Out Of The Past

GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P18
Gambit / Remy LeBeau Jubilee / Jubilation Lee Professor X / (Professor) Charles Francis Xavier Rogue / Mary D'Arcanto Sabretooth / Victor Creed Wolverine
24.04.2014
02.06.2016
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24.04.2014 951
 
Hallöchen, alle zusammen :) Heute kommt das Kapitel etwas früher am Tag ;)
Wünsche euch viel Spaß beim Lesen!
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Am Heiligen Abend kümmerten Jean und Gambit sich um das Abendessen, was zwar gelegentlich auch in Streitereien ausartete, aber das Ergebnis sprach für sich, den ganzen Tag lang konnte man gute Gerüche ausmachen, die von der Küche her kamen.
Lilith fuhr zusammen mit Rogue und Jubilee in die nächste Stadt, um noch ein paar Weihnachtseinkäufe zu machen, Wolverine machte sich ein weiteres Mal auf den Weg in den Wald, um den Baum für die große Eingangshalle zu schlagen, Hank begleitete ihn dabei.
Kitty und Bobby schmückten den Baum anschließend mit Nightcrawlers Hilfe. Scott und der Professor waren zusammen mit Storm seit zwei Tagen auf einem Trip nach London und würden am späten Nachmittag noch eintreffen.
Am Abend – nach dem gemeinsamen Essen im Speisesaal – fanden sich alle im Gemeinschaftsraum ein und erst saßen sie nur ein wenig zusammen, dann wurden Geschenke ausgetauscht.
Lilith hatte gar nicht bemerkt, dass Logan nach dem Essen verschwunden war, wie wenn er sich in Luft aufgelöst hätte.
Jubilee hatte Recht gehabt, er war ein Weihnachtsmuffel, er hatte schon den ganzen Tag schlechte Laune gehabt und dass er jetzt nicht anwesend war, bestätigte das ein weiteres Mal.
Doch sie ließ sich die Laune nicht verderben, sondern genoss das familiäre Beisammensein, das sie schon seit Jahren nicht mehr gehabt hatte an den weihnachtlichen Feiertagen.
Zu späterer Stunde begaben sich nach und nach alle ins Bett, erst die Kinder, dann die Erwachsenen, bis Rogue und Lilith die letzten waren, die sich noch im Gemeinschaftsraum aufhielten. Wie schon so oft setzten sie sich zusammen ans Feuer und sahen sich ihre Geschenke noch einmal genauer an.
Lilly hatte – aus aktuellem Anlass – von Hank das Buch „Bambi“ bekommen, eine wunderschöne, alte Ausgabe, die Seiten ein wenig vergilbt, aber Lilith hatte sich schon in sie verliebt, als sie sie ausgepackt hatte. Außerdem hatte sie von Rogue und Jubilee eine neue Mütze, einen Schal und Handschuhe bekommen, die zueinander passten.
Sie selbst hatte Rogue – zusammen mit Jubilee – Kinokarten geschenkt und Kitty und Bobby hatten ihr eine neue CD als Präsent überreicht.
„Hast du ein Geschenk für Logan?“, fragte Rogue, denn natürlich war auch ihr nicht entgangen, dass er den ganzen Abend verschwunden gewesen war. Lilith nickte, ehe sie ihrer Freundin die selbe Frage stellte. Rogue grinste.
„Da er es schon seit Jahren so hält, einfach zu verschwinden, sind wir alle dazu über gegangen ihm zu jedem Weihnachtsfest gemeinsam eine Kiste Bier und eine Schachtel Zigarren zu schenken“, erwiderte sie und Lilith kicherte ein wenig.
„Auf jeden Fall etwas, was er immer brauchen kann“, stimmte sie zu und Anna Marie lachte. Dann blickte sie zu dem großen, quadratischen Geschenk, das allerdings nur in ein Tuch eingewickelt und mit einem Geschenkband versehen war.
„Und? Was ist drin?“, fragte sie, da sie vermutete, dass das Liliths Geschenk für Logan war.
„Ein Bild“, erwiderte Lilly geheimnisvoll und grinste verschmitzt. Mehr sollte Rogue nicht aus ihr heraus bekommen, solange sie auch nach bohrte.
Schließlich gab sie es auf und begab sich bald darauf ebenfalls in ihr Zimmer, um zu schlafen. Lilith tat es ihr gleich und nahm das Gemälde mit ihren Geschenken nach oben.
Sie hatte es vor ein paar Tagen selbst gemalt und sich viel Mühe dabei gegeben. Einerseits sollte es ein kleiner Scherz sein, andererseits fand sie, dass es ihr wirklich gut gelungen war.
Oben im Flur nutzte sie ihre geschärften Sinne, lauschte und schnüffelte, doch Logan schien nicht in seinem Zimmer zu sein, also öffnete sie die Tür, stellte nur schnell das Bild an die Wand neben der Tür und schloss diese wieder, ehe sie in ihr Zimmer huschte.
Gähnend zog sie sich um, putzte sich eilig die Zähne und schlüpfte dann ins Bett. Erst jetzt bemerkte sie ein kleines Päckchen auf ihrem Nachttisch. Sie runzelte die Stirn und griff danach. Auf einem kleinen Zettel, der am Geschenkband hing, stand ihr Name.
Nachdem sie das Geschenkpapier aufgerissen hatte, glitt ihr ein Teil des Inhalts in die Hand.
Ein Edelstein von rot-oranger Farbe, glatt, rund und flach, mit einem Loch in der Mitte, durch das ein Lederband gezogen worden war. Sein Durchmesser betrug etwa zwei Inch. Sie zupfte die restliche Verpackung auseinander und stieß auf ein zusammen gefaltetes Stück Papier.
Darauf stand:

