[BTS/Jimin] Und was soll ich nun glauben..?

GeschichteAllgemein / P12
16.04.2014
19.08.2014
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Nun stehe ich hier in meiner Schuluniform und warte bis mich der Mut packt in die neue Schule zu gehen. Ich stehe mitten auf dem Schulhof und sehe mich um. Alles Schülerinnen und Schüler die in ihren Cliquen stehen und über dies und das reden.
Wieder eine neue Schule. Dies ist schon die dritte dieses Jahr und wir haben erst grade mal den Sommer überstanden. Wegen meiner Mutter mussten wir ständig umziehen, da sie von der Arbeit aus ständig versetzt wurde. Aber dies sollte nun endgültig das letzte Mal sein, dass wir umziehen müssen. Ich bin voller Hoffnung, dass dies auch stimmt. Meine Mutter wollte nie, dass ihre Tochter in ihren letztem Schuljahr so oft die Schule wechseln muss. Ich lebe mit ihr und meinem jüngeren Bruder in einer kleinen Wohnung.
Durch die Schulglocke wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, die ich mir über die neue Klasse machte. Werden die Mädchen mich wieder so ärgern wie in der letzten Schule? Werden die Jungs mir wieder kleine fiese Streiche spielen? Aber mein erster Eindruck von dieser Schule war gar nicht einmal so schlecht wie erwartet. Ich sah den anderen Schülern zu, wie sie zögernd in das Gebäude gingen mit einer Unlust die ihnen ins Gesicht geschrieben war, wie es bei fast allen Schülern Gang und Gebe ist. Ich wartete bis endlich alle rein gegangen sind und machte mich dann auf den Weg zum Schulbüro, wofür ich ziemlich lange brauchte, da dies eine nicht gerade kleine Schule war. Von dort aus wurde ich dann in eine der Klassen gebracht. Ich war sehr aufgeregt, obwohl dies ja nicht das erste Mal ist, dass ich so was durchstehen muss. Ehe ich mich versah stand ich auch schon vorne bei meinem Lehrer und beobachtete, wie die ganze Klasse mich anstarrte. Immerhin ist meine Aufregung nicht mehr so schlimm, dass ich wie eine Tomate rot anlaufen würde. Doch so viel Selbstvertrauen um zu lächeln hatte ich dann doch noch nicht.
„Stell dich doch mal bitte vor“ sagte mein neuer Lehrer nachdem er mir meinen Stundenplan in die Hand drückte. Ich schluckte einmal und wendete mich einmal Richtung Klasse. Nun verbeugte ich mich.
„Hi, ich bin Lee Yumi“ brachte ich hervor. Mehr fiel mir in dem Moment auch nicht ein. Die Klasse begrüßte mich.
„Yumi, du kannst dich neben Jimin setzen.“ Sagte er in einem Tonfall, der mich vermuten lies, dass er ganz schön gereizt, ja fast schon genervt, sein musste. Ich ging dann in die Richtung in welche er zeigte und setzte mich neben diesen Jimin. Er verzog jedoch keine Miene. Er schien genauso genervt zu sein. Langsam kam ich mir echt unerwünscht vor. Ich hielt es für eine gute Idee den Platz zu wechseln und hielt an meinem Vorhaben fest, doch beim näheren Betrachten der Situation fiel mir auf, dass gar kein anderer Platz mehr frei ist.
Der Lehrer, der offensichtlich Mathe unterrichtete, schrieb eine Seitenzahl und einige Aufgaben an die Tafel. Er sagte wir sollen die machen, bis er vom Kopieren wiederkommt und schon war er auch verschwunden. Da ich ganz hinten saß drehte sich fast die komplette Klasse zu mir um. Manche sahen mich an, als hätte ich was verbrochen. Doch die Meisten drehten sich auch schnell wieder um und nahmen ihre Handys aus den Taschen. Dies war eine der Sachen, die an den anderen Schulen, die ich bis jetzt besuchte, nicht anders war. Ich wandte mich zu Jimin.
„Ehm… tut mir leid, aber ich bekomme meine Bücher heute erst nach der Schule. Könnte ich vielleicht in deins mit reingucken?“ sagte ich leise, aber so das er es auf jeder Fall gehört haben muss. Doch er regte sich nicht. Nicht einmal ein Wimpernzucken. Doch ich sah ihn weiterhin an. Ich hasste es einfach ignoriert zu werden. Nach einiger Zeit streckte er seinen Arm zu seinem Mathebuch und rechte es mir, ohne mich anzusehen. Ich nahm es dankbar an und schlug die richtige Seite auf. Meinen Block holte ich als nächstes raus und bearbeitete die zu machenden Aufgaben. Mathe machte ich liebend gerne. Es dauerte nicht lange bis ich mit allem durch war. Der Lehrer kam auch dann wieder und pickte einige Schüler raus, die ihm die richtigen Antworten der Aufgaben nennen sollten. Als dann Jimin an der Reihe war nannte er die richtige Antwort, die er einige Sekunden zuvor bei mir abgeschaut hat. Ich sah ihn darauf skeptisch an. Da kam ein kleines, kaum zu erkennendes schmunzeln über seine Lippen. Ich wusste genau was das heißen sollte.
