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Stilles Glück

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Aida Riko Kagami Taiga Kasamatsu Yukio Kise Ryōta Kiyoshi Teppei Kuroko Tetsuya
23.04.2014
31.08.2014
21
40.365
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23.04.2014 1.568
 
Fast 9 Jahre war es nun her, das Shiori von einem Auto angefahren wurde und sie aufgehört hatte, zu sprechen, bis heute ist nicht geklärt, wer der Unfallverursacher ist  und aus welchen gründen das Mädchen nicht mehr reden konnte. Gesundheitlich war sie fit wie jede Andere doch, sie blieb stumm.
In den letzten Jahren wurde sie privat unterrichtet da, ihre Eltern sie nicht mehr alleine aus dem Haus gehen lassen haben.
Noch immer, gaben sie sich die Schuld an dem Unfall ihrer Tochter da, sie so mit ihrer Arbeit beschäftigt waren und sie nicht von der Schule abholen konnten. Shiori spürte dass, ihre Eltern sehr darunter litten und sie nun deshalb in Watte packten.
Direkt nach dem Unfall, sind sie und ihre Familie von Osaka, nach Tokio gezogen wo sie ein neues leben starten wollten und dieses mal wollten sie alles richtig machen.
Heute war es wieder soweit. Die allwöchentliche Therapie stand an und ihre Eltern brachten sie wie immer zu, Doktor Kanzaki.

„Hallo Shiori-Chan“ begrüßte er das braunhaarige Mädchen und sie lächelte zum Gruß.
Sie mochte ihren Therapeuten. Er war ein netter Mensch und sehr jung. Sie war mit unter, eine seiner ersten Patienten denn, er hatte gerade das Studium beendet als, er in der Praxis seines Vaters anfing.
„Sieht aus als geht es dir gut und hast du dir überlegt ob du den Versuch wagen solltest?“ fragte Kanzaki sie.
Shiori setzte sich ihm gegenüber und drückte ihm ein Prospekt der Kaijou High in die Hand.
„Die Kaijou mh.....“ er rieb sich mit der Hand das Kinn. Danach schaute er seine Patientin an und sagte: „Gut ich werde mal mit dem Direktor reden und ich möchte nun auch deine Eltern einweihen.“ sagte der schwarzhaarige und Shiori nickte. Es war nicht so dass, sie sich nicht verständigen konnte, schließlich konnte sie Schreiben und auch die Zeichensprache beherrschte sie. So verständigte sie sich auch mit ihren Eltern.
„Frau und Herr Misawa, würden sie bitte mal dazu kommen ?“ fragte der Arzt und lotste die Eltern seiner Patientin in das Gesprächszimmer.
„Wie sie wissen hat, bisher keine Therapie bei ihrer Tochter angeschlagen. Nun haben wir uns die letzten Wochen Gedanken darüber gemacht wie wir nun weiter verfahren sollten. Ihre Tochter sagte dass sie, sie noch immer Privat unterrichten lassen und sie keine Sozialen Kontakte hat.“ sagte er und das Paar bestätigte dies.
„Shiori sollte dringen mit Jugendlichen ihres alters zusammen sein. Mit ihnen, würde es ihr vielleicht wieder leichter fallen, zu sprechen“ erklärte er und der Vater von Shiori schüttelte de Kopf.
„Wie soll sie das bewerkstelligen? Sie spricht ja nicht mal mit uns ! Wieso sollte sie, mit anderen Sprechen? Was wenn, ihr etwas passiert ? Oder sie gehänselt wird ?“ sagte er und seine Frau schaute zwischen ihrem Mann und ihrer Tochter hin und her.
Shiori verdeutlichte ihrer Mutter dass sie, es wirklich gern versuchen möchte, schließlich war sie ja nicht krank. Gut, sie sprach nicht aber, kommunizieren ging trotzdem.
„Liebling denkst du nicht, wir sollten auch auf Shioris Wünsche achten?“ warf sie nun ein, wodurch sich ihr Mann beruhigte und auf seine Tochter zuging.
„Bist du sicher dass, du das möchtest?“ die Angesprochene nickte und sagte ihm noch :
„Ich möchte das wirklich Papa, ich weiß du machst dir Sorgen aber ich bin kein Kind mehr und ich will es jedenfalls versuchen.“ sie gestikulierte mit ihren Händen und bewegte die Lippen dabei, doch alles, ohne einen Ton von sich zu geben.
„Natürlich werde ich Shiori weiterhin betreuen und auch vorher mit ihr in die Schule gehen, damit sie sich es sich, noch einmal überlegen kann. Wir wollten dass, nur vorher mit ihnen absprechen damit, ich alles in die Wege leiten kann.“ erzählte Kanzaki und alle Beteiligten nickten.
„Gut, dann, Melde ich mich in den nächsten tagen bei ihnen und bis dahin, pass auf dich auf Shiori“ und damit verabschiedete er sich von uns.
Im Auto unterhielten sich die Eltern, noch ausgiebig darüber ob es wirklich richtig ist doch, Shioris Mutter war der Meinung dass, sie ihre Tochter nicht wegsperren sollten.

