlich müde, als sie neben Logan den Gang entlang zu ihrem Zimmer schritt.
„Na, hat dir der Abend gefallen?“, fragte er beiläufig.
„Ja, es war echt toll. Wir sollten öfter feiern gehen“, erwiderte Lilith schmunzelnd, wohl wissend, dass Wolverine sie beim nächsten Mal vermutlich nicht begleiten würde. Er war ja nur mitgekommen, weil es ein „besonderer“ Tag gewesen war. Und weil Lilly ihn gekonnt überredet hatte.
Er lächelte ein wenig und wünschte ihr eine gute Nacht, bevor sie in ihrem Zimmer verschwand. Träge zog sie sich um und fiel dann ins Bett, in einen sonst so seltenen traumlosen Schlaf.
Der nächste Tag brach schleppend an. Als Lilith erwachte, dachte sie es würde gerade erst dämmern, ein Blick auf ihren Wecker sagte ihr aber etwas anderes. Es war bereits nach 10 Uhr, allerdings war es so bewölkt, dass es fast schon düster erschien.
Nachdem sie sich geduscht und angezogen hatte, verließ sie ihr Zimmer. Unten vor der Küche traf sie als erstes auf Jubilee, die ihr als erstes um den Hals fiel.
„Frohes neues Jahr, Lilly!“, sagte sie euphorisch.
„Danke, Jubes, dir auch“, lachte Lilith und erwiderte die Umarmung ihrer Freundin.
„Na, wie war eure Party?“, fragte diese dann und ließ Lilith los.
„Total super. Logan hatte ein klein wenig miese Laune, aber ich habe nichts anderes erwartet“, antwortete sie grinsend. Jubilee erwiderte das Grinsen.
„Und was habt ihr gemacht?“, fragte Lilith, während die beiden in die Küche gingen, in der seltsamerweise tote Hose herrschte.
„Ach, nicht viel. Eine kleine Nachtwanderung, ein bisschen Feuerwerk und so Sachen“, erzählte Jubes wenig aufschlussreich.
„Das hätte ich gerne gesehen. Du warst doch sicherlich mit deinen Kräften zugange, was?“, riet Lilly und Jubilee nickte grinsend.
„Wird sich schon noch eine Gelegenheit ergeben, in der du mein Feuerwerk nochmal zu Gesicht bekommst“, meinte Jubes leichthin, was Lilith zum Grinsen brachte.
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