Kleiner Unfall, grosse Wirkung ; )

GeschichteRomanze / P18
19.04.2014
06.12.2018
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Dieses Kapitel
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Als Ranma am nächsten Morgen aus seinem Zimmer trat, endeckte er als erstes seine Mitbewohnerin. Sie sass am Tisch und frühstückte. Das war ein sehr ungewöhnliches Bild für ihn. Er kratzte sich am Bauch und lief zu ihr. Ranma zog sich einen Stuhl heran und setzte sich. Gleichzeitig schnappte er sich eine der Waffeln und biss rein. "Guten morgen." Nuschelte er mit vollem Mund. Erst da senkte sie die Zeitung und sah zu ihm auf. "Morgen."

Dann schob sie sich den nächsten bissen in den Mund. Er schmunzelte "Es ist so komisch dich etwas anderes als Jack, Jim oder James frühstücken zu sehen." Wieder blickte sie zu ihm auf, aber diesmal ganz verwirrt. Erst jetzt fiel ihr der Fehler auf. "Wenn du hier bist, wer ist dann in der Dusche und wer hat das hier zubereitet?" Ranma zuckte die Schultern, dann kam er doch noch drauf. Auch wenn er es nicht so glauben konnte. "Da fällt mir nur Akane ein." Der Blondine fiel die Kinnlade runter.

"Das kann doch nicht dein ernst sein! Bitte sag mir, das du nicht mir ihr geschlafen hast." Ranma nahm in aller ruhe einen weiteren Bissen. Er verstand den Aufstand nicht. "Doch, das hab ich." Sagte er mit einem Zwinckern. Sie fand das gar nicht lustig und schlug mit der Zeitung auf ihn ein. "Aua, hör auf Noemi." Er packte wütend die Zeitung und entriss sie ihr. Verstimmt warf er sie hinter sich auf den Boden.

"Was ist dein Problem?" Motzte er sie an. "Du benimmst dich wie ein Hund, also behandle ich dich wie einen Hund." Er verstand gar nichts und schüttelte seinen Kopf. "Du schlägst Hunde mit Zeitungen?" Jetzt war sie genervt, sie stöhnte verzweifelt auf. "Ranma, Sex mit dem Ex ist nie eine gute Idee. Es schafft falsche Hoffnungen und bringt immer nur Kummer." Er lehnte sich entspannt zurück. "Das passiert uns schon nicht. Ich hab ganz klar gemacht, das es nie mehr als Sex sein wird."

Jetzt schrie sie auf. "Du bist so ein Trottel, ich kann nicht glauben wie naiv du bist....." Sie wollte ihm so eine schöne Standpauke verpassen. Aber da hörte man ein räuspern und die beiden drehten sich um. In der Badezimmertüre stand Akane. Die hatten sie ja ganz vergessen. "Ich wollte nicht stören, ich nehm nur meine Handtasche dann bin weg." Ranma stand auf. "Ich hohl sie dir." Jetzt stand Akane da, mit ihr in einem Raum. Die Spannung war drückend, kaum zu glauben das es nur ein paar Sekunden gedauert hatte. Da trat Ranma wieder ins Zimmer, diesmal voll bekleidet und mit der Handtasche in der Hand.

Er ging an ihr vorbei und hielt ihr die Tür auf. Akane stöckelte zwar drauf zu, aber irgendwie fühlte es sich falsch an, zu gehen ohne etwas zu sagen. Also stoppte sie kurz in der Tür und drehte sich zu Noemi. "Ähm war schön dich kennen zu lernen." Noemi antwortete ihr kurz ohne von der Zeitung auf zu sehen. "Ja, schönen Tag auch." Etwas enttäuscht trat sie heraus und Ranma folgte ihr. Wieder drehte sie sich um, weil sie sich von ihm verabschieden wollte, aber ohne zu fragen hob er sie auf seine Hände. "Das brauchst du nicht zu tun." Versicherte sie ihm. Er schüttelte den Kopf und grinste sie nur an.

"Ich riskier doch nicht, das du immer noch hier bist, wenn ich wieder von der Arbeit komm." Sie wurde rot und sah peinlich berührt zu Boden. Aber insgeheim genoss sie es und drückte sich sanft gegen ihn. Als er sie dann doch absetzte konnte sie nicht glauben, das sie tatsächlich schon unten angekommen war. Etwas bedrückt nahm sie ihre Krücken entgegen. "Ich hab dir ein Taxi gerufen." Sagte er, während er sich gegen sie lehnte. Sie nickte kurz. "Danke, das ist sehr aufmerksam von dir." "So bin ich eben." Er war schon ganz wo anders und hörte gar nicht mehr richtig zu.