„Der Achat ist schon seit Jahrhunderten und Jahrtausenden ein beliebter Schmuck- und Heilstein, der ein weites Farbspektrum besitzt. Über weiß und schwarz bis zu blauen und rötlichen Verfärbungen reichen seine Variationen.
Er fördert Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen, sowie Ausdauer und Wahrnehmungsfähigkeit, unterstützt Kreativität und logisches Denken neben Genauigkeit und Konzentrationsfähigkeit, hilft gegen negative Einflüsse, Zweifel, Schlafstörungen, seelische Schmerzen, innere Spannungen und Stress. Außerdem verstärkt der Achat das Gefühl von Schutz, Geborgenheit, Freude, Optimismus, Mut, Vertrauen und Unbeschwertheit. Er gilt auch als Hilfe bei Heimweh, Alpträumen und Aggressionen.“


Eine Beschreibung des Edelsteins. Lilith schmunzelte. Sie hatte Logans Handschrift schon auf dem Namenszettelchen erkannt.
Trotz dass er nichts von Weihnachten hielt, schien er dennoch nicht abgeneigt, etwas zu verschenken. Und ihm war sicherlich genau bewusst, wie gut die „Heilfähigkeiten“ dieses Edelsteins auf Lilith zutrafen.
Sie war sich sicher, dass er ihn deshalb ausgewählt hatte.
Mit einem Lächeln auf den Lippen legte sie das Papier und den Stein auf ihren Nachttisch, knüllte das Geschenkpapier zusammen und ließ es neben dem Bett zu Boden fallen. Anschließend löschte sie das Licht und schlief bald ein.
Sie hätte sich wohl gefreut, wenn sie Wolverines Grinsen gesehen hätte, als er das Bild entpackte, nachdem er von einem langen Spaziergang nach Hause gekommen war.
Die eingerahmte Leinwand zeigte einen Vielfraß, einen Wolverine, der aufmerksam in die Ferne blickte, umgeben von einem dichten Wald in dunklem Grün und zwischen seinen Vorderpfoten lag eingerollt und schlafend ein Wolfswelpe.
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