Nachdem ihre Eltern auf der Arbeit waren, verschwand Shiori mit ihrem Block in den nahegelegenen Park. Sie zeichnete für ihr leben gern und könnte es den ganzen Tag machen. Egal ob es nun Kinder auf dem Spielplatz, welche die Fußball spielten oder, schöne Orte waren. Sie zeichnete alles was sie als schön empfand und was sie sah. Daher hatte sie auch, unmengen an Ordnern mit Monats- und Jahresdaten, sollte sie mal gefragt werden was sie wann getan hat, war dies wohl die Antwort.
Doch seit einigen Wochen, zeichnete sie immer das selbe Motiv. Es war ein Junge mit schwarzen, kurzen, stachligen Haaren, einem ernsten Blick und stahlblauen Augen. Seine Augenbrauen waren etwas dicker als bei anderen doch, das verlieh seinem Blick eine gewisse Strenge.
Er war so um die 1.80 m groß, da war sie sich nicht so sicher. Er trug meist ein schwarzes Shirt und eine Jeans. In seiner Hand, befand sich eine Gitarre.
Die Augen geschlossen und den blick zur Sonne gerichtet, spielte er auf ihr und dieses Bild, brannte sich in Shioris Kopf.
Jeden Tag zeichnete sie ihn. Immer wieder sein Gesicht. Mal in Farbe oder in schwarz weiß. Selbst wenn, sie etwas anderes zeichnete, passierte es schon mal dass, sein Gesicht vor ihr auftauchte.
Sie setzte sich immer, an den Brunnen von wo aus, sie ihn gut beobachten konnte. Doch, er bemerkte sie nie und als er sie mal bemerkte, rannte er mit einem roten Kopf weg. Seitdem, achtete sie darauf, ihn heimlich zu beobachten, um ihn zu zeichnen. Egal mit welchem Ausdruck. Sie fand ihn einfach toll.

Keine zwei tage später, klingelte das Telefon und Kanzaki teilte der Familie Misawa mit dass, der Direktor Shiori gerne kennenlernen würde.
Zwei Stunden später, hatte Shiori ein einfaches weißes Shirt und einen schwarzen Rock an, dazu weiße Kniestümpfe und einen schwarzen Blazer.
In ihren Haaren, hatte sie ein gelbes Haarband das als Schleife gebunden war. Sie hat hellbraunes, schulterlanges Haar und einen schrägen Pony der, ihre großen, dunkelbraunen Augen gut zur Geltung brachte.
„Wenn es dir zu viel wird, kommst du sofort nach Hause, okay Kind ?“ sagte der Vater zu seiner Tochter, diese lächelte und machte sich auf den weg zur Kaijou.

