Kleiner Unfall, grosse Wirkung ; )

GeschichteRomanze / P18
Akane Tendo Ranma Saotome
19.04.2014
13.11.2019
54
97889
26
Alle Kapitel
153 Reviews
Dieses Kapitel
9 Reviews
 
 
 
Akane sass in der Badewanne und versuchte sich zu entspannen. Sie hatte sich mit Ranma gestritten, wie so oft schon. Sie waren übers Wochenende mal wieder allein. Es hatte keine fünf Minuten gedauert, bevor sie sich an die Gurgel gingen. Enttäuscht seufzte Akane auf. Sie wusste nicht einmal mehr wieso, sie sich gestritten hatten. Sie wusste nur eins, so konnte das nicht mehr lange weiter gehen. Sie liess sich tiefer in die Badewanne sinken. Das heisse Wasser fühlte sich herrlich an. Es schwemmte alles Schlechte weg. Sie genoss es sehr.

Ranma stand währenddessen im Dojo und liess seiner Wut Luft. Er powerte sich so richtig aus. Auch ihm gefiel es nicht, wie sie sich vorhin angefahren hatten. Irgendwie tat es ihm leid, aber er war zu Stolz um zuzugeben, das er im Unrecht war. Ausserdem musste immer er sich bei ihr entschuldigen, egal ob er recht hatte oder nicht. Aber nicht heute. Er würde nicht klein nachgeben. Sollte sie sich doch entschuldigen, wenn sie wollte, das sie wieder miteinander auskamen.

Akane wäre am liebsten den ganzen Tag im Bad geblieben, aber das Wasser wurde langsam kalt. Und mehr heisses Wasser wollte sie nicht verbrauchen. Sie musste noch etwas für Ranma übrig lassen. Etwas zu schnell erhob sie sich. Ein falscher Schritt, und sie landeten wieder in der Wanne. Das Wasser spritze vom Aufschlag. Sie landete sehr unvorteilhaft. Sofort füllte sich ihr Mund mit Wasser. Sie wollte sich mit dem rechten Arm hochdrücken. Sofort durchzuckte sie der Schmerz. Sie keuchte unter Wasser auf und schluckte sehr viel davon. Mit der Linken zog sie sich am Wannenrand hoch. Schwer musste sie husten.

Akane bekam kaum noch Luft. Ihr Körper zittere vom Schock. Sie legte ihren Kopf auf dem Rand ab und liess ihren Tränen den Lauf. Da sie nicht schwimmen konnte, hatte sie panische Angst vor dem Ertrinken. Aber sie hätte nie gedacht, dass ihr diese Gefahr, in der Wanne drohte. Als sie Tränenleer war, versuchte sie sich mit kontrolliertem atmen zu beruhigen. Sie tastete ihren Arm ab und versuchte ihn zu benutzen. Das konnte sie ganz schnell vergessen. Es tat zu sehr weh, sie war sich sicher dass er gebrochen ist. Auch ihr Hintern tat weh, aber diesen Schmerz konnte sie gar nicht beachten.

Denn da war etwas Grösseres. Ihr linkes Bein, es pochte und sie konnte es nicht bewegen. Als sie nur den Versuch startete, den Zeh zu bewegen, kamen ihr gleich wieder die Tränen. Sie musste sich auf die Lippen beissen, um nicht aufzuschreien. Vor Schmerzen keuchte sie auf. Sie versuchte positiv zu denken. Ich lebe noch, ich sehe kein Blut, auch wenn es weh tut, bin ich froh dass ich mein Bein spüre. Das letzte konnte sie selbst nicht glauben. Eigentlich wäre sie froh wenn sie den Schmerz in ihrem Bein nicht fühlen musste. Was sollte sie jetzt tun, sie konnte nicht selbst aus der Wanne klettern. Ihre Familie war nicht da und das Telefon konnte sie nicht erreichen.

Da blieb nur eins, sie musste Ranma rufen. Das wiederstrebte ihr, sie wollte nicht das er sie so sah, aber was sollte sie sonst tun. Die Schmerzen waren grösser, als ihr Schamgefühl. Mit voller Kraft rief sie ihn. Immer wieder schrie sie seinen Namen. Das verlangte ihr sehr viel Kraft ab und ihre Lunge war noch vom fast ertrinken geschafft. Nach einer halben Stunde hörte sie auf zu rufen. Sie verzweifelte fast, alles tat ihr weh und sie konnte sich nicht bewegen. Zudem war sie allein. Wieder überkamen sie die Tränen.

Wo war er nur? Könnte es sein, das er das Haus verlassen hat. Draussen wurde es schon dunkel und ihr wurde immer kälter. Aber auch dagegen konnte sie nichts tun, in der Nähe waren keine Handtücher. Sie musste hier wohl sitzen, bis Ranma wieder zu Hause war. In ihr machten sich Angst und Zweifel breit. Was wenn er nicht mehr zurückkam. Was wenn er nach dem Streit so wütend geworden ist, das er irgendwo anders schlafen würde. Wie lange würde es gehen, bis jemand sie finden würde?

Ihr Schluchzen wurde immer lauter. Sie fühlte sich so hilflos und verlassen. Das weinen zerrte sie sehr aus und sie sollte sich eigentlich genau jetzt ihre Kräfte gut einteilen. Aber es ging nicht anders, ihre Gedanken waren so düster. Durch die Kälte zitterte ihr Körper unkontrolliert, dadurch schmerzten ihre Glieder noch mehr. Sie tastete ihren Arm ab und merkte das er jetzt angeschwollen war. Panik stieg in ihr auf, sie brauchte dringend medizinische Hilfe. Mit ihrer letzten bisschen kraft, rief sie erneut nach ihrem Verlobten. Heisser und zittrig echote sein Name durchs Haus.
Review schreiben