Denn er beugte sich runter zu ihr und küsste sie inbrünstig. Dabei zog er sie an sich. Er hasste es jetzt abschied von ihr nehmen zu müssen. Deshalb nahm er sich jetzt noch ein letztes Mal so viel er konnte. Immer wieder streiften seine Lippen die ihren. Immer wieder fuhr seine Zunge zu ihrer. Und immer wieder drückte er ihren Hintern mit seiner Hand. Er atmete noch ein letztes Mal ihren betörenden Duft ein und dann liess er von ihr ab. Er hob den Kopf und lächelte sie an.

Sie versuchte cool zu wirken, was ihr aber nicht gelang. "Es war sehr schön, danke." Ranma nickte nur und gab den weg frei. Sie ging an ihm vorbei ins freie, gleich vor der Tür stand das Taxi. Sie sah zum Fahrer, der hob den Kopf und sah zu ihr, als sie rauskam. Er erkannte sie fast so schnell wie sie ihn. Das wusste sie, denn er hob die Hand und winkte ihr zu, mit diesem gleichen ekelhaften Lächeln wie gestern.

Ranma stand in der Tür hinter ihr, aber das schien ihr nichts auszumachen, als sie ihn zurückdrängte und wieder ins Treppenhaus eilte. Sie versteckte sich hinter der Tür und linste hinaus, um sicherzugehen, das er es auch wirklich war. "Was ist den los?" Sagte er ganz irritiert. Sie sah etwas verloren zu Ranma, denn den hatte sie vollkommen vergessen. "Würdest du ihn bitte wegschicken." Bat sie ihn höflich. "Wieso?" Ohne weitere Erklärungen würde er das nicht tun. "Einfach so und jetzt tu es.......Bitte." Ihn hatte das interesse gepackt.

"Ich werde hier stehen bis du mir sagst, was mit dem nicht stimmt." Sie kaute sich auf der Lippe herum und überlegte ob sie es tun sollte. Aber was blieb ihr denn anderes übrig. "Der Kerl hat mich gestern schon hergefahren. Er hat mir so komische fragen gestellt und er hat mein Bein gestreichelt. Er ist mir unheimlich und ich möchte mein Glück kein zweites Mal herausfordern." Ranmas lächeln war verflogen. Er ballte die Fäuste und war stinksauer. Aber er wollte es nicht zeigen, sie sollte doch denken, das er über sie hinweg war. Er legte seine Hand an ihre Hüfte und schob sie voran.

"Vertrau mir, dir geschieht nichts, dafür sorge ich schon." Sie wollte eigentlich nicht, aber sie vertraute ihm und Ranma hatte sie doch immer beschützt. Sie kam am Taxi an, er machte ihr die Tür auf und half ihr. Dann reichte er ihr die Krücken und schloss die Tür. Für einen Moment war Panik in ihr aufgestiegen. Ranma klopfte an das Fenster des Fahrers und zeigte ihm an das er es runter lassen sollte. Was der auch tat. Was aber keiner kommen sah, war das Ranma den Typen packte und ihn halb aus dem Fenster zog.

Zu Akanes bedauern flüsterte er und sie konnte kein Wort verstehen. Dann liess Ranma ihn wieder ins Auto plumpsen und der Kleinwagen schaukelte kurz. Er deutete dem Fahrer etwas an und dieser nickte schnell und ängstlich. Da ging Akanes Fenster auf. Ranma beugte sich auch zu ihr runter und flüsterte. "Alles erledigt, komm gut nach Hause." Dann bekam sie noch einen flüchtigen Kuss.

Ranma klopfte an die Seite des Taxis und es fuhr los. Als Akane diesmal zum Rückspiegel sah, wich er ihrem Blick schnell aus. Er war ganz angespannt und bleich, als hätte er einen Geist gesehen. Akane lehnte sich lächelnd an die Scheibe, sie war richtig beeindruckt von ihm. Wie hatte er das nur geschafft, was hätte sie darum gegeben, zu wissen was Ranma gesagt hatte.



Zu Hause angekommen, schloss sie die Tür hinter sich und endeckte Kasumi am Telefon. Es war zwar noch früh, aber nicht mehr so früh. So hatte sie Kasumi noch nie gesehen. Völlig verzweifelt brüllte sie ihren Gesprächspartner an. "WAS SOLL DAS HEISSEN, SIE KÖNNEN ERST NACH 48 STUNDEN ETWAS UNTERNEHMEN. SIE IST MEINE KLEINE SCHWESTER, SIE IST VERLETZT UND SIE IST WEG. IHR KÖNNTE WAS PASSIERT SEIN, JEMAND KÖNNTE...." Dann war sie kurz still und hörte zu.