Am Ende der Stunde bekam er die Aufgabe, mir nach dem Unterricht herumzuführen und mir die Schule zu zeigen. Wieder keine Reaktion. Was ist nur mit dem Typen? Er blieb mir wohl vorerst ein Rätsel.
In den Pausen freundete ich mich mit einigen netten Mädchen an. Sie erklärten mir erstmal, dass Jimin einer der beliebtesten Jungen unseres Jahrganges sei. Dies wurde mir dann auch bewusst, als ich sah, wie die Mädchen ihn geradezu anschmachteten. Ich meine er sah schon nicht schlecht aus, doch er scheint doch ganz schön arrogant zu sein. In so jemanden kann man sich doch nicht verlieben. Obwohl ich mich auf anderes konzentrieren wollte, war ich immer noch mit den Gedanken bei meinem Sitznachbarn. Jetzt wurde mir auch klar, wieso ich von einigen so schief angeguckt worden bin.
In den nächsten Stunden versuchte ich mich voll und ganz auf den Unterrichtsstoff zu konzentrieren. Doch das gelang mir nicht so wie erwartet. Ständig drehten sich die Mädchen, die direkt vor uns saßen sich um und fragte Jimin was er denn am Wochenende macht und ob sie nach der Schule etwas zusammen unternehmen wollen. Dies regte mich wahnsinnig auf. Was denken die denn wer er ist? Es ist ja nicht so als wäre er charmant oder einfühlsam oder ähnliches. Immer wieder fragte ich mich, wieso ich überhaupt darüber nachdachte. Nach der Schule holte ich meine Bücher und setzte mich auf eine Bank des Schulhofes wo wir uns treffen sollten. Ich wartete bestimmt eine Stunde lang darauf, dass er es einhält. Doch dann machte ich mich auch auf den Weg nach Hause. Als ich dann nachmittags meine Hausaufgaben machen  wollte entdeckte ich einen Zettel.
„Keinen Bock auf das Treffen. Sehen uns morgen“ Ich seufzte als ich das las. Was? Keine Lust? Wieso auch? Ich hab eh besseres zu tun als mich mit so einem emotionslosen Spinner abzugeben! Langsam wuchs die Wut gegen ihn in mir.
Mehrere Wochen lang saßen wir schweigsam im Unterricht nebeneinander und wechselten nie ein Wort miteinander. Doch an diesem einen Tag sollte es eine Wende geben. Unsere Englischlehrerin gab der Klasse die Arbeiten wieder. Alle bekamen sie, außer Jimin und ich. Sie sagte nur, dass wir nach der Stunde zu ihr kommen sollen. So taten wir es auch. Zu meiner Überraschung kam Jimin ebenfalls zu ihr. Sie zeigte uns die Arbeiten.
“Könnt ihr mir erklären, wie es kommt, dass ihr exakt das Selbe geschrieben habt? Erwartet ihr etwa, dass ich euch eine gute Note dafür gebe?“ Verwundert sah ich die beiden Arbeiten an und stellte fest, dass sie recht hat während Jimin nur neben mir stand ohne etwas dazu sagen zu wollen. Es gab keine andere Möglichkeit, er muss von mir abgeschrieben haben. Ich versuchte ihr mit allen Mitteln zu erklären, dass dieser Aufsatz auf meinem Wissen basiert und nicht auf dem dieses hirnlosen naiven Idioten. Das drückte ich natürlich nicht so aus, wie ich es in Gedanken hatte.

„Dafür gibt es eine 6.“ Dazu brummte sie uns auch noch zwei Wochen lang jeden Tag zwei Stunden nachsitzen auf und sollten wir auch nur einmal nicht anwesend sein müssen wir für jede versäumte Stunde eine Woche nachholen. Aber ich denke der letzte Part war eher an Jimin gerichtet. Um das festzustellen hätte ich nicht einmal den mahnenden Blick und ihren Tonfall  beachten müssen.
So saßen Jimin und ich nach der Schule weiterhin in der Klasse, wo wir uns eine weitere halbe Stunde anschwiegen. Unter Aufsicht standen wir nicht, doch ab und zu kam einer der Lehrer zur Kontrolle zu uns. Doch ich hielt dieses Schweigen einfach nicht mehr aus.
„Wieso hast du nicht gesagt, dass DU abgeschrieben hast?“ giftete ich ihn an.
Er sah mich einfach nur an. Immerhin eine kleine Änderung. Vorher schaffte er nicht mal das. Doch trotzdem war es komisch als er mich ansah. Da bemerkte ich erst einmal wie hübsch er wirklich war. Diese schwarzen Haare, die ihm zum Teil ins Gesicht hängen. Die Uniform, wo man wirklich denken könnte es wurde ihm auf den Leib geschneidert und seine makellose Haut. Ich schluckte einmal und wich seinem Blick schnell aus. Dann seufzte ich einmal leise.
