Schiffbrüchige

von JaneyAve
GeschichteAllgemein / P12
Kaname Chidori Kurtz Weber Melissa Mao Sosuke Sagara
16.04.2014
28.05.2014
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1.Bootstour

An einem sonnigen Samstagnachmittag saß ich, endlich mal allein in meinem Zimmer und hörte Musik. Plötzlich klingelte das Telefon.
„Huch…wer soll das denn sein?“, murmelte ich und nahm ab, „Hallo?“
„Chidori?“, ertönte Sosukes Stimme aus dem Hörer, „Ich brauche deine Hilfe.“

Zwei Tage nachdem mich Sosuke angerufen und um mithilfe bei einem Projekt gebeten hatte stand ich nun mit meinem Koffer am Hafen und wartete auf ihn. Er sagte wir müssten eine weite Reise machen und er könne mich nicht einfach hier alleine lassen. Total hirnverbrannt der Kerl. Wo würde ich eher verletzt werden in unserer ruhigen Stadt oder im Niemandsland bei einem seiner Aufträge. Aber hätte ich mich nicht dazu bereit erklärt würde er mich eigenhändig mitschleifen.
Ungeduldig schielte ich auf meine Uhr. 9.55 Uhr. Noch 5 Minuten. Ich hockte mich an den Rand des Anlegers und blickte ins azurblaue Wasser. Über mir krächzten Möwen und hinter mir waren Schritte zu vernehmen…. Moment, hinter mir waren Schritte?! Ich drehte mich um und entdeckte Kurz und Melissa. Rasch stand ich auf und strich meinen Rock glatt.
„Hallo.“, rief ich ihnen zu, „Wo habt ihr denn Sosuke gelassen?“
Kurtz zuckte die Schultern.
„Wir dachten er wäre bei dir.“
Melissa bestätigte das mit einem Nicken als Sosuke um eine Ecke bog. Er senkte den Kopf zum Gruß.
„Warum hast du uns denn nun herbeordert?“, platzte ich heraus.
Er strich sich durchs Haar.
„Kaptain Testarossa hat mich gebeten in das ehemalige Kriegsgebiet auf den ostpazifischen Inseln einzureisen um nach Überlebenden zu suchen und ihnen zu helfen.“
Aber was hatte ich damit zu tun? Genau das fragte ich ihn.
„Wie ich dir Samstag schon erklärt habe kann ich dich hier nicht einfach allein lassen…“
„Aber das kann ich doch machen!“, rief Kurtz dazwischen und zwinkerte mir zu.
„Aber…“, zum ersten Mal seit ich ihn kannte wusste Sosuke nicht was er sagen sollte, „aber ich…“
„Nun gib doch zu, dass du Kurz nicht vertraust…“, warf Melissa gelangweilt ein.
„Nein, gar nicht. Natürlich vertraue ich ihm!“
„Mir ist egal was der Grund ist, aber ich gehe mit.“, rief ich und brachte sie zum Schweigen.
„Gut. Aber was ist unsere Aufgabe?“, fragte Melissa.
„Euch möchte ich bitten das Kommando über das Boot zu nehmen und uns zu den Inseln zu bringen.“
Sie nickte verständnisvoll, woraufhin Kurtz einwilligend die Schultern hob.
„Wann solls losgehen?“, fragte er stattdessen.
„Sofort.“

Susuke führte uns zu einem kleinen, aber laut Kurtz, hochseetauglichen Boot. Binnen weniger Minuten hatten wir unser Gepäck verstaut und begannen auszulaufen.
Nun hockte ich da in meiner Kajüte. Schon seit Stunden schipperten wir durch sanfte Wellen, begleitet von Kurtz‘ schlechten Witzen über magersüchtige Vampire.
Ich war daran einzuduseln, als das Boot plötzlich zur Seite geschleudert wurde. Beunruhigt lief ich an Deck. Draußen war die Hölle los. Mete hohe Wellen türmten sich auf und schwappten über die Reling. Grelle Blitze erhellten den dunklen Himmel und Donner zerschnitt die Stille.  Ich stand  im Nachthemd mitten im Sturm. Auf einmal erhob sich eine riesige Woge  und lief direkt auf das mich zu. Noch bevor sie das Boot erreichte kam Sosuke aus dem Maschinenraum, sprang auf  mich zu und stieß mich aus der Gefahrenzone.  Doch eine weitere Welle folgte der vorangegangenen und zerrte uns beide ins Meer. Noch bevor ich schreien konnte ergoss sich das eiskalte Salzwasser über mich und alles um mich herum wurde schwarz.
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