„Hallo Shi-chan“ sagte Kanzaki. Außerhalb der Therapiestunden war, er einfach ihr Freund. Auch wenn er älter war.
„Bereit?“ fragte er und sie nickte.
Gemeinsam, betraten sie nun die Schule. Und jetzt wurde sie nervös und blieb stehen. Ihr Begleiter, legte seinen Arm um ihre Taille und zog sie mit.
„Ich bin bei dir, keine Angst“ sagte er und nun ging er mit ihr ins Sekreteriat, wo sie auch schon von dem Direktor erwartet wurden.
Das Gespräch verlief anfangs etwas holprig aber, der ältere Mann war wirklich nett und verständnisvoll.
Shiori folgte dem Gespräch und antwortete so gut es nun mal ging aber auf die Frage ob sie aber trotzdem an der Tafel arbeiten könne, um Aufgaben zu bearbeiten, musste sie lachen und nickte.
Sie war stumm, nicht dumm. Aber aus irgendeinem Grund, dachten die Leute das immer wieder, obwohl sie eigentlich sehr gut in der Schule war.
Der Direktor versicherte Kanzaki dass, man Shiori nicht ausschließen würde, nur weil sie nicht sprach. Er hält seine Schüler eigentlich für sehr Sozial und wäre froh wenn, Shiori wieder den Mut zu sprechen finden würde.
Sie verabschiedeten sich von einander und Kanzaki begleitete Shiori noch zum Schneider um, ihre neue Uniform in Auftrag zu geben. Doch, der Schneider hatte zufällig noch eine in ihrer Größe, die sie mitnehmen konnte.
Als Kanzaki sie zuhause abgeliefert hatte, erzählte sie ihren Eltern von dem Gespräch und dass, sie sich freute, ab Montag endlich wieder in eine Schule gehen zu können.
Ihre Mutter war so erleichtert dass, ihr sogar Tränen über die Wangen liefen doch wenn, sie ehrlich war, hatte sie die selben Ängste wie ihr Mann. Schließlich war nicht sicher ob ihre Tochter sich nicht zu viel zumutete oder, sogar gehänselt werden würde.
Shiori entschuldigte sich dafür, ihren Eltern solche sorgen zu bereiten aber sagte auch das sie hoffte dass, sie bald wieder sprechen könne.
Auch wenn sie nicht daran glaubte, versuchte sie ihren Eltern, dies glaubhaft zu versichern. Sie machte sich bettfertig und legte sich ins Bett.

Das Wochenende, verbrachte sie wie jedes andere Mädchen. Auch sie lernte brav und sobald ihre Eltern verschwunden waren, schnappte sie sich ihre Zeichenutensilien und ging in den Park, wo sie so lang zeichnete. In der Hoffnung dass, der Junge mit der Gitarre, irgendwann auftauchte. Er war nicht immer da und auch immer zu verschiedenen Uhrzeiten aber, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Als sie gerade gehen wollte, tauchte er auf doch, hatte er keine Gitarre dabei sondern, lehnte er  sich einfach über die Bank und ließ sich den Wind ins Gesicht wehen. Dabei glitzerte der Schweiß auf seiner Stirn.
Es war ein seltsames Bild doch, sofort fing sie an ihn zu zeichnen, wie er mit einem Bein, angewinkelt und dem anderen auf dem Boden auf der Bank saß.
Mit der linken Hand stützte er sich ab und die rechte war über seine Augen gelegt außerdem, lief etwas glitzerndes aus seinen Augen.
Wahrscheinlich wollte er nicht dass, jemand ihn weinen sah doch, Shiori konnte nicht anders und fing diesen Moment ein.
Als sie zu Hause angekommen war, hatte sie Glück. Ihre Eltern waren noch nicht da also, verschwand sie schnell unter die Dusche und machte sich bettfertig denn, morgen war ihr erster Schultag.
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