„Ich habe es mit Absicht nicht gesagt.“ Hörte ich ihn sagen und bekam erst dann mit, was er für eine schöne Stimme hat. Das was er sagte ging fast darin unter. Ich musste mich zurück in die Realität holen. Jetzt wurde mir erst bewusst was er überhaupt gesagt hat. Ich sah ihn wieder an aber diesmal mit ernstem Blick.
Er schmunzelte nur darauf und sah in Richtung Tafel. Ich blickte ihn weiterhin empört an.
„Was zur Hölle hab ich dir getan das du so zu mir bist? Ist es, weil ich dir nicht so hinterherlaufe, wie die anderen Mädchen?“ Sagte ich mit einem Hauch von Sarkasmus in meiner Stimme.
„Ja~“ sagte er. Ich wurde immer planloser. Was meinte er damit? Während ich noch darüber nachdachte, sah er mich an und antwortete mir, als ob er wüsste was ich denke.
„Ich mache das weil du nicht wie die anderen Mädchen bist.“ Er muss meine Verwirrung die ich verspürte gemerkt haben und lachte in sich hinein.
„Verstehst du nicht?“ fragte er lächelnd als ob ihm das gefallen würde mich so verwirrt zu sehen. Auf seine Frage schüttelte ich den Kopf.
„Ha~ du bist echt niedlich, wenn du verärgert bist.“ Da fiel mir auf, dass ich ihn die ganze Zeit böse anguckte. Als ich diesen Gesichtsausdruck zu verhindern versuchte kicherte er.
„Huh?“ Hat er tatsächlich <niedlich> gesagt?
„Mensch, ich habe das gemacht um mit dir hier alleine sein zu können“ sagte er.
Doch ich war mir sicher er will mich verarschen.
„Ja, genau. Wenn deine Aussage wirklich der Wahrheit entspricht, wieso warst du nicht da, um mir die Schule zu zeigen oder hast mich mal gefragt, ob wir was zusammen machen wollen?“ Ich fühlte mich ihm überlegen und zeigte dies mit einem kleinen triumphierenden lächeln.
„Ja, du hast Recht. Das hätte ich machen können. Aber ich arbeite nach der Schule und meist auch an den Wochenenden. Deshalb hab ich so gut wie nie Zeit.“ Sagte er worauf mein Lächeln auch schnell wieder verschwand. Nun drehte er sich komplett zu mir. Ich überlegte mir in der Zeit weitere Argumente, die beweisen, dass ich nur Opfer eines miesen Streiches werden sollte.
„Wenn es dir so wichtig ist Zeit mit mir zu verbringen, wieso hast du nie mit mir geredet? Ist es dir peinlich weil ich nicht so angesehen bin?“ ich war derbe auf seine Antwort gespannt. Aber er seufzte nur und sah mich an, was ich mich bei ihm im Moment nicht zu trauen wagte.
„Du bist echt misstrauisch. Ich rede nicht mit dir im Unterricht, weil die anderen Mädchen auf alles eifersüchtig reagieren. Ich wollte nicht, dass du hier ein Mobbingopfer wirst. Hast du nicht gesehen wie sie dich alle angesehen haben, als du dich nur neben mich gesetzt hast?“ Ich hörte den Ernst in seiner Stimme. Doch selbst das hörte sich schön an, wenn er das sagte. Nach langem Zögern sah ich ihn doch an. Noch immer so hübsch als ich ihn zuvor angesehen hab. Nun entdeckte ich auch ein ernst gemeintes Lächeln in seinem Gesicht, welches mich selbst zum lächeln brachte, ohne das ich etwas hätte tun können. Ich erkannte nun seine Fürsorglichkeit.
Wir sahen uns einige Sekunden so an bis er mir immer näher kam. Ich regte mich nicht. Ich ahnte, was er vorhatte, war aber überhaupt nicht darauf vorbereitet. Er beugte sich nun so weit zu mir rüber, dass wir uns auf wenigen Zentimetern in die Augen sahen. So verharrten wir weitere paar Sekunden bevor er seine Lippen auf meine legte und wir fast gleichzeitig unsere Augen schlossen. Aus irgendeinem unbeschreiblichen Grund wollte mir mein Herz aus der Brust springen. Obwohl ich auf einem Stuhl saß, zitterten meine Beine so sehr, dass ich das Gefühl hatte nie mehr aufstehen zu können, was ich in diesem Moment auch gar nicht wollte. Langsam fing er an seine Lippen gegen meine zu bewegen, was ich auch erwiderte. Ich legte meine Hände auf seine Schultern.
Nach einiger Zeit löste er den Kuss und sah mir ihn die Augen. Ich erwiderte seinen Blick und war irgendwie überwältigt. Jimin zog einen Mundwinkel hoch und sagte:
„Sei meine Freundin~“


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Vielen Dank fürs Lesen~
Ich hoffe es hat euch gefallen, aber bitte lasst mir doch ein paar Reviews da, damit ich das nächste Kapitel besser schreiben kann~
Ob dieses jedoch hochgeladen wird liegt an euch ;)
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