Naseweis. Zuckersüß.

KurzgeschichteHumor, Freundschaft / P12 Slash
Fili Kili Thorin Eichenschild
17.04.2014
23.05.2014
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Deans Schädel war gefüllt mit Hubschraubern, Bauarbeitern und  explodierenden Bomben und schien sich generell ziemlich viel Mühe zu geben, Dean die quälendsten Schmerzen zu bescheren.
Brummend presste er beide Hände gegen seine Schläfen.
Nie wieder Alkohol. Nie wieder.
Dass er auf einem feuchten und wirklich kalten Untergrund lag ließ sich auch durch Alkohol erklären, der einen manchmal an die merkwürdigsten Orte führte und einen überredete sich genau dort schlafen zu legen.
Gottverdammter Aidan Turner! Gottverdammter Ire!
Es war allein seine Schuld, dass sich Dean in seinem Alter noch zu wilden Sauftouren herabließ.
Er wollte sich gerade aufrappeln, da sah er ein paar Hufe, die sich vor seinem Gesicht in die nasse Erde gruben. Wirklich verdammt nahe vor seinem Gesicht.
Erschrocken fuhr er hoch, sein Kopf rebellierte einen ganzen Bürgerkrieg und er stöhnte schmerzerfüllt. Sich, den Alkohol und Aidan verfluchend fand er sich in einem kleinen Gehege wieder.
Ein schmutzig weißes Pony schnupperte neugierig an ihm, bevor es nach seinem Hemdskragen schnappte.
„Also jetzt reicht es mir…“, grummelte Dean missgelaunt und erhob sich mühsam als würde er gerade seinem eigenen Sterbebett entspringen. Alles hatte seine Grenzen! Und zwischen Pferden zu schlafen war nun wirklich nicht witzig!
Er sah sich nach Zivilisation um, generell nach etwas was ihm Auskunft darüber geben könnte wo zur Hölle er im Suff gelandet war.
Die gute Nachricht: er war zweifelsohne noch immer in Neuseeland.
Die schlechte Nachricht: er war zweifelsohne in Neuseelands Wildnis.
Es dämmerte gerade zu einer lauen Nacht.
Das Pony stieß ihn von hinten gegen die Schulter und er drehte sich mürrisch um, um dem Gaul seinen Platz in der Rangordnung zu zeigen. Doch da war ein ganzer Haufen weiterer Ponies, manche grasend, manche ihn musternd.
Er ließ seinen Blick schweifen (die Ponies sahen aus wie jene mit denen sie einmal gedreht hatten, aber am Set befand er sich nicht), da erkannte er eine Person am Boden liegend, das Gesicht im Schlamm.
Ein Pony zupfte an dunklen Locken.
Dean brummte. Wenigstens hatte Aidan das gleiche Schicksal ereilt wie ihn. Geschah ihm Recht.
Er kniete sich zu seinem Kollegen und stieß ihm gegen die Schulter.
„Aidan!“, rief er, „hey, aufwachen!“
„Hm?“, verschlafen drehte sich Aidan auf die Seite, das Gesicht schmutzig, die Augen glasig, „was?“
„Ey, steh auf! Wir sind am Arsch der Welt. Komm schon, hoch mit dir!“
Er half Aidan aufzustehen (auch wenn er ihn eher hochzog) und machte dann eine ausschweifende und ziemlich brüske Geste, die ihr Schlamassel einschließen sollte.
Da lehnte Aidan aber bereits wieder schlummernd an seiner Schulter.
Unwirsch schnipste Dean ihm gegen die Nase.
„Man…“, maulte Aidan.
Da raschelte etwas hinter ihnen und Dean hoffte es war jemand, der ihnen sagte, dass alles ein riesiger Scherz war, höchstwahrscheinlich Richard, der eine ausgeprägte sadistische Ader zu haben schien.
„Keine Bewegung.“
Da stand Aidan. Dean rieb sich die Augen. Aidan in der Maske des Kíli, ohne Zweifel. Aber verdammt klein.
Kurz vergewisserte er sich, dass Aidan in Wirklichkeit neben ihm stand.
Entweder er war immer noch sturzbetrunken, oder-
„Haha, sehr witzig!“, rief er gezwungen lachend, „kommt schon Jungs, das reicht!“
Der kleine Aidan zielte derweilen mit Pfeil und Bogen auf ihn, was er wiederrum noch weniger witzig fand.
Er sah wie Aidan neben ihm benommen die Arme hob, wie wild blinzelnd und augenscheinlich noch immer so sehr im Katerrausch, dass er sogar Einhörner akzeptiert hätte.
Als er dann selber neben dem kleinen Aidan aus dem Busch sprang, klein, noch viel kleiner und bärtig und verdammt wütend, da entschied er sich, dass die Zeit reif war für eine Ohnmacht.
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