"Wissen sie was....."Flüsterte sie immer noch wütend in den Hörer. "Ich wünsche ihnen einen ganz schrecklichen Tag." Dann schmiss sie den Hörer auf die Ladestation. Kasumi versteckte das Gesicht in den Händen. Akane trat noch einen Schritt vor. "Kasumi?" Fragte sie ganz vorsichtig. Kasumi schreckte hoch und sah zu ihrer Schwester zuerst konnte sie es nicht glauben, dann stürzte sie zu ihr und nahm sie ganz fest in den Arm. Dann aber überkam sie die Wut. Sie packte Akane an den Oberarmen und schüttelte sie ein wenig. "Wo warst du? Was hast du gemacht? Wieso hast du mir nicht bescheid gesagt?"

Das war viel zu schnell und viel zu forsch. So das sich Akane angegriffen fühlte. Sie riss sich von Kasumi los und sorgte für Abstand. "Ich bin 18 und ich kann tun was immer ich will." Gab sie von sich. Kasumi sah sie etwas verwirrt an. So das sie gar nicht gemerkt hatte das ihr Vater hinter sie getreten war. Er sah seine jüngste sehr verärgert an. "Mir ist verdammt nochmal egal wie alt du bist. Du hast gefälligst bescheid zu geben, wenn du das Haus verlässt."

Kasumi hatte angst, das sich gleich ein riesen Streit zwischen den beiden entwickeln könnte und das wollte sie um alles verhindern. Sie sah sanft zu Akane und versuchte zu schlichten. "Vater wollte nur sagen, wir haben uns sorgen gemacht und wussten nicht was tun." Soun schob Kasumi etwas zur Seite und stellte sich in seiner Vollen grösse vor seiner Tochter auf. "Nein, ich hab es so gemeint, wie ich es gesagt habe. Wo zum Teufel, hast du dich die ganze Nacht rumgetrieben?"

Auch Akane baute sich auf, auch wenn sie nicht an ihren Vater rankam. "Das geht dich nichts an." Dann wollte sie sich abwenden, aber Soun liess das nicht zu. Er packte sie und zog sie näher. "Ich hab dich was gefragt." Böse funkelte sie ihn an. "Und ich hab dir gesagt das es dich nichts angeht." Er wurde immer röter und stand ganz kurz vor einem Wutausbruch. Denn ihm gefiel gar nicht, wie sich seine jüngste in letzter Zeit benahm, aber was sie sich heute geleistet hatte, das war einfach zu viel. Kasumi versuchte es erneut.

Sie packte den Arm ihres Vater, der Akane festhielt und sah flehend zu ihm hoch. "Bitte Vater lass sie los, sie ist doch noch verletzt." Wie durch ein Wunder drangen ihre Worte zu ihm. Er liess das Mädchen los und drehte sich zu Kasumi. Aber in dieser Zeit, machte sich Akane davon. Als Soun das mitbekam packte ihn wieder die

Wut. Er lief zur Treppe und schrie ihr hinterher. "Du hast Hausarrest Fräulein. HAST DU MICH GEHÖRT? HAUSARREST!!!!" Akane setzte ihren Weg einfach fort, ohne sich auch nur einmal umzudrehen. Als sie ausser Sichtweite war, änderte sich Souns ganze Haltung.  Er griff sich an die Stirn und schloss verzweifelt die Augen. "Was soll ich nur tun? Wenn eure Mutter doch nur hier wäre, sie wüsste sicher......" Dann brach er ab. Kasumi führte ihn ins Wohnzimmer. "

Komm Papa ich mach dir einen Tee. Das wird dir guttun und sie beruhigt sich sicher wieder." Soun nickte ihr nur zu. Aber wenn überhaupt wurde Akane nur noch wütender. Sie zog sich nur schnell um und packte eine kleine Tasche. Dann eile sie wieder die Treppe runter. Und durch ihre Krücken war das ganze, alles andere als leise. Sofort kam die Familie wieder angerannt. Ihr Vater ging als erstes auf sie los. "Du hast Hausarrest. Wo willst du hin?" "Weg von hier."

Dann stiess sie auch schon wieder die Tür auf und stöckelte raus. Die anderen natürlich ihr hinterher. "Du bleibst hier." Rief ihr Vater wütend und packte sie wieder am Arm. Akane reichte es, sie stiess ihn von sich und sah ihn warnend an. "Wenn du mich noch einmal anfasst, ruf ich die Polizei." Überrascht tratt er einen Schritt zurück und sah ihr dabei zu, wie sie ging. Er liess sich auf die Knie nieder und brach in Tränen aus.

Kasumi kniete sich sofort zu ihm um ihn zu Trösten. Bevor Akane aus dem Tor trat, schaute sie noch einmal auf die traurige Szene zurück und zweifelte an ihrem Vorhaben. Aber sie biss sich auf die Lippe und tratt hinaus. Es gab kein zurück mehr für